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Literatur im Gewölbekeller: Lesung mit Chromik und
Heimann
Nach der Auftaktveranstaltung am
vergangenen Donnerstag zur Veranstaltungsreihe “Literatur im
Gewölbekeller” lesen am Donnerstag, 30. Januar, um 20 Uhr die
Schriftstellerin Therese Chromik, Schobüll, und der Autor Bodo Heimann,
Kiel, im Literaturbistro des Lübecker Buddenbrookhauses, Mengstraße
4, aus ihren Werken. Der Eintritt kostet 5,50, ermäßigt 2,60 Euro.
Die Kombi-Karte für alle Lesungen kostet 16, ermäßigt sieben
Euro.
Im Zentrum der Veranstaltungsreihe mit dem
Lübecker Autorenkreis stehen die erzählerischen und essayistischen
Texte des Schriftstellerverbands, der längst über 100 Namen aus den
unterschiedlichsten Teilen der Republik umfaßt und inzwischen über
die Grenzen der Hansestadt hinausgewachsen und bekannt geworden ist.
In seinen “Geschichten vom Meister
Eckhart”, die in einer erweiterten Neuauflage im Frühjahr 2003
erscheinen, erweckt der Kieler Autor Heimann den Mystiker zu neuem Leben, geht
mit ihm wie ein Zeitreisender durch Epochen und sieht, wie sich die freie Art
seines Denkens auch in neuen Situationen bewährt. Meister Eckhart trifft
den alten Adam, macht sich mit dem neuen Berlin bekannt, denkt an die Kinder von
Erfurt, belehrt einen Asketen über die Göttlichkeit des Weines,
läßt sich von Ketzern inspirieren und äußert selber recht
ketzerische Gedanken.
Heimann wurde 1935 in Breslau geboren.
Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte in Freiburg/Br., Berlin und
Frankfurt/M., Promotion, Professuren in Indien und Kanada. Von 1969 bis 2000
Literaturwissenschaftler an der Universität Kiel. Heimann ist Vorsitzender
des Euterpe Literaturkreises und der Goethe-Gesellschaft Kiel und erhielt
zahlreiche Auszeichnungen (Eichendorff-Literaturpreis, Fedor-Malchow-Lyrikpreis,
Grand Prix Méditerranée).
Bei der Schriftstellerin Therese Chromik
bildet eine New York-Reise in ihrem Amerika-Roman “Subway-Notizen”
das Geschehen auf der Gegenwartsebene und assoziiert sich mit Erinnerungen,
Traumbildern und Reflexionen. Der Leser steigt von der sichtbaren
Oberfläche des Lebens auf andere Ebenen hinab und hinauf wie die Menschen
im New Yorker Underground.
Chromik veröffentlichte bereits
mehrere Bände Lyrik und Kurzprosa. Außerdem ist sie Herausgeberin des
Jahrbuchs “Euterpe” und mehrerer Anthologien. Bisherige
Auszeichnungen: Preis der GEDOK Schleswig-Holstein (1989), Andreas Gryphius
Förderpreis (1994), Preis der GEDOK Rhein-Main-Taunus (1998), ein
Rußland-Reisestipendium des VS und Auswärtigen Amtes und ein
Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben.
Die Lesungen mit den Schriftstellern
Wolfgang Butzlaff, Kiel, und Friedrich Mülder, Kiel, am 13. Februar sowie
Klaus Rainer Goll, Lübeck, und Heiner Wiewald, Ahrensburg, am 27. Februar
begleiten thematisch die Ausstellung “Bücherverbrennung 1933 -
Unbekannte und vergessene Schriftsteller”. +++
