Junge Festival-Blogger

BEITRÄGE 2017

Interviews, Berichte und Kritiken - tägliche News rund ums Filmfestival 

Moin Moin! Das sind wir, die Festival Blogger 2017.

Ben Hecker (69), Schauspieler und intensiver Besucher der Nordischen Filmtage - Ein Interview von Olivia Köhnke (13) 

„Die Geschichten sind einfach toll! 

Ben, warum bist Du Schauspieler geworden? 

Weil ich Lust habe, Leute zu unterhalten und Geschichten zu erzählen. 

Welcher Film hat Dir in diesem Jahr bisher am Besten gefallen? 

„Unter dem Baum“, der war sowohl lustig als auch zum Nachdenken. 

Was sind Deine Hobbys? 

Erstens Lesen, zweitens Lesen und drittens Lesen. Ich mag es einfach gerne, Geschichten zu erfahren und zu sehen, wie die einzelnen Erzähler alles beschreiben. 

Was sind die Nordischen Filmtage für Dich? 

Ein Highlight des Lübecker Kulturlebens. 

Was ist für Dich ein perfekter Tag? 

Wenn ich fit wach werde, nicht müde bin und raus kann, egal bei welchem Wetter. Wenn ich ein bisschen laufe, ein bisschen Fahrrad fahre und Leute kennenlernen kann. 

Hannah Muysers (25), Besucherin der Nordischen Filmtage – Ein Interview von Olivia Köhnke (13) 

Es ist wichtig, im Leben nicht nur in eine Richtung zu gehen! 

Hannah, was war Dein Lieblingsfilm bei diesen Nordischen Filmtagen? 

„A Life in Four Elements”! Ein Film, in dem es um vier Leute geht, die jeweils immer besonders in einem der vier Elemente leben (Luft, Wasser, Erde und Feuer). Es gab also einen Feuerwehrmann (Feuer), einen Basejumper (Luft), einen Freediver (Wasser) und einen Höhlenforscher (Erde). Ich fand es sehr interessant, die Perspektive von Menschen kennenzulernen, die so in einem Element aufgehen. Auch zu sehen, wie ruhig sie dabei sind, obwohl sie sich in sehr extreme Situationen bringen. Außerdem hat dieser Film am meisten angeregt darüber nachzudenkenwas man im Leben wirklich will 

Was bedeuten Dir die Nordischen Filmtage für Dich? 

Viele gute Filme auf einmal. Es ist klasse, dadurch andere Lebensweisheiten kennenzulernen und sich Gedanken über Sachen zu machen, mit denen man sich im Alltag eben nicht beschäftigt. 

Was studierst Du? 

Biomedizin, Forschung für die Medizin, in Maastricht – also in den Niederlanden. 

Warum interessierst Du Dich so für Filme? 

Genauso wie fürs Lesen, weil ich denke, dass es gut ist, viele verschiedene Perspektiven im Leben kennenzulernen, nicht nur in eine Richtung zu gehen.  

Was machst Du gerne in deiner Freizeit? 

Ich lese gernereise, treffe mich gerne mit Freunden, koche, esse und schlafe sehr gerne. 

Welches Essen wärst Du am liebsten? 

Ein Flammkuchen. Der ist immer superlecker und besteht aus ganz vielen einfachen Zutaten. 

Beschreibe Dich kurz in vier Worten. 

unpünktlich, unkoordiniert, interessiert, gesellig 

Thomas Berg (56), Fotograf bei den Nordischen Filmtagen - Ein Interview von Olivia Köhnke (13) 

Ganz großes Kino! 

Was sind die Filmtage für Dich? 

Spannendes, ganz großes Kino in Lübeck. 

Wen fotografierst Du hier? 

Nur Schauspieler, Regisseure und so weiter. Jedoch nicht die Zuschauer. 

Undwie nimmst Du sie wahr? 

Sie sind zwar immer nur für einen kurzen Moment bei mir, doch ich fand sie alle bisher entspannt und locker. 

Wie viele Menschen hast Du hier am ersten Tag schon fotografiert? 

Jetzt sind es dreiundzwanzig Personen. 

Wo kann man diese Fotos anschauen? 

Sie werden in der Galanacht im Lübecker Theater lebensgroß aufgehängt. 

„TRIO“ – Eine Filmkritik von Festival-Bloggerin Jil Strieder (14)  

Ein Team hält zusammen 

(Foto: NFI)

Nora, Emma, Simon und Lars sind dabei, ein spannendes Rätzel zu lösen, das sich ,,Der Schatten“ nennt. Seit längerer Zeit sind alle ratlos, da in der Stadt Kunstdiebe unterwegs sind. Sie sind auf das Rätsel gestoßen, als Fred, ein alter Freund von Noras Großvater, aufgebracht bei ihnen etwas versteckt hat. Zuletzt wurde etwas gestohlen, was sich der ,,Olav-Schrein“ nennt, worüber Lars sich gleich ein paar wichtige Informationen raus suchte. Sie waren den anderen meist schon einen Schritt voraus, da sie sich bestens mit der Technik auskannten.  

Lars wünscht sich, den Olav-Schrein zu finden. Es heißt, dass er alle Krankheiten heilen kann. Und da Lars nicht mehr gehen kann, hofft er, sich damit heilen zu können. Die anderen drei wollen ihm natürlich helfen und machen sich mit ihm auf die Suche und dabei stoßen sie auf einige Hindernisse, die sie bewältigen müssen, um zum Schatz zu gelangen. 

