Veröffentlicht am 28.08.2026

Aktionsplan für die Lübecker Innenstadt

Innenstadtmanagement wird nach Ende der Bundesförderung des Projektes Übergangsweise als Gemeinschaftsaufgabe fortgeführt

Die Lübecker Innenstadt bekommt einen gemeinsamen Handlungsrahmen: Der „Aktionsplan für die Lübecker Innenstadt“ wird den städtischen Gremien vorgelegt – zur Kenntnisnahme im Bauausschuss, im Ausschuss für Kultur und Denkmalpflege sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Kurbetrieb Travemünde.

Der Aktionsplan ist das strategische Ergebnis des Prozesses ÜBERGANGSWEISE, mit dem die Hansestadt Lübeck seit 2022 rund fünf Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ umgesetzt hat – die bundesweit höchste Einzelsumme von 217 geförderten Kommunen. Er bündelt die Erfahrungen aus drei Jahren Übergangsnutzung, Freiraumbespielung und Dialog in zehn Handlungsansätzen mit 16 konkreten Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Vermittlung von Leerständen, die Stärkung von Kultur- und Kreativwirtschaft, innovative Handelskonzepte, die Fortführung der ÜBERGANGSORTE sowie Modelle wie „Partnerschaften zur Attraktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen“.

Mit dem Auslaufen der Förderung Ende November 2025 entfällt die finanzielle Grundlage, um die Maßnahmen vollumfänglich fortführen zu können; ein Anschlussprogramm liegt derzeit nicht vor. Der Aktionsplan setzt deshalb auf die Akquise von Drittmitteln und privatwirtschaftliches Engagement. Gesteuert wird die Umsetzung vom „Team Innenstadt“ – mit Mitarbeiter:innen aus dem Fachbereich Planen und Bauen (Abteilung Altstadt / Welterbe / Stadtteilplanung und Bereich Gebäudemanagement), dem Kulturbüro, der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH und der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) in enger Kooperation mit dem Lübeck Management e.V..

Dass der Aktionsplan kein Papier für die Schublade ist, zeigt sich bereits seit dem Projektende: Wesentliche Maßnahmen wurden initiiert oder fortgeführt. Der Umbau des ÜBERGANGSHAUSES in der Königstraße zum BILDUNGSHAUS läuft mit dem Ziel der Eröffnung im Sommer 2028. Der Digital Learning Campus (DLC) setzt sein Angebot seit Mai 2026 im Haerder Center fort. Auf dem Koberg wurde der LÜBECKER SOMMERGARTEN umgesetzt, der in diesem Jahr zum Großteil über Drittmittel finanziert werden konnte. Für das kommende Jahr ist mit DENKMAL Lübeck anlässlich 40 Jahre Welterbe eine stadtweite Kampagne geplant.

Hinzu kommen weitere Verstetigungen: Vier Leerstände wurden für feste Nutzungen aktiviert, das Hafenglühen auf dem Drehbrückenplatz ist etablierter Bestandteil der Weihnachtsstadt des Nordens und aus der „DENKBAR am Abend“ ist das offene Netzwerkformat „Innenstadtgeflüster“ geworden.

„ÜBERGANGSWEISE hat gezeigt, dass Veränderung möglich und nötig ist – und dass wir sie gemeinsam gestalten können. Der Aktionsplan hält diese Dynamik fest. Jetzt kommt es darauf an, dass Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft die Verantwortung für unsere Innenstadt weiter teilen“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau.

Der Aktionsplan ist ein prozess- und handlungsorientierter Leitfaden – ergänzend zum Rahmenplan Innenstadt und zum Tourismusentwicklungskonzept TEK 2030.

Weitere Informationen finden Sie unter www.luebeck.de/uebergangsweise, eine Beteiligung ist über innenstadt@luebeck-tourismus.de möglich.+++