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Literatur im Gewölbekeller: Lesung mit Chromik und Heimann

030054LK 2003-01-20

Nach der Auftaktveranstaltung am vergangenen Donnerstag zur Veranstaltungsreihe “Literatur im Gewölbekeller” lesen am Donnerstag, 30. Januar, um 20 Uhr die Schriftstellerin Therese Chromik, Schobüll, und der Autor Bodo Heimann, Kiel, im Literaturbistro des Lübecker Buddenbrookhauses, Mengstraße 4, aus ihren Werken. Der Eintritt kostet 5,50, ermäßigt 2,60 Euro. Die Kombi-Karte für alle Lesungen kostet 16, ermäßigt sieben Euro.

Im Zentrum der Veranstaltungsreihe mit dem Lübecker Autorenkreis stehen die erzählerischen und essayistischen Texte des Schriftstellerverbands, der längst über 100 Namen aus den unterschiedlichsten Teilen der Republik umfaßt und inzwischen über die Grenzen der Hansestadt hinausgewachsen und bekannt geworden ist.

In seinen “Geschichten vom Meister Eckhart”, die in einer erweiterten Neuauflage im Frühjahr 2003 erscheinen, erweckt der Kieler Autor Heimann den Mystiker zu neuem Leben, geht mit ihm wie ein Zeitreisender durch Epochen und sieht, wie sich die freie Art seines Denkens auch in neuen Situationen bewährt. Meister Eckhart trifft den alten Adam, macht sich mit dem neuen Berlin bekannt, denkt an die Kinder von Erfurt, belehrt einen Asketen über die Göttlichkeit des Weines, läßt sich von Ketzern inspirieren und äußert selber recht ketzerische Gedanken.

Heimann wurde 1935 in Breslau geboren. Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte in Freiburg/Br., Berlin und Frankfurt/M., Promotion, Professuren in Indien und Kanada. Von 1969 bis 2000 Literaturwissenschaftler an der Universität Kiel. Heimann ist Vorsitzender des Euterpe Literaturkreises und der Goethe-Gesellschaft Kiel und erhielt zahlreiche Auszeichnungen (Eichendorff-Literaturpreis, Fedor-Malchow-Lyrikpreis, Grand Prix Méditerranée).

Bei der Schriftstellerin Therese Chromik bildet eine New York-Reise in ihrem Amerika-Roman “Subway-Notizen” das Geschehen auf der Gegenwartsebene und assoziiert sich mit Erinnerungen, Traumbildern und Reflexionen. Der Leser steigt von der sichtbaren Oberfläche des Lebens auf andere Ebenen hinab und hinauf wie die Menschen im New Yorker Underground.

Chromik veröffentlichte bereits mehrere Bände Lyrik und Kurzprosa. Außerdem ist sie Herausgeberin des Jahrbuchs “Euterpe” und mehrerer Anthologien. Bisherige Auszeichnungen: Preis der GEDOK Schleswig-Holstein (1989), Andreas Gryphius Förderpreis (1994), Preis der GEDOK Rhein-Main-Taunus (1998), ein Rußland-Reisestipendium des VS und Auswärtigen Amtes und ein Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben.

Die Lesungen mit den Schriftstellern Wolfgang Butzlaff, Kiel, und Friedrich Mülder, Kiel, am 13. Februar sowie Klaus Rainer Goll, Lübeck, und Heiner Wiewald, Ahrensburg, am 27. Februar begleiten thematisch die Ausstellung “Bücherverbrennung 1933 - Unbekannte und vergessene Schriftsteller”. +++


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