Beschlussvorlage öffentlich - VO/2021/10275-02
Grunddaten
- Betreff:
-
Benennung von Verkehrsflächen in der Hansestadt Lübeck: B-Plan 07.32.00 - Schlutuper Straße / Lauerhofer Feld
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage öffentlich
- Federführend:
- 5.660 - Stadtgrün und Verkehr
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Senat
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zur Senatsberatung
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●
Erledigt
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Bauausschuss
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zur Entscheidung
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Jun 20, 2022
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Der erste Namensvorschlag der Verwaltung lautete „Kleingartenring“ und wurde in der Bauausschusssitzung am 16.08.2021 abschlägig diskutiert. Die Vorlage wurde zurückgestellt, damit die Stadtverwaltung aus der intern geführten Liste von Benennungsvorschlägen einen alternativen Straßennamen aussucht.
In der nächsten Vorlage wurde unter Hinweis auf die gültige vom Senat beschlossene interne Richtlinie für die Benennung von Verkehrsflächen in der Hansestadt Lübeck vom 18. Januar 1995 (Anlage 2) und den dort ausgeführten Kriterien, die im Rahmen von Benennungsverfahren zu beachten sind, erneut der Vorschlag „Kleingartenring“ zur Abstimmung in den Bauausschuss am 06.12.2021 gegeben. Zusätzlich wurden vier alternative Namensvorschläge aus der intern geführten Liste von Benennungsvorschlägen zur Auswahl aufgeführt.
Diese Vorlage der Verwaltung wurde erneut zurückgewiesen.
In der Bauausschusssitzung am 06.12.2021 wurde beschlossen, dass die Verwaltung eine Vorlage erstellen soll, mit der die Grundsätze definiert werden, auf denen die Politik in Zukunft die Straßennamen beschließt und der die Liste der möglichen Straßennamen beiliegt, sowie eine Vorlage mit der die Verwaltung einen neuen Straßennamen für diese Straße vorschlage, den die Politik beschließen könne.
Zur Benennung der Planstraße A im B-Plangebiet 07.32.00 – Schlutuper Straße / Lauerhofer Feld wird daher der nachfolgende Benennungsvorschlag zur Beschlussfassung gegeben:
Geschwister-Grünfeldt-Ring
Benannt nach den drei Schwestern Emma, Minna und Clara Grünfeldt aus Lübeck, Charlottenstraße. Sie wurden am 06.12.1941 zusammen mit anderen Lübecker Juden nach Riga deportiert, wo sie umkamen. Zwei der drei Schwestern, die als Kinder dem jüdischen Glauben angehörten, sind später zur evangelisch-lutherischen Kirche übergewechselt. Emma, geb. am 08.09.1880 in Wismar, wirkte 30 Jahre als evangelische Religionslehrerin an der heutigen Kahlhorst Schule. Minna arbeitete im Sekretariat des Katharineums.
Die ehemalige jüdische Religionszugehörigkeit der Schwestern führte zur Diskriminierung, Verfolgung, Deportation und zum Tod.
Am 12. April 2008 wurden vor der ehemaligen Wohnung der Schwestern in der Charlottenstraße 26 in Lübeck drei Stolpersteine verlegt, um an sie zu erinnern.
Dieser Benennungsvorschlag wurde am 14.03.1994 durch das Frauenbüro, am 16.05.1994 im Bauausschuss durch die Fraktion der Grünen und mit Schreiben vom 03.12.2002 von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lübeck e.V. eingereicht.
Die als Anlage 2 angefügte interne Richtlinie für die Benennung von Verkehrsflächen in der Hansestadt Lübeck vom 18. Januar 1995 wird von der Verwaltung an die aktuellen Erfordernisse angepasst und als gesonderte Vorlage ins Verfahren gegeben werden.
Finanz. Auswirkung
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Beteiligung von Kindern und Jugendlichen |
| Ja | ||||||||||
gem. § 47 f GO ist erfolgt: | X | Nein- Begründung:
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Die Maßnahme ist: | X | neu | ||||||||||
| X | freiwillig | ||||||||||
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| vorgeschrieben durch: | ||||||||||
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Finanzielle Auswirkungen: |
| Ja (Anlage 1) | ||||||||||
| X | Nein | ||||||||||
Auswirkung auf den Klimaschutz: | X | Nein |
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| Ja – Begründung: |
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Begründung der Nichtöffentlichkeit gem. § 35 GO:
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Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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3,5 MB
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2
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(wie Dokument)
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24,1 kB
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