ALLRIS - Auszug

30.04.2026 - 2.3 Frage von Herrn Prüß zum Tagesordnungspunkt Ein...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Prüß verliest seine Frage, die wie folgt lautet:

 

Thema: Verkehrsentwicklung durch das Logistikzentrum in Lübeck Karlshof und dort im Glashüttenweg.

 

Im Bericht zur Vorlage VO/2025/14027-01 wurde eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens zwischen 4-10% für den Glas-hüttenweg und die Luisenstr. angegeben.

Als Grundlage wurde u.a das Logistikprogramm des Vorhabenträgers genannt.

Ich bitte um Darlegung des Logistikprogramms des Investors, mathematische Herleitung der ermittelten Werte des Verkehrs-zuwachses mit Texterklärung und Vergleich der zu erwartenden LKW-Fahrten unter Berücksichtigung der Sackgassenlage und der maximalen Auslastung der geplanten Gebäude.

 

Frau Senatorin Hagen beantwortet die Frage wie folgt:

 

„Sehr geehrte Herr Prüß, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass Anfragen so geartet sein müssen, dass sie in der Einwohnerfragestunde beantwortet werden können. Ihre Frage ist sicherlich ein Grenzfall, ich versuche es dennoch bestmöglich:

 

Die Eingangsgröße von 240 Fahrten pro Tag (60 % als Lkw der 7,5 t Klasse und 40 % als Lastzug der 40 t Klasse) stammen vom Investor selbst.

Da es sich um einen Tag-Wert handelt, wurde dieser auf die Spitzenstunde (bemessungsrelevant) runtergebrochen.

Hierfür wurde aus der Verkehrszählung 2019 (damals die einzig vorliegende) der Anteil vom Schwerlastverkehr in der Spitzenstunde im Glashüttenweg im Vergleich zum Tag ermittelt (8 %).

Dies wurde analog als Anteil des neuen Verkehrs für die Spitzenstunde angenommen und zusätzlich wurden die Lkw-Mengen in Pkw-Einheiten umgerechnet, dabei handelt es sich um eine regelhafte Umrechnung bei Leitungsfähigkeits-Betrachtungen.

Im nächsten Schritt wurde diese Menge in der Spitzenstunde auf die Relation Luisenstraße-Glashüttenweg aufgeschlagen und ermittelt, was die Steigerung ist:

 

  • Schlägt man die Menge voll auf, beträgt die Steigerung rd. 10 %.
  • Zusätzlich wurde eine Annahme getroffen für die Menge an Schwerlastverkehr, die aus dem alten Logistikzentrum hervorging. Zieht man diese ab, beträgt die Steigerung nur noch 4 %.
  • Aus den zwei Szenarien ergab sich die genannte Spannbreite von rd. 4 – 10 % Steigerung.

 

Dieser Ansatz diente anfangs nur einer Ersteinschätzung und wird von der Hansestadt Lübeck im weiteren Verfahren nicht mehr berücksichtigt.

 

  • In der Zwischenzeit wurde eine aktuelle Verkehrszählung durchgeführt und dieser die o. g. Verkehrsmengen zugeschlagen. Auf Basis dessen wurde auch bereits eine vollständige Leistungsfähigkeitsberechnung des Knotenpunkts durchgeführt und online zur Verfügung gestellt. Im Ergebnis ist der Knoten weiter leistungsfähig.

 

Die Werte des Investors sind nach Recherche der Verwaltung grundlegend plausibel.

Eine Berechnung unter Maximalauslastung des Gebäudes ist für die Hansestadt Lübeck nicht möglich, da eine derartige Auslastung stark schwankt und u. a. abhängig ist von der Ausrüstung und Ausstattung des Gebäudes sowie der Branche(n) der Unternehmen, die dieses Gebäude in Zukunft nutzen werden. Hierzu liegen der Hansestadt Lübeck aber keine weiteren Informationen vor.“

 

Die Bürgerschaft nimmt Kenntnis.

 

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