960043R 23. Januar 1996

Günter Grass erhält Thomas-Mann-Preis

Den diesjährigen Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck erhält Günter Grass. Der mit 15 000 Mark dotierte Preis wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, "die sich durch ihr literarisches Wirken ausgezeichnet haben im Geiste der Humanitiät, die das Werk von Thomas Mann prägte". In der Begründung der Jury heißt es: Mit Günter Grass ehrt die Hansestadt Lübeck einen Schriftsteller, "der die deutsche Geschichte unseres Jahrhunderts wortgewaltig nachgeschrieben und auch ihre Schatten sichtbar gemacht hat. Er hat als kritischer und leidenschaftlicher Zeitgenosse und Erzähler die Öffentlichkeit unterhalten, belehrt und provoziert. Sein Werk ist in der deutschen Nachkriegsliteratur ohne Beispiel."

Bisherige Preisträger waren: Peter de Mendelssohn, Uwe Johnson, Joachim C. Fest, Siegfried Lenz, Marcel Reich-Ranicki, Günter de Bruyn, Hans Wysling.

Günter Grass, geboren am 16. Oktober 1927 in Danzig, wurde vor allem durch seine Romane "Die Blechtrommel" (1959), "Hundejahre" (1963), "Der Butt" (1977), "Die Rättin" (1986) und "Ein weites Feld" (1995) sowie durch die Erzählungen "Katz und Maus" (1961) und "Das Treffen in Telgte" (1979) weltweit zu einem der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache. +++



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