Antrag eines Ausschussmitgliedes - 20/0155
Grunddaten
- Betreff:
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Mohamed Ali Alam (DIE FRAKTION) Kostenfreie Fußgängerfähre Travemünde–Priwall & Machbarkeitsanalyse einer festen Querung
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antrag eines Ausschussmitgliedes
- Federführend:
- Bürgerschaftsfraktion Die FRAKTION
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Wirtschaftsausschuss und Ausschuss für den Kurbetrieb Travemünde
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zur Entscheidung
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May 11, 2026
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt bis spätestens 30. November 2025,
- die Kostenfreiheit der Fußgängerbeförderung auf der Fähre Travemünde–Priwall zu prüfen und die dafür notwendigen organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Voraussetzungen darzustellen;
- eine Machbarkeits- und Kostenanalyse für einen Fußgängertunnel unter der Trave zu erstellen, einschließlich Baukosten, Betriebskosten, Instandhaltung, Sicherheitsanforderungen und technischer Varianten;
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einen transparenten Kostenvergleich zwischen
- kostenfreier Fußgängerfähre,
- Fortführung des bestehenden Fährbetriebs,
- sowie einer Tunnel-Lösung vorzulegen, einschließlich langfristiger Wirtschaftlichkeit, Fördermöglichkeiten, Umweltwirkungen und touristischer Effekte;
- den volkswirtschaftlichen Nutzen beider Varianten gesondert zu bewerten, insbesondere hinsichtlich Standortqualität, Erreichbarkeit, Besucherfrequenz, Zeitersparnissen und städtebaulicher Entwicklung auf beiden Traveseiten.
Begründung:
Die derzeitigen Fährgebühren stellen für viele Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere Familien, Pendler und Touristen eine spürbare Belastung dar und mindern die Attraktivität des Priwalls und Travemündes. Eine kostenfreie Querung würde spontane Besuche erleichtern, den touristisch beworbenen 3-Promenaden-Rundlauf stärken und positive wirtschaftliche Impulse für Gastronomie, Hotellerie, Beachbay und allen weiteren, lokalen Betriebe erzeugen.
Gleichzeitig ist eine langfristige, wetterunabhängige und verlässliche Verbindung zwischen Travemünde und Priwall notwendig. Ein Fußgängertunnel bietet eine dauerhafte Alternative zum Fährbetrieb, reduziert Wartezeiten, vermeidet Umwege und ermöglicht eine barrierefreie Querung unabhängig von Schiffsverkehr oder Witterung. Vergleichbare Projekte wie der Rendsburger Fußgängertunnel oder der St.-Pauli-Elbtunnel zeigen, dass solche Lösungen technisch bewährt, wirtschaftlich tragfähig und stadtentwicklerisch hochwirksam sind.
Ein Tunnel wäre keine Einnahmequelle, sondern eine Infrastrukturmaßnahme mit hohem volkswirtschaftlichem Nutzen: Er stärkt die Standortqualität, verbessert die Erreichbarkeit, steigert die Besucherfrequenz und erhöht den Tourismuswert auf beiden Traveseiten. Alltagsverbindungen dieser Art sind oft wertvoller als große Prestigeprojekte, da sie dauerhaft Verkehrsverluste, Wartezeiten und Betriebskosten reduzieren und gleichzeitig die Attraktivität des gesamten Stadtteils erhöhen.
Ziel des Antrags:
Ziel des Antrags ist die Schaffung einer fundierten, transparenten Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Verkehrsanbindung zwischen Travemünde und Priwall. Durch die Gegenüberstellung von kostenfreier Fähre, bestehendem Fährbetrieb und einer Tunnel-Lösung sollen die finanziellen, verkehrlichen, touristischen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen klar erkennbar werden. Damit soll eine Entscheidung ermöglicht werden, die Attraktivität, Erreichbarkeit und Entwicklung von Travemünde und Priwall nachhaltig stärkt – zum Vorteil beider Traveseiten und der gesamten Stadt.
