Digitales Pressedienstarchiv
Geschenktes Götz-Gemälde wird im Juni in Kunsthalle
gezeigt
Das kürzlich den Museen für
Kunst und Kulturgeschichte geschenkte Gemälde des Malers Karl Otto
Götz wird im Juni 2006 in der Lübecker Kunsthalle St. Annen gezeigt.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verein der Freunde der Museen
wurde den Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck
von Dr. Dietrich Schulz, ehemaliges langjähriges Vorstandsmitglied des
Vereins, ein Gemälde des international renommierten, informellen Malers
Karl Otto Götz geschenkt.
Karl Otto Götz (geb. 1914 Aachen,
lebt in Wolfenacker/Westerwald), war neben Peter Brüning, Karl Fred Dahmen,
Winfred Gaul, K.R. Sonderborg, Emil Schuhmacher, Bernard Schultze und Fred
Thieler einer der bedeutendsten Vertreter der informellen Malerei in
Deutschland. Diese beabsichtigten unter dem Einfluss der aus dem Surrealismus
stammenden Ecriture Automatique (automatische Schreibweise) und des
amerikanischen „Action Paintings“ die spontane Inspiration aus dem
Unterbewussten und die irrationale Formlosigkeit formelhaft auszudrücken.
Von diesen genannten Malern besitzen die Lübecker Museen wichtige
Werke.
Die neue, 70 mal 55 Zentimeter große
und unbetitelte Arbeit entstand 1954. Sie zeigt den Einfluss der asiatischen
Kalligraphie. Das Bild ist damit ein repräsentatives Gemälde für
diese neue Kunstrichtung in der damaligen Bundesrepublik Deutschland. Zugleich
ist es ein Paradebeispiel für die jungen Kräfte der Nachkriegsmalerei,
die sich, alle akademischen Zwänge hinter sich lassend, in Westeuropa zu
etablieren begannen.
Das Bild wird künftig die bedeutenden
Bestände der Museen für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck im
Bereich der informellen Malerei hervorragend ergänzen und
vervollständigen. Ab Juni 2006 wird die Kunsthalle St. Annen diese Arbeit
im Rahmen der Ausstellung „Kunst nach 1945“ dem Publikum vorstellen.
+++
Hinweis für die Medien: Bei
Interesse kann eine Fotografie des Götz-Bildes per E-Mail übermittelt
werden. Ansprechpartner: Museen für Kunst und Kulturgeschichte der
Hansestadt Lübeck, Kunsthalle St. Annen, Telefon (0451) 122-41 48 und
122-41 30,
E-Mail: mkk@luebeck.de
