Digitales Pressedienstarchiv
Vortrag über das Münzwesen der pommerschen
Herzöge
Im Rahmen des Vortragzyklus „Handel,
Geld und Politik vom frühen Mittelalter bis heute“, Programm
2005/2006, findet im Lübecker Kulturforum Burgkloster am Dienstag, 13.
Dezember 2005, der nächste Vortrag mit Diavorführung statt. Dr.
Joachim Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für
Nordische Geschichte der Uni Greifswald, wird über das „Das
Münzwesen der pommerschen Herzöge in der Frühen Neuzeit“
sprechen. Beginn der Veranstaltung im Kapitelsaal des Burgklosters, Hinter der
Burg 2 - 6, ist um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt
0,50 Euro.
Pommersche Taler und Gulden gehören
zu den schönsten Münzen ihrer Zeit, sie sind vielfältig
beschrieben worden und stehen bei Sammlern hoch im Kurs. Die Scheidemünzen,
das Alltagsgeld des „kleinen Mannes“, waren jedoch wesentlich
bescheidener, was sowohl das Material als auch die Gestaltung der Münzen
angeht. Aber gerade der Umgang mit dem manchmal minderwertigen Geld prägte
den Alltag der meisten Menschen im Pommern des späten 16. und frühen
17. Jahrhunderts. Pommern war ein armes Land, das kaum in der Lage war, seinen
Bedarf an Edelmetall für eine solide Münzprägung zu decken.
Entsprechend einfallsreich agierten die Landesherren. Manchmal griffen sie auch
zu nicht ganz legalen Methoden, um beispielsweise aus Kupfer Silber zu
machen.
Der Vortrag vermittelt verschiedene
Facetten der Münz- und Geldpolitik der pommerschen Herzöge zwischen
1580 und 1637, basierend auf der Auswertung von Archivquellen. Neben
numismatischen und geldgeschichtlichen Aspekten werden an ausgewählten
Beispielen auch heraldische Probleme erläutert. Dias vermitteln den
Zuhörern einen Eindruck pommerscher Münzkunst. +++
Hinweis an die Medien: Auf Wunsch
senden wir Ihnen die Abbildung des Dukaten (Pommerscher Dukat 1636) im
jpg-Format per E-Mail zu.