Ich finde der Film ist echt gut gelungen, da er super spannend ist und viel Aufmerksamkeit wecken lässt. Und es geht im Film auch viel um Technik, was ja für die Jungs ganz gut ist. Wenn ihr Fans von den „Drei ???“ seid, ist der Film auf jeden Fall für euch geeignet. Man kann den Film gut mit der Familie gucken oder auch mit Freunden, aber ich würde ihn erst ab 12 Jahre empfehlen, da er an manchen Stellen doch recht schwer zu verstehen ist. 

Ich gebe dem Film 9 von 10 Punkten. Für die volle Punktzahl fehlt noch das gewisse Etwas. 

„Plötzlich Santa“ – eine Filmkritik von Jil Strieder (14) und Annika Schulz (14) 

Weihnachten wie es sich jeder wünscht


(Foto: Fantefilm Fiksjon)

 Anderson ist ein Tischler, der in seiner Kindheit eines Jahres vergessen hat an Weihnachten einen Wunschzettel zu schreiben, aber doch das bekam was er sich gewünscht hat. Er liebte Weihnachten seitdem. Jetzt hat er selber drei Kinder und verkleidet sich jedes Weihnachten als Santa, um seinen Kindern so die Geschenke zu übergegeben.  

Das eine Jahr ist er im Schornstein stecken geblieben, weshalb seine Frau nicht möchte, dass er dieses Jahr wieder den Santa spielt. Aber Anderson hat da schon andere Pläne gehabt. Er hat das Haus schon geschmückt und eine Landebahn zurecht gebaut, doch als er grade die Geschenke aus dem Gartenhaus holen will, rutscht er aus und fährt mit einem Schlitten bergab und knallt gegen einen Baum.  

Nach dem er eine Zeit bewusstlos auf dem Boden lag wacht er auf und trifft auf den echten Santa. Der Santa erkannte ihn. Denn wie Andersons Kinder davon träumten, mal den echten Sante zu sehen, träumten Santas Kinder davon, mal den Tischler Anderson zu treffen. Sie beschließen für einen Tag die Rollen zu tauschen und den Kindern einen Gefallen zu tun. Santas Kinder wie auch Anderons Kinder sind alle erfreut und haben einen riesigen Spaß an diesem Abend. 

Wir finden, das es ein echt schöner Film ist, da er so liebevoll und süß dargestellt ist und auch echt spannend, da manche Stellen ganz unerwartet kommen. Zwischendurch bring der Film einen auch echt zum Lachen, man kommt dann gleich in die weihnachtliche Familienstimmung rein und freut sich riesig auf sein eigenes Weihnachtsfest.  

Zu empfehlen ist der Film auf jeden Fall, vor allen für Familien. Wir finden, man kann ihn in jeder Altersklasse gucken. Wir finden der Film hat 10 von 10 Punkten verdient.  

"What will People say"-Regisseurin Iram Haq - Ein Videointerview von Amélie Engelmann

Young Nordic Filmmakers - Ein Videointerview von Janna Klabunde (16) und Anton Kleinheins (17)

"Der Charmeur" – Eine Filmkritik von Festival-Blogger Tobias Pulter 

Ein sehr realitätsnahes Drama mit tristen Bildern 

(Foto: Jason Alami)

In dem 90 Minuten langen Film „Der Charmeur“ von Milad Alami geht es um einen jungen Mann aus dem Iran der schon seit zwei Jahren in Dänemark lebt. Damit er dort auch leben bleiben kann muss Esmail eine Frau finden die er heiraten kann. 

Der Film beginnt damit, dass sich eine verheiratete Frau, die er versuchte von sich zu überzeugen, aus dem Fenster springt und sich selbst umbringt, da sie sehr unglücklich, mit dem Wissen eine Affäre zu haben, ist. In der Zwischenzeit lässt es sich Esmail mit einer anderen Frau auf einer Geburtstagsfeier gut gehen. 

Doch nach kurzer Zeit stellt diese Frau fest, dass sie nicht mehr mit Esmail zusammenleben möchte, da ihr alles viel zu schnell geht. Aber für Esmail drängt die Zeit, denn er ist kurz davor zurück zu seiner im Iran abgeschoben zu werden. Die Behörden bauen Druck auf ihm auf, dass er mit seiner Freundin zusammen die Aufnahmebestätigung unterschreiben soll, aber er hat ja keine Freundin mehr. Deshalb hängt er abends nach seiner Arbeit, als Umzugshelfer, in der Wein-Bar ab, in der Hoffnung einer Frau seine Liebe vorspielen zu können. Dort trifft er auf zwei Frauen, die seine Taktik durchschauen, ihm aber versuchen trotzdem zu helfen. So findet er sich im Nu auf einer persischen Party wieder. Im Laufe des Films verliebt er sich aber in eine der beiden, aber das stellt für ihn ein großes Problem dar, da im Iran seine Frau mit deren Kindern wartet. Zwischendurch hat Esmail auch noch Streit mit dem Ehemann von der Frau, die sich selbst umbrachte. 

Der Film stellt das Thema Migration sehr gut dar. Auch, dass mit einer Aufnahme in die Gesellschaft noch nicht alles geschafft ist. Zudem wird der große Kontrast zwischen echter und gespielter Liebe deutlich. Der Regisseur setzte den traurigen Hauptdarsteller sehr gut in Szene und erzeugt dadurch ein sehr realitätsnahes Drama. Der Film verkörpert auch einen sehr ruhigen Menschen mit oft tristen Bildern und kühler Musik. 

