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Exil und Moderne, Landesschau und andere Führungen

050933LK 2005-11-16

In der kommenden Woche bieten die Museen und kulturellen Einrichtungen der Hansestadt Lübeck wieder diverse Führungen an: Eine Führungen durch die Ausstellung „Exil und Moderne“ bietet die Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße 15, an. Sie findet am Sonntag, 27. November 2005, um 11.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet fünf Euro. Picasso, Miró, Beckmann, Ernst, Klee ... Die Kunsthalle St. Annen zeigt ein Kunstereignis der herausragenden Art: „Exil und Moderne - H.W. Janson und die Sammlung der Washington University in St. Louis“. Präsentiert werden rund 50 bedeutende Werke von Künstlern der Klassischen Moderne. Zu sehen sind Schlüsselwerke der Exilkunst von Max Beckmann, Max Ernst, Paul Klee und wichtige Meisterwerke von Vertretern der Klassischen Moderne wie Georges Braque, Lyonel Feininger, Pablo Picasso, Jean Miró, Henri Matisse. Daneben sind auch die Begründer der modernen amerikanischen Kunst, wie Jackson Pollock, Alexander Calder, Willem de Kooning und andere in dieser Ausstellung vertreten. Anhand dieser eindrucksvollen Kunstwerke wird ein wichtiges und interessantes Kapitel deutsch-amerikanischer Exilgeschichte aus den Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts präsentiert. +++

Eine Führung durch die Ausstellung „Landesschau des BBK Schleswig Holstein“ im Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2 - 6, findet am Sonntag, 27. November, um 15 Uhr statt. Die Teilnahme kostet vier, ermäßigt zwei und ein Euro für den Eintritt plus ein Euro Gebühr. Alle im Lande lebenden Künstlerinnen und Künstler konnten sich an der Landesschau beteiligen, vorausgesetzt, sie stellten sich der siebenköpfigen Fachjury. Zur Schau haben 234 Künstlerinnen und Künstler 562 Werke eingereicht. Die Jury wählte 128 Arbeiten von 101 Künstlerinnen und Künstlern aus, die ab Sonntag, 20. November, sowohl in den mittelalterlichen Räumen im Erdgeschoss wie auch in den modernen Räumen des Obergeschosses präsentiert werden. In diesem Jahr sind besonders viele Objekte und plastische Arbeiten darunter.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 26. November, um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus drei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V.. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet. Erbaut wurde das „Maria-Magdalenen-Kloster“, so der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland.

Neben dem Burgkloster liegt auch das neu eröffnete Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 26. November, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung. Zusätzliche Führungen können beim Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck unter der Rufnummer (0451) 122-71 54, per Fax an 122-13 94 oder per E-Mail an archaeologie@luebeck.de vereinbart werden. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker Archäologie zu sehen, die den Alltag des mittelalterlichen Lübeckers präsentieren, ein Alltag, der beileibe nicht dunkel, schmutzig und übelriechend war. Eine nachgestellte Ausgrabung ist ebenso zu sehen wie die Massenware des Mittelalters, zum Beispiel die Lübecker Kanne. Das Spielzeug der Kinder kann genauso bestaunt werden wie das Handwerk des Scharfrichters, der auch für die Amputation von Gliedmaßen zuständig war. Pest und Krankheiten anderer Art vermitteln die Schattenseiten des Lebens, die es natürlich auch damals schon gab, während der goldemailbemalte Becher die Freude des mittelalterlichen Lübeckers an schönen Dingen sichtbar macht. Neben dem Mittelalter, in dem Lübeck als Königin der Hanse auf dem Höhepunkt seiner Macht war, werden dem Besucher aber auch die frühen Epochen wie die Stein- oder Bronzezeit präsentiert.

„Von Thomas Mann zu Günter Grass“ lautet das Thema einer Führung, die das Buddenbrookhaus am Mittwoch, 23. November, 14 Uhr, anbietet. Zunächst führt ein Rundgang durch das Buddenbrookhaus, anschließend werden die Teilnehmer zu einem Kurzbesuch in das Günter Grass-Haus geführt. Die Teilnahme kostet acht Euro.

Außerdem bietet das Buddenbrookhaus am Sonnabend, 26. November, um 14 Uhr eine literarische Führung an. Besucherinnen und Besucher können Auszügen aus Werken der Manns lauschen. Bei der Veranstaltung wird die Familie Mann nach einführenden biographischen Informationen „selbst zu Wort“ kommen. Die Teilnahme kostet acht Euro.

Interessierte haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung durch das Grass-Haus einen Einblick in „Atelier und Schreibwerkstatt von Günter Grass“ zu bekommen. Die Führung findet am Sonnabend, 26. November, um 15.30 Uhr im Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, (mindestens fünf Teilnehmer) und dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme kostet sieben Euro. Mehr als fünf Jahrzehnte arbeitet der Literaturnobelpreisträger Grass als Schriftsteller und bildender Künstler. Die Ausstellung zeigt den Künstler als Romanautor und Lyriker, Grafiker, Maler und Bildhauer. Außerdem wird im Obergeschoss die neue Ausstellung „Die Unsterblichen – Die Bilderwelt des Weiten Feldes von Günter Grass“ präsentiert. Weniger bekannt ist, dass mit der Arbeit am Buch eine der intensivsten bildkünstlerischen Schaffensphasen von Günter Grass einherging. Es entstanden über siebzig Zeichnungen und Druckgrafiken. Die Ausstellung gibt Einblicke in den Entstehungsprozess des Romans und in die kontroverse öffentliche Diskussion. +++


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