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Digitales Pressedienstarchiv

Veranstaltung zum 25. Todestag von Arnold Brecht

020657LK 2002-09-09

Am Mittwoch, 18. September, 19 Uhr, veranstaltet das Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2 - 6, einen Abend anläßlich des 25. Todestages von Arnold Brecht (1884 - 1977). Wolfgang Baasch, Mitglied des Landtages und Kreisvorsitzender der SPD Lübeck wird das Grußwort sprechen. Sigrid Strehler, Theater Lübeck, spielt Violoncello. Hannelore Telloke und Dietrich Neumann, Theater Lübeck, lesen Texte von Arnold Brecht.

Der Radiosender “NDRinfo” präsentiert das Feature “Für das Vaterland zu wirken, werde ich nicht aufhören... - Arnold Brecht - Demokrat, Denker, Menschenfreund” von Ursula Voß, die als Autorin auch anwesend sein wird und zu einem Gespräch zur Verfügung steht. Hermann Lause wird als Arnold Brecht zu sehen sein.

“Hätte es mehr von seiner Sorte gegeben, dann wäre die Weimarer Republik nicht zerbrochen”, soll Willy Brandt über Arnold Brecht gesagt haben. Der 1884 in Lübeck geborene und dort aufgewachsene Jurist und spätere Politikwissenschaftler hat sich in den politisch unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 als zuverlässiger Regierungsbeamter und überzeugter Demokrat einen Namen gemacht.

Im November 1933 verließ Brecht - eher unfreiwillig - Berlin, um Lehraufgaben an der New School for Research in New York, einer Emigranten-Universität, zu übernehmen. In einer Rede im Reichsrat, gehalten am 2. Februar 1933, hatte er - aus Sicht der Nationalsozialisten - Adolf Hitler “ gemaßregelt”. Die Entlassung aus dem Staatsdienst war eine zwangsläufige Folge. Schon vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Brecht ein gefragter Berater in der amerikanischen Außenpolitik, beeindruckte später mit visionären Anregungen zur Wiedervereinigung und wurde zu Beginn der 50er Jahre Mitbegründer der Politikwissenschaft in Deutschland.

Zum politischen Erbe Arnold Brechts gehört eine zweibändige Autobiographie - ein authentischer Zeitzeugenbericht der Geschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, geschrieben aus der Perspektive eines Mannes, der vor allem in der Zeit der Weimarer Republik an Reformen und politischen Entwicklungen entscheidend mitgewirkt hat. Arnold Brecht starb vor 25 Jahren - am 11. September 1977 - in Eutin.

Es handelt sich um eine Veranstaltung vom Theater Lübeck, dem Kulturforum Burgkloster und dem Medienpartner NDRinfo. Der Eintritt kostet drei, ermäßigt zwei Euro. +++


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