Hat Erinnerung eine Zukunft?
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen, pluralistischen und resilienten Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus, dessen Verbrechen und des Widerstands dagegen - Ein Gespräch
Über 81 Jahre nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen "Volksgemeinschafts"-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellt sich verschärft die Frage nach der "Zukunft des Erinnerns". Der große Zeitabstand, die
mehrfachen Generationenwechsel, die neuen prägenden gesellschaftlichpolitischen Horizonte sowie insbesondere die aktuelle Multikrise von neuen Kriegen, (Rechts)Extremismus, Demokratiebedrohung und beschleunigter Digitalisierungsdynamik und die auch damit verbundenen Zukunftsängste provozieren auch die kritische Selbstbefragung, welche Funktion eine kritische
Gedächtnispflege zur NS-Geschichte heute hat - und haben sollte. Was sind Voraussetzungen für eine Neudefinition der identitätsstiftenden Parole "Nie wieder!"? Wie kann eine nachhaltige Kultur des Erinnerns entwickelt werden? Wie
kann sie maximal vielstimmig und gleichzeitig resilient gegen aktuelle Bedrohungen gestaltet werden? Und welche Impulse und Antworten hat eine so gestaltete Erinnerungskultur für zukunftsorientierte Politik zu bieten?
Die Veranstaltung ist als offener Gesprächskreis angelegt und zielt auf breite Beteiligung über fachliche Akteure*innen hinaus. Strukturiert wird sie von einer Doppelmoderation und einem einleitenden Kurz-Vortrag.
Gastgeber: Dr. Harald Schmid und Heino Schomaker
Eine Veranstaltung der "Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein" in Kooperation
mit dem "Forum Erinnerungskultur Lübeck"