Antrag der FDP-Bürgerschaftsfraktion - 2020/08734-01-01
Grunddaten
- Betreff:
-
FDP: Ergänzungsantrag zu VO/2020/08734-01 Aktionsplan zur Bekämpfung des Antisemitismus (VO/2020/08734) - Konkretisierung
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antrag der FDP-Bürgerschaftsfraktion
- Federführend:
- FDP-Bürgerschaftsfraktion
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck
|
zur Entscheidung
|
|
|
|
Jun 30, 2022
|
Beschlussvorschlag
Der Bericht wird als Zwischenbericht zur Kenntnis genommen.
Der Aktionsplan wird mit nachfolgender Zielsetzung konkretisiert:
-die Sichtbarkeit der Vielfalt jüdischen Lebens in Lübeck fördern
-das Öffentliche Problembewusstsein schärfen
-einen Aktionsfonds gegen Antisemitismus ermöglichen, d. h. Umsetzung
und Finanzierung von themenspezifischen wissenschaftlichen und
künstlerischen Forschungsprojekten, Weiterbildung von Pädagoginnen und
Pädagogen, Lehrenden sowie Ausweitung der Bildungsangebote,
insbesondere auf den außerschulischen Bereich, Betroffenenberatung und Mobilisierung
gegen Antisemitismus
Der Aktionsplan soll folgende Handlungsfelder berücksichtigen:
-Perspektiven, der in Lübeck lebenden Juden und Jüdinnen
-Jüdisches Leben in Lübeck
-Benennung von Handlungsfeldern für die Prävention von Antisemitismus
und Förderung der Vielfalt jüdischen Lebens
-Bildung, Ausbildung, Forschung, Kultur und Sport
-Erinnerungskultur
Beschlusstext zur Bekanntgabe im öffentlichen Teil:
(nur bei nichtöffentlichen Vorlagen)
In den Aktionsplan zur Bekämpfung des Antisemitismus, ist als eine
systematische Handlungsaufforderung für die Lübecker Verwaltung und
Zivilgeselllschaft zu verstehen.
Die Verhütung und Bekämpfung aller Formen von Antisemitismus soll als
grundlegende Verantwortung und als aktive Zukunftsgestaltung begriffen
werden. Deshalb soll es sich bei dem Aktionsplan nicht um ein abgeschlossenes
Konzept handeln, sondern um einen kontinuierlichen Prozess, der von allem von
den beteiligten Akteuren und Akteuriinnen der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft
getragen werden muss.
In den Aktionsplan sollen u. a. Erkenntnisse einfließen, die aus bereits
vorhandenen und erprobten Maßnahmen und Aktionsplänen gegen
Antisemitismus (u.a. Aktionsplan gegen Antisemitismus - Handlungsstrategien für
die Prävention von Antisemitismus der Landeshauptstadt München) resultieren.
Grundlage für den Aktionsplan soll eine Studie zu Antisemitismus und jüdischem
Leben in Lübeck sein. Der Aktionsplan soll in Absprache mit den jüdischen
Gemeinden, Jugend-, Sport-, Bildungs- und Kultureinrichtungen erarbeitet
werden. In ihn sollen sowohl Initiativen und Maßnahmen der Verwaltung und
Stadtgesellschaft gegen Antisemitismus einfließen.
