Di, 19.11.2019 8° C Text vorlesen (ReadSpeaker) Suche Schließen MenüSchließen

Klimaschutz

Gemeinsam auf Klimakurs in Lübeck

Klimaschutz hat in Lübeck eine lange Tradition. Bereits 1992 ist Lübeck dem „Klima-Bündnis europäischer Städte mit den Indigenen Völkern der Regenwälder“ beigetreten. Daraus ergibt sich die Verpflichtung, den Kohlendioxid-Ausstoß erheblich zu senken.  Die CO2 -Emissionen müssen  allerdings noch drastischer gesenkt werden, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und damit den aktuellen Herausforderungen (globale Ziel des Pariser Abkommens) zum Schutz des Klimas gerecht zu werden. 

Um dies zu erreichen, müssen alle ihren Beitrag leisten: Politik,  Wissenschaft, Wirtschaft, die Zivilgesellschaft sowie die Verwaltung. Bei städtischen Vorhaben und Planungen beispielsweise sind die Klimaschutzziele konsequent zu verfolgen.
Die Lübecker Bürgerschaft hat dies erkannt und im Mai 2019 den Klimanotstand  ausgerufen. 
Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen unter: klimaschutz@luebeck.de zur Verfügung

 

Aktuelles zum Klimaschutz

Ehrung der Lübecker Initiative „Wir für Mehrweg“

Lübeck erfolgreich rezertifiziert als Fairtrade-Stadt

Klimaschutz im Stadtwald

Klimafreundlicher Straßenbau

Stadtradeln 2019

 

 

FAQs zum Klimaschutz

 

Was beinhaltet die CO2-Bilanz?

Die CO2-Bilanz erfasst die Verbrauchsdaten für die Wärme, Strom und Kraftstoff und berechnet daraus die resultierenden CO2-Emissionen. Der größte Energieverbrauch entfällt in Lübeck auf den Wärmesektor, gefolgt von Kraftstoff und an dritter Stelle dem Stromverbrauch. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

Wo finde ich Fördermöglichkeiten?

Mit der Förderdatenbank des Bundes im Internet gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. 

 

 

Was ist der ökologische Fußabdruck

Wer selbst im Klimaschutz aktiv werden möchte, kann eine persönliche  CO2 -Bilanz mit dem  CO2-Rechner erstellen, um herauszufinden, wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

 

 

Was tut die Stadtverwaltung für den Klimaschutz?

Der Bürgermeister hatte im Juni 2019 zu einer Einwohnerversammlung eingeladen, um die Anliegen der Bürgergesellschaft aufzunehmen. Als Sofortmaßnahme wurde eine fachbereichsübergreifende Steuerungsgruppe eingerichtet

 

 

Wie kann ich mich in Lübeck engagieren?

In Lübeck gibt ein breites bürgerliches Engagement. Anregungen finden sich in der Broschüre

 

 

Wofür steht der Begriff „Klimanotstand“?

Mit der Unterzeichnung der internationalen Resolution zum Klimanotstand erkennen Parlamente und Kommunalverwaltungen weltweit die Gefahren der fortschreitenden Erderwärmung an. Der Begriff beinhaltet die Dringlichkeit zum Handeln, um den prognostizierten Folgen eines Temperaturanstiegs um mehr als 1,5 Grad möglichst schnell und effektiv entgegenzuwirken und damit die Erde als Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und die Menschen zu erhalten. Beschluss VO/2019/07738 

 

 

 

Anpassung an den Klimawandel

Die Veränderungen des Klimas sind bereits Realität, auch in Lübeck. Zentrale Herausforderungen werden der Anstieg des Meeresspiegels und die Zunahme von Extremereignissen wie Starkregen und Hitzewellen mit sich bringen. Lübeck sorgt vor:

 

Konzept zur Anpassung an den Klimawandel

Die Hansestadt Lübeck hat ein Anpassungskonzept an die Auswirkungen des Klimawandels erstellt.

Das im Sommer 2019 fertiggestellte Konzept verfolgt das Ziel, die Widerstandskraft von Nutzungen und Naturgütern unserer Stadt, die empfindlich auf Änderungen des Klimas reagieren, zu stärken. Die Klimaanpassung soll deshalb bei allen Planungen berücksichtigt werden.
Fünf Leitlinien beschreiben die inhaltliche Zielrichtung:

  • Starkregenereignisse puffern!
  • Hochwasserschutz gewährleisten!
  • Trockenheit und Erwärmung bekämpfen!
  • Grünräume für Mensch und Natur entwickeln!
  • Gemeinsam die Stadt anpassen!

