Naturschutzgebiet "Südlicher Priwall"
Hereingeschoben in der Mündung der
Untertrave in die Ostsee liegt der verbliebene Rest eines ehemaligen, für
die schleswig-holsteinische Ostseeküste charakteristischen Nehrungshaken,
der Priwall.
Der südliche Teil des Priwalls, unterteilt in einen
größeren Westteil und einen kleineren Ostteil, bildet zusammen mit
einem ca. 100 m breiten Flachwasserbereich der Pötenitzer Wiek das
Naturschutzgebiet.
Vielen LübeckerInnen sind vom
Priwall nur der Badestrand und der Liegeplatz der Passat bekannt. -
Da
überrascht das Naturschutzgebiet mit einer Vielzahl an naturnahen
Lebensräumen, die sich bei gemütlichen Spaziergängen auf den
vorhandenen Wegeverbindungen leicht erschließen! Im Zentrum des Westteils
erstreckt sich eine große, extensiv genutzte Pferdeweide, die durch
Kleingewässer und Feuchtflächen bereichert wird. Auf dieser, ca. 30
ha großen, zentralen Grünlandfläche brüten u.a. Kiebitz,
Rotschenkel und Schafstelze - Vogelarten, die in der heutigen Agrarlandschaft
kaum noch geeigneten Lebensraum finden und in ihrem Bestand stark
gefährdet sind. Auch andere Tierarten, wie Laubfrosch, Ringelnatter,
Fledermäuse und Libellen fühlen sich offensichtlich wohl auf dem
Priwall.
An den ufernahen Bereichen des Westteils und im Ostteil des
Naturschutzgebietes wechseln sich Feuchtwälder, Sanddorngebüsche,
Brackwasserröhrichte, Salzwiesenreste und Trockenrasen auf kleinstem Raum
ab und bieten einer angepassten Tier- und Pflanzenwelt einen wertvollen
Lebensraum.
Und die Wasserflächen der Pötenitzer Wiek sind nicht
nur ein herrlicher Anblick für BetrachterInnen, sondern bieten im Verbund
mit allen Travewieken zahllosen Vögeln Rast- und
Überwinterungsplätze an dieser Schnittstelle des internationalen
Vogelzuges.
Hier finden Sie den Text der
Naturschutzgebietsverordnung.
Hier finden Sie eine
Übersichtskarte.
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