Auf der ganzen Welt wird musiziert. In keinem Kulturkreis fehlt die Musik als
Sprachrohr individueller und kollektiver Ausdrucksform menschlichen Seins. In
der Bundesrepublik musiziert mittlerweile jeder Dritte im schulpflichtigen
Alter. Mit Recht kann man daher behaupten, daß die Beschäftigung
und/oder die Auseinandersetzung mit Musik einem elementaren Grundbedürfnis
des Menschen entspringt.
"Wer singt oder ein Instrument spielt, erlernt eine zweite Sprache. Die Sprache
der Musik ist unerschöpflich in ihrer Vielfalt, sie durchbricht Mauern der
Vereinsamung, sie verbindet Menschen miteinander" - sagte Bundespräsident
Roman Herzog in seinem Grußwort zum 35. Wettbewerb "Jugend musiziert"
1998. Und die Musik vermag noch mehr: In einer Zeit der Klangüberflutung
führt sie Menschen jeden Alters zu einer neuen Sensibilisierung des
Hörens und damit der inneren Wahrnehmungsfähigkeit.
"Wettbewerb ohne Verlierer" und "Ich kann ja nächstes Jahr wiederkommen" -
so lautet das Motto des diesjährigen Wettbewerbes "Jugend musiziert". In
sechs Regionalwettbewerben stell(t)en sich Jugendliche (1978 geboren und
später) im Januar und Februar den fachkundigen Juroren. Die ersten
Preisträgerinnen und Preisträger dieser Veranstaltungen werden sich
am Sonnabend und Sonntag, 6. und 7. März, in der Musikhochschule
Lübeck versammeln, um ihre Leistungen zu vergleichen. Die Besten von ihnen
fahren im Mai zum Bundeswettbewerb nach Köln.
Ausgeschrieben ist der diesjährige Wettbewerb in der Solowertung für
Klavier, Harfe und Gesang. Für die Gruppenwertung können sich
Streicher- und Bläser-Ensembles mit zwei bis fünf Spielenden in
gleichen beziehungsweise gemischten Besetzungen sowie Akkordeon Ensembles,
ebenfalls mit zwei bis fünf Spielenden, bewerben. Neu im
Wettbewerbsprogramm ist die Kategorie "Besondere Besetzungen -
Zeitgenössische Musik".
Die Patenschaft über den Wettbewerb hat die Ministerin für Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur, Frau Ute Erdsiek-Rave, übernommen. Sie
wird den jungen Musikerinnen und Musikern am Sonntagabend, 7. März, um
18.30 Uhr die Urkunden überreichen.
Die Wertungsspiele, an beiden Tagen jeweils ab 10 Uhr bis gegen 16 Uhr, und die
Preisverleihung im Großen Hörsaal der Musikhochschule sind
öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu
herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben. +++
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