Durch die Kombination von erfundenen Begebenheiten und realen Personen läßt Trevisan Fiktion und Wirklichkeit ineinanderfließen: Im Sommer 1890 begegnen sich in Venedig Julia da Silva Bruhns, die Mutter von Heinrich und Thomas Mann, Julias ehemalige schwarzafrikanische Amme Ana und der brasilianische Komponist Alberto Nepomuceno. Alle drei verbindet die Erfahrung des Exils, und sie sprechen über kulturelle Zugehörigkeit, "Nationalismus" und "Heimat". Sowohl das Thema "Exil" als auch der immer wieder durchscheinende "Mythos des Südens" sind eng verknüpft mit der Geschichte der Familie Mann.
Am Schluß des Romans gelingt Trevisan durch einen Sprung in das Jahr 1991 eine Verbindung vom Fin de siècle mit der Krise des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Trevisan, 1944 in São Paulo geboren, studierte Philosophie und arbeitet jetzt als Journalist, Dramatiker und Essayist sowie als Drehbuch- und Romanautor. "Ana in Venedig" wurde von der Kritikervereinigung von São Paulo als "Bester Roman des Jahres 1994" ausgezeichnet. Er ist vor kurzem im Eichborn Verlag erschienen.
Der Eintritt kostet acht Mark, ermäßigt fünf Mark. Karten können unter 0451-12 2 41 92 vorbestellt werden. +++
Zurück zu den Pressemitteilungen