Ankerstock wird geklont
3D-Drucker kommt erneut zum Einsatz
Wie letzte Woche berichtet, ist Anker I so gut wie vollständig restauriert. Allerdings nur der eiserne Teil, bestehend aus Schaft, Flunken, Armen und Ring. Der zweiteilige hölzerne Ankerstock muss hingegen noch mindestens zwei Jahre konserviert werden. Da der vollständige Anker bald in einem Museum gezeigt werden soll, wird der Ankerstock aktuell im Maßstab 1:1 mittels 3D-Druck „geklont“. Dafür wird auf die während der Dokumentation angefertigten 3D-Scans zurückgegriffen, die die Anfertigung eines detailgetreuen Abbildes ermöglichen.
Um die beiden fast zwei Meter langen Teile des Ankerstocks mit dem 3D-Drucker der Abteilung Archäologie erstellen zu können, wurde jeder Stock digital in sieben Teile zerlegt. Diese Abschnitte werden zurzeit einzeln ausgedruckt und dann mittels Dübeln und Kleber aneinandergefügt. Zusätzlich wird ein durchgehendes Stahlrohr eingebaut, um größere Stabilität zu gewährleisten.
Für den gesamten Ankerstock ist der Drucker fast zwei Wochen ununterbrochen im Einsatz hat wird am Ende knapp 15 kg Filament verbaut haben.