Mir als Jugendlicher gefiel der Film trotz seiner perfekten Herstellungsweise nicht so sehr, da der Film auf die 90 Minuten relativ langweilig wird und die Handlung ziemlich flach bleibt. Doch ich glaube, dass er Menschen die ein bisschen älter sind als ich faszinieren wird. Trotzdem finde ich es sehr gut, dass der Regisseur mit dem Film ein sehr relevantes Thema in unserer Gesellschaft aufgreift. Ich glaube, dass der Film trotz meiner Bewertung noch viel Erfolg haben wird.  

Von 10 möglichen Punkten erhält der Film 6 Punkte. 

"Zimmer 213"-Regisseurin Emelie Lindblom - Ein Interview von Olivia Köhnke (13) 

Eigentlich bin ich eher der Angsthase und gar nicht so für gruselige Filme 

(Foto: Olivia Köhnke)

Ich habe die Regisseurin Emelie Lindblom des superspannenden Filmes Zimmer 213 interviewt. Der Film handelt von Spukerei und eineMädchenbande, die versucht, das Rätsel zu lösen.   

Wie lange gibt es den Film schon? 

Er wurde im Januar fertiggestellt. Die erste Idee dazu entstand 2014 und im Februar 2017 war Premiere. Also ist er noch sehr neu, und deshalb gibt es hier in Deutschland auch noch keine DVD davon zu kaufen. Übrigens war die Deutschlandpremiere in München. 

Wie hast du die Schauspielerinnen gefunden? 

Ich habe überall in der Stadt kleine Zettelchen aufgehängt und die Kinder haben Videos geschickt, in denen sie auch schon gesagt haben, wen sie am liebsten spielen wollen und warum.  

Wo wurde der Film gedreht? 

Er wurde im Sommer 2016 in einem ganz kleinen Dorf im Süden von Schweden gedreht. Dort haben wir jemanden gefunden, dem die zwei Häuser aus dem Film gehören. Das eine davon stand leer. Deshalb mussten wir ziemlich viele Requisiten für die richtige Kulisse besorgen. 

Wovon handelt der Film? 

Für mich vor allem von Freundschaft. 

Wird es noch mehr Teile geben? 

Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Es gibt zwar drei Bücher dazu, jedoch wachsen die drei Mädchen so schnell, und daher weiß ich nicht, ob sie im nächsten Jahr nicht schon zu groß sind. 

Wie funktionierten die Effekte? Mit dem Computer? 

Nein, das sind nur ganz, ganz wenige, die mit dem Computer hergestellt wurden. Beispielsweise, wenn sich die Augenfarbe von dem Mädchen verändert. Die meisten waren ganz einfache Tricks. Zum Beispiel, wenn eine Schublade von alleine aufging, hat die jemand aus dem Team ganz vorsichtig geöffnet, aber so, dass er nicht mit im Bild war. Der Geist war eine echte Person und ist nicht digital gemacht worden. 

Warum sind jetzt so viele bei Jugendlichen beliebte Filme sehr gruselig oder grausam? 

Ich denke, dass viele Jugendliche, wenn sie älter werden, herausfinden möchten, warum man Angst hat und sie sich durch solche Filme auch herausfordern. Eigentlich bin ich eher der Angsthase und gar nicht so für gruselige Filme. 

Was ist deine Lieblingsstelle in dem Film? 

Wenn ich ihn jetzt anschaue, dann mag ich die Disco-Sequenz sehrbei der alle tanzen. Ich hatte erst Sorge, dass es nicht genug Material gibt, aber nun finde ich, dass wir das ziemlich gut hinbekommen haben. 

Würdest du auch gerne einmal vor der Kamera stehen? 

Nee, auf keinen Fall, da ich wirklich keine gute Schauspielerin bin. 

Was würdest du dir für die Welt wünschen? 

Dass sich viele Menschen für den Klimaschutz engagieren und die Welt nicht weiter zerstört wird. 

Was ist dein Lieblingsbuch? 

Auf jeden Fall eins von der schwedischen Autorin Maria Gripe, da sie ihre Bücher in so einem ähnlichen Stil schreibt, sodass man nicht weiß: passiert es oder passiert es nicht oder was passiert dann? 

Welches Essen würdest du gerne sein und warum? 

Eine Ananas. Ich weiß nicht, ich finde einfach, das ist eine lustige Frucht. 

Mit welcher Person aus dem Film kannst du dich am besten identifizieren? 

Mit allen drei Mädchen, weil ich denke, ich habe von jeder von ihnen etwas. 

"Flucht in die Zukunft" – eine Filmkritik von Emma Karpa (15) 

„Der beste Film, den ich bei den Nordischen Filmtagen gesehen habe 

(Foto: Bob Film Sweden AB)

In dem Jugendfilm "Flucht in die Zukunft" aus Schweden der Regisseure Ulf Malmors und Jaana Fomin geht es um den 20-jährigen Svante, der eine unheilbare Herzkrankheit hat und bald sterben wird. Der Film spielt in den Siebziegern: Schallplatten, Telefone mit Wählscheibe, Schlaghosen, das alles ist Svantes Welt. Als er erfährt, dass er bald sterben wird, bricht für ihn seine Welt zusammen.  

Abgelenkt von seiner Diagnose merkt er zunächst gar nicht, dass er auf dem Nachhauseweg keine gewöhnliche U-Bahn genommen hat, eine U-Bahn aus der Zukunft, und das auf einmal alles um ihn herum anders ist. Er befindet plötzlich im Jahr  2016, wo es Smartphones, Flachbildfernseher und vor allem eine Operation, die ihm das Leben retten kann, gibt.  

