Projekt 11
Beteiligte Institutionen
Stadt Sundsvall (Schweden), Projektleitung: Hjördis Höglund, Koordinatorin des Frauennetzwerkes in der Union of the Baltic Cities (UBSC)
Stadt Lahti (Finnland)
Hansestadt Lübeck: Frauenbüro der Hansestadt Lübeck, Bereich Stadtentwicklung der Hansestadt Lübeck, Frau und Beruf, Dräger-Forum
Ziele und Inhalte
Das Projekt verfolgt die Ziele, Methoden zur Einbeziehung der Erfahrungen von Frauen in den laufenden Agenda 21-Prozess zu entwickeln und das Wissen über die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Agenda-Gremien zu erweitern. Das Projekt versteht sich als "Gender-Mainstreaming-Projekt" entsprechend der von der EU entwickelten Strategie, die Gleichstellung von Frauen und Männern als Querschnittsaufgabe aller fachlichen und politischen Handlungsbereiche zu definieren.Das Projekt wurde durchgeführt von September 1999 bis September 2000.
Ergebnisse
In jeder der drei Städte, Sundsvall (Schweden), Lahti (Finnland), Lübeck (Deutschland) arbeitet ein lokales Team von vier Frauen, die bereits im Rahmen der Lokalen Agenda 21 aktiv sind und die aus unterschiedlichen Fachzusammenhängen kommen (Stadtplanung und -entwicklung, Wirtschaft, kommunale Gleichstellung, Beratung, Politik, Umwelt- und Gesundheitsbereich).
Die Projekt-Gruppe Lübeck wird vom
Frauenbüro der Hansestadt Lübeck geleitet.
Die Untersuchung richtet sich allgemein auf geschlechtsspezifische Beteiligungsstrukturen in den jeweiligen Arbeits- und Handlungsfeldern wie auch im Agenda 21-Prozess selbst. Ferner geht es um die Präsenz von Frauen sowie ihr Zugang zu Ressourcen.
Diese Recherchen werden auf der Grundlage der sog. "3 R-Methode" betrieben, einer von SALA (Swedish Association of Local Authorities) entwickelten Methode, mit dem Ziel, im
Zusammenspiel der 3 Messgrößen (Representation, Ressources, Realia) zu erfahren, wie sich die Strukturen, die Machtverteilung sowie die Normensetzungen ändern müssen, um Aktivitäten zu schaffen, die Frauen und Männer mit tatsächlich gleichen Chancen ausstatten.
Jede der drei Städte führte bereits eine zweitägige Tagung durch. Wesentlich war der Austausch über den Stand der inhaltlichen Recherche, die Erfahrungen mit der Methode und
über die öffentlichen Veranstaltungsangebote zur Agenda 21.
Die Arbeit des Projektes wird dokumentiert in lokalen Berichten und einem gemeinsamen Abschlußbericht.
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