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Geschichtswerkstatt Herrenwyk

Herrenwyk

Als im Jahre 1981 die Metallhütte Lübeck Konkurs anmelden musste, ging eine bedeutende Periode Lübecker Industriegeschichte zu Ende. 74 Jahre lang hatte die Silhouette der drei Hochöfen dem Traveufer ein spezifisches Gesicht gegeben, wie man es sonst nur aus dem Ruhrgebiet kannte. Die Dauerausstellung "Leben und Arbeit in Herrenwyk" wird im ehemaligen werkseigenen Kaufhaus am Rande der 1906/1907 errichteten Arbeiterwohnkolonie präsentiert. In verschiedenen Inszenierungen werden vor allem die Arbeits- und Lebensbedingungen der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts dargestellt. Neben industriegeschichtlichen Sammlungen in Elmshorn, Kiel und Neumünster ist die Geschichtswerkstatt Herrenwyk eines der wenigen Museen dieser Art in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus zeigt die Geschichtswerkstatt wechselnde Sonderausstellungen aus den Bereichen Industrie-, Sozial-, Technik- und Zeitgeschichte. Außerdem werden Veranstaltungen zu Themen aus den Bereichen Industrie- und Zeitgeschichte angeboten.

Die Dauerausstellungen

"Leben und Arbeiten in Herrenwyk"

Im ehemaligen Werkskaufhaus des Hochofenwerks in Herrenwyk gibt es Industrie- und Alltagsgeschichte in Lübeck "zum Anfassen": Die Dauerausstellung "Leben und Arbeit in Herrenwyk" wird im ehemaligen werkseigenen Kaufhaus am Rande der 1906/1907 errichteten Arbeiterwohnkolonie präsentiert. In verschiedenen Inszenierungen werden vor allem die Arbeits- und Lebensbedingungen der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts dargestellt. Katalog € 17,90

"Ich erinnere mich nur in Tränen und Trauer..."

In einer weiteren Dauerausstellung wird unter dem Titel "Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer..." der Einsatz von Zwangsarbeitern von 1939 bis 1945 in Lübeck dargestellt. Mittels zahlreicher Dokumente, Fotos und Zeitzeugenberichten wird an die leidvollen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern im Deutschen Reich erinnert. - Katalog € 7,70

"...damit was bleibt von Flender..." Arbeit und Arbeiter auf der Werft

Herrenwyk

Die Flender Werft wurde 1917 in Siems bei Lübeck gegründet. Ursprünglich war nur der Bau von Schwimmdocks geplant; sehr schnell begann dann aber auch die Konstruktion von Schiffen. Die Werft hatte ihre beste Zeit in den 50er Jahren, als sie mit 4000 Beschäftigten zu den bedeutendsten Werften der Bundesrepublik zählte. Die Schiffbaukrisen der 60er bis 80er Jahre überwand die Werft immer wieder. Die Belegschaft musste permanent reduziert werden. In den 90er Jahren schaffte sie sich mit der Spezialisierung auf Container- und Ro/Ro-Schiffe eine guten Platz auf dem deutschen Schiffbaumarkt. Beim Bau von zwei Schnellfähren für die griechische Reederei Superfast Ferries übernahm das Werk sich dann technisch und finanziell. Im Juni 2002 musste Insolvenz angemeldet werden. Alle Versuche, neue Investoren zu finden, scheiterten. 800 qualifizierte Arbeitsplätze fielen weg. Die Hafenstadt Lübeck hat nun keine Reparaturwerft mehr. Mit dem Aus für Flender endete die 120-jährige Geschichte des Eisen- und Stahlschiffbaus in Lübeck. Die Ausstellung zeichnet anhand von Fotos, Dokumenten und Ausschnitten aus Zeitzeugeninterviews die Geschichte des Werkes nach. In verschiedenen Inszenierungen wird die Arbeit auf der Werft anschaulich gemacht. Zur Ausstellung erscheint ein Buch unter dem Titel "Arbeit und Arbeiter bei Flender", in dem eindrucksvolle Fotos die Geschichte der Werft illustrieren. Das Buch ist im Buchhandel und im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk zum Preis von 10,00 Euro erhältlich.

Anschrift:

die LÜBECKER MUSEEN
Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Kokerstraße 1-3
23569 Lübeck

Tel.: +49 (0) 451 / 301152
Fax: +49 (0) 451 / 301152
E-Mail: geschichtswerkstatt@luebeck.de

weitere Informationen:
Link: www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de