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Geschichte der Fregatte LÜBECK

Die moderne Flugkörperfregatte LÜBECK wurde am 19. März 1990 als letzte von insgesamt acht Fregatten der BREMEN-Klasse in Dienst gestellt. Sie ist wie die Schwesterschiffe KÖLN, KARLSRUHE und AUGSBURG im 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven beheimatet.

Der Schiffskörper der Fregatte LÜBECK wurde bei den Thyssen-Nordseewerken in Emden gebaut. Die Endausrüstung fand beim Generalunternehmen für die Fregatten der Klasse 122, der Bremer Vulkan AG, in Bremen-Vegesack statt.

Fregatte Lübeck

Wichtige Daten

Kiellegung 05.06.1987
Taufe 15.10.1987
Stapellauf 19.10.1987
Endausrüstung 01.08.1988 - 14.03.1990
Indienststellung 19.03.1990

Name mit Traditition

Die bereits seit mehr als 25 Jahren im Dienst der Deutschen Marine befindliche Fregatte LÜBECK trägt einen Namen mit Tradition

Radkorvette LÜBECK 1848-1852
Im Jahre 1848 übergab die Hamburger Admiralität einen als Korvette bezeichneten hölzernen Raddampfer an die erste deutsche Bundesflotte.

Kleiner Kreuzer LÜBECK 1904- 1919
Die zweite Vorgängerin der Fregatte LÜBECK lief am 26. März 1904 vom Stapel und wurde ein Jahr später für die Kaiserliche Marine in Dienst gestellt. Der kleine Kreuzer LÜBECK war das erste größere Schiff mit Turbinenantrieb.

Fregatte LÜBECK (Klasse 120) 1960- 19888
Erst vierzig Jahre später wurde wieder ein Schiff mit dem Namen LÜBECK in Dienst gestellt. Als fünfte Fregatte der KÖLN-Klasse stieß das Schiff im Juli 1963 zum 2. Geleitgeschwader.

Die Patenschaft

Bedeutung in der Hanse

Fregatte Lübeck

Die Hansestadt Lübeck empfängt ihre Gäste mit sieben Türmen und dem Holstentor, den Zeugen ihrer bewegten Vergangenheit. Seit ihrer Gründung im Jahre 1143 entwickelte sich in Lübeck ein lebhafter Fernhandel mit dem Ostseeraum. Mitte des 14. Jahrhunderts übernahm Lübeck die Führung der Deutschen Hanse, einem Städtebund zum Schutz des Handels und zur Regelung aller wirtschaftlichen Fragen.

Die alten Traditionen wurden in den vergangen Jahren durch die „Hansetage der Neuzeit“ wiederbelebt, die in wechselnden Städten stattfinden und an denen inzwischen etwa einhundert gegenwärtige oder ehemalige Hansestädte teilnehmen.

Im Laufe ihrer beeindruckenden Geschichte erlebte die Hansestadt mehrere Blütezeiten. In diesen entstanden viele bedeutende Baudenkmäler, öffentliche und kirchliche Bauten, Kaufmannshäuser, Stiftungen und weiteres, von denen auch jetzt noch eine große Anzahl erhalten oder wiederhergestellt ist. Die Entwicklung Lübecks wurde in der Hauptsache durch Handel und Schifffahrt geprägt.

Aber auch verschiedene industrielle und andere Erzeugnisse haben große Bedeutung erlangt, wie zum Beispiel die bekannten Köstlichkeiten: Lübecker Marzipan und Rotspon.

Heutige Bedeutung

Heute zeichnet sich die moderne Industrie-, Handels- und Hafenstadt mit rund 215.000 Einwohnern durch ein ausgeprägtes kulturelles und geistiges Eigenleben aus.

Der Lübecker Hafen ist die Drehscheibe im Reiseverkehr nach Skandinavien. Der größte Fährhafen Europas bietet regelmäßige Verbindungen nach Schweden, Finnland, Estland, Litauen und Russland.

