Veröffentlicht am 01.06.2026

HanseKulturFestival im Europäischen Hansemuseum

Ein Wochenende voller Geschichte, Musik und Begegnungen vom 5. bis 7. Juni 2026

EHM Dachterrasse

Vom 5. bis 7. Juni 2026 feiert Lübeck wieder sein beliebtes HanseKulturFestival (HKF). Rund um die Seefahrerkirche St. Jakobi auf der nördlichen Altstadtinsel, von der Untertrave mit seinen Hafenschuppen über den Koberg und das Europäische Hansemuseum (EHM) bis zum Werkhof an der Kanalstraße erstreckt sich die bunte Festmeile. Gemeinsam mit den Bürger:innen des Viertels, zahlreichen Organisationen und Vereinen plant die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) ein dreitägiges Veranstaltungsprogramm mit vielen kleinen und besonderen Kulturmomenten. Mittendrin liegt das EHM, das sich mit vielfältigen Angeboten beteiligt und sogar zum Schauplatz einer Kunstinstallation wird.

Beim HanseKulturFestival entfaltet sich auf dem Areal des Europäischen Hansemuseums ein buntes Treiben, das neugierig macht. Hier erwartet die Gäste ein Wochenende voller Geschichte, Musik und Begegnungen – inklusive vergünstigtem Eintritt in die Dauerausstellung und kostenfreiem Eintritt ins Burgkloster. Während der gesamten Zeit sorgt das Hansevolk zu Lübeck, das seine Zelte auf dem Spielhof aufschlägt, für eine ganz besondere mittelalterliche Atmosphäre und macht das Leben und den Alltag zur Zeit der Hanse erfahrbar. Als Höhepunkt sind hierbei das historische Fechten und die Junge Stadtwache hervorzuheben.

Die Dachterrasse des Museums zählt zu den beliebtesten Orten der Lübecker Altstadtinsel und verwandelt sich während des Festivals in eine Pop-up Bar, die mit erfrischenden Getränken, vegan-vegetarischen Snacks und Blick über den Hafen zum Entspannen einlädt.

Im Innenhof sorgt die treibsAND-Bühne während der gesamten Tage für besondere musikalische Momente mit lokalen Bands und interessanten Künstler:innen. Am Freitag um 17 Uhr eröffnet dort das Musikprogramm „Lokalzeit“ das Wochenende. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt im EHM: Freitag und Samstag steigt eine Aftershowparty im Beichthaus.

Neben Live-Musik und Mittelalter-Atmosphäre gibt es während der drei Tage ein abwechslungsreiches Programm aus Führungen, Workshops und MitmachAktionen, die in die Geschichte Lübecks und der Hanse eintauchen lassen. So bietet beispielsweise das Archiv der Hansestadt Lübeck Führungen durch die Sonderausstellung „Ziemlich privilegiert! Lübeck und die Reichsfreiheit“ an, und es gibt Führungen durch das Lübecker Burgkloster.

Die Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO) bietet Einblicke in ihr erfolgreiches Citizen-Science-Projekt „Hanse.Quellen.Lesen!“, bei dem man sich im Transkribieren mittelalterlicher Quellen aus der Hansezeit versuchen kann. Darüber hinaus gibt es eine Lesung im Burgkloster und „Boardgaming im Hansemuseum“ lädt zum Mitspielen sowie zum Stöbern auf dem Spieleflohmarkt ein.

Der Sonntag steht schließlich ganz im Zeichen von Familien: Im Foyer des Haupthauses ist eine Bastelstation eingerichtet, bei der Klima-AG des EHM kann man nachhaltige Bienenwachstücher herstellen und ein Spielmobil sorgt im Innenhof für Bewegung und Spaß. Spielefans können sich auf Blood on the Clocktower freuen, während auf der treibsAND-Bühne ein buntes Kinderund Familienprogramm mit Slams, Figurentheater vom KOLK17 und Musik läuft.

Kunstinstallation eröffnet im Rahmen des HanseKulturFestivals

Das Europäische Hansemuseum wird im Juni zum Schauplatz einer besonderen Kunstinstallation des Künstlerinnen-Kollektivs „die brachiale – Labor für Dialoge im Zwischenraum“. Das Kunstprojekt „Der Fluss der Dinge / Bieg rzeczy“ verbindet in diesem Sommer die Hansestädte Lübeck und Stargard. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Wasserwege Austausch, Wandel und Stadtgeschichte prägen. Eine blaue Bodenmarkierung schlängelt sich ähnlich eines Flusslaufs über Gehsteige, Straßen und Plätze durch beide Hansestädte. Und mündet schließlich in einer Installation aus Regalen, in denen Materialien, Flussdaten, Objekte und eine Videoinstallation die künstlerische Recherche sichtbar machen und sich zu einer Erzählung über das Leben an den Flüssen Trave und Ina verbinden.

Das Projekt ist Teil der HANSEartWORKS 2026 im Rahmen des 46. Internationalen Hansetages, der in diesem Jahr vom 11. bis 14. Juni 2026 im polnischen Stargard stattfindet. In Lübeck ist die Installation vom 6. Bis 30. Juni 2026 im Foyer des Europäischen Hansemuseums zu sehen.

Die Eröffnung findet am 5. Juni 2026 um 17 Uhr anlässlich des HanseKulturFestivals statt. Das Künstlerinnen-Kollektiv „die brachiale – Labor für Dialoge im Zwischenraum“ wurde 2021 von Mirja Schellbach und Berit Kröner gegründet. In ihren gemeinsamen Arbeiten verlassen sie klassische Ausstellungsräume und entwickeln prozesshafte, ortsbezogene Projekte zwischen künstlerischer Forschung, Dialog und Intervention im Stadtraum.

Die Kunstinstallation „Der Fluss der Dinge / Bieg rzeczy“ entsteht in Kooperation mit dem Europäischen Hansemuseum und wird gefördert von der Hansestadt Lübeck, die mit der Beteiligung an der HANSEartWORKS die internationale Sichtbarkeit und Vernetzung von Lübecker Künstler:innen stärkt.

Während des HanseKulturFestivals sind das Burgkloster mit der Sonderausstellung „Ziemlich privilegiert“ kostenfrei zugänglich, der Eintritt in die Dauerausstellung des Europäischen Hansemuseums beträgt für Erwachsene nur 5 Euro.

Eine detaillierte Übersicht über die Angebote des EHM an den einzelnen Tagen sowie das Line-Up auf der TreibsAND-Bühne gibt es unter www.hansemuseum.eu/events/hansekulturfestival-2026/

Allgemeine Infos zum HanseKulturFestival finden Interessierte unter www.luebeck-tourismus.de/kultur/hansekulturfestival

Das Europäische Hansemuseum kann zu den regulären Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Auch nach der Schließung des EHM geht das Programm auf dem Museumsgelände weiter. +++

Quelle: Europäische Hansemuseum