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Baumschutz

Bäume sind Nahrung, Lebensraum, Sauerstoff-, Schattenspender und viel mehr...

Lübeck besitzt einen reichen Baumbestand, darunter rund 200 alte Bäume, die als Naturdenkmale ausgewiesen und damit besonders geschützt sind. Darüber hinaus trifft die Lübecker Baumschutzverordnung Regelungen zum Baumschutz.

 

Baum sucht Zuhause - Baumpflanzaktion 2021

Die Hansestadt Lübeck bezuschusst Baumpflanzungen in Lübecker Privatgärten mit bis zu 150 Euro pro Baum. Förderfähig sind Neuanpflanzungen von hochstämmigen heimischen Laubbäumen und Obstbäumen auf privaten Grundstücken im Lübecker Stadtgebiet.

Die Baumpflanzaktion ist ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Biologischen Vielfalt. Gleichzeitig tun die Bäume uns Menschen gut. Sie spenden Schatten, binden Stäube und Gase in der Luft, und laden zum Verweilen auf Ruheinseln ein. Die Pflanzung eines heimischen Baumes hilft auch den Artenschwund zu verringern. Bäume sind Lebensraum für unterschiedlichste Tiere wie Vögel und Insekten sowie für Flechten und Pilze. Bei heimischen Bäumen ist die Lebensraumqualität besonders groß, da sich die heimischen Tiere und Pflanzen im Laufe von Jahrtausenden sowohl aneinander als auch an äußere Umstände (Boden, Wasser, Klima) angepasst haben. So leben an und auf der heimischen Stieleiche sehr viel mehr Tiere als an und auf einer fremdländischen Art.

Empfehlung zur Artenauswahl, zum Standort und zur Pflege (PDF)

Welche Baumart eignet sich für welchen Standort?
Dazu können Sie sich beim Einkauf in einer hiesigen Baumschule oder bei Flora Web, einer Informationsplattform des Bundesamtes für Naturschutz, informieren.

Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind Grundstückseigentümer:innen sowie Mieter:innen mit Zustimmung der Eigentümer:innen. Nicht förderfähig sind Pflanzungen, die aufgrund vertraglicher oder gesetzlicher Regelungen verpflichtend sind.

Förderrichtlinie (PDF)

Antragstellung
Antragsformular (PDF)

Der Antrag kann bis zum 15. November 2021 bei der Hansestadt Lübeck Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz als Brief oder E-Mail eingereicht werden.
Der Informationspflicht nach der DSGVO gem. Art. 12ff DSGVO wird nachgekommen.
Informationsblatt zum Datenschutz (PDF)

Kontakt zur Projektkoordination:
Jan Lobik, Tel. (0451)122 3980, jan.lobik@luebeck.de

Pflanzung
Sind alle Zuschussbedingungen erfüllt, kann nach kurzfristiger Zustimmung direkt gepflanzt werden. Als Hilfestellung wird Ihnen eine Pflanzanleitung bereitgestellt. Auch der Hanse Obst e.V. unterstützt Sie gerne mit einer kostenlosen Beratung ab 3 Obstbäumen. Der Verein ist im St.-Jürgen-Ring 40 in 23564 Lübeck zu finden oder unter: kontakt@hanse-obst.de zu erreichen.
Pflanzanleitung (PDF)

 

 

Objektschutz

Neben der Naturdenkmalverordnung und der Baumschutzsatzung gibt es noch andere Schutzvorschriften im Stadtgebiet der Hansestadt Lübeck. Zum Beispiel in Natur- und Landschaftsschutzgebieten oder geschützten Landschaftsbestandteilen. Auch in Bebauungsplänen gibt es Regelungen zum Erhalt und Schutz bestimmter Bäume.
Beachten Sie bitte, dass auch die unterirdischen Wurzelbereiche des Baumes geschützt sind; Bauarbeiten im Wurzelbereich sind daher in der Regel nicht erlaubt. Der Wurzelbereich ist normalerweise mindestens so groß wie der Kronenbereich.
Baumschutz auf Baustellen (PDF)

Auch wenn ein Baum nicht besonders geschützt ist, kann das Fällen eines Baumes eine Genehmigung nach dem Landesnaturschutzgesetz erfordern, wenn es sich hierbei um einen Eingriff in Natur und Landschaft handelt.
Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Baum als landschaftsbildprägend eingeschätzt werden kann. In seltenen Fällen gilt der Schutz dann beispielsweise auch für Bäume, die innerhalb der 6m-Gebäudezone oder im Hintergarten stehen, wo Bäume nach der Baumschutzsatzung nicht geschützt sind. Landschaftsbildprägend sind oft Ufergehölze, Alleen und alte, weithin sichtbare Bäume.

  

 

Biotopschutz

Bäume, Knicks, Hecken, anderes Gebüsch und sonstige Gehölze bieten vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum und Nahrungsquelle.
Darum dürfen sie in Schleswig-Holstein in der Zeit vom 01. März bis 30. September in der Regel nicht gefällt, gerodet, auf den Stock gesetzt oder auf sonstige Weise beseitigt werden. Dies gilt auch für Gehölze, die nicht durch die Baumschutzsatzung oder durch anderes Recht besonders geschützt sind. Ein Pflegeschnitt bei Hecken oder ein geringfügiger Rückschnitt von Gehölzen fällt nicht unter dieses Verbot. Allerdings dürfen brütende Vögel dadurch nicht gestört werden.

Sollten sich in den zur Fällung anstehenden Bäumen Höhlen befinden, die von Fledermäusen oder Höhlenbrütern bewohnt werden, ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz auch dieser Lebensraum der streng geschützten Tiere zu erhalten. Nehmen Sie in diesen Fällen bitte Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde auf.
Biotopschutz und Biotoppflege >>

 

 

Baumfällgenehmigung

Das Fällen oder Zurückschneiden eines geschützten Baumes bedarf einer Genehmigung. >> Baumfällgenehmigung

 

Was sind grundsätzlich keine Fällgründe?

  • Laubfall, Fall von Früchten, Verbreitung von Samen, Pollenflug
  • Verstopfung der Regenrinne und Fallrohr durch Laub etc.
  • geringfügige Verschattung
  • geringer Astabwurf
  • geringfügige Schäden an Bauwerken

Laubfall und Fruchtfall bzw. Samenwurf sind natürliche Vorkommnisse bei Bäumen, die nach vorherrschender Rechtsprechung im Allgemeinen (auch von Nachbarn) hingenommen werden müssen. Auch können Gehölze und bauliche Anlagen (Mauern, Abwasserrohre, Bodenbeläge, etc.) nebeneinander dauerhaft existieren, ohne dass der betroffene Baumbestand entfernt werden muss. Bei Problemen kann man sich hier mit technischen Möglichkeiten behelfen (z.B. wurzelfeste Abwasserrohre, Wurzelbrücken, Aussparungen am Mauerwerk, Niveauerhöhungen bei Bodenbelägen, etc.).

 

  

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