Geschützte Landschaftsbestandteile
Für einen gesunden Naturhaushalt
Zu geschützten Landschaftsbestandteilen zählen Bereiche, deren besonderer Schutz erforderlich ist
- zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts,
- zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbildes,
- zur Abwehr schädlicher Einwirkungen oder
- wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten.
Beispiele für geschützte Landschaftsbestandteile sind Baum- oder Heckenbestände eines Gebietes, Alleen, Wasserflächen mit Randbereichen oder Steilufer.
In Lübeck gibt es 9 Geschützte Landschaftsbestandteile:
GLB Am Krog
Zwischen Vorrade und Wulfsdorf liegt mit dem geschützten Landschaftsbestandteil „Am Krog“ ein besonderer Naturraum im Süden Lübecks. Auf rund 1,7 Hektar hat sich eine vielfältige Landschaft entwickelt, die von zahlreichen Quellaustritten, feuchten Wiesen und unterschiedlichen Pflanzengesellschaften geprägt ist.
Beim Blick in die Landschaft zeigt sich ein abwechslungsreiches Mosaik aus Hochstaudenfluren, Waldsimsen- und Großseggenbeständen, Weidengebüschen und kleinflächigen Bereichen mit seltenen Pflanzen feuchter Standorte. Diese Vielfalt bietet zahlreichen Tieren Lebensraum. In den Weidengebüschen brütet beispielsweise der Neuntöter.
Eine besondere Rolle spielen die zahlreichen Quellen. Der großflächige Quellsumpf ist eine seltene geologische Erscheinung im Lübecker Raum und zugleich ein wertvoller Lebensraum für die landesweit bedrohten Weichwasser-Quellmoore.
Natur erleben – mit Abstand
Der geschützte Landschaftsbestandteil selbst kann nicht betreten werden. Auch das Befahren, Reiten und das freie Laufenlassen von Hunden sind nicht erlaubt. Die besondere Landschaft lässt sich dennoch aus der Umgebung entdecken.
Nehmen Sie sich Zeit, die unterschiedlichen Strukturen zu betrachten, auf Vögel und andere Tiere zu achten und die feuchten Wiesen, Gebüsche und Quellbereiche in ihrem natürlichen Zusammenhang wahrzunehmen.
Ein besonderer Naturraum im Süden Lübecks
„Am Krog“ zeigt, wie wertvoll und vielfältig feuchte Landschaften sein können. Quellaustritte, Wiesen, Hochstauden und Gebüsche bilden gemeinsam ein abwechslungsreiches Lebensraummosaik.
Wer hier unterwegs ist, kann diese besondere Landschaft mit Ruhe und Aufmerksamkeit aus der Umgebung entdecken. Mit ausreichend Abstand bleibt der empfindliche Lebensraum geschützt.
GLB Grienauhang
Südöstlich von Niendorf, in der Verlängerung der Straße „Holzkoppel“, liegt der geschützte Landschaftsbestandteil „Grienauhang“. Auf rund 2,1 Hektar erstreckt sich hier ein besonderer Talhang der Grienau, der auf engem Raum ganz unterschiedliche Lebensräume miteinander verbindet.
Von den trockenen, nährstoffarmen Bereichen am oberen Hang bis hinunter zum feuchten Talgrund verändert sich das Landschaftsbild deutlich. Am Oberhang prägt eine magere Wiesenlandschaft den Hang. Weiter unten treten an zahlreichen Stellen Quellen aus dem Boden und schaffen feuchte Standorte mit Waldsimsen. Am Hangfuß schließen sich Röhrichte, Großseggenriede und Hochstaudenfluren bis zur Grienau an.
Diese Vielfalt macht den Grienauhang zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Besonders die trockenen und mageren Bereiche bieten wärmeliebenden Insekten geeignete Bedingungen. Heuschrecken und Spinnen finden hier ebenso Lebensraum wie Amphibien in den feuchteren Bereichen. Eine besondere Bedeutung haben die zahlreichen Weichwasserquellen – ein in Lübeck seltener und besonders schutzbedürftiger Lebensraum.
Natur erleben – mit Abstand
Der Grienauhang ist nicht durch einen Weg erschlossen und kann daher nicht betreten werden. Gerade dadurch bleiben die empfindlichen Lebensräume und ihre Bewohner weitgehend ungestört.
