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Digitales Pressedienstarchiv

990149RK 5. März 1999

Museumsdirektor Dr. Gerhard Gerkens gestorben

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag, 5. März, ist der Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck, Dr. Gerhard Gerkens, nach längerer Krankheit im Alter von 61 Jahren gestorben.

Der am 17. Oktober 1937 in Hamburg geborene Kunsthistoriker wechselte 1986 von der Bremer Kunsthalle nach Lübeck. Ein Wechsel, den er nie bereut habe, wie Gerkens noch Anfang des Jahres in einem Interview mit der Lübecker Stadtzeitung sagte. Schließlich wüßte er die Bedeutung des in seiner Art einmaligen Museums in Deutschland zu schätzen.

Der Wissenschaftler studierte in Hamburg und Göttingen unter anderem Geschichte und Kunstgeschichte. 1967 promovierte er über "Das fürstliche Lustschloß Salzdahlum und seinen Bauherrn Herzog Ulrich zu Braunschweig und Lüneburg". Zunächst arbeitete er als Volontär an der Hamburger Kunsthalle, ehe er 1969 als Assistent nach Bremen wechselte. Ab 1974 war er für die Gemälde- und Plastikabteilung verantwortlich, bis er 1983 Oberkustos der Bremer Kunsthalle wurde.

Als Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte war Gerkens für das St. Annen-Museum, das Behnhaus/Drägerhaus, das Holstentor, die Katharinenkirche und die Völkerkundesammlung verantwortlich. Gerkens lag insbesondere der Ausbau der Museumssammlungen am Herzen. Trotz kleiner Anschaffungsetats gelang es ihm, bedeutende Werke zu erwerben und durch die Ausstellungen der Museen Impulse für das gesamte kulturelle Leben Lübecks zu geben. Die Häuser sind durch die Persönlichkeit von Dr. Gerkens wesentlich geprägt worden. +++


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