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Künstlerische Entwürfe für den Koberg

050297LK 2005-04-13

Fünf Entwürfe von Künstlerinnen und Künstler für den Lübecker Koberg sind noch bis zum 24. April im Foyer des Burgklosters zu Lübeck ausgestellt. Darunter auch der Entwurf „Lichtquadrat“ des Lübecker Künstlers Peter Turpin, für dessen Realisierung sich eine Jury aus Kunst, Verwaltung und Politik ausgesprochen hat.

Turpin möchte auf der Mitte des Platzes eine programmierbare Lichtplastik aus 40 schlichten Leuchtkörpern, die ebenerdig in den Boden eingelassen werden und ein Quadrat mit zwei Diagonalen bilden, installieren. Insgesamt 1280 Miniatur-Lampen sollen dabei von einem Computer gesteuert werden. Je nach Licht und Witterungsverhältnissen werden unterschiedliche Muster, Bewegungen und Lichtstärken erzeugt. Turpin will mit seinem Entwurf der Wettbewerbsvorgabe nachkommen, derzufolge die historische Aufenthaltsqualität des Kobergs als Stadt- und Architekturplatz wieder herzustellen sei, damit die Menschen dort gerne verweilen und gleichzeitig weiterhin Märkte und sonstige Veranstaltungen möglich sind.

Den Wettbewerb ausgelobt hatte die Lübecker Possehl-Stiftung, die bereits die Umgestaltung des Kobergs, der jahrelang als Autoabstellplatz ein unwürdiges Leben fristete, bezahlt hatte. Stiftungs-Vorsitzender Dr. Helmuth Pfeifer, zeigte sich begeistert über die Ergebnisse und vor allem die Arbeit Turpins. Er hoffe, daß der Entwurf allgemeine Akzeptanz finde und letztlich auch realisiert werden könne. Zunächst müsse jedoch der Possehl-Stiftungsrat zustimmen, ob der Hansestadt ein Angebot zur Umsetzung unterbreiten werden könne. Die Entscheidung, ob der Koberg in der vorgeschlagenen Weise durch ein Kunstwerk aufgewertet werden solle, trifft am Ende allein die Bürgerschaft.

Neben dem „Lichtquadrat“ von Turpin sind die Entwürfe „Drehpunkt Lübeck“ von Vibeke Giarbo, „Pflasterstrand“ von Stefan Kern, „Baltisches Rad zu Lübeck“ von Insa Winkler sowie „Kom.pass“ von Rolf Triloff zu sehen.

Die Entwürfe können im Foyer des Kulturforums Burgkloster, Hinter der Burg 2 - 6, täglich - außer montags - von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. +++


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