960082R 09. Februar 1996

Unterlassungsklage gegen "Lübecker Nachrichten" angestrengt

Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Brandkatastrophe am 18. Janaur 1996 erhebt Lübecks Bürgermeister schwere Vorwürfe gegen die Chefredaktion der einzigen Lübecker Tageszeitung "LN". Die "Lübecker Nachrichten" betreibe eine Hetzkampagne gegen ihn mit der Folge, daß täglich Schmähungen, Beleidigungen und gar Morddrohungen eingingen, sagte Michael Bouteiller auf einer Pressekonferenz am 9. Februar im Rathaus.

LN-Redakteur Achim Hauenschild habe beispielsweise in einem Kommentar am 23. Januar wahrheitswidrig behauptet, Bouteiller habe für den Brand des Asylbewerberheimes frühzeitig Rechtsradikale verantwortlich gemacht und damit der Stadt mehr geschadet als irgendein Politiker seit langer Zeit. Obwohl er sofort versucht habe, einen Widerruf dieser offenkundigen Lüge zu erreichen, entziehe sich die LN-Chefredaktion mit allen Mitteln ihrer Verpflichtung, ihre Leser wahrheitsgemäß zu informieren und über eigene Falschinformationen in Kenntnis zu setzen.

Lübecks Bürgermeister sagte, er werde weiter mit allen gebotenen Mitteln gegen diese Rufschädigung vorgehen. Er kündigte neben einer weiteren Gegendarstellung, einer Unterlassungsklage auch eine Verleumdungsklage gegen die Chefredaktion der LN an, die selbst eine Gegendarstellung am 8. Februar noch einmal dazu benutzt habe, ihre unwahren Tatsachenbehauptungen zu wiederholen und seit längerem keine Gelegenheit auslasse, das Ansehen des Bürgermeisters unter Ausnutzung der LN-Monopolsituation zu schädigen. +++



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