Taufe und Patenschaft

Diese Verbundenheit zur See ist auch die Basis für das Patenschaftsverhältnis zwischen der Hansestadt und der Fregatte LÜBECK, auf der mit den Jahren freundschaftliche Kontakte gewachsen sind. Von Anfang an hat die Hansestadt die Entwicklung ihres Patenschiffes begleitet und aufmerksam verfolgt. Im Oktober 1987 hat Frau Romi Knüppel, die Ehefrau des damaligen Bürgermeisters, die Taufe durchgeführt und damit dem Schiff offiziell den Namen LÜBECK gegeben.

Wegen des stürmischen Wetters musste damals der Stapellauf kurzfristig verschoben werden. Und auch bis zur endgültigen Indienststellung musste sich die Patenstadt noch gedulden, bis sie „ihre“ Fregatte im März 1990 im aktiven Dienst begrüßen durfte.

Die Hansestadt Lübeck hat in dem Patenschaftsverhältnis für sich stets die Aufgabe gesehen, der diensthabenden Besatzung ein Heimathafen zu sein und die zahlreichen freundschaftlichen Kontakte zwischen Mannschaft und Hansestadt zu knüpfen, aufrechtzuerhalten und zu vertiefen. Den Aufenthalten der LÜBECK in ihrer Patenstadt fiebern die unzähligen Freunde der Fregatte und ihrer Besatzung jedes Mal wieder freudig entgegen.

Ihre Patenschiffe waren für die Hansestadt Lübeck stets auch Botschafterinnen. Während ihrer zahlreichen Auslandsaufenthalte ist die Fregatte LÜBECK in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen getreten und hat neben ihren eigentlichen Missionen auch diese Aufgabe hervorragend erfüllt.

Freundeskreis Fregatte LÜBECK

Im Januar 2009 wurde an Bord der LÜBECK der Verein „Freundeskreis Fregatte LÜBECK“ gegründet. Die Idee hierfür hatte der derzeitige Kommandant, den seit der Übernahme des Kommandos die Verbundenheit von Patenstadt und Freunden mit dem Schiff besonders beeindruckt. Mit der Gründung dieses Vereins erhalten die bestehenden sehr freundschaftlichen Beziehungen zur Besatzung der Fregatte LÜBECK eine Grundlage und Basis für die Pflege und den Ausbau weiterer Kontakte.

Ziel des Freundeskreises ist es, in der Zukunft die Besatzungsangehörigen der Fregatte LÜBECK noch besser zu betreuen; er erfüllt seinen Zweck durch Maßnahmen und Angebote während der Aufenthalte des Schiffes im In- und Ausland oder insbesondere auch im Rahmen von Besuchen der Besatzung in der Hansestadt Lübeck. Hierzu fördert er Einladungen in Familien, zu Vereinen und anderen Institutionen, den Besuch kultureller und sportlicher Veranstaltungen sowie sportlicher Begegnungen. Das Gleiche gilt für Gegenbesuche in Wilhelmshaven, dem Heimathafen der LÜBECK.

Ebenso sollen Maßnahmen der Völkerverständigung gefördert werden und der Schiffsname langfristig erhalten werden. Ziel ist ferner die Förderung der besonderen Verbundenheit der Besatzung Fregatte LÜBECK mit den Bürgern ihrer Patenstadt, der Hansestadt Lübeck auf allen kulturellen Gebieten. Die Förderung kann auch durch gesellige Zusammenkünfte erfolgen, die der Verein veranstaltet. Es besteht ab sofort die Möglichkeit des Vereinsbeitritts.
Nähere Informationen erhalten Sie unter freunde@fregatte-luebeck.de oder im Internet auf http://www.fregatte-luebeck-freunde.de/.

Urhebernachweis:
Text- und Bildmaterial wurde von der Deutschen Marine zur Verfügung gestellt.