Digitales Pressedienstarchiv
Chinesische Schnupftabakfläschchen in
Völkerkundesammlung
“Fernöstliches Universum -
Chinesische Schnupftabakfläschchen / Sammlung J. Guter” heißt
eine neue Ausstellung in der Lübecker Völkerkundesammlung, Parade 10
(Zeughaus am Dom), die ab Sonntag, 24. November, bis zum 25. Mai 2003 gezeigt
wird. Eröffnet wird die Ausstellung, die mehr als 300 Exponate zeigt, am
Sonntag, 24. November, um 11.30 Uhr mit einer Einführung von Josef
Guter in seine Sammlung. Auf Grund ihrer Vielseitigkeit ist die Sammlung
einzigartig in Europa.
Hergestellt aus verschiedensten
Materialien, geschaffen oft von begnadeten Kunsthandwerkern, zählen
Schnupftabakfläschchen heute mit zu den beliebtesten Sammelobjekten im
weiten Feld der Ostasiatika. Ihre Entstehung verdanken sie einer Methode der
Qing-Zeit (1644 - 1912). Damals war es üblich, den pulverisierten, mit
Gewürzen und aromatisierten Ölen versetzten Tabak durch die Nase zu
schnupfen. Vor allem Mandschu-Kaiser pflegten ab dem Ende des 17. Jahrhunderts
Tabak zu schnupfen, eine Angewohnheit, der im 18. Jahrhundert die gesamte
Oberschicht nacheiferte. Im 19. Jahrhundert schließlich wurde es geradezu
ein Ritual, sich gegenseitig Schnupftabak anzubieten. Schon damals avancierten
Schnupftabakfläschchen zu Sammelobjekten und man suchte sich gegenseitig
mit immer ausgefalleneren Fläschchen zu übertreffen.
Die Bilderwelt der
Schnupftabakfläschchen kann als Universum der chinesichen Kunst
überhaupt angesprochen werden: Mythologie, Religion, Symbolik, Brauchtum,
Astrologie, Tiere und Pflanzen, Berufe und die gesamte Alltagswelt der Chinesen
-alles ist vorhanden.
Die Austellung ist während der
Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 10 bis16 Uhr zu sehen. Der
Eintritt kostet drei, ermäßigt 0,50 Euro. +++
