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Dr. Knüppel erhält Goldene Gedenkmünze “Bene
Merenti”
Lübecks früherer
Bürgermeister Dr. Robert Knüppel wird am kommenden Dienstag,
26. November, im Audienzsaal des Rathauses mit der Goldenen
Ehrengedenkmünze “Bene Merenti” ausgezeichnet. Gemäß
des Beschlusses der Bürgerschaft vom 30. Mai 2002 sollen mit dieser
höchsten Auszeichnung der Hansestadt Lübeck Dr. Knüppels
Verdienste, die er sich nach Ausscheiden aus dem Amt des Bürgermeisters
erworben hat, gewürdigt werden.
So hat Dr. Knüppel als
langjähriger Vorsitzender des “Fördervereins Museum
Burgkloster” nicht nur maßgebliche Beiträge zur
restauratorischen Vollendung des Burgklosters, sondern auch zu dessen
Einrichtung als Veranstaltungsforum geleistet.
Als Vorsitzender der Possehl-Stiftung
(1994 bis 1999) hat Dr. Knüppel mit seinem Engagement für die
Lübecker Denkmalpflege die Förderung der Belange der Altstadterhaltung
zu einem zentralen Anliegen - neben dem sozialen und jugendpolitischen
Schwerpunkt - gemacht. In den Zeitraum seines diesbezüglichen Wirkens
fällt unter anderem die Förderung folgender Projekte:
- Umgestaltung des Buddenbrookhauses
- Reparatur der Domtürme
- Umgestaltung des Kobergs
- Sanierung des Theaters, insbesondere die Restaurierung der Jugendstilelemente
- Sanierung des Mantelssaals in der Stadtbibliothek
- Restaurierung der Pfeilermalerei in St. Jakobi
- Sanierung der Zuganker in St. Marien
Während seiner
fünfjährigen Amtszeit als Vorsitzender der Possehl-Stiftung, die
geprägt war von seinem klaren und für alle erkennbaren Willen, den
Stiftungszweck in seiner ganzen Vielfalt und im Sinne der ethischen
Wertmaßstäbe des Stifters zu erfüllen, hat sich Dr. Knüppel
ferner für die Förderung zahlreicher nicht-städtischer sozialer,
jugendpolitischer und kultureller Einrichtungen und Projekte eingesetzt, ohne
die sich beispielsweise die freie Kultur- und Theaterszene, die Lübeck
kennzeichnet und dem Kulturleben Würze verleiht, so nicht hätte
entwickeln können.
Auch in seiner Funktion als
Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat sich Dr.
Knüppel immer wieder für die Denkmalpflege in Lübeck engagiert,
so beispielsweise beim Denkmalplan, beim Erweiterungsbau St. Annen-Museum, beim
Beichthaus des Burgklosters, beim Schloß Rantzau, beim Holstentor, bei der
Sanierung beziehungsweise Restaurierung von Scharbausaal, Konsistorialraum und
Kirchenvorraum der Stadtbibliothek und vielen Bürgerhäusern der
Lübecker Altstadt.
In jüngster Zeit hat er durch seinen
persönlichen Einsatz nicht nur dafür gesorgt, daß Lübeck
das städteübergreifende Ausstellungsprojekt des Landes
Mecklenburg-Vorpommern “Gebrannte Größe - Wege zur
Backsteingotik” aufgenommen, sondern daß die neue Dauerausstellung
im Holstentor fast ausschließlich durch private Spenden finanziert werden
konnte.
Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang.
So ist Dr. Knüppel für seine Verdienste als Bürgermeister 1988
mit der Ehrenplakette des Senates der Hansestadt Lübeck ausgezeichnet
worden. Weitere Auszeichnungen:
- Freiherr-vom-Stein-Medaille
- Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold
- Ehrenbürgerschaft der Fachhochschule Lübeck
- Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- Deutscher Preis für Denkmalschutz 1988
Kurzbiographie:
Dr. Knüppel, geboren am 27. März
1931 in Kiel, studierte ab 1951 Volkswirtschaftslehre und arbeitete ab 1955 beim
Statistischen Amt der Stadt Kiel. Ab 1956 war er als Referent beim Statistischen
Landesamt Schleswig-Holstein tätig, ehe er ab 1958 das Statistische Amt der
Hansestadt Lübeck leitete. Von 1968 bis 1976 war Dr. Knüppel
hauptamtlicher Senator für Finanzen der Hansestadt Lübeck und zwei
Amtsperioden lang, vom 1. Mai 1976 bis zum 30. April 1988, Bürgermeister
der Hansestadt Lübeck. +++
