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Digitales Pressedienstarchiv

990085LK 3. Februar 1999

Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Lübeck

Auf der ganzen Welt wird musiziert. In keinem Kulturkreis fehlt die Musik als Sprachrohr individueller und kollektiver Ausdrucksform menschlichen Seins. In der Bundesrepublik musiziert mittlerweile jeder Dritte im schulpflichtigen Alter. Mit Recht kann man daher behaupten, daß die Beschäftigung und/oder die Auseinandersetzung mit Musik einem elementaren Grundbedürfnis des Menschen entspringt.

"Wer singt oder ein Instrument spielt, erlernt eine zweite Sprache. Die Sprache der Musik ist unerschöpflich in ihrer Vielfalt, sie durchbricht Mauern der Vereinsamung, sie verbindet Menschen miteinander" - sagte Bundespräsident Roman Herzog in seinem Grußwort zum 35. Wettbewerb "Jugend musiziert" 1998. Und die Musik vermag noch mehr: In einer Zeit der Klangüberflutung führt sie Menschen jeden Alters zu einer neuen Sensibilisierung des Hörens und damit der inneren Wahrnehmungsfähigkeit.

"Wettbewerb ohne Verlierer" und "Ich kann ja nächstes Jahr wiederkommen" - so lautet das Motto des diesjährigen Wettbewerbes "Jugend musiziert". In sechs Regionalwettbewerben stell(t)en sich Jugendliche (1978 geboren und später) im Januar und Februar den fachkundigen Juroren. Die ersten Preisträgerinnen und Preisträger dieser Veranstaltungen werden sich am Sonnabend und Sonntag, 6. und 7. März, in der Musikhochschule Lübeck versammeln, um ihre Leistungen zu vergleichen. Die Besten von ihnen fahren im Mai zum Bundeswettbewerb nach Köln.

Ausgeschrieben ist der diesjährige Wettbewerb in der Solowertung für Klavier, Harfe und Gesang. Für die Gruppenwertung können sich Streicher- und Bläser-Ensembles mit zwei bis fünf Spielenden in gleichen beziehungsweise gemischten Besetzungen sowie Akkordeon Ensembles, ebenfalls mit zwei bis fünf Spielenden, bewerben. Neu im Wettbewerbsprogramm ist die Kategorie "Besondere Besetzungen - Zeitgenössische Musik".

Die Patenschaft über den Wettbewerb hat die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Frau Ute Erdsiek-Rave, übernommen. Sie wird den jungen Musikerinnen und Musikern am Sonntagabend, 7. März, um 18.30 Uhr die Urkunden überreichen.

Die Wertungsspiele, an beiden Tagen jeweils ab 10 Uhr bis gegen 16 Uhr, und die Preisverleihung im Großen Hörsaal der Musikhochschule sind öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben. +++


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