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Chinesische Schnupftabakfläschchen in Völkerkundesammlung

020900LK 2002-11-22

“Fernöstliches Universum - Chinesische Schnupftabakfläschchen / Sammlung J. Guter” heißt eine neue Ausstellung in der Lübecker Völkerkundesammlung, Parade 10 (Zeughaus am Dom), die ab Sonntag, 24. November, bis zum 25. Mai 2003 gezeigt wird. Eröffnet wird die Ausstellung, die mehr als 300 Exponate zeigt, am Sonntag, 24. November, um 11.30 Uhr mit einer Einführung von Josef Guter in seine Sammlung. Auf Grund ihrer Vielseitigkeit ist die Sammlung einzigartig in Europa.

Hergestellt aus verschiedensten Materialien, geschaffen oft von begnadeten Kunsthandwerkern, zählen Schnupftabakfläschchen heute mit zu den beliebtesten Sammelobjekten im weiten Feld der Ostasiatika. Ihre Entstehung verdanken sie einer Methode der Qing-Zeit (1644 - 1912). Damals war es üblich, den pulverisierten, mit Gewürzen und aromatisierten Ölen versetzten Tabak durch die Nase zu schnupfen. Vor allem Mandschu-Kaiser pflegten ab dem Ende des 17. Jahrhunderts Tabak zu schnupfen, eine Angewohnheit, der im 18. Jahrhundert die gesamte Oberschicht nacheiferte. Im 19. Jahrhundert schließlich wurde es geradezu ein Ritual, sich gegenseitig Schnupftabak anzubieten. Schon damals avancierten Schnupftabakfläschchen zu Sammelobjekten und man suchte sich gegenseitig mit immer ausgefalleneren Fläschchen zu übertreffen.

Die Bilderwelt der Schnupftabakfläschchen kann als Universum der chinesichen Kunst überhaupt angesprochen werden: Mythologie, Religion, Symbolik, Brauchtum, Astrologie, Tiere und Pflanzen, Berufe und die gesamte Alltagswelt der Chinesen -alles ist vorhanden.

Die Austellung ist während der Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 10 bis16 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet drei, ermäßigt 0,50 Euro. +++


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