Die Preisträger sind:
· Architekturbüro Jürgen Böge und Ingeborg Lindner-Böge, Hamburg
· Professor Bernhard Winking und Arbos Landschaftsarchitekten, Hamburg
· Architekturbüro Höhne & Rapp, Berlin
· Architektenbüro Bernd Multhaup, Bernd Niebuhr, Berlin
· Architekt Lorenz Langer, Braunschweig
Aus der Zahl der insgesamt 83 eingereichten Entwürfe ragten in den Augen der Jury auch die Arbeiten von Horst Reincke (Hamburg), Erk Meinertz/J. Philipp Heydel (Berlin), Rainer Steffens/Sigrid Meyer (Lübeck) und J. Modersohn/A. Freiesleben (Berlin) heraus. Diese vier Entwürfe wurden mit jeweils 10 000 Mark prämiert ("angekauft").
Wie Bausenator Dr. Volker Zahn bei der Preisvergabe erläuterte, hat der im Oktober 1995 ausgelobte Ideenwettbewerb um die Neugestaltung des Lübecker Marktes eine noch nie dagewesene Resonanz ausgelöst. Denn auf die europaweite Ausschreibung hin seien 194 mal die 200 Mark teuren Wettbewerbsunterlagen angefordert worden. 83 Arbeiten gingen schließlich in Lübeck ein, darunter auch Planungen aus Triest und aus Venedig. Aus Lübeck selbst waren 19 Büros vertreten. Von ihnen schaffte allerdings keines den Sprung unter die letzten fünf, die allein maßgeblich sind für die künftigen Planungsschritte.
Daß es keine abgestuften Preise und somit auch keinen ersten Preisträger gegeben hat, begründete das Preisgericht mit der Notwendigkeit, die Bevölkerung umfassend in die Planungen des städtebaulich wichtigsten Vorhabens der Hansestadt mit einzubeziehen und noch breiten Raum für die Mitwirkung aller gesellschaftsrelevanten Gruppen zu ermöglichen. Für Ende April ist eine Bürgerversammlung geplant, auf der die fünf ausgesuchten Arbeiten von ihren Schöpfern öffentlich erläutert und diskutiert werden. Daran anschließend soll es zu einer Überarbeitung kommen, bevor der Bebauungsplan aufgestellt wird. Erst danach wird es zu einer konkreten Planung in allen Details kommen, die am Ende umgesetzt wird.
Das Areal um den Lübecker Markt gilt als das städtebauliche Filetstück der Hansestadt. Es hat durch die Veränderungen nach 1870 und die Bombenschäden des zweiten Weltkrieges und vor allem auch durch den anschließenden Wiederaufbau viel von seinen urspünglichen Qualitäten und Funktionen verloren. Die Hansestadt will durch die Neugestaltung, die notwendig wird im Gefolge vom möglichen Abriß der ehemaligen Hauptpost und des statisch instabilen Stadthauses, eine umgreifende Verbesserung der baulichen Gestaltung aber auch eine stärkere öffentliche Nutzung des Marktes durch Neubau von Wohnungen, Büros und Geschäften erzielen.
Dem Preisgericht gehörten an:
Fachpreisrichter
Prof. Jochem Jourdan, Frankfurt
Dipl.-Ing. Ulla Luther, Berlin
Prof. Volkwin Marg, Hamburg
Prof. Karl-Joseph Schattner, Eichstätt
Dipl.-Ing. Teja Trüper, Lübeck
Dr.-Ing. Volker Zahn, Baudezernent Lübeck
Dipl.-Ing. Eberhard Zell, Lübeck
Stellvertretende Fachpreisrichter
Prof. Dr.-Ing. Dittmar Machule, Hamburg, ständig anwesend
Dipl.-Ing. Klaus Brendle, Lübeck
Dipl.-Ing. Peter Bruckner, Lübeck
Dipl.-Ing. Hans-Achim Körber, Lübeck
Sachpreisrichter
Michael Bouteiller, Bürgermeister Lübeck
Dr. Joh. Habich, Kiel
Prof. Carsten Jonas, Erfurt
Dipl.-Soz.Wirt. Uwe Mantik
Stellvertretende Sachpreisrichter
Dipl.-Kfm. Martin Brunkhorst, Hamburg
Dipl.-Ing. Uwe Hansen, Lübeck
Ulrich Meyenborg, Dezernent für Kultur und Bildung, Lübeck
Dr. Horst Siewert, Lübeck
Sachverständige
Dr. Klaus Alberts, Kiel
Dipl.-Ing. F. Deistler, Lübeck
Prof. Jonas Geist, Berlin
Dr. Reinhard Mutz, Lübeck. +++
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