Ein besonderer Naturraum an der Grienau
Der Grienauhang zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig eine Landschaft auf engem Raum sein kann. Trockene Magerflächen, quellige Hänge und feuchte Talbereiche bilden gemeinsam ein wertvolles Lebensraummosaik.
GLB Lauerhofer Feld
Schutzgebietsverordnung und Übersichtskarte befinden sich in der Überarbeitung.
Zwischen der Schlutuper Straße und einem Kleingartengebiet im Stadtteil St. Gertrud liegt das rund 3,5 Hektar große „Lauerhofer Feld“. Was auf den ersten Blick wie eine grüne Wiese wirkt, ist ein wertvoller Feuchtlebensraum mit einer bemerkenswerten Pflanzenvielfalt.
Extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland, zwei Kleingewässer, Sukzessionsflächen und die Reste einer ehemaligen Kopfbaumreihe bilden ein abwechslungsreiches Landschaftsmosaik. Hier finden sich noch seltene und gefährdete Pflanzen feuchter Niedermoorstandorte – darunter Sumpf-Hornklee, Sumpf-Labkraut, Baldrian, Brennender Hahnenfuß, Bach-Nelkenwurz, Gewöhnlicher Wassernabel und Sumpfdotterblume.
Damit ist das Lauerhofer Feld zugleich ein Stück ursprünglicher Landschaft mitten im dicht besiedelten Stadtgebiet. Die traditionelle extensive Nutzung des Feuchtgrünlands macht sichtbar, wie eng Natur und menschliche Landschaftsnutzung miteinander verbunden sein können.
Natur erleben – vom Weg aus
Das Lauerhofer Feld kann von den umgebenden Wegen aus erlebt werden. Besonders schön ist der Blick über die offene Feuchtwiesenlandschaft und auf die unterschiedlichen Strukturen aus Wiesen, Kleingewässern und Gehölzen.
Wer genauer hinschaut, kann je nach Jahreszeit verschiedene Pflanzen entdecken und beobachten, wie sich das Gebiet im Laufe des Jahres verändert.
Ein Stück Landschaft mitten in Lübeck
Das Lauerhofer Feld verbindet Natur und Landschaftsgeschichte auf besondere Weise. Zwischen Straßen, Wohngebieten und Kleingärten hat sich ein wertvoller Feuchtlebensraum erhalten.
Wer die Fläche von den umliegenden Wegen aus betrachtet, entdeckt ein Stück offene Landschaft mitten in der Stadt – und mit etwas Aufmerksamkeit eine überraschend vielfältige Pflanzen- und Tierwelt.
GLB Medebekwiesen
Nördlich der Arnimstraße liegen im Stadtteil St. Gertrud die beiden Teilflächen des geschützten Landschaftsbestandteils „Medebekwiesen“. Umgeben von Bebauung und am Rand des Lauer Holzes gelegen, bewahren sie ein Stück artenreiches Feuchtgrünland inmitten der Stadt.
Sumpfdotterblumenwiesen und Großseggenriede prägen die Flächen. Dazu kommen ein Kleingewässer mit einer reichen Libellenpopulation und eine vielfältige Pflanzenwelt mit Sumpfdotterblume, Wiesenschaumkraut, Kuckucks-Lichtnelke, Braun-Segge und Schlank-Segge.
Eine besondere Kostbarkeit ist die Schachblume. Die Medebekwiesen gehören zu den bedeutenden Lebensräumen dieser auffälligen und seltenen Pflanze. Wenn die Schachblumen im Frühjahr blühen, zeigen sie, welchen besonderen Wert die feuchten Wiesen für die Artenvielfalt besitzen.
Natur erleben – vom Weg aus
Die Medebekwiesen können von den umgebenden Wegen aus erlebt werden. Gerade im Frühjahr lohnt sich der Blick über die Wiesen, wenn die Schachblumen und andere Feuchtwiesenpflanzen das Landschaftsbild prägen.
Auch das Zusammenspiel von offenem Grünland, Kleingewässer und angrenzendem Wald macht den besonderen Charakter des Gebietes aus.
