Die Schau stellt die Ergebnisse seiner Reise durch die Hansestädte Hamburg, Lübeck und Stade sowie durch Lüneburg und Verden vor - eine Präsentation, die Dettmars ungewöhnliche Sicht der Stadtarchitektur dokumentiert. Zu sehen sind etwa 50 groß- und kleinformatige Bilder. Es sind nicht die mit pulsierendem Leben erfüllten Straßen und Plätze, die den Maler faszinieren. Er spürt vielmehr mit und durch die Malerei dem historisch Gewachsenen nach, dem Urprünglichen, das die Stadt noch heute trotz aller Hektik und Aktivität prägt. Seine Malerei wird zur Spurensuche. Sie ist niemals Wiedergabe pittoresker oder touristischer Motive.
Der in Berlin lebende Künstler strebt in seinen Werken keine topographische Exaktheit an, sondern stellt vielmehr eine poetische Umsetzung des vor Ort Gesehenen dar. Vorgefundene Formen reduziert er auf ihre Grundstrukturen. Perspektivische Gesetzmäßigkeiten und gewohnte Sehweisen setzt er außer Kraft. Der gestaltete Raum ist menschenleer und zeugt doch von der Anwesenheit des Menschen. Warmtonige dick aufgetragene Farben mit strukturierter Oberfläche, in die teilweise zeichnerische Elemente eingeritzt sind, erinnern an die natürliche Verbundenheit von Architektur, Mensch und Natur. In der vereinfachten Form stellt er dar, was heutzutage durch Geschäftigkeit verdeckt ist.
Museumsdirektor Dr. Gerhard Gerkens eröffnet die Ausstellung in Anwesenheit des Künstlers am Sonntag, 19. Januar, um 11.30 Uhr. Sie ist dann bis zum 16. Februar täglich, außer montags, von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Danach wird die Schau im Kulturhistorischen Museum Rostock zu sehen sein. +++
Zurück zu den Pressemitteilungen