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Veranstaltungen in kulturellen Einrichtungen Lübecks

041004L 2004-12-29

Für Kulturinteressierte bietet die Hansestadt Lübeck wieder Führungen und ein Konzert in kulturellen Einrichtungen an. Das Lübecker Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, bietet an jedem ersten Sonnabend eines Monats szenische Führungen an. Jan Bovensiepen läßt die Teilnehmer in die Welt der Buddenbrooks eintreten, erweckt die Romanfiguren zum Leben. Die Gäste erleben Weltliteratur am authentischen Ort. Die Führung am Sonnabend, 1. Januar 2005, beginnt um 14 Uhr und kostet acht Euro.

Führungen durch die beiden Dauerausstellungen bietet das Lübecker Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, am Mittwoch und Sonnabend, 5. und 8. Januar 2005, an. „Die Manns - eine Schriftstellerfamilie“ spiegelt die Geschichte der Familie Mann wider. Ausgehend von den ungleichen Schriftstellerbrüdern Heinrich und Thomas Mann, ihren Vorfahren, Geschwistern und Lebenspartnern spannt die Ausstellung in sechs Stationen einen Bogen über ihre Zeitgenossen bis hin zu ihren Nachfahren. „Die 'Buddenbrooks' - ein Jahrhundertroman“ präsentiert die Entstehung, Handlung und Wirkung von Thomas Manns nobelpreisgekrönten Roman. Dabei wurde eine Literaturausstellung neuen Typs entwickelt. Die Führungen beginnen jeweils um 14 Uhr. Die Teilnahme kostet inklusive Eintritt acht Euro.

Unter dem Titel „Schlaglichter; Die Manns in 30 Minuten“ bietet das Buddenbrookhaus am Freitag, 7. Januar 2005, 16 Uhr, eine Kurzführung an. Besucher erhalten die wichtigsten Informationen über die Familie Mann und den Roman Buddenbrook.

Im Rahmen der zur Zeit im Günter Grass-Haus stattfindenden Sonderausstellung „Horst Haack – Chonographie Terrestre“ lädt das Lübecker Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, am Freitag, 7. Januar 2005, um 19 Uhr zu einer Lesung ein. Unter dem Titel „Umso besser: Chronographie Terrestre als Hörstück“ tragen Jan Bovensiepen, Britta Dittmann und Horst Haack Texte aus diesem Work in Progress vor. Im Anschluß findet ein Gespräch zwischen dem Künstler und Kai Artinger über Tage- und Künstlerbücher mit Möglichkeit zur Diskussion statt. Der Eintrittspreis beträgt vier, ermäßigt 2,20 Euro. Kartenreservierungen werden unter der Rufnummer (0451) 122-42 30 entgegengenommen.

Zum Remter-Konzert lädt das St. Annen-Museum, St.-Annen-Straße15, am Sonntag, 8. Januar 2005, um 18 Uhr ein. Das Arion Ensemble aus Lübeck spielt Werke von Purcell, Bach, Mozart, Berio, Leclair, Bridge, Händel und Pachelbel. Der Eintritt ist frei.

Unter dem Titel „Haute Couture vor dem Altar? LiturgieGewänder - Kirche und Design“ zeigt das St. Annen-Museum im Rahmen einer Sonderausstellung moderne liturgische Gewänder im Dialog mit den mittelalterlichen Vorbildern auf den Altären und den historischen Gewändern. Diese zeigen, daß die heutige katholische Kirche mit der Mode gehen will: Haute Couture im Kirchenraum. Dr. Hildegard Vogeler führt Sonntag, am 9. Januar, 11.30 Uhr, durch die Ausstellung. Der Eintritt beträgt vier, ermäßigt drei Euro.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 8. Januar 2005, um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet. Erbaut wurde das „Maria-Magdalenen-Kloster“, so der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland. Die Teilnahme kostet vier Euro plus drei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V.

Eine Führung durch die Dauerausstellung „Pfeffer & Tuch für Mark & Dukaten - der Münzschatz des Hansekaufmanns“, im Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2 - 6, findet am Sonntag, 9. Januar 2005, um 11.30 Uhr statt. 1984 förderte die Schaufel eines Baggers bei Abbrucharbeiten in der Lübecker Innenstadt einen seit rund 450 Jahren verborgenen Münzschatz zutage. Die Münzen erzählen viel über den Handel der damaligen Zeit, woher welche Waren kamen und wohin sie verkauft wurden. Im „Kaufkeller“ sieht man Fässer, Ballen und Säcke mit Heringen, Tuchen, Fellen, Gewürzen und anderen Dingen, aber auch, wie die Menschen damals gekleidet waren. Die Teilnahme kostet vier Euro plus drei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V.

Eine Führung durch die Sonderausstellung „Warten – Erinnerungen an Bus-Wartehäuschen in der DDR in Bildern und Texten“ bietet das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1 - 3, am Sonntag, 9. Januar 2005, um 11.30 Uhr an. Jürgen Haese, Journalist und Filmemacher, führt durch die von ihm konzepierte Schau. Haese fotografierte Bus-Wartehäuschen in der ehemaligen DDR. Viele dieser an einsamen Landstraßen gelegenen Häuschen sind von Anwohnern häufig kurios gestaltet worden. Sie stellten für so einige ein Stück Heimat dar, das sich nach der Wende veränderte und schließlich verschwand. Geblieben sind fast oft kultische Orte mit bewegenden Erinnerungen. Der Eintritt kostet 1,50, ermäßigt 0,50 Euro.

Durch die Sonderausstellung „Ötzi, der Mann aus dem Eis“ im Museum für Natur und Umwelt, Mühlendamm 1 - 3, Eingang Musterbahn, findet am Sonntag, 9. Januar 2005, um 11 Uhr eine Führung statt: Der 5300 Jahre alte Mann aus der Jungsteinzeit ist inzwischen die bekannteste Gletscherleiche der Welt. Schwerpunkte der Ausstellung bilden eine Kopie der berühmten Gletscherleiche und die Nachbildung des „lebenden Ötzis“ in seiner heimatlichen Umgebung. Einmalig ist, daß anhand der Dinge, die Ötzi bei sich trug, das gesamte Lebensumfeld des Gletschermannes aus der Jungsteinzeit dargestellt werden kann. Die Teilnahme kostet jeweils fünf Euro für Erwachsene, Kinder zwei Euro.+++


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