Digitales Pressedienstarchiv
Behnhaus zeigt Ausstellung über „Spuk im kleinen
Hausrat“
Anläßlich der Erwerbung des
Fotonachlasses Schrammen für die Museen der Hansestadt Lübeck (St.
Annen-Museum) mit Hilfe der Possehl-Stiftung 2004, wird am Sonntag, 10.
April 2005, um 11.30 Uhr im Museum Behnhaus/Drägerhaus,
Königstraße 9, die Ausstellung „Spuk im kleinen Hausrat -
Collagen und Fotografien von Toni von Haken–Schrammen (1897-1981)“
eröffnet.
Toni von Haken-Schrammen, geboren in Riga
am 11. Februar 1897, studierte ab 1918 an der Hochschule für bildende Kunst
in Weimar und wechselte dann ins Bauhaus. Dort nahm sie unter anderem am Vorkurs
von Itten teil und beteiligte sich aktiv am Bauhausleben. Während dieser
Jahre heiratete sie ihren Studienkollegen Eberhard Schrammen. Beide zogen nach
Gildenhall und entwickelten Ende der 1920er Jahre Fotogramme – ein
besonderes Foto-Collageverfahren. Die in Gildenhall aufgebaute
Drechslerwerkstatt mußte nach 1929 aufgrund der wirtschaftlichen
Schwierigkeiten aufgegeben werden. Stattdessen begann das Ehepaar Fotoserien mit
Darstellungen aus dem Alltagsleben herzustellen und an Illustrierte zu
verkaufen. Toni unterstützte ihren Mann bei dessen Foto-Touren, sie stellte
selbst Fotoabzüge her und beschäftigte sich primär mit Arbeiten,
die für Kinder gedacht waren.
Nach dem Umzug 1931 nach Siems bei
Lübeck entstanden Bastelarbeiten, deren Entstehungsprozesse durch Fotos
dokumentiert und ebenfalls an Illustrierte verkauft wurden. Toni von
Haken-Schrammen arbeitete nach dem Tod ihres Mannes 1947 noch einige Jahre
weiter. Sie gab aber zu Beginn der 1950er Jahre ihre künstlerische
Tätigkeit weitgehend auf. Am 11. August 1981 starb sie in Lübeck.
In der Ausstelllung werden erste
künstlerische Arbeiten aus der Schulzeit, der Lehre an der Hochschule
für bildende Kunst, aus dem Bauhaus, Fotogramme, Collagen und Fotografien
von Bastelarbeiten und weiteres mehr gezeigt. Die ausgewählten Arbeiten
dokumentieren ihre künstlerische Entwicklung.
Zur Ausstellung erscheint eine
Begleitpublikation. Die Ausstellung kann vom 10. April bis zum 12. Juni
während der Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr
besichtigt werden.
Der Eintritt zur Eröffnung kostet
vier Euro (Ermäßigungen bitte an der Kasse erfragen) und berechtigt
zu einem weiteren Besuch. Die Begrüßung erfolgt durch Museumsdirektor
Dr. Thorsten Rodiek, Dr. Thorsten Albrecht wird in die Ausstellung
einführen. +++
