1300 Seiten Seegerichtsakten transkribiert
Feier zum Projektabschluss
Nun nähert es sich dem Ende. Seit Herbst 2024 haben zahlreiche Citizen Scientists (Ehrenamtliche Bürgerwissenschaftler:innen) Akten des Lübecker Seegerichts aus den Jahren 1655 bis 1664 transkribiert. Das Projekt, dass die Archäologie Lübeck zusammen mit dem Archiv der Hansestadt und der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO) durchgeführt hat, nähert sich nun dem Ende, nachdem etwa 1300 der 1450 Seiten transkribiert sind. Eine großartige Leistung der Ehrenamtlichen, denn die Entzifferung der Texte die von unterschiedlichen Gerichtsschreibern protokollartig verfasst wurden, erwies sich alles andere als einfach.
Auch wenn bislang keine eindeutige Spur zum Hanseschiff gefunden werden konnte, stellt die Arbeit dennoch einen wertvollen Beitrag zur Erforschung Lübecks dar. So enthalten die Prozesse zahllose Informationen über Schiffe, Hafenwesen und das tägliche Leben an Bord zur Zeit des Hanseschiffs. Wenn die transkribierten Akten fertig aufbereitet sind, werden sie veröffentlicht und weiter erforscht. Heute wurde aber erstmal der Projektabschluss gefeiert. Dafür luden die Projektinitiatoren in die Wrackhalle der Archäologie Lübeck, wo die Ehrenamtlichen die originalen Bestandteile des Wracks gezeigt bekamen und anschließend gemeinsam gegrillt wurde.