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Flächenmanagement

Lübeck ist eine wachsende Stadt und deshalb nimmt die Siedlungsfläche (ca. 6000 ha) und die Verkehrsfläche (ca. 2000 ha) zu. Der hohe Anteil an Wald-, Wasser- und Naturflächen ist von besonderer, ökologischer Bedeutung. Ausgewählte Schutzgebiete sichern hier den Erhalt der biologischen Vielfalt. Um eine städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen und trotzdem der Natur Raum zu geben, steht Lübeck zum Grundsatz der doppelten Innenentwicklung: Das bedeutet, Flächenreserven im Siedlungsbestand nicht nur baulich, sondern auch mit Blick auf städtisches Grün zu entwickeln. So kann der Außenbereich geschützt und gleichzeitig im Innenbereich ein gutes Stadtklima erhalten bleiben.

Die Veränderungen des Klimas sind bereits Realität, auch in Lübeck. Zentrale Herausforderungen werden der Anstieg des Meeresspiegels und die Zunahme von Extremereignissen wie Hitzewellen, Starkregenfälle und Hochwasser mit sich bringen. Neben Gefahren für die Menschen und ihre Infrastruktur wird auch der Lebensraum für Pflanzen und Tiere, also der Naturhaushalt bedroht. Eine vorausschauende Planung ist für Kommunen ein kostengünstiges Instrument, um drohende Schäden moderat zu halten.

 

Wo steht Lübeck - Maßnahmen zur nachhaltigen Flächennutzung

  • Bewirtschaftung des Lübecker Stadtwaldes nach naturnahem Waldnutzungskonzept (seit 1994)
  • Stadteigene landwirtschaftliche Flächen werden überwiegend nach Biolandbau-Regeln bewirtschaftet
  • Baumpflanzungen im Straßenraum sowie Einrichtung und Pflege von Wildblumenwiesen wurden vorangetrieben
  • Konzepterstellung zur Anpassung an den Klimawandel (2019)
  • Lübeck sorgt vor: Das Projekt I-Quadrat informiert über Starkregen
  • Klimaanalyse für das Stadtgebiet als Planungsgrundlage für den Gesundheitsschutz
  • Einführung einer Niederschlagswassergebühr durch die Entsorgungsbetriebe schafft finanzielle Anreize zur Begrünung und Entsiegelung privater Flächen
  • das Projekt "Essbare Stadt Lübeck" trägt mit über 40 Projekten und über 1000 gepflanzten Obstbäumen seit 2013 zur Entwicklung öffentliche Grünflächen bei.
  • Im Rahmen der Aktion „Plant for the Planet“ erfolgen Baumpflanzungen und die Anlage einer Streuobstwiese nahe des Deponiegeländes der Entsorgungsbetriebe

  

 

Was kann Lübeck - Planung und Weiterentwicklung von Maßnahmen

 

Die Kommune als Verbraucher und Vorbild

  • Eigene Flächen naturnah pflegen
  • Schulhöfe nach ökologischen Kriterien bewirtschaften
  • Landwirtschaftliche Flächen der Stadt ökologisch bewirtschaften
  • Begrünung von städt. Gebäuden (ökologische Planungsvorgaben)
  • Klimaanalyse für das Stadtgebiet als Planungsgrundlage für den Gesundheitsschutz

  

 

Die Kommune als Planer und Berater 

  • Reduzierung der Flächeninanspruchnahme; doppelte Innenentwicklung (hochwertige Freiräume)
  • Eingriffs- und Ausgleichmanagement nach Klimaschutzgesichtspunkten
  • klimagerechte und ökologische Planungsvorgaben für Bau- und Gewerbegebiete (Festsetzungen in Satzungen und Bauleitplanung)
  • Baumschutz
  • Grün-blaue Infrastruktur erhalten (Gewässermanagement und Freiraumplanung)
  • Wichtige Klimafunktionen im Flächennutzungsplan sichern
  • Niederungen von Bebauung freihalten - Flächenrecycling vor Neubau an Gewässerrändern
  • Grüne Gewerbegebiete (Planungsvorgaben und Beratung)
  • Schutz der Bestandsgebiete vor Folgen des Klimawandels (Hochwasser und Hitze)

  

 

Die Kommune als Versorger und Anbieter (Eigenbetriebe und Beteiligungen)

  • Naturnahe Waldnutzung in Lübeck weiterführen und verbreiten
  • Totholzerhalt auf städtischen Flächen sicherstellen
  • Moorrenaturierung
  • Ökologisch hochwertige Grünversorgung sicherstellen
  • Erholungsflächen zur klimatischen Entlastung sichern / entwickeln
  • Städtische Flächen für „essbare Stadt Projekte“ zur Verfügung stellen
  • Biodiversität fördern - Biotopverbund stärken (Lebensräume, Artenschutz, Kulturlandschaften)
  • Aktionsplan Insektenschutz

 

 

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