Veröffentlicht am 06.07.2026

Lauerhofer Feld: Erschließung abgeschlossen – Hochbau kann starten

Vermarktung verläuft planmäßig – Erste Baufelder verkauft, weitere Grundstücke in der Vermarktung

Die Entwicklung des neuen Wohnquartiers „Lauerhofer Feld“ in Lübeck-St. Gertrud verläuft weiterhin planmäßig. Die Erschließungsarbeiten sind inzwischen soweit abgeschlossen, dass die erste Ausbaustufe erreicht wurde und mit der Errichtung der Hochbauten begonnen werden kann, sobald die jeweiligen Baugenehmigungen vorliegen.

Die Hansestadt Lübeck zieht damit eine positive Zwischenbilanz für eines ihrer wichtigsten Wohnungsbauprojekte. Die technische und verkehrliche Erschließung des Gebietes ist weitgehend abgeschlossen und schafft die Voraussetzungen für den Beginn der Wohnbebauung.

„Mit dem Erreichen der ersten Ausbaustufe haben wir einen wichtigen Meilenstein für das Lauerhofer Feld erreicht. Das Quartier entwickelt sich planmäßig und die Nachfrage nach den Grundstücken bestätigt das große Interesse an diesem nachhaltigen Wohnstandort“, erklärt Senatorin Pia Steinrücke.

Projekt liegt im Zeitplan

Trotz der derzeit ruhenden Bautätigkeit liegt die Entwicklung des Lauerhofer Feldes weiterhin im vorgesehenen Zeitplan. Die Erschließungsmaßnahmen sind zunächst soweit abgeschlossen, dass nun die einzelnen Bauherren die nächsten Schritte vorbereiten können. Sobald die ersten Baugenehmigungen vorliegen, kann unmittelbar mit den Hochbauarbeiten begonnen werden.

Derartige zeitliche Übergänge zwischen Erschließung, Vermarktung, Genehmigungsverfahren und Baubeginn sind bei großen Quartiersentwicklungen mit unterschiedlichen Bauherren üblich. Da weder die Dauer von Verkaufsprozessen noch die Bearbeitungszeiten der einzelnen Bauanträge vollständig vorhersehbar sind, entstehen in dieser Phase regelmäßig zeitweise Ruhephasen auf den Baustellen.

Vermarktung der Baufelder schreitet voran

Auch die Vermarktung des Neubaugebietes entwickelt sich erfolgreich. Das große Baufeld 1, das rund die Hälfte des gesamten Baugebietes umfasst, wurde bereits veräußert. Dort entstehen in den kommenden Jahren Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau, ein Wohnheim für Mitarbeitende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sowie ein Parkhaus.

Darüber hinaus sind bereits fünf Doppelhausgrundstücke mit insgesamt zehn Doppelhaushälften verkauft. Für die noch verfügbaren Doppelhausgrundstücke läuft derzeit eine erneute Ausschreibung. Weitere Baufelder befinden sich aktuell in der Vermarktung oder stehen kurz vor dem Verkauf.

Großes Interesse trifft auf anspruchsvolle Rahmenbedingungen

Die Vermarktung der Doppelhaushälften hat seit ihrem Start ein großes mediales und öffentliches Interesse ausgelöst. Die hohe Zahl an Anfragen und Beratungsgesprächen zeigt, dass der Wunsch nach Wohneigentum und nach einem Zuhause in einem nachhaltigen, familienfreundlichen Quartier weiterhin groß ist.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Entscheidung für den Bau oder Kauf eines Eigenheims heute von vielen Faktoren beeinflusst wird. Insbesondere die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten stellen zahlreiche Interessierte vor Herausforderungen. Nicht selten führen detaillierte Finanzierungsprüfungen dazu, dass ursprünglich geplante Bauvorhaben verschoben oder nicht weiterverfolgt werden können.

Darüber hinaus haben sich die Anforderungen an die berufliche Mobilität in den vergangenen Jahren verändert. Viele Haushalte müssen bei langfristigen Investitionsentscheidungen mögliche berufliche Veränderungen oder Standortwechsel berücksichtigen. Die Bindung an einen festen Wohnort wird daher häufig besonders sorgfältig abgewogen.

Auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf das Entscheidungsverhalten aus. Unsicherheiten hinsichtlich der eigenen beruflichen Perspektiven oder der gesamtwirtschaftlichen Lage führen bei manchen Interessierten dazu, größere Investitionen zunächst zurückzustellen. Hinzu kommen individuelle Veränderungen der persönlichen Lebenssituation, die während eines oftmals mehrjährigen Planungs- und Entscheidungsprozesses auftreten können.

Nicht zuletzt beeinflussen die derzeitigen weltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Bereitschaft vieler Menschen, langfristige finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Vor diesem Hintergrund werden Entscheidungen über den Erwerb von Wohneigentum heute vielfach intensiver geprüft als noch vor einigen Jahren.

Die Hansestadt Lübeck bewertet diese Entwicklung als Ausdruck veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das Interesse am Wohnquartier Lauerhofer Feld bleibt weiterhin hoch. Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen jedoch, dass zwischen einer ersten Interessensbekundung und einer tatsächlichen Kaufentscheidung oftmals umfangreiche Prüfungen und persönliche Abwägungsprozesse liegen.

Wohnraum für bis zu 1.000 Menschen

Das rund zehn Hektar große Baugebiet „Lauerhofer Feld“ im Stadtteil St. Gertrud zählt zu den bedeutendsten Wohnungsbauprojekten der Hansestadt Lübeck. Insgesamt sollen dort rund 400 Wohneinheiten für etwa 800 bis 1.000 Menschen entstehen.

Geplant ist eine ausgewogene Mischung aus Geschosswohnungsbau, Reihen- und Doppelhäusern. Ergänzt wird das Quartier durch eine Kindertagesstätte, eine Quartiersgarage zur Reduzierung des ruhenden Verkehrs sowie eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung über ein innovatives Kalte-Nahwärmenetz. Damit leistet das Lauerhofer Feld einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Lübeck.

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