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Samstag, 01.10.2016
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Museum Holstentor

"Die Macht des Handels"

Collage Holstentor

Es gibt wohl kaum ein bedeutenderes deutsches Bauwerk, neben dem Brandenburger Tor, dem Kölner Dom und der Münchener Liebfrauenkirche, das sich weltweit einer derartigen Popularität erfreut, wie das Lübecker Holstentor.
Wegen seines hohen Bekanntheitsgrades gilt es heute als Wahrzeichen der Hansestadt Lübeck. Das spätgotische Gebäude gehört zu den Überbleibseln der ehemaligen Lübecker Befestigungsanlagen. Es ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor Lübecks.
In den Jahren 1464- 1478 wurde das Holstentor von Stadtbaumeister Hinrich Helmstede nach niederländischen Vorbildern errichtet.

Bei dem Gebäude handelt es sich um eine von zwei mächtigen Türmen, dem Südturm und dem Nordturm, gebildete Doppelturmanlage. Das Holstentor hat ein schiefergedecktes Kegeldach, deren Mitte ein Zwischentrakt bildet, in dem sich das Durchgangstor befindet. Über dem Durchfahrtsbogen (Stadtseite) befindet sich die vergoldete Inschrift CONCORDIA DOMI FORIS PAX (Drinnen Eintracht Draußen Frieden), die in leicht veränderter Form erst 1843 vom ehemaligen Vortor hier angebracht wurde. Der Charakter des gotischen Baus ist gegenüber der Feldseite grundlegend geändert. Sie ist überaus reich gegliedert und wirkt durch die horizontal geschichteten Blendenfolgen leichter als die Feldseite. Über der Durchfahrt ist die Widmungsinschrift zu lesen: 1477 S.P.Q.L. 1871, die erst anlässlich der Vollendung der Restaurierungsarbeiten im Jahre 1871 angebracht wurde.

Holstentor

Die Innenräume der Türme sind gleichartig gestaltet. Erdgeschoss und das erste Obergeschoss haben die höchsten Decken, während die darüber liegenden Stockwerke deutlich niedriger sind. Zwei enge Wendeltreppen winden sich aufwärts, und zwar jeweils zwischen dem Mittelbau und dem angrenzenden Turm. Gänge verbinden in jedem Geschoss den Raum des Mittelbaus mit den auf gleicher Höhe liegenden Räumen der Türme.

Heute ist im Nordturm die Decke des zweiten Obergeschosses herausgebrochen, so dass zweites und drittes Obergeschoss hier einen gemeinsamen Raum bilden.

Die neu konzipierte Ausstellung im Inneren des Holstentores zeigt zum Thema "Macht des Handels" sieben interessante Themenräume, bei denen verschiedene Installationen das aktive Handeln des Besuchers erfordern und interessante Entdeckungen und Überraschungen bereit halten.
Dem Wirken des Lübecker Fernhandelskaufmannes sind die Räume im Holstentor gewidmet. Er prägte die Stadt seit dem Mittelalter in wirtschaftlicher, politischer, kultureller und architektonischer Hinsicht.
Lübecks Position im Zentrum der nordeuropäischen Handelswege machte die Stadt zur Königin der Hanse. Der Besucher erlebt Lübeck als Fernhandelsmarkt, er kann die verschiedenen Warten, die über Lübeck verhandelt wurden, nicht nur anschauen, sondern auch fühlen und riechen. Er wird anschließend auf den Marktplatz der Stadt geführt, den Ort des lokalen Handels, der städtischen Verwaltung und der niederen Gerichtsbarkeit. Geräusche erfüllen den Raum, und auch der Bürgermeister der mittelalterlichen Stadt ist zu sehen und zu hören. Ausführlich wird das Thema der Seefahrt behandelt, die Lübecks Vormachtstellung im Ostseeraum sicherte. Schiffsmodelle, Werkzeuge, nautische Geräte, erzählen von der Seefahrt, von ihren Gefahren und laden zu eigenen Entdeckungen ein. Dem Wirken des Fernhandelskaufmannes verdankt die Stadt ihre bedeutenden sakralen und profanen Backsteinbauten, die noch heute die Stadt prägen. Am historischen Stadtmodell werden die wichtigsten Bauten, die Grundstruktur der Stadt und ihre wechselvolle Geschichte erläutert. Den Abschluss bildet das Holstentor selbst, seine ursprüngliche Funktion als Wehrbau und seine Karriere als Symbol der reichsfreien Stadt bis hin zum Werbeträger für Souvenirs aller Art.

Holstentor

Anschrift

die LÜBECKER MUSEEN
Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
Museum Holstentor
Holstentorplatz
23552 Lübeck

Tel.: +49 (0) 451/ 122-4129
Fax: +49 (0) 451/ 122-4183
E-Mail: mkk@luebeck.de

weitere Informationen: www.museum-holstentor.de