Als er in der Zukunft zu seiner Wohnung geht und sie aufschließen will, muss er feststellen, dass dort nun eine gewisse Elsa wohnt, die ihn für einen verrückten Spinner hält. Trotzdem hilft sie ihm das Geld für die Operation aufzutreiben, denn Svante tut alles dafür seinen Tod zu verhindern. Nach kurzer Zeit verlieben die beiden sich in einander, doch das bringt nur neue Probleme und auch die Zeit hat ihre Tücken. Am Ende stellt sich die Frage, ob Svante seinen alten Freunden vertrauen kann, denn nichts darf schiefgehen, damit sein Plan aufgeht. 

Es war der beste Film, den ich bei den nordischen Filmtagen gesehen habe. Zeitreisen mal in einem ganz anderen Zusammenhang. Die Idee des sympathischen Svante, der nur in der Zukunft geheilt werden kann, ist grandios. Der Film hat von allem etwas: er ist teilweise sehr traurig, da Svante an allem verzweifelt und die Lage aussichtslos scheint. Auf der anderen Seite habe ich aber auch viel gelacht, da zwei komplett unterschiedliche Weltsichten aufeinanderprallen und das zu lustigen Verwechslungen und Missverständen führt. Außerdem sind die beiden Hauptdarsteller Svante (Elias Palin) und Elsa (Victoria Dyrstad) ein tolles Duo und oft zum schreien komisch. Ich würde den Film besonders für Jugendliche empfehlen, da es sich bei den Hauptfiguren auch um Jugendliche handelt. Zudem gibt es nur englische Untertitel, aber wenn man Englisch gut kann, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen den Film auch schon mit 11 Jahren zu sehen.  

Meine Bewertung lautet 10 von 10 Sternen, da er mich voll und ganz überzeugt hat.  

"TRIO" - Eine Filmkritik von Olivia Köhnke (13) 

Von allem etwas: Trauer, Liebe und Spannung

(Foto: NFI)

Eine Truppe, die aus drei Freunden plus einer Helferfreundin besteht, versucht  „den Schatten“ einer Person, die speziell Kunst stiehlt, zu enträtseln, das Diebesgut zurückzubekommen und alle Schätze wieder an den richtigen Ort zu schaffen. Wird ihnen das trotz vieler spannender Rätsel und Hindernisse trotzdem gelingen? 

Nein, es gibt keine Spannungskurve, der ganze Film ist von Anfang bis Ende richtig spannend und geheimnisvoll, da man nie den Schluss vorrausahnen kann! Immer wenn ich eine Vermutung hatte, erwies sich diese meistens als falsch. Außerdem ist von allem etwas dabei: Trauer, Liebe, Spannung und auch Romantik. 

Ein bisschen irritierend ist, dass bei den Untertiteln manchmal Wörter zusammengeschrieben sind, die eigentlich auseinander gehören. Aber das ist nicht weiter schlimm. Dieser Film wird auch als Serie ausgestrahlt, die in Norwegen sowie auch in Deutschland große Erfolge feiern kann. 

Ich finde „Trio“ ist wie ein Überraschungsei, da man nicht weiß, was einen erwartet, man jedoch mehrere Sachen auf einmal bekommt. Ein sehr gelungener Film! 

"Ab in den Himmel" – Eine Filmkritik von Hangzhi Yu (13) 

Ab in den Himmel. Ein Titel, der in seiner deutschen Übersetzung leider nicht viel sagt… 

(Foto: Memfis Film)

Als ich diesen Film im Programm gesehen habe, dachte ich mir eigentlich nichts besonderes. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen, da reinzugehen, um mal ein bisschen mein Spektrum zu erweitern. Dementsprechend war meine Erwartungsgrenze nicht gerade hoch. Aber ich habe mich getäuscht. 

In „Ab in den Himmel“ geht es um die 8-jährige Pottan, die wegen ihrer überstressten Eltern die Ferien auf einem Ponyhof verbringen soll. Diese haben aber wenig Ahnung davon, wo der Hof überhaupt liegen könnte, und setzen ihre Tochter schnell an einem Schild mit der Aufschrift „Ponyhof 4 km“ ab, damit der Vater sein Flugzeug nicht verpasst, mit dem er auf Geschäftsreise will. 

Pottan schaut sich in der näheren Umgebung um und findet nichts außer einem Tor, wo Groß draufsteht: „GESCHLOSSEN“. Unwissend, was sie machen soll, ruft sie ihren Vater an, aber jedes Mal spring die Mailbox an. Bis tief in die Nacht sitzt sie auf ihrem Koffer vor dem Tor und weiß nicht weiter, bis die seltsamen Kreaturen hinter dem Tor, wo sich eigentlich eine Recyclingstation befindet, dazu entscheiden, Pottan reinzulassen. Innen trifft sie die drei Leute, die dort arbeiten: Dennis, einen aus dem Gefängnis ausgebrochenen Verbrecher, der seit zwei Jahren auf der Flucht ist, Rydberg, den Leiter des Recyclinghofes und ein etwas seltsamer Typ, und Ture, das alte „Technikgenie“ des Hofes. Ture und Rydberg sind übrigens Puppen, was sie noch eine Spur seltsamer macht.  

