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Geschenktes Götz-Gemälde wird im Juni in Kunsthalle gezeigt

050947LK 2005-11-18

Das kürzlich den Museen für Kunst und Kulturgeschichte geschenkte Gemälde des Malers Karl Otto Götz wird im Juni 2006 in der Lübecker Kunsthalle St. Annen gezeigt. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verein der Freunde der Museen wurde den Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck von Dr. Dietrich Schulz, ehemaliges langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins, ein Gemälde des international renommierten, informellen Malers Karl Otto Götz geschenkt.

Karl Otto Götz (geb. 1914 Aachen, lebt in Wolfenacker/Westerwald), war neben Peter Brüning, Karl Fred Dahmen, Winfred Gaul, K.R. Sonderborg, Emil Schuhmacher, Bernard Schultze und Fred Thieler einer der bedeutendsten Vertreter der informellen Malerei in Deutschland. Diese beabsichtigten unter dem Einfluss der aus dem Surrealismus stammenden Ecriture Automatique (automatische Schreibweise) und des amerikanischen „Action Paintings“ die spontane Inspiration aus dem Unterbewussten und die irrationale Formlosigkeit formelhaft auszudrücken. Von diesen genannten Malern besitzen die Lübecker Museen wichtige Werke.

Die neue, 70 mal 55 Zentimeter große und unbetitelte Arbeit entstand 1954. Sie zeigt den Einfluss der asiatischen Kalligraphie. Das Bild ist damit ein repräsentatives Gemälde für diese neue Kunstrichtung in der damaligen Bundesrepublik Deutschland. Zugleich ist es ein Paradebeispiel für die jungen Kräfte der Nachkriegsmalerei, die sich, alle akademischen Zwänge hinter sich lassend, in Westeuropa zu etablieren begannen.

Das Bild wird künftig die bedeutenden Bestände der Museen für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck im Bereich der informellen Malerei hervorragend ergänzen und vervollständigen. Ab Juni 2006 wird die Kunsthalle St. Annen diese Arbeit im Rahmen der Ausstellung „Kunst nach 1945“ dem Publikum vorstellen. +++

Hinweis für die Medien: Bei Interesse kann eine Fotografie des Götz-Bildes per E-Mail übermittelt werden. Ansprechpartner: Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck, Kunsthalle St. Annen, Telefon (0451) 122-41 48 und 122-41 30,
E-Mail: mkk@luebeck.de


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