Digitales Pressedienstarchiv
Völkerkundesammlung: Filmvorführung über
Japan
Im Rahmen der Ausstellung „Japan -
Traditionen zwischen Zeiten und Welten“ findet in der
Völkerkundesammlung Lübeck, Parade 10 (Zeughaus am Dom), am Sonnabend,
19. November 2005, in der Zeit von 15 bis 18.30 Uhr (einschließlich
Pause), eine Vorführung des vierteiligen Films „Samurais für die
Zukunft – Erziehung und Bildung in Japan“ von Dr. Paul Schwarz
statt.
Der rohstoffarme Inselstaat, der
Deutschland aus wirtschaftlichen und technologischen Spitzenpositionen
verdrängt hat, ist ein Standardthema der Wirtschaftspresse geworden. Aber
die Hintergründe dieser erstaunlichen Entwicklung sind bislang nur
unzulänglich ausgeleuchtet worden. Japans Erziehungs- und Bildungswesen war
bisher hierzulande kaum ein Thema. Wohl in keinem anderen Land der Erde bestimmt
das Lernen in der Schule und auf die Hochschule hin so vorherrschend das Denken
und Handeln der Kinder, Jugendlichen und ihrer Eltern wie in Japan. Was ist das
für ein Erziehungs- und Bildungswesen, das binnen dreier Jahrzehnte ein
Volk aus dem Nichts in die Spitzengruppe der Wirtschaftshierarchie katapultiert
hat?
Der Film gibt einen breiten Einblick in
den privaten und staatlichen, den dörflichen und städtischen
Bildungsbereich vom Baby-Hotel bis zur Wissenschaftsstadt in Tsukuba und zeigt,
wie sehr die Schule den gesamten japanischen Alltag und die Familie erfasst, wie
Schule das Leben und das ganze Leben eine Schule ist:
- Teil 1: „Sieben Lachen, zwei Ernst“ - Geborgen im Schoß der Gruppe
- Teil 2: „Lieber Gott, ich will zur Keio“ - Schule zwischen Drill und Heimat
- Teil 3: „Sayonara mit 45 Grad“ - Bildungswettlauf für die Japan-AG
- Teil 4: „Im Nadelöhr der Bildung“ - Gute Uni, steile Karriere
Dr. Paul Schwarz,
Landau/Pfalz, ein erfahrener Bildungsfilmer, hat neben einer fundierten
praktischen und universitären Ausbildung verschiedenste Tätigkeiten
ausgeführt, unter anderem als Lehrer und Dozent. Zudem hat er weite Reisen
gemacht und eine reichhaltige journalistische und filmerische Arbeit
aufzuweisen.
Der Eintritt kostet vier Euro, Mitglieder
der Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde haben freien Eintritt.
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