Das Konzept umfasst neben einem Erläuterungstext drei Grundlagenkarten und eine Maßnahmenkarte (in zwei Blättern). Herzstück bilden 21 Maßnahmen aus sechs Themenfeldern (s. Erläuterungsbericht).

Klimaanpassungskonzept: Erläuterungstext

Grundlagenkarte: Wasserhaushalt und Boden

Grundlagenkarte: Lebensräume für Pflanzen und Tiere

Grundlagenkarte: Gesundheit und Erholung

Maßnahmenkarte Blatt 1

Maßnahmenkarte Blatt 2

Das Teilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (Förderkennzeichen 03KO5274).

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

 

Klimafunktionskarten

Das Lokalklima in einer Stadt wird geprägt durch die vielfältigen Nutzungen und unterscheidet sich deutlich vom unbebauten Umfeld. Es hat zudem direkte Auswirkungen auf die Luftqualität in den Stadtbezirken. Deshalb wurden die klimatischen und lufthygienischen Funktionen des Stadtgebietes von Lübeck bewertet und in einer Klimafunktionskarte dargestellt.

Die Klimafunktionskarte mit Planungshinweisen gibt Auskunft über die bioklimatische Situation der Siedlungsflächen und die Bedeutung der Grün- und Freiflächen für das Stadtgebiet. Weiterhin werden wichtige Kaltluftleitbahnen dargestellt. Diese ermöglichen, dass frische Luft aus dem Umland in den Siedlungsraum gelangt und dort entlastend und belüftend wirken kann. Aus der Karte lassen sich Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas ableiten und die Auswirkungen von Nutzungsänderungen bewerten. Ziel ist die Sicherung, Entwicklung und Wiederherstellung guter lufthygienischer und bioklimatischer Verhältnisse. Damit ist sie eine wichtige Abwägungs-Grundlage für die Stadtentwicklung.

Die Klimafunktionskarten mit Hinweisen für die Stadtentwicklung, sollen die Schutzgüter Klima und Luft in Planungsverfahren stärken. Ziel ist es, auch bei Hitzeperioden und Inversionswetterlagen eine möglichst gute Luftqualität aufrechtzuerhalten.

Die Klimafunktionskarte mit Planungshinweisen gibt Auskunft über die bioklimatische Situation der Siedlungsflächen und die Bedeutung der Grün- und Freiflächen für das Stadtgebiet. Weiterhin werden wichtige Kaltluftleitbahnen dargestellt. Diese ermöglichen, dass frische Luft aus dem Umland in den Siedlungsraum gelangt und dort entlastend und belüftend wirken kann. Aus der Karte lassen sich Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas ableiten und die Auswirkungen von Nutzungsänderungen bewerten. Ziel ist die Sicherung, Entwicklung und Wiederherstellung guter lufthygienischer und bioklimatischer Verhältnisse. Damit ist sie eine wichtige Abwägungs-Grundlage für die Stadtentwicklung.

Die Klimafunktionskarten mit Hinweisen für die Stadtentwicklung, sollen die Schutzgüter Klima und Luft in Planungsverfahren stärken. Ziel ist es, auch bei Hitzeperioden und Inversionswetterlagen eine möglichst gute Luftqualität aufrechtzuerhalten.

 

Zur Erstellung:

Im ersten Schritt wurden die Gebiete mit ähnlichen mikroklimatischen Bedingungen in zehn unterschiedliche Klimatope eingeteilt. Der zweite Schritt bestand in der Erstellung einer Klimafunktionskarte mit Hilfe einer Modellierung des Klimas, um siedlungsklimatische Zusammenhänge und das nächtliche Strömungsfeld beurteilen zu können. Dabei wurde eine sommerliche Hochdruckwetterlage angenommen, einmal für die Nacht (4 Uhr) und einmal für den Tag (14 Uhr). In einem dritten Schritt folgte die Ableitung von Planungshinweisen.

 

Zu  den Grün- und Freiflächen:

Grün- und Freiflächen sind klimaökologische Ausgleichsräume und können die Wärme- und Schadstoffbelastung in den Siedlungsflächen verringern. Es bildet sich ein Kaltluftvolumenstrom aus. Flächen mit sehr hoher Bedeutung liegen entweder in größeren Kaltluftleitbahnen oder haben einen direkten Bezug zu bioklimatisch ungünstigen Siedlungsräumen. Hohe Bedeutung haben Flächen mit hohem Luftaustausch in Richtung belasteter Siedlungsräume. Grün- und Parkflächen haben aufgrund ihrer Ausgleichsfunktion eine wichtige Bedeutung für den Aufenthalt am Tage, ebenso wie schattenspendende Waldflächen.

