Vor sechs Jahren feierte Lübeck das 100jährige Bestehen des
Naturhistorischen Museums. Heute heißt dasselbe Haus Museum für
Natur und Umwelt und feiert erneut: Diesmal das 200jährige Bestehen der
Naturkunde in der Hansestadt. Mit dem Walbaum-Fest am 28. und 29. August
erinnern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums an Johann Julius
Walbaum und stellen in einer Sonderausstellung eine Reihe zukunftsweisender
Pläne vor. Der Lübecker Arzt und Naturforscher hatte 1799 mit seinem
Nachlaß, einer umfangreichen Naturaliensammlung, den Grundstock für
die Naturkunde in Lübeck gelegt. Sie umfaßte ein Herbarium,
Muscheln, Schnecken, Korallen, Fische, Schildkrötenschalen, Insekten,
Mineralien sowie einige Säugetiere und Vögel. Walbaum, 1724 geboren,
zog 1749 nach Lübeck. Er wurde zu den bedeutendsten Medizinern der Stadt
gezählt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums haben sich für das
"Walbaum-Fest" ein besonderes Programm ausgedacht:
Am Sonnabend, 28. August, bieten Museumsleiter Dr. Wolfram Eckloff und seine
Stellvertreterin Dr. Susanne Füting ab 19.30 eine Führung zum Thema
"J.J. Walbaum - Zukunft und Perspektiven des Museums für Natur und Umwelt"
an. Ab 20 Uhr ist Musik und Tanz auf dem Domhof. Es musiziert das
Salonorchester der Lübecker Musikschule. Am Sonntag, 29. August, wird von
11 Uhr bis 16 Uhr zum "Tag der offenen Tür" ins Museum eingeladen. Alle
Facetten und Aktivitäten des Hauses - vom Wasserfloh bis zum Pottwal -
werden vorgestellt. Geplant sind auch Informationen von Lübecker
Naturschutzgruppen und Angebote zu den Themen 3-D-Fotografie, Bienen und
Bienenprodukte für Kinder und Erwachsene und eine große Tombola.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Um Spenden für die
Präsentation des neues Pottwales wird gebeten.
Anläßlich des Jubiläums startet am Sonnabend, 28. August, die
Sonderausstellung "200 Jahre Naturkunde in Lübeck". Sie ist bis zum 31.
Oktober zu sehen. +++
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