Die Ausstellung „Gewachsen. Geteilt. Geeint. Grenzgeschichte(n)“ zeigt, wie sehr das Gebiet der Metropolregion Hamburg durch die deutsche Teilung beeinflusst und geprägt wurde.
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Ab dem 16. April 2026 wird in der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup die Ausstellung „Gewachsen. Geteilt. Geeint. Grenzgeschichte(n)“ aus der ehemaligen innerdeutschen Grenzregion“ gezeigt. Sie führt vor Augen, wie sehr das Gebiet der Metropolregion Hamburg durch die deutsche Teilung beeinflusst und geprägt wurde. Die Eröffnungsveranstaltung am 16. April um 18 Uhr gibt den Auftakt und stellt das Projekt vor.
In der Ausstellung zeigt die Metropolregion Hamburg die Geschichte, Entwicklung und Prägung der Region mit ihrer rund 300 Kilometer langen ehemaligen innerdeutschen Grenze, die die heutigen Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt trennte.
Sie erzählt von der einstigen wirtschaftlichen Verflechtung der Region und den Auswirkungen der Teilung auf Mensch, Wirtschaft und Natur. Sie zeigt das Zusammenwachsen nach der Wiedervereinigung und wagt einen Blick in die Zukunft.
Es geht um das Leben entlang der zunächst noch durchlässigen Grenze nach dem Zweiten Weltkrieg, die dann weiter zu einer fast unüberwindbaren und tödlichen Grenze zwischen den deutschen Staaten ausgebaut wurde. Was bedeutete es, mit und an der innerdeutschen Grenze zu leben? Wie erlebten Menschen ihre Kindheit und ihr weiteres Leben im Zonenrandgebiet und wie im Sperrgebiet?
Die Ausstellung thematisiert die Freude über die überraschende Grenzöffnung, aber auch die Herausforderungen, die das Zusammenwachsen und die Neuordnung der Region an die Menschen stellte.
Im Rahmen des Leitprojekts „Grenzgeschichte(n)“ wurden an und in Erinnerungsorten in der Metropolregion Hamburg vielfältige Materialien gesichtet und Zeitzeugeninterviews erstellt, die in die Ausstellung eingeflossen sind. Auch der Verein der Grenzdokumentationsstätte Lübeck-Schlutup e.V. stellte Material zur Verfügung und lässt Zeitzeug:innen zu Wort kommen.
Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnung am 16. April um 18 Uhr eingeladen. Beim anschließenden Rundgang gibt es einen ausführlichen Einblick in die Ausstellung.
Teilnahme an der Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 16. April 2026, 18.00 Uhr
Grenzdokumentationsstätte Lübeck-Schlutup
Mecklenburger Str. 12, 23568 Lübeck
Ablauf:
· Eröffnung der Ausstellung: Monika Frank, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck
· Vorstellung Ausstellung und Projekt Grenzgeschichten: Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg
· Presse-Führung durch die Ausstellung: Silvia Kannegießer Projektkoordinatorin der Grenzdokumentations-Stätte Schlutup
· Ausklang bei kleinem Imbiss
Um besser planen zu können, bitten wir um Ihre Anmeldung unter kulturbuero@luebeck.de mit dem Stichwort "Grenzgeschichten".
Alle Informationen finden Sie hier: metropolregion.hamburg.de/grenzgeschichten/
Hintergrundinformation:
Im vergangenen Jahr wurden in der GDS umfangreiche Inventarisierungsarbeiten durchgeführt. Insgesamt wurden mit Hilfe einer finanziellen Förderung durch das Land Schleswig-Holstein rund 3.400 Sammlungsobjekte und Exponate dokumentiert, digitalisiert sowie historisch eingeordnet und fachgerecht eingelagert sowie Zeitzeug:innen Interviews geführt. Das Ziel dieser Arbeiten ist es, die Grundlagen für eine Neukonzeption einer zukünftigen Ausstellung zum ehemaligen Grenzgebiet zu schaffen. Der gesamte Transformationsprozess des Erinnerungsortes wird von der Possehl-Stiftung unterstützt. Die Hansestadt Lübeck bringt sich mit Personal und Sachmitteln ein.
Der Lübecker Ortsteil Schlutup war Deutschlands nördlichster Grenzübergang zur DDR und der einzige auf dem Gebiet einer Großstadt. Die Grenze erstreckte sich von der Ostsee bis zum Ratzeburger See und verlief über weite Strecken entlang der beiden Flüsse Trave und Wakenitz.
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