Digitales Pressedienstarchiv
In und um das Rathaus: Lübecker Lärmtage vom 12. bis 14. Juli
Lärm ist in Deutschland das
Umweltproblem Nummer 1. Nichts desto trotz werden Lärm und seine Folgen
immer noch unterschätzt und nur wenige wissen, daß Lärm krank
macht. Dieses soll sich jetzt in Lübeck ändern: Mit den 1.
Lübecker Lärmtagen, die vom 12. bis zum 14. Juli im und um das Rathaus
stattfinden, informiert der Bereich Umweltschutz der Hansestadt Lübeck die
Bürgerinnen und Bürger über die Thematik. Es ist die erste
Veranstaltung dieser Art in Schleswig-Holstein.
An den Lübecker Lärmtagen
können sich die Besucher im Rahmen einer Ausstellung über die
physikalischen Grundlagen, die gesundheitlichen Lärmwirkungen, eingesetzte
Schallmeßtechnik und persönlichen Schutz gegen Lärm informieren.
So werden kostenlose Hörtests geboten, Gehörschutz für den
Arbeits- und Freizeitbereich - auch speziell für Hörgeschädigte -
vorgestellt, Möglichkeiten der Schallmessung gezeigt und erläutert,
die Wirkung von Schallschutzwänden und -decken demonstriert und die
Unterschiede zu lärmarmen und herkömmlichen Maschinen und Geräten
erklärt.
Gleichzeitig führen Filme und
Multimedia-Darstellungen in die physikalischen und rechtlichen Grundlagen der
Lärmreduzierung ein. Daneben stellen sich Lübecker Initiativen, die
sich mit der Lärmproblematik auseinandersetzen, vor. Alle Aussteller stehen
Betroffenen und Interessierten für Fragen und einen regen
Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Außerdem haben alle Besucher die
Möglichkeit, ihre Stimmengewalt unter Beweis zustellen und unter Aufsicht
der Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg ein Schrei-Zertifikat
zu erlangen.
Die Ausstellung der Lübecker
Lärmtage wird am Donnerstag, 12. Juli, um 16 Uhr durch Senatorin Dr. Beate
Hoffmann eröffnet und kann dann an diesem Tag bis 19 Uhr, am Freitag von 10
bis 19 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr besucht werden.
Darüber hinaus wird es an allen drei
Tagen Vorträge zur Lärmthematik geben. Die erste Vortragsreihe beginnt
am Donnerstag um 19 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses. Dr. Jens
Ortscheid vom Umweltbundesamt berichtet über Lärm und seine Folgen.
Daran anschließend gibt ein Vortrag des Bereiches Umweltschutz Auskunft
über die Lübecker Lärmminderungsplanung. Den Abschluß des
Tages bildet eine Podiumsdiskussion unter dem Titel “Von der
Lärmminderungsplanung zur erfolgreichen
Lärmreduzierung”.
Am Freitag beginnt um 10 Uhr die zweite
Vortragsreihe, die speziell für Schulklassen vorgesehen ist. Dr. Ortscheid
referiert über “Lärm kann krank machen”. Ergänzend
berichtet Manfred Hellberg vom Bereich Umweltschutz, was Lübeck gegen den
Lärm tut. Parallel oder im Anschluß bietet der Bereich Umweltschutz
Führungen durch die Ausstellung an. Interessierte Schulklassen, die einen
der Vorträge oder die Ausstellung besuchen möchten, werden gebeten,
sich unter (0451) 122-39 77 anzumelden.
Die dritte und letzte Vortragsreihe
beginnt am Sonnabend um 10 Uhr mit der Vorstellung und Prämierung der
Preisträger des Schülerwettbewerbs “Lärm ist wenn . .
.”. Danach berichtet Peter Kamps von der Firma Ecophon über die
Ergebnisse einer Studie der Heriot-Watt University, Edinburgh, die sich mit
Lärmminderung in Klassenräumen befaßt.
Neben der sachlichen Auseinandersetzung
mit Lärm soll an den drei Veranstaltungstagen aber auch eine
“positive Hörerfahrung” vermittelt werden. So wird am Freitag,
13. Juli, um 16 Uhr ein Klanghappening auf dem Rathausmarkt stattfinden. Alle
Bürger werden aufgefordert, mit Musikinstrumenten,
Haushaltsgegenständen und allen anderen Dingen, die Geräusche machen,
zu erscheinen; frei nach dem Motto: Je ungewöhnlicher, desto besser. Nach
kurzem Ausprobieren wird gemeinsam musiziert.
Weitere Punkte des Kulturprogramms
anläßlich der Lübecker Lärmtage sind:
Donnerstag, 12., bis Sonnabend, 14.
Juli, jeweils 22 Uhr:
Klanglandschaften, Sendung des Offenen
Kanals (98,8 MHz)
Freitag, 13., bis Sonntag, 15. Juli,
jeweils um 20 Uhr:
Spielfilm im Kommunalen Kino: “Die
Farben des Paradieses”
Freitag, 13. Juli, 18.15
Uhr:
“Donnerschlag und sanftes
Sausen”: Spirituelle Erfahrungen mit Lärm und Stille, bewegte
Abendandacht in St. Marien
Freitag, 13. Juli, 18.30
Uhr:
Premiere des Soundscape Lübeck im
Kommunalen Kino: Wie klingt Lübeck? Ein akustisches Abbild der
Stadt
Sonntag, 15. Juli, 15.30 Uhr, im
Werkhof:
“Lisas Traum”:
Theaterstück der Vereinigung für integratives
Jugendmusiktheater
Das umfangreiche Ausstellungs-, Vortrags-
und Kulturprogramm ist nur durch die Unterstützung zahlreicher Firmen,
Vereine und Initiativen möglich. Zu den Ausstellern, Sponsoren und Helfern
zählen: Der Bereich Arbeitsschutz der Hansestadt Lübeck, die
Gesundheitsämter Lübecks, des Kreises Ostholsteins und Plöns, das
Projektbüro Lokale Agenda 21, die Entsorgungsbetriebe Lübeck, der
BUND, die FH Lübeck, die Akademie für Hörgeräte-Akustik, der
Deutsche Arbeitsring für Lärmbekämpfung e.V., sowie folgende
Firmen: Stadtverkehr Lübeck GmbH, Papier Clasen, Weco Computer GmbH, Das
Ohr, Lärmkontor GmbH, Hören mit System, Auris
Hörgeräteakustik, Ohrmuschel Hörakustik Bilsom, Ecophon, Kulow,
Kieft und Kieft Filmtheater, Hansapark Sierksdorf, Tanzschule Huber-Beuss,
Tanzcenter Alff, Pressecentrum Lübeck, der Verein zum Schutz der
Wohnqualität e.V., die Vorwerker Runde, der Arbeitskreis “Lärm
macht krank”, der Nachbarschaftskreis Friedhofsallee, die
Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm Lübeck und Umgebung e.V., die
Rundfunkwerkstatt, der Werkhof, die Musik- und Kunstschule Lübeck, die
Sender NDR und RSH, das Sealife Center Timmendorfer Strand, der Eishockey-Club
Timmendorfer Strand e.V., die Medizinische Universität Lübeck, der
Verein Pro Bahn und der Bereich Hochbau der Hansestadt Lübeck.
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