Nach einiger Zeit findet Pottan heraus, dass das seltsame Trio vor hat, eine Rakete in den Himmel zu schießen. So soll mit ihr wertvoller Weltraumschrott aufgesammelt werden. Als sie die Rakete starten wollen, klappt dies nicht, und sie ziehen den erfahrenen Raketenwissenschaftler Babblan hinzu, der ihnen eine funktionierende Rakete entwirft. Durch ein Unglück gelangt Pottan aber in die Rakete, und sie fliegt ab in den Himmel. Nun beginnen Pottans neue Freunde und sogar ihre Raumfahrt-Konkurrentin Miss ll eine waghalsige Rettungsmission, die zscheitern droht. 

„Ab in den Himmel“ ist ein wirklich mit sehr viel Liebe zum Detail und generell Liebe gemachter, wunderschöner Kinderfilm, der einem ein bisschen an die „Muppets“ erinnert. Der Regisseur Petter Lennstand, der auch das Drehbuch geschrieben hat und sogar selbst eine Puppe gespielt hat (Rydberg), versteht es, mit relativ einfachen Mittel (der Film ist fast zu 100 Prozent mechanisch entstanden, das heißt es wurde nicht sehr viel mit Computeranimation gearbeitet) einen wunderbaren Film über den Wert von Freundschaft, Zusammenhalt und Kreativität zu machen. Langweilig wurde es aber nie, und keiner der Figuren führte sich auf wie ein Moralapostel, sondern es wird einfach auf lustige Art und Weise gezeigt, wie viel man mit Freundschaft und Kreativität erreichen kann, und dass man fast alles aus fast allem bauen kann. Im Kinosaal, wo fast nur Erwachsene saßen, kam mindestens jede Minute ein Lacher auf. 

Der Film ist meiner Meinung nach für wirklich jeden geeignet und empfehlenswert. Man geht gut unterhalten und mit einem warmen Herzen aus dem Film raus. Deswegen hat er meiner Meinung nach eine hohe Wertung mit 9 von 10 Punkten verdient! 

"Die Glasperle" – Eine Filmkritik von Lahja (12) 

Eine traurige und düstere Geschichte 

 (Foto: Kinoproduction Oy)

In dem Film „Die Glasperle“ geht es um einen Jungen, dessen Familie nicht besonders reich ist. In der Schule hat er Freunde mit denen er sich gut versteht, doch außerhalb der Schule ist sein Leben nicht ganz so schön. Wenn seine Freunde mit ihm in den Freizeitpark möchten, muss er sie anlügen, weil seine Familie für so etwas kein Geld hat. Oft geht er zu Mülltonnen um etwas Essbares zu finden. An einem Tag ist er in einem Supermarkt. Heimlich Klaut er dort zwei Pakete Fleisch und wird von einem Mitarbeiter erwischt, der den Jungen kurzerhand der Polizei übergeben will. Doch wenn das passiert wäre das nicht gut für den Jungen und vor allem nicht für seine Familie, die so wie so schon nicht besonders viel Geld hat. 

Mir gefällt der Film gut, denn dafür, dass es ein Kurzfilm ist, erfährt man trotzdem so viel über den Jungen und die Familie. Auch gut gefällt mir das bei manchen Szenen, wo der Junge zum Beispiel schnell läuft, die Kamera immer hin und her wackelt und man so das Gefühl hat man wäre live dabei. Ich finde, dass es ein Film ist, der eine sehr traurige Geschichte erzählt und er ist auch ziemlich düster. Allerdings heitern die Freunde des Jungen  ihn immer auf und wenn er bei ihnen ist, sieht es auch aus, als ob es ihm besser gehen würde. Außerdem sieht man auch die besondere Beziehung zwischen dem Jungen und seinen Eltern, die vielleicht auch nicht immer ganz so glücklich ist.  

Empfehlen würde ich den Film für Jugendliche ab 12 Jahren. Ich denke, dass er sich auch gut für Familien eignet. Für alle Kinder unter 12 Jahren finde ich persönlich den Film zu spannend und zu düster. Da es ein Kurzfilm ist, sollten sich die Leute, die Kurzfilme gerne mögen, ihn sich auf jeden Fall ansehen. Außerdem ist er deutsch eingesprochen und hat auch noch einen englischen Untertitel, sodass man nichts mitlesen muss, um den Film gut zu verstehen.  

Ich finde den Film gut, mag aber Kurzfilme generell nicht ganz so gerne wie längere Filme - deshalb würde ich diesem Film 7 von 10 Punkten geben. 

"TRÄUM WEITER" - Eine Filmkritik von Hangzhi Yu 

Überall bleibt Raum für Träume, Träumer und Hoffnung 

(Foto: Pluto Film)

Ein Problemvorort von Stockholm voller Sozialwohnungen. Voller Betonhochhäuser. Voller Menschen, die ihren Alltag mit Arbeitslosigkeit, Zigaretten, Kriminalität und Alkohol füllen. Doch auch in solchen Vierteln gibt es Träume, Träumer und Hoffnung.  

In solch einem Vorort lebt Mirja mit ihrer zigarettensüchtigen, schwerkranken Mutter und ihrer kleinen Schwester. Sie und drei andere Freundinnen wollen am liebsten abhauen. Am liebsten nach Südamerika. Vor allem aus ihrem relativ hoffnungslosen Alltag, durch den sie sich mit Zigaretten und kleinen Straftaten schlagen, wollen sie sich befreien. Doch dafür brauchen sie Geld. Geld, an das sie nur durch Arbeit oder noch mehr Straftaten kommen.  Sie entscheiden sich für das Zweite. Einen Goldladen überfallen, das ist doch weniger anstrengend als schuften zu gehen. Aber da Mirjas Mutter nicht will, dass sie mit „Kriminellen“ abhängt, und sie selbst ein unsicheres Gefühl bei der Sache hat, geht sie doch lieber zum Arbeitsamt, und sieht eine Anzeige für eine Stelle in einem Hotel. Sie geht hin und stellt sich beim Chef vor, der sie erst Mal auf Probe abwaschen lässt.  Mirja arbeitet gut und hart. So gut, dass der Chef sie nach nicht einmal einer Woche zum Room Service „befördert“. Dort erkennt ihre Arbeitskollegin ihr Talent, und fördert sie, bis sie alles so gut wie perfekt drauf hat. Eines Tages nimmt sie ihre kleine Schwester zur Arbeit mit und das Chaos beginnt.  Die Schwester entdeckt eine Armbanduhr im Tresor. Am Ende des Tages sind die Armbanduhr und Mirjas Stelle weg. Als Mirja beim geplanten Raubüberfall aussteigt, erreicht sie eine schreckliche Botschaft. Sie und ihre Schwester eilen sofort zum Krankenhaus, wo sie den Tod ihrer Mutter nicht mehr aufhalten können. Mirjas Welt ist immer noch nicht zerstört. Träumen kann sie noch immer.  

„TRÄUM‘ WEITER” ist ein mitreißender, rührender, einfühlsamer, gleichzeitig aber auch hoffnungs- und humorvoller Coming-of-Age-Film. Vielleicht gerade wegen der relativen Unerfahrenheit der Regisseurin und Schauspieler ist ein wirklich authentischer Film mit tollen Schauspielern entstanden, in dem man die ganze Zeit um das Schicksal der Figuren bangt. Das Ende lässt viel Spielraum zum Spekulieren, und man ist trotz der Traurigkeit optimistisch, was Mirjas folgendes Leben angeht.  

Ich würde diesen Film bedingungslos an alle ab 12 Jahre empfehlen, und gebe ihm 8,5 von 10 Punkten. 

 "Kidnapping"-Schauspieler Anders Brink Madsen - Ein Interview von Olivia Köhnke (13)

„Ich wäre am allerliebsten ein Porsche 911“ 

(Foto: privat)

Wie kamst du zu dieser Rolle? 

Der Regisseur Frederik Medal Norgaard und ich leiten seit vielen Jahren eine Theateragentur und haben schon oft zusammengearbeitet. So hat Frederik mich für die Vaterrolle ausgesucht. Die meisten anderen Rollen wurden jedoch durch Castings besetzt. 

Wie lange dauerte der Dreh? 

Es wurden vier Wochen in Kopenhagen gedreht. 

Ging es immer harmonisch zu am Set oder gab es auch Streit? 

Nein, es war ein sehr harmonisches Set. Wir hatten zwar viel Stress, aber es war richtig lustig und eine schöne Zeit mit allen zusammen. Außerdem waren Handys und Süßigkeiten verboten! Um uns zu konzentrieren, hatten wir die altmodische Variante gewählt, Malbücher ausgemalt und viel gesprochen, um alles richtig umsetzen zu können. Das war eine sehr gute Erfahrung. 

Wie würdest du den Film in zwei Worten beschreiben?  

Realistisch und herzlich. 

War es für dich einfach oder schwer, diese Rolle zu spielen? 

Es war harte Arbeit, da wir nur wenig Zeit hatten. Aber andererseits war es auch einfach, denn die Kinder haben super Arbeit geleistet. Frederik war klasse, und so war es für uns alle richtig gut. 

Was sind die größten Unterschiede zwischen dir und Michael, dem Vater im Film? 

Ich mache nicht so viele kriminelle SachenJedoch gibt es auch einige Gleichheiten, zum Beispiel spiele ich auch selbst ganz viel mit meinen zwei Kindern und wir haben Spaß. 

Wie oft hast du schon in Filmen mitgespielt? 

Jetzt 20 Mal und gerade drehen wir einen neuen Kinderfilm. Es ist eine Weihnachtsgeschichte, in der ich von einem großen Monster gebissen werde und so bekomme ich lange Haare ... 

Welches Auto würden Sie am liebsten sein? 

Oh, danke, ich liebe diese Frage! Ganz klar: ein Porsche 911. 

"Versprechungen" – Eine Filmkritik von Emma Karpa (15) 

Ein Mensch ist nur so viel Wert wie sein Wort 

(Foto: Hreyfimyndasmidjan/MPFactory)

In dem isländischen Jugendfilm "Versprechungen" des Regisseurs Bragi Thór Hinriksson geht es um zwei Geschwister, deren Eltern sich trennen und die in ihrer guten Absicht, alles richtig machen zu wollen, in Wahrheit alles nur noch verschlimmern. 

Die 13-jährige Hanna kann es nicht fassen, als ihre Eltern ihrem Bruder und ihr mitteilen, dass sie sich trennen wollen. Bald wird klar, dass ihre Eltern dieses Gespräch schon von langer Hand geplant haben und die Scheidung so glatt wie möglich verlaufen lassen wollen – damit niemand darunter leidet. Doch so einfach, wie sich das die beiden vorstellen, ist es nicht. Hanna will auf keinen Fall umziehen und ihr kleiner Bruder Baldur hat Angst, dass es jetzt in seiner Familie genau so wird, wie bei den Scheidungskindern aus seiner Klasse. Hanna verspricht ihm, die Eltern wieder zusammen zu bringen. Aber auch sie muss bald feststellen, dass nichts nach ihrem Plan läuft. Die Familie gleitet immer weiter auseinander und am Ende stellt sich die Frage, ob diese Familie es schafft, sich wieder zusammen zu raufen... 

Der Regisseur Hinriksson, dessen Eltern sich selbst auch getrennt haben, als er ein Kind war, zeigt eine Scheidung aus der Sicht der Kinder. Der Film ist an vielen Stellen sehr traurig und hart, aber genau das macht ihn so realitätsnah. Er zeigt ohne rosaroten Filter, mit was ein Kind, dessen Eltern sich trennen, zu kämpfen hat und in welcher Lage es sich befindet. Als roter Faden zieht sich durch den ganzen Film, dass alle sich gegenseitig Dinge versprechen, sie dann aber wieder brechen. Dadurch verschlechtert sich die Beziehung innerhalb der Familie immer weiter, weil sie sich nicht mehr gegenseitig trauen. Der typische Satz, dass bald alles wieder gut wird, ist bald die größte Lüge von allen. Vor allem für den kleinen Baldur. Das macht einem selbst noch einmal bewusst, wie leichtfertig man manchmal Dinge verspricht und wie wichtig es ist, sein eigenes Wort zu halten, damit einem vertraut wird.  

Besonders zu empfehlen ist dieser Film für Familien, die sich gerade in der selben Lage befinden. Der Film beschönigt nichts und man sich gut mit Hanna und Baldur identifizieren kann. Er ist allerdings nichts für jemanden, der auf Komödien steht, da er größtenteils sehr traurig ist.  

Ich würde dem Film 7 von 10 Punkten geben, da er authentisch ist. Auf der anderen Seite ist er aber teilweise ein bisschen langweilig, da nicht so viel passiert.  

"Plötzlich Santa" – Eine Filmkritik von Lahja (12) 

Das verrückteste Weihnachtsfest 

(Foto: Fantefilm Fiksjon)

In dem Film „Plötzlich Santa“ geht es um den Tischler Anderson. Seitdem er einmal zu Weihnachten vergessen hatte, einen Wunschzettel zu schreiben und doch vom Weihnachtsmann das bekommen hat, was er sich so sehr gewünscht hat, liebt er Weihnachten über alles. Jedes Jahr an heilig Abend verkleidet er sich als Weihnachtsmann und bringt seinen drei Kindern so die Geschenke. Allerdings klappt dass meistens nicht so ganz, wie Anderson sich das vorstellt.  

In einem Jahr ist er sogar im Schornstein stecken geblieben, als er wie Santa Clause dort hinunterrutschen wollte. In diesem Jahr verbietet seine Frau ihm den Weihnachtsmann zu spielen. Doch Anderson kann es natürlich trotzdem nicht lassen. Als er gerade die Geschenke aus dem Schuppen holen will, rutsch er aus und fährt mit dem Schlitten gegen einen Baum. Als er wieder zu sich kommt, trifft er tatsächlich den echten Weihnachtsmann. Der schlägt ihm vor, für diesen Abend die Familien zu tauschen da seine Kinder noch nie einen echten Tischler gesehen haben. Anderson geht diesen tausch ein und ahnt noch nicht das dies wohl das verrückteste Weihnachtsfest ist, das er je erlebt hat. 

Ich finde das es eine wunderbare und liebesvolle Geschichte ist, die auch zwischendurch sehr lustig ist. Außerdem gefällt mir, dass man beim Zusehen schon diese schöne Weihnachtsstimmung bekommt, da alles mit so viel Liebe gemacht ist. Auch schön finde ich, dass man die ganze Geschichte ein bisschen von der Seite des Weihnachtsmannes sieht, was meistens nicht so ist.  

Empfehlen würde ich den Film vor allem Familien mit jüngeren Kindern, aber auch für ältere denke ich ist es ein schöner Film. Ich denke, dass der Film ab 5 Jahren sein sollte. Er ist auch deutsch eingesprochen so dass man keinen Untertitel mitlesen muss. Für alle, die Weihnachten und Weihnachtsfilme mögen, lohnt es sich auf jeden Fall, ihn sich anzusehen.  

Ich finde, es gibt nichts an dem Film auszusetzen. Er hat mir sehr gut gefallen und ich würde ihm 10 von 10 Punkten geben. 

"I remeber you" - Eine Filmkritik von Martha Lorenzen 

Eine unromantische Romanze - Horror und Krimi zugleich 

(Foto: Concorde)

Eine Frau erhängt sich in einer Kirche. Sie wird gefunden, die Polizei wird allarmiert und weil der örtliche Pathologe grade nicht anwesend ist zieht sie den Psychologe Freyr (Jóhannes Haukur Jóhannesson), dessen Leben durch das unaufgeklärte Verschwinden seines Sohnes Benni geprägt ist, als Ersatzarzt hinzu.  

Der zweite Handlungsstrang von „I remember you“ begleitet den Isländer Garðar (Thor Kristjansson), seine Frau Katrin (Anna Gunndís Guðmundsdóttir) und ihre Freundin Líf (Ágústa Eva Erlendsdóttir) auf eine von der Zivilisation weit entfernte Insel, wo sie in einem seit Jahrzehnten unbewohntem Haus ein B&B einrichten wollen. Doch schon nach kurzer Zeit wird dieses Vorhaben von immer öfter auftretenden unheimlichen Begebenheiten getrübt.  

Auf den ersten Blick haben diese beiden Handlungsstränge erstmal nichts miteinander zutun, doch schon in den ersten Minuten des ersten Horrorfilms des isländischen Regisseurs Óskar Thór Axelsson wird klar: Sie hängen zusammen. Aber wie? Dies ist nur eine der vielen Fragen, die während „I remember you“ ununterbrochen im Kopf des Zuschauers auftauchen, auf die er versucht Antworten zu finden, die jedoch schon nach kurzer Zeit verworfen werden müssen. Begleitet von düsteren Bassklängen, die zu dem immer währenden Horror einen großen Beitrag leisten, wird eine undurchschaubare Geschichte im düsteren Setting des isländischen Winters erzählt. Dabei schafft es der Film zum einen, ein sehr unheimlicher Horrorfilm zu sein, bei dem alle Zuschauer kollektiv aufschrecken. Zum anderen jedoch ist es auch ein Krimi, bei dem Opfer und Täter nur schwer auseinander haltbar sind. Obwohl es im Genre Horror meistens mit einem schönen Szenario beginnt, das ins unschöne kippt, so startet ein typischer Krimi mit etwas schlechtem, einer Leiche. Regisseur Óskar Thór Axelsson schafft es, meisterhaft diese beiden Genres sinnvoll zu verbinden. Genauso wie er dem Zuschauer erst in den letzten zehn Minuten verrät, wie die beiden Handlungsstränge im Zusammenhang stehen.  

„I remember you“ ist ein düsterer und gruseliger Film geworden, bei dem man bis zur letzten Sekunde den Atem anhält. Die fast zwei Stunden Laufzeit nutzt er, um seine gut gespielten Figuren und seine durchaus erzählenswerte Geschichte voranzubringen.
Wer keine Horrorfilme mag, der sollte sich von „I remember you“ fern halten. Wer aber bereit ist, einen im warten Sinne des Wortes atemberaubenden Film zu sehen, der die typisch skandinavische Langsamkeit im Horrorgenre innehat, für den ist „I remember you“ die perfekte unromantische Romanze von Krimi und Horror.  

Weil ich eben zur letzteren Kategorie zähle, gebe ich dem Film 9,5 von 10 Punkten 

"Cloudboy"- Regisseurin Meikeminne Clinckspoor - Ein Interview von Olivia Köhnke (13) 

„Ich liebe die Natur sehr“ 

(Foto: Olivia Köhnke) 

Wie würdest Du Deinen Film „Cloudboy“ in einem Satz beschreiben? 

Ich denke, es geht um einen Jungen, der sein echtes Ich findet, als er in den engen Kontakt mit der Natur kommt. 

Warum hast Du den Titel „Cloudboy“ (Wolkenjunge) ausgesucht? 

Den habe ich gewählt, da es einerseits um einen Jungen geht und dieser hat andererseits, egal wo er ist, ob auf dem Land oder in der Stadt, immer die Wolken über sich. Obwohl ich das Drehbuch so oft umgeschrieben und immer noch einmal Stellen geändert habe, war der Titel von Anfang an klar. Genauso wie auch der Darsteller für die Hauptfigur 

Warst Du die ganze Zeit selber vor Ort? 

Ja, immer. Ich habe die Kinder während des Schauspielens niemals in Schweden, Norwegen oder Belgien alleine gelassen, sondern habe manchmal auch ihre Hände gehalten oder sie in den Arm genommen, wenn sie etwas Angst bekommen haben. Oftmals habe ich mich auch einfach nur versteckt und zugeschaut. 

War es schwer, die Szenen mit den Elchen zu drehen? 

Ja, sehr. Deshalb hielten mich viele Produzenten für verrückt und es hat lange gedauert, jemanden zu finden, den ich gewinnen konnte. Außerdem waren es genau diese Tierszenen, die den meisten Aufwand benötigten. Beispielsweise für eine ganz kurze Szene brauchten wir einen ganzen Tag! Und dann mussten wir manche Elchszenen doppelt filmen, wenn zum Beispiel der Junge einen Elch streichelt.  Wir filmten also einmal den Elch und einmal das Kind, um beides danach zusammen zu montieren. Es war zu riskant, Kinder in Wirklichkeit die Elche berühren zu lassen. Inzwischen weiß ich nämlich, dass Elche noch gefährlicher sind als BärenBrauchten die Kameraleute ein längeres Stück Elch-Film, dann konnten sie nur einfach die Elche und ihre Hüter begleiten. Zwischendurch hatten wir also wie so ein Stück Dokumentarfilm, den wir dann halt gekürzt haben. Aber ich liebte es sehr, mit diesen Tieren zu arbeiten. 

Wo lebst du, wo wohnen die Schauspieler? 

Gerade lebe ich noch in Schweden in der Stadt, doch schon bald werden wir auf das Land ziehen, da ich den Wald  sehr vermisse. Die Hautperson Niilas kommt aus Belgien, so musste er vor dem Dreh an einem Schwedisch-Crashkurs teilnehmen. Seine Geschwister im Film kommen beide aus Schwedisch-Lappland. Deshalb ist das Leben, wie es in dem Film gezeigt wird, für sie eigentlich ganz normaler Alltag. Bei den Dreharbeiten spielten die beiden ganz entspannt ihre Rolle, während alle anderen schon aufgeregt waren. Das war echt klasse.    

Stecken in dem Film auch Geschichten aus Deinem eigenen Leben? 

Ich denke, dass jeder Film, den man dreht oder jedes Buch, das man schreibt immer durch sein eigenes Leben inspