Digitales Pressedienstarchiv
Exil und Moderne, Landesschau und andere Führungen
In der kommenden Woche bieten die Museen
und kulturellen Einrichtungen der Hansestadt Lübeck wieder diverse
Führungen an: Eine Führungen durch die Ausstellung „Exil und
Moderne“ bietet die Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße 15, an.
Sie findet am Sonntag, 27. November 2005, um 11.30 Uhr statt. Der Eintritt
kostet fünf Euro. Picasso, Miró, Beckmann, Ernst, Klee ... Die
Kunsthalle St. Annen zeigt ein Kunstereignis der herausragenden Art: „Exil
und Moderne - H.W. Janson und die Sammlung der Washington University in St.
Louis“. Präsentiert werden rund 50 bedeutende Werke von
Künstlern der Klassischen Moderne. Zu sehen sind Schlüsselwerke der
Exilkunst von Max Beckmann, Max Ernst, Paul Klee und wichtige Meisterwerke von
Vertretern der Klassischen Moderne wie Georges Braque, Lyonel Feininger, Pablo
Picasso, Jean Miró, Henri Matisse. Daneben sind auch die Begründer
der modernen amerikanischen Kunst, wie Jackson Pollock, Alexander Calder, Willem
de Kooning und andere in dieser Ausstellung vertreten. Anhand dieser
eindrucksvollen Kunstwerke wird ein wichtiges und interessantes Kapitel
deutsch-amerikanischer Exilgeschichte aus den Vierziger Jahren des 20.
Jahrhunderts präsentiert. +++
Eine Führung durch die Ausstellung
„Landesschau des BBK Schleswig Holstein“ im Kulturforum Burgkloster,
Hinter der Burg 2 - 6, findet am Sonntag, 27. November, um 15 Uhr statt. Die
Teilnahme kostet vier, ermäßigt zwei und ein Euro für den
Eintritt plus ein Euro Gebühr. Alle im Lande lebenden Künstlerinnen
und Künstler konnten sich an der Landesschau beteiligen, vorausgesetzt, sie
stellten sich der siebenköpfigen Fachjury. Zur Schau haben 234
Künstlerinnen und Künstler 562 Werke eingereicht. Die Jury wählte
128 Arbeiten von 101 Künstlerinnen und Künstlern aus, die ab Sonntag,
20. November, sowohl in den mittelalterlichen Räumen im Erdgeschoss wie
auch in den modernen Räumen des Obergeschosses präsentiert werden. In
diesem Jahr sind besonders viele Objekte und plastische Arbeiten
darunter.
Wer sich für die Geschichte des
Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 26.
November, um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige
Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus drei Euro
für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu
Lübeck e. V.. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von
Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein
Kloster gewidmet. Erbaut wurde das „Maria-Magdalenen-Kloster“, so
der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften
stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es
gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den
Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland.
Neben dem Burgkloster liegt auch das neu
eröffnete Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 26.
November, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier,
ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr
für die Führung. Zusätzliche Führungen können beim
Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck unter der Rufnummer (0451)
122-71 54, per Fax an 122-13 94 oder per E-Mail an archaeologie@luebeck.de
vereinbart werden. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker
Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker
Archäologie zu sehen, die den Alltag des mittelalterlichen Lübeckers
präsentieren, ein Alltag, der beileibe nicht dunkel, schmutzig und
übelriechend war. Eine nachgestellte Ausgrabung ist ebenso zu sehen wie die
Massenware des Mittelalters, zum Beispiel die Lübecker Kanne. Das Spielzeug
der Kinder kann genauso bestaunt werden wie das Handwerk des Scharfrichters, der
auch für die Amputation von Gliedmaßen zuständig war. Pest und
Krankheiten anderer Art vermitteln die Schattenseiten des Lebens, die es
natürlich auch damals schon gab, während der goldemailbemalte Becher
die Freude des mittelalterlichen Lübeckers an schönen Dingen sichtbar
macht. Neben dem Mittelalter, in dem Lübeck als Königin der Hanse auf
dem Höhepunkt seiner Macht war, werden dem Besucher aber auch die
frühen Epochen wie die Stein- oder Bronzezeit präsentiert.
„Von Thomas Mann zu Günter
Grass“ lautet das Thema einer Führung, die das Buddenbrookhaus am
Mittwoch, 23. November, 14 Uhr, anbietet. Zunächst führt ein Rundgang
durch das Buddenbrookhaus, anschließend werden die Teilnehmer zu einem
Kurzbesuch in das Günter Grass-Haus geführt. Die Teilnahme kostet acht
Euro.
Außerdem bietet das Buddenbrookhaus
am Sonnabend, 26. November, um 14 Uhr eine literarische Führung an.
Besucherinnen und Besucher können Auszügen aus Werken der Manns
lauschen. Bei der Veranstaltung wird die Familie Mann nach einführenden
biographischen Informationen „selbst zu Wort“ kommen. Die Teilnahme
kostet acht Euro.
Interessierte haben die Möglichkeit,
im Rahmen einer Führung durch das Grass-Haus einen Einblick in
„Atelier und Schreibwerkstatt von Günter Grass“ zu bekommen.
Die Führung findet am Sonnabend, 26. November, um 15.30 Uhr im Grass-Haus,
Glockengießerstraße 21, (mindestens fünf Teilnehmer) und dauert
etwa eine Stunde. Die Teilnahme kostet sieben Euro. Mehr als fünf
Jahrzehnte arbeitet der Literaturnobelpreisträger Grass als Schriftsteller
und bildender Künstler. Die Ausstellung zeigt den Künstler als
Romanautor und Lyriker, Grafiker, Maler und Bildhauer. Außerdem wird im
Obergeschoss die neue Ausstellung „Die Unsterblichen – Die
Bilderwelt des Weiten Feldes von Günter Grass“ präsentiert.
Weniger bekannt ist, dass mit der Arbeit am Buch eine der intensivsten
bildkünstlerischen Schaffensphasen von Günter Grass einherging. Es
entstanden über siebzig Zeichnungen und Druckgrafiken. Die Ausstellung gibt
Einblicke in den Entstehungsprozess des Romans und in die kontroverse
öffentliche Diskussion. +++
