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Frauen diskutieren über Ausschuss oder Beirat für Gleichstellung in Lübeck

31.5.2018

Beteiligungsmöglichkeiten von Frauen an der Kommunalpolitik waren das Thema beim Forum Frauenbürgerschaft am 30. Mai 2018. „Der mit nur 29% nach wie vor niedrige Anteil von Frauen in der Bürgerschaft macht es aus unserer Sicht erforderlich, einen Ausschuss für Gleichstellung in Lübeck einzurichten“, so Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck. Ihre Flensburger Kollegin Verena Balve stellte den Aufbau und die Arbeit des bereits seit 1985 bestehenden Gleichstellungsausschusses in Flensburg vor. Silke Meints, Gleichstellungsbeauftragte aus dem benachbarten Kreis Ostholstein, berichtete von ihren Erfahrungen mit einem Gleichstellungs-Beirat. „Im Gleichstellungsausschuss gibt es eine gute inhaltliche Auseinandersetzung und er gibt Impulse für die Stadt“ so Balve. Als Beispiele nannte sie das Projekt für mehr Sicherheit von Frauen in der Stadt und ein Fonds für kostenfreie Verhütungsmittel, die durch den Ausschuss initiiert wurden.
„Wir präferieren derzeit einen Gleichstellungsausschuss,“ so Elke Sasse. „ Damit werden Gleichstellungsaspekte zu unterschiedlichsten Themen wie Stadtplanung oder Sicherheit in andere Fachausschüsse bzw. in die Bürgerschaft weitertransportiert. Es ist eine Diskussion ‚auf Augenhöhe‘, die notwendig ist, denn Gleichstellung ist grundgesetzlicher Auftrag.“

Die anwesenden Frauen waren sich einig, dass es bessere Beteiligungsmöglichkeiten für Frauen an der Kommunalpolitik geben muss. Wichtig sei in jedem Fall Rede- und Antragsrecht für die Mitglieder des Gremiums.

Damit bekämen frauen- und gleichstellungspolitische Zielsetzungen ein größeres Gewicht und somit die Themen, die Frauen wichtig sind in der Stadt. „Diese Themen finden sich in den ‚frauenpolitischen Forderungen für Lübeck‘, die eine gute Arbeitsgrundlage für den Ausschuss sein können“, ist sich Petra Schmittner, Mitarbeiterin im Frauenbüro, sicher.