Nordische Filmtage Lübeck

Die Nordischen Filmtage Lübeck, 1956 vom Lübecker Filmclub erstmals veranstaltet und 1971 in städtische Trägerschaft übernommen, zählen zu den traditionsreichsten Filmfestivals weltweit. Sie sind das einzige Festival in Deutschland und in Europa, das sich ganz auf die Präsentation von Filmen aus dem Norden und dem Nordosten des Kontinents spezialisiert hat.

Alljährlich werden hier Anfang November fünf Tage lang die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden vorgestellt. Daneben gibt es ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm und eine Retrospektive, die wichtigen Epochen, bestimmten Genres oder bedeutenden Persönlichkeiten der Filmgeschichte gewidmet ist. Die Sektion Filmforum wirft einen Blick auf das filmische Schaffen in Norddeutschland. Begleitend finden Seminare, Diskussionen, Gesprächsrunden und Sonderveranstaltungen wie Konzerte statt.

Die Nordischen Filmtage Lübeck sind ein großes Publikumsfestival und ein wichtiger Treffpunkt für die Filmbranche aus Deutschland und dem Norden sowie Nordosten Europas. Viele der Regisseure, die in Lübeck ihre Debütwerke vorstellten, haben mittlerweile Weltruhm erlangt - wie Bille August, Lasse Hallström, Aki Kaurismäki oder Fridrik Thór Fridriksson.

Das Filmfestival wird von der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit den Filminstituten und Filmstiftungen Skandinaviens sowie den Filminstitutionen der baltischen Länder ausgerichtet. Die Schirmherrschaft haben die Botschafter der nordischen Länder in Deutschland. Ehrenpräsidentin des Festivals ist die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann. Medienpartner sind der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und die Lübecker Nachrichten (LN).

Insgesamt acht Auszeichnungen werden jährlich vergeben, ausführliche Beschreibungen siehe unter Preise.