Ein wertvoller Naturraum in der Stadt
Die Medebekwiesen zeigen, wie wertvoll offene Feuchtlandschaften auch mitten im Stadtgebiet sein können. Sie verbinden Naturerlebnis, Landschaftsgeschichte und Artenschutz.
Wer vom Weg aus auf die Wiesen schaut, kann mit etwas Glück eine Schachblume entdecken – und dabei ein Stück der Landschaft erleben, die Lübeck einst stärker geprägt hat.
GLB Ostufer an der Untertrave
Entlang des Ostufers der Untertrave erstreckt sich zwischen Schlutup und dem Priwall auf rund zwölf Kilometern ein außergewöhnlich vielfältiger Uferbereich. Auf engem Raum wechseln sich flache Sand- und Kiesstrände, Strandwälle und Spülsäume mit Röhrichten, Quellbereichen und Kleinbachtälern ab. An anderen Stellen steigt das Ufer als Steilküste an.
Hier treffen Küste und Binnenland unmittelbar aufeinander. Die unterschiedlichen Lebensräume bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren geeignete Bedingungen. Auch seltene und spezialisierte Arten finden hier Rückzugsräume. Für Vögel ist das Ufer zudem ein wichtiger Rast- und Brutlebensraum.
Natur erleben – vom Wasser und an ausgewählten Stellen
Das lange Ufer lässt sich nicht überall zu Fuß erkunden. In Teilbereichen kann die Landschaft vom Wasser aus erlebt werden. Kleine Boote ohne Motor dürfen an dafür geeigneten Stellen anlegen und ermöglichen so den Zugang zu einzelnen Uferabschnitten.
Besonders wichtig: Die Pötenitzer Wiek darf ganzjährig nicht betreten werden. Auch weitere Uferabschnitte sind zu bestimmten Zeiten oder dauerhaft nicht zugänglich. Welche Bereiche betreten werden dürfen, ist der Schutzgebietskarte zu entnehmen.
Rücksicht schützt das Ufer
Das Ufer ist ein empfindlicher Lebensraum. Gerade Strand- und Hangvegetation sowie brütende und rastende Vögel reagieren empfindlich auf Störungen. Deshalb sind in den geschützten Bereichen unter anderem das Betreten zu den festgelegten Zeiten, das Befahren, Reiten, Feuermachen und Lagern nicht erlaubt. Hunde dürfen nicht unangeleint mitgeführt werden.
Auch Pflanzen dürfen nicht beschädigt oder entfernt und wildlebende Tiere nicht gestört werden. Kleine, nicht motorisierte Boote dürfen – mit den in der Verordnung genannten Einschränkungen – anlegen.
Ein Ufer voller Vielfalt
Das Ostufer der Untertrave zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie abwechslungsreich ein naturnaher Uferraum sein kann. Sandstrand und Steilküste, Röhrichte und Quellen, Wasser und Wald liegen hier dicht beieinander.
Wer die Schutzregeln beachtet und die empfindlichen Bereiche respektiert, kann diese besondere Landschaft vom Wasser oder von den dafür freigegebenen Stellen aus entdecken.
GLB Kiefern im Wochenendhausgebiet Priwall
Rund 150 geschützte Kiefern prägen an verschiedenen Stellen das Wochenendhausgebiet auf dem Priwall. Sie stehen unter anderem entlang der Mecklenburger Landstraße, des Waldwegs, des Seewegs und des Muschelwegs und erinnern an die ehemals ausgedehnten Kiefernbestände der Ostseeküste.
Mit ihren hohen, charakteristischen Kronen sind die Bäume weithin sichtbar. Besonders im Winter treten die dunklen Nadelkronen deutlich hervor und verleihen dem Priwall seinen typischen, strandnahen Charakter.
Doch die Kiefern sind nicht nur ein prägendes Element des Ortsbildes. Im Winter nutzen Waldohreulen die Bestände traditionell als Schlaf- und Rastplatz. Auch Waldkäuze können hier beobachtet werden.
Natur erleben – mitten im Wohngebiet
Die geschützten Kiefern können von öffentlich zugänglichen Wegen aus von Nahem betrachtet werden. Um ihren besonderen Einfluss auf das Landschaftsbild zu erleben, lohnt sich aber auch der Blick aus etwas größerer Entfernung.
