Das Lübecker St. Annen-Museum präsentiert die Ausstellung "Von Rom
nach Rothen-burg - Deutsche Zeichner des 18. und 19. Jahrhunderts zwischen
Italiensehnsucht, Romantik und Biedermeier". Sie wird am Sonntag, 14. Februar,
um 11.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 14. März zu sehen. Mit der
Schau wird die außerordentlich erfolgreiche Präsentation von
"Zeichnungen der Goethezeit und der Romantik" aus einer Privatsamm-lung
fortgesetzt, die 1990/91 im Museum gezeigt wurde. Mit der
Frühjahrsausstellung 1999 werden weitere 100 Blätter dieser besonders
qualitätvollen Sammlung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das 18. und 19. Jahrhundert kultivierten eine hohe Zeichenkunst. Die
Handzeichnung spielte zu dieser Zeit eine ebenso große Rolle wie die
Malerei. Sie ging sogar mutigere Wege, da sie eher als privates Medium
aufgefaßt wurde, und damit weit über ihre Zeit hinaus wies. Der
Beginn des 19. Jahrhunderts war geprägt von jugendlicher
Aufbruch-stimmung. Die Künstler setzten sich über Konventionen hinweg
und verweigerten sich den Regeln der akademischen Ausbildung. Die ausgestellten
Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen zeigen die unterschiedlichen Wege, die die
Kunst in jener Zeit gegangen ist. Sie zeugen von der Italiensehnsucht der
Deutschen, der Entdeckung der lichterfüllten südlichen Landschaft,
aber auch von dem Rückzug in die heimische Idylle. Zudem zeigen die
Blätter das immerwährende Interesse an der Darstellung biblischer
oder mythologischer Szenen, an Portraits und Genreszenen.
Alle großen Künstler dieser Epoche, die gemeinhin als "Goethezeit"
umschrieben wird, sind mit Blättern vertreten: Von Bertel Thorwaldsen,
Karl Friedrich Schinkel und Joseph Anton Koch, von Johann Georg Dillis und
Johann Christian Reinhart bis hin zu Caspar David Friedrich, Philipp Otto
Runge, Adrian Ludwig Richter und Carl Spitzweg. Daneben zeigt die Ausstellung
Werke von Künstlern mit unbekannteren Namen. Ihre Arbeiten stehen jedoch
in ihrer Qualität den Großen der Epoche nicht nach.
Die hochkarätige Ausstellung wird den Laien durch die Schönheit der
Zeichnungen erfreuen, dem Fachkundigen bietet sie eine Übersicht über
die Zeichenkunst der Goethezeit in seltener Breite und Qualität.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit farbigen Abbildungen aller
ausgestellten Arbeiten zum Preis von 38 Mark. Sie kann bis zum 14. März
täglich, außer montags, von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden.
Informationen und Anmeldungen von Führungen bei Dr. Brigitte Heise unter
der Telefonnummer (0451) 122 - 41 44 oder 122 - 41 37. +++
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