Anlass:
Anfrage des AM Daniel Kerlin (FDP) zu Führungskräften in den Städtischen Kindertageseinrichtungen (VO/2026/14969)
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Wie viele Stellen waren im Bereich Städtische Kindertageseinrichtungen zum Stichtag 01.03.2026 nicht besetzt?
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Wie viele dieser Stellen betrafen Kitaleitungen (bitte mit Nennung der Einrichtung) oder weitere Leitungspositionen?
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Wie lange sind diese Leitungsposition nicht besetzt?
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Wann wurden diese Stellen ausgeschrieben, falls mehrfach bitte dies benennen mit Anzahl geeigneter Bewerber?
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Falls keine unmittelbare Ausschreibung erfolgt, Nennung der Gründe.
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Welche Anforderungen werden in den Ausschreibungen an die Bewerber gestellt? Sind diese Anforderungen mit den Anforderungen anderer Kitaträger für vergleichbare Positionen in Lübeck vergleichbar?
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Gibt es interne Weiterbildungs- bzw. Qualifizierungsangebote für aktuelle Mitarbeiter, um eine berufliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, damit Stellen auch intern besetzt werden können?
Beantwortung:
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Wie viele Stellen waren im Bereich Städtische Kindertageseinrichtungen zum Stichtag 01.03.2026 nicht besetzt?
Insgesamt waren 4 Stellen nicht besetzt. Grundlage ist die Personalbemessung nach SQKM.
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Wie viele dieser Stellen betrafen Kitaleitungen (bitte mit Nennung der Einrichtung) oder weitere Leitungspositionen?
Alle Leitungsstellen sind besetzt, einige davon noch kommissarisch. Das bedeutet keine Kindertageseinrichtung ist ohne Führungskraft. Bei 7 Leitungen und 2 ständigen Vertretungen war das zum Stichtag der Fall. Es sind folgende Kindertageseinrichtungen: Kita Behaimring, Dietrich-Buxtehude, Hallandhaus, Idun, Kunterbunt, Moislinger Berg, Dr. Julius-Leber-Straße, Klipperstraße und Marlistraße.
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Wie lange sind diese Leitungspositionen nicht besetzt?
Die Leitungspositionen sind kommissarisch vom ersten Tag nach Freiwerden der Stelle besetzt.
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Wann wurden diese Stellen ausgeschrieben, falls mehrfach bitte dies benennen mit Anzahl geeigneter Bewerber?
Die Kita Idun wurde im Juni 2025 ausgeschrieben. Es gab eine geeignete Person, die das Einstellungsangebot nicht angenommen hat. Die Kita Behaimring wurde im August 2025 ausgeschrieben und die geeignete Person hat das Einstellungsangebot ebenfalls nicht angenommen. Im Februar 2026 wurde die Leitung der Kita Idun und die ständige Vertretung der Leitung der Kita Marlistraße ausgeschrieben. Es gab zwei geeignete Bewerber:innen die das Einstellungsangebot angenommen haben.
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Falls keine unmittelbare Ausschreibung erfolgt, Nennung der Gründe.
Dass Leitungsstellen nicht immer umgehend nach Freiwerden ausgeschrieben werden können, hat seine Ursache unter anderem in den begrenzten Kapazitäten der die Verfahren betreuenden Personalgewinnung (Bereich 1.110). Diese machen es erforderlich, dass jeder (Fach)Bereich priorisiert, welche Stellen vorrangig ausgeschrieben werden sollen, welche erst anschließend. Der Bereich 4.511 bewertet fortwährend, ob zum Beispiel die Besetzung von vakanten Heilerziehungspflegepositionen in der unmittelbaren Betreuung der Kinder dringlicher ist oder bspw. die Nachbesetzung einer Kitaleitung. Dabei spielen eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, u.a. ob es eine etablierte Stellvertretung in der Einrichtung gibt. Auch für die Ausschreibung von priorisierten Stellen ist jedoch aufgrund der insgesamt hohen Anzahl an Stellenbesetzungsverfahren oftmals mit Wartezeiten von ein paar Wochen bis zum Ausschreibungsbeginn zu rechnen.
Weitere Gründe für den städtischen Träger vakante Stellen nicht direkt auszuschreiben, können z.B. sein, dass Stellen mit Wiedereinsteigerinnen nach Elternzeit besetzt werden. Auch PiAs, die die Ausbildung abschließen, benötigen eine freie Stelle die dann für einen begrenzten Zeitraum unbesetzt bleiben müssen. Teilweise können wir vakante Stellen durch interne Umsetzungen wiederbesetzen.
In wenigen Fällen kann es taktisch sinnvoll sein, eine unbesetzt gebliebene Stelle nicht sofort wieder in die Ausschreibung zu geben.
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Welche Anforderungen werden in den Ausschreibungen an die Bewerber gestellt? Sind diese Anforderungen mit den Anforderungen anderer Kitaträger für vergleichbare Positionen in Lübeck vergleichbar?
Die Anforderungen ergeben sich aus dem KiTaG §28 Personalqualifikationen und entsprechend sind die Ausschreibungen gestaltet. Die Vorgaben aus dem KiTaG sind für alle Träger von Kindertageseinrichtungen verbindlich.
Für den städtischen Träger sind Führungserfahrung wünschenswert, aber nicht Voraussetzung, ebenso die Orientierung an unserem Leitbild und an den Leitlinien zum Bildungsauftrag in Kindertageseinrichtungen in SH.
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Gibt es interne Weiterbildungs- bzw. Qualifizierungsangebote für aktuelle Mitarbeiter, um eine berufliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, damit Stellen auch intern besetzt werden können?
Der städtische Träger fördert die Nachwuchskräfte in den Kindertageseinrichtungen umfangreich, z.B. auch indem berufsbegleitende Studiengänge ermöglicht werden.
Über das städtische Fortbildungszentrum werden alle Nachwuchskräfte unterstützt, die das möchten, mit umfangreichen Weiterbildungsmöglichkeiten zu Führungsthemen, Kommunikation, Moderation, aber auch zum Thema Verwaltungswissen oder Personalmanagement.