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Veröffentlicht am 21.01.2010

Stadtpräsidentin und Bürgermeister rufen zu Hilfe für Haiti auf

Schopenhauer und Saxe: „Der katastrophale Ausnahmezustand Haitis berührt uns alle!“

Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer bittet gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Saxe darum, den von dem Erdbeben betroffenen Menschen in Haiti durch Spenden zu helfen.

„Wir sehen seit Tagen Bilder verzweifelter, traumatisierter Menschen, die den oft einzigen Halt – ihre Familien – verloren haben und dem Chaos ausgeliefert sind. Zahlreiche groß angelegte Spendenaktionen haben in den letzten Tagen deutlich gezeigt, dass die Unterstützungsbereitschaft von Menschen für Menschen sehr großzügig angelaufen ist, Solidarität also über weite Entfernungen hinweg gespürt und gelebt werden kann. Es wird davon ausgegangen, dass in den Städten 70 bis 80 Prozent der Gebäude zerstört sind und bis zu 200.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

Allen Lübeckerinnen und Lübeckern danken wir an dieser Stelle für ihre bereits geleisteten Beiträge zum Überleben auf Haiti. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es gut tut zu erfahren, wenn finanzielle Hilfen direkt bei den Opfern ankommen. Wie 2004 bei dem Lübecker Engagement für Tsunamiopfer in Sri Lanka, - durch das große Engagement der Lübecker Bevölkerung und Unternehmen konnten u.a. neue Fischerboote finanziert werden. So ist gesichert, dass einzelne Initiativen nachhaltig unterstützend wirken. -

Liebe Lübeckerinnen und Lübecker
Haiti braucht jetzt unser aller Hilfe zum Überleben, für Essen und Trinken, zum Schutz und zur Sicherheit, für den Aufbau von sozialer, ökonomischer und staatlicher Infrastruktur. Nur so können die dramatischen Folgen dieser Naturkatastrophe überwunden werden. Wir Lübeckerinnen und Lübecker unterstützen deshalb die weltweit angelaufene Hilfe für den Inselstaat Haiti. Neben aller unbürokratischen Soforthilfe benötigt Haiti darüber hinaus Hilfsmaßnahmen, die es ermöglichen, den Menschen eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft zu sichern. In diesem Sinne hoffen wir, dass viele ihre Unterstützung fortsetzen, um Leben zu retten und neue Perspektiven für Haiti aufbauen zu können. Vielleicht auch diesmal exemplarisch für ein konkretes Projekt – zum Beispiel für Waisen – mit Unterstützung von Experten vor Ort.

Gabriele Schopenhauer Bernd Saxe

Stadtpräsidentin Bürgermeister

Die Hansestadt Lübeck wird kein eigenes Spendenkonto einrichten, da über die Hilfsorganisationen bereits gezielt Spendenkonten für die Haitihilfe eingerichtet wurden. Eine gute Übersicht zu den einzelnen Hilfsorganisationen findet sich beispielsweise auf www.tagesschau.de.

Darüber hinaus wird in der kommenden Woche in der Pförtnerloge des Rathauses eine Spendendose der Welthungerhilfe aufgestellt. +++