960120R 29. Februar 1996


Hansestadt verkauft Grundstücke mit erheblichem Preisnachlaß

Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck hat am Donnerstag, 29. Februar, beschlossen, einen Großteil der städtischen Erbbaurechtsgrundstücke mit einem erheblichen Preisnachlaß an die Erbbauberechtigten zu verkaufen. Die Aktion ist auf ein Jahr befristet und beginnt sofort.

Die Hansestadt Lübeck, die in der Bundesrepublik an der Spitze mit der Zahl der ausgegebenen Erbbaurechte steht, will von ihren etwa 9500 Erbbaurechtsgrundstücken 5000 bis 7000 zu Sonderpreisen verkaufen. Die Sonderpreise gelten für Grundstücke mit Erbbaurechten, die vor mehr als 20 Jahren bestellt worden sind und bei denen die Restlaufzeit noch mindestens 20 Jahre beträgt. Für diese Grundstücke bietet die Hansestadt Lübeck befristet auf ein Jahr einen Abschlag von zehn Prozent des Verkehrswertes für die Erschließungskosten und einen zusätzlichen Rabatt von 25 Prozent.

Für die anderen Erbbaurechte, die in den nächsten Jahren auslaufen oder bei denen der Vertrag in den letzten Jahren erst geschlossen wurde, gibt es nur einen Abzug von zehn Prozent für die Erschließungskosten. Aber auch diese Erbbauberechtigten haben die Möglichkeit, ihr Grundstück zu erwerben.

"Wir gewinnen auf diese Weise zusätzliche Mittel zur Finanzierung wichtiger Projekte für unsere Bürgerinnen und Bürger, beispielsweise für Kindertagesstätten, für den Ankauf neuer Grundstücke, aber insbesondere auch für den Schuldenabbau", begründete Liegenschaftssenatorin Maria Krautzberger die Aktion.

Das Liegenschaftsamt beginnt mit der Verkaufsaktion am Freitag, 1. März. Alle Erbbauberechtigten, deren Grundstück für eine Ermäßigung in Betracht kommt, werden angeschrieben. Bis Ende Februar kommenden Jahres sollen alle 5000 bis 7000 Grundstücksinhaber einen Brief erhalten. Als erstes wird das Liegenschaftsamt die Grundstücke in der Siedlung Gärtnergasse, Falkenfeld, im Musikerviertel und in Travemünde im Bereich der Alfred-Hagelstein-Straße anbieten. Dabei soll jedem Erbbauberechtigten der vom Liegenschaftsamt ermittelte Kaufpreis mitgeteilt werden.

Das Liegenschaftsamt bittet alle Interessierten, dieses Schreiben abzuwarten. "Bei einer telefonischen Einzelabfrage würde die systematische Durchführung der Anschreibeaktion für die 5000 bis 7000 Grundstücke erschwert", sagte Senatorin Krautzberger. +++



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