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„Lernen vor Ort“ zeichnet Lübecker Bildungsmodell aus
090413R 2009-06-23


Bundesministerium für Bildung und Forschung überreichte die Anerkennungsurkunde

Das Projekt „Lübecker Bildungsmodell für Jung und Alt“, das ab September 2009 unter umfangreicher Beteiligung von Akteuren aus den Bereichen Bildung und Kultur umgesetzt werden soll, ist schon vor dem Start ausgezeichnet worden: Im Rahmen der einmaligen Bildungsinitiative „Lernen vor Ort“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung und deutschen Stiftungen, wurde der Lübecker Antrag unter über 220 Bewerbungen aus 150 Standorten ausgewählt.

Bei der Urkundenübergabe am Dienstag, 23. Juni 2009, im Lübecker Rathaus stellten die Beteiligten das Projekt noch einmal der Öffentlichkeit vor. Demzufolge will das kommunale Bildungsmodell das Lernen im Lebenslauf für jeden Bürger – Erwachsene, Jugendliche und Kinder - mittels transparenter und durchlässiger Lernangebote effektiv fördern. Dafür werden bestehende Institutionen und Bildungsangebote nicht nur aus dem Bereich der vorschulischen und schulischen, sondern auch der nachschulischen Bildung verbindlich miteinander verbunden und die Bildungsübergänge begleitet.

Lübecks Antrag für die Teilnahme am bundesweiten Exzellenzprojekt wurde unter über 220 Bewerbungen aus 150 Standorten ausgewählt. Darin wird ein „Lübecker Bildungsmodell für Jung und Alt“ skizziert, das ab September 2009 unter umfangreicher Beteiligung aller Akteure aus den Bereichen Bildung und Kultur umgesetzt wird.

Die Vision: In der Kommune wird ein Bildungssystem umgesetzt, in dem alle Institutionen und Mitarbeiter so eng miteinander kooperieren, dass die Bürger optimal informiert sind. Sämtliche Lernangebote - auch im Bereich der Nachwuchsförderung, Aufstiegsqualifizierung und Hochschulbildung - sollen transparent für alle werden. Dafür sollen Bildungsberatung und Begleitung an den Bildungsübergängen ein „Lernen ohne Brüche“ ermöglichen.

Ein systematisches Bildungsmonitoring soll zuverlässige Aussagen über die Bildungslandschaft ermöglichen. Besondere Modelle werden erprobt, die für unsere Stadt elementar wichtig sind: Im Bereich der Familienbildung wird ein „Lübecker Modell der Tagesbetreuung und Elternbildung“ eingeführt. Damit können die wertvollen Analysen und Ergebnisse von „Aufwachsen in Lübeck“ genutzt werden, von einem Prozess, der die Jury des BMBF offenkundig sehr beeindruckte.

„Dann können wir ja nun los legen und praktisch das umsetzen, was wir in den letzten Jahren erarbeitet haben, wofür es aber bisher an personeller Unterstützung fehlte“, sagte Lübecks Schulsenatorin Annette Borns. Bildung entwickele sich immer mehr zu einer der wichtigsten Querschnittsaufgaben für eine nachhaltige Zukunftsstrategie.

Mit dem Stiftungsverbund wird in monatlichen Konsultationen die Weiterentwicklung und Umsetzung des Lübecker Bildungsmodells erörtert. Die bedeutendste Lübecker Stiftung, die Possehl-Stiftung, steht als Grundpate für die Begleitung und Unterstützung des Entwicklungs- und Umsetzungsprozesses zur Verfügung, vier weitere Lübecker Stiftungen haben sich zu Themenpatenschaften bereit erklärt.

Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen von „Bildungskultur.Lübeck“ – Lernen vor Ort in Lübeck – wird in der Stärkung der individuelle Förderung liegen. Schon während der Schulzeit sollen Schüler/innen die Möglichkeit haben, sich eigener Stärken, Interessen und Talente bewusst zu werden und in einem Bildungspass zu dokumentieren. Dafür gilt es möglichst vielfältige, attraktive „Lernstationen“ in den Lübecker Bildungspass zu integrieren: Museumsbesuche, Offene Labore der Hochschulen, besondere Angebote im musikalisch-künstlerischen Bereich, erlebnispädagogische Konzepte, medienpädagogische Angebote und vieles mehr.

Fördern und fordern – diese beiden Grundelemente pädagogischen Handelns benötigen persönliche Ansprache und Kontakte. Für die einzelnen Stadtteile sind mehr Kooperation und eine stärkeres Miteinander zu entwickeln. Dort sollen Dienstleistungen der Verwaltung, soziale Aktionen und Nachbarschaftsprojekte, Informations- und Recherchemöglichkeiten gebündelt werden. In diesen Zentren soll die persönliche Bildung zum Motor der Entwicklung für den einzelnen, für Familien und ganze Stadtteile werden.

Ein besonderes Interesse betrifft die Weiterbildung Erwachsener. „Ob im Berufs- oder Privatleben oder im Anschluss an die aktive Berufstätigkeit – der Mensch lernt, , unabhängig von seinem Alter, immer dazu“, so Borns. +++


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