Gerade im Winter lässt sich gut erkennen, wie markant die Kiefern aus dem Siedlungsbereich herausragen und an die Nähe von Strand und Dünen erinnern.
Rücksicht schützt Bäume und Eulen
Zum Schutz der Kiefern ist nicht nur der Baum selbst geschützt. Auch sein Wurzel- und Kronentraufbereich gehört zum Schutzbereich und reicht rund zehn Meter um den Stamm.
Deshalb dürfen Äste oder Zweige nicht abgesägt oder abgebrochen und weder Rinde noch Wurzeln verletzt werden. Auch das Verdichten oder Versiegeln des Bodens, Abgrabungen und Aufschüttungen sowie bauliche Veränderungen im Schutzbereich sind nicht erlaubt. Chemische Stoffe wie Pflanzenschutzmittel, Öle oder Auftausalze dürfen dort ebenfalls nicht eingesetzt werden.
Ein Stück Küstenlandschaft im Priwall
Die Kiefern des Priwalls sind mehr als einzelne markante Bäume. Sie sind Relikte einer früher ausgedehnten Küstenlandschaft und zugleich wichtige Lebensstätten für geschützte Vogelarten.
Wer an ihnen vorbeikommt, kann einen Moment innehalten und den Blick zwischen Siedlung, Baumkronen und Küstenlandschaft schweifen lassen.
GLB Rothebeckniederung
Zwischen Geniner Straße, Zeißstraße, „Hinter den Kirschkaten“ und Siemensstraße liegt ein Stück überraschend wilder Natur. Die rund zwei Hektar große Rothebeckniederung bildet einen naturnahen Bachabschnitt mit angrenzenden Schilfröhrichten, Hochstaudenfluren und Weidengebüschen.
Im Sommer entsteht hier der Eindruck eines grünen Dschungels: Die Rothebeck bahnt sich ihren Weg durch dichtes Grün, während Schilf, Hochstauden und Weiden die Niederung prägen. Anders als in vielen Grünanlagen wird die Natur hier nicht ständig zurückgedrängt. Sie darf sich weitgehend selbst entwickeln.
Die naturnahe Bachschlucht ist zugleich ein gesetzlich geschütztes Biotop und ein wichtiges Trittsteinbiotop für die Vernetzung von Lebensräumen.
Natur erleben – vom Rand aus
Die Rothebeckniederung kann von der Geniner Straße aus erlebt werden. Gerade der Blick in die dicht bewachsene Niederung macht den besonderen Charakter des Gebietes sichtbar.
Je nach Jahreszeit verändert sich das Bild: Im Sommer wirkt die Niederung besonders üppig und undurchdringlich, während sich zu anderen Jahreszeiten die Strukturen des Bachs, der Gehölze und der offenen Bereiche besser erkennen lassen.
Wildnis braucht Ruhe
Die scheinbar unberührte Wildnis ist empfindlich und soll sich möglichst ungestört entwickeln können. Deshalb darf die geschützte Fläche nicht betreten oder befahren werden
Ein Stück Wildnis in Lübeck
Die Rothebeckniederung macht erlebbar, wie wild Natur mitten in einem Gewerbegebiet sein kann. Wo Straßen und Gewerbeflächen die Umgebung prägen, findet die Rothebeck ihren eigenen Weg.
Manchmal muss Natur nicht zugänglich sein, um faszinierend zu sein. Ein Blick vom Rand genügt, um dieses besondere Stück Stadtwildnis zu entdecken.
GLB Rustwiesen
Rund 250 Meter südöstlich des Gutes „Mönkhof“ liegen die Rustwiesen in einer Senke zwischen Wald und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auf rund 4,6 Hektar hat sich hier ein vielfältig strukturiertes Feuchtgebiet erhalten.
Besonders schön sind die blütenreichen Sumpfdotterblumenwiesen. Wiesenschaumkraut, Sternmiere und Braun-Segge prägen diese feuchten Wiesenbereiche. Daneben finden sich nährstoffreiche Kohldistelwiesen mit einer bunten Kräutervielfalt, darunter Erzengelwurz, Kuckucks-Lichtnelke und Wiesenschaumkraut.
Andere Bereiche werden von Schilf und Hochstauden wie Mädesüß geprägt. Die unterschiedlichen Lebensräume machen die Rustwiesen zu einem wertvollen Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere. Mit etwas Glück sind in der Umgebung auch Kraniche zu hören.
Natur erleben – mit Abstand
Die Rustwiesen sind nicht durch Wege erschlossen und können daher nicht betreten werden. Das Gebiet lässt sich vor allem aus der umgebenden Landschaft heraus wahrnehmen.
Gerade die Lage zwischen Wald und landwirtschaftlichen Flächen macht die Senke als Landschaftselement sichtbar. Wer aufmerksam hinschaut, erkennt den Wechsel zwischen Wald, offenen Feuchtwiesen und hochwüchsigen Bereichen.
Rücksicht schützt die Feuchtwiesen
Die wertvollen Wiesen sind auf ihre feuchten Standortbedingungen und eine schonende Nutzung und Pflege angewiesen. Das Betreten, Befahren und Reiten auf der Fläche ist verboten.
Ein wertvolles Feuchtgebiet
Die Rustwiesen zeigen, wie vielfältig eine feuchte Niederung sein kann. Sumpfdotterblumenwiesen, Kohldistelwiesen, Seggen, Schilf und Hochstauden bilden gemeinsam ein wertvolles Lebensraummosaik.
Auch wenn die Fläche selbst nicht betreten werden kann, gehört sie zu den Landschaften, die sich besonders gut mit einem aufmerksamen Blick aus der Umgebung entdecken lassen.
GLB Schmiederedder
Im Lübecker Ortsteil Dummersdorf liegt mit dem Schmiederedder ein rund 1,8 Hektar großer geschützter Landschaftsbestandteil. Im Zentrum liegt der namensgebende Teich, dessen offene Wasserfläche von Röhrichten und Weidengebüschen gesäumt wird.
Im Juni öffnen sich zwischen der zunehmend dichter werdenden Ufervegetation die Blüten einzelner Seerosen. Rund um den Teich erstreckt sich ein Weidenbruchwald, während die Hangbereiche von einem Laubholz-Nadelholz-Mischbestand geprägt sind.
Das Zusammenspiel von Wasserfläche, Röhricht, Weidengebüschen und Wald schafft einen abwechslungsreichen Lebensraum. Im Gebiet finden unter anderem Amphibien, Libellen, Ringelnattern und zahlreiche Singvögel geeignete Lebensbedingungen.
Natur erleben – am Teich
Der nördliche Bereich des Gebietes kann auf einem Fußweg erlebt werden, der den geschützten Landschaftsbestandteil von einer Kleingartenanlage trennt. Besonders schön ist der Blick vom westlich des Teiches gelegenen Sitzplatz: Von der dortigen Bank lässt sich ein großer Teil der Wasserfläche überblicken.
Wer im Frühsommer unterwegs ist, kann mit etwas Glück die Seerosenblüte beobachten. Auch die unterschiedlichen Uferstrukturen und die Tiere rund um den Teich laden zum ruhigen Beobachten ein.
Rücksicht schützt den Teich
Der Schmiederedderteich und seine Uferbereiche sind empfindlich. Vor allem zusätzliche Nährstoffeinträge können das natürliche Gleichgewicht des Gewässers beeinträchtigen. Deshalb sollte auf jede Form der Fütterung von Wasservögeln oder anderen Tieren am Teich verzichtet werden.
Zum Schutz des Gebietes sind unter anderem das Betreten außerhalb der zulässigen Bereiche, das Befahren, Reiten und freie Laufenlassen von Hunden nicht gestattet. Feuer, Ablagerungen und das Ausbringen von Dünger oder Bioziden sind ebenfalls verboten.
Ein ruhiger Ort am Wasser
Der Schmiederedder verbindet Naturerlebnis und Erholung auf besondere Weise. Vom Fußweg und der Bank am Teich lässt sich die Entwicklung des Gewässers und seiner Ufer beobachten, ohne in den empfindlichen Lebensraum einzugreifen.
Wer ein wenig Ruhe mitbringt, kann hier Wasser, Vegetation und Tierwelt ganz aus der Nähe erleben – und dabei einen besonderen Naturraum am Rand Dummersdorfs entdecken.