 

 

Zu den Siedlungsräumen:

Dicht bebaute, schlecht durchlüftete und stark versiegelte innerstädtische Siedlungsflächen werden als ungünstig eingestuft, günstige und sehr günstige Bereiche befinden sich angrenzend an Luftaustauschbahnen oder an den Rändern der Stadt. Wie weit lokal entstehende Strömungssysteme in die Bebauung hineinwirken und zur Durchlüftung beitragen, wurde ebenfalls bewertet. Für den Tag ist auch die verkehrsbedingte Luftbelastung der Siedlungsräume entlang von Hauptverkehrsachsen erfasst worden.

 

 

Zum Luftaustausch:

Durch die nächtlichen Temperaturunterschiede zwischen bebauten Bereichen und Grünflächen bilden sich Ausgleichsströmungen aus. Finden diese Luftaustauschprozesse zwischen Ausgleichsräumen im Umland und verdichteter Siedlungsstrukturen in deutlicher Ausprägung statt, spricht man von Kaltluftleitbahnen. Dieser Kaltlufttransport kann nur stattfinden, wenn zusammenhängende Grün- und Freiflächen zwischen Umland und Stadtkern erhalten sind. Aufgrund ihrer wichtigen lokalklimatischen Funktionen sowie der Rolle im Stadtökosystem insgesamt sollte die Überbauung von Grün- und Freiflächen vor allem in Luftleitbahnen oder angrenzend zu stark belasteten Siedlungsflächen vermieden werden.

 

 

 

Download-Angebot: 

 

Klimaanalyse-Phase 1, Klimatope:

Bericht  und Klimatopkarte

 

 

Klimaanalyse-Phase 2, Klimafunktionen:

Bericht  und Klimafunktionskarte

 

 

Klimaanalyse-Phase 3, Planungshinweise:

Bericht und Planungshinweiskarte

 

 

 

Nützliche Links:

http://www.norddeutscher-klimaatlas
http://www.klimascout.de/kommunen/index.php?title=Hauptseite
http://www.anpassung.net

Weiterhin hilfreich sind die speziellen Themenseiten vom Landesministerium sowie vom Umweltbundesamt.

 

 

 

Hochwasserschutz

Hochwasser kann durch Sturmfluten oder Starkregenfälle entstehen. Genau genommen ist Hochwasser die Folge von Fluss- oder Ostseewasser, welches über die Ufer dringt, während Starkregenfälle eine Überflutung zur Folge haben.

Der Hochwasserschutz beinhaltet Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, der Natur und Umwelt, sowie von Sachgütern vor Hochwasser sowie Überflutungen.

 

Küstenschutz und Schutz der Bevölkerung im Falle einer Sturmflut

Informationen rund um dieses Thema finden Sie im Internetangebot des Landes

Aktuelle Sturmflutwarnungen

 

 

Hochwasser in Lübeck

Bei bestimmten Wetterlagen (Ostwind) wird Wasser in die Lübecker Bucht und die Trave gedrückt und kann nicht mehr frei abfließen. Dann kann es vorkommen, dass die Ufer der Trave, auch in der Altstadt, überflutet werden.

Im Gegensatz zu Sturmfluten ist es sehr viel schwieriger vorherzusagen, wo und mit welcher Intensität Starkregenfälle auftreten werden. Hauseigentümer, Bauherren und Planer können Vorsorgemaßnahmen treffen, sodass bei einem Starkregen das abfließende Wasser nicht in die Gebäude dringt.

Hochwasser / Hochwasserschutz

Hochwasserschutz: Förderung von Maßnahmen

 

 

Vorsorgemaßnahmen

Die untere Wasserbehörde, die Entsorgungsbetriebe und die Feuerwehr engagieren sich in der Starkregenvorsorge. Hausbesitzer sind allerdings (mit)verantwortlich für den Überflutungsschutz ihrer Immobilie.

Eine für das Stadtgebiet entwickelte  Fließwege- und Senkenkarte gibt einen groben Überblick über Areale in Lübeck, die bei Starkregenereignissen besonders überflutungsgefährdet sind.

Im Projekt I-quadrat wird ermittelt, wie Schäden nach Starkregenereignissen durch vorsorgende Maßnahmen minimiert werden können.

Schutz vor Starkregen: Die Broschüre Regen/Sicher/Lübeck  gibt Tipps für Hauseigentümer und Bauwillige.

In Überschwemmungs- und Risikogebieten gelten besondere Sicherheitsanforderungen an die Heizöllagerung, um bei Hochwasser mögliche Schäden zu verhindern. Heizölanlage

 

 

 

 

Das könnte Sie auch interessieren