Der blutige Bürgerkrieg in Algerien ist Thema einer Fotoausstellung, die
vom 25. Februar bis 26. März in der Völkerkundesammlung der
Hansestadt Lübeck, Zeughaus am Dom, Parade 10, zu sehen ist. Die
Bilderschau des algerischen Fotografen Hocine, die vom Studio des
Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) in Freiburg erstellt wurde, wird in
Zu-sammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation "amnesty international" (ai)
präsentiert.
Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 25. Februar, 19 Uhr, durch
Lübecks Kultursenator Ulrich Meyenborg. Uwe Altrock von amnesty
international führt in die Thematik ein. Nach ihrer Premiere in Freiburg
fand die Schau in einer Reihe anderer Städte wie Berlin, Essen,
Nürnberg und Tübingen sowie in Frankreich große Beachtung.
In Algerien sind zehntausende Menschen Opfer eines blutigen Bürgerkriegs
geworden. Ein Ende der schweren Menschenrechtsverletzungen ist nicht abzusehen.
Die Aus-stellung zeigt 40 Bilder, auf denen die Schrecken des
Bürgerkrieges selten unmittelbar präsent und gleichzeitig doch
allgegenwärtig sind. Fotograf Hocine dokumentiert die Spuren der Gewalt
vor allem in den Gesichtern der Menschen und stellt das Grauen damit um so
eindringlicher dar. Um seine weitere Arbeit in Algerien zu ermöglichen,
wird Hocines vollständiger Name nicht genannt.
Für die Ausstellung wird der normale Eintrittspreis von fünf Mark
(ermäßigt drei Mark; Schüler bis 18 Jahre eine Mark) erhoben.
Mitglieder von ai und dem Freundeskreis Völkerkundesammlung e. V. haben
freien Eintritt. Die Völkerkundesammlung ist dienstags bis freitags
jeweils 10 bis 16 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 13 Uhr und 13.30 bis
16 Uhr geöffnet. Amnesty international bietet auf Anfrage Führungen
an. Anmeldungen in der Völkerkundesammlung nimmt Brigitte Templin unter
der Telefonnummer (0451) 122-43 40 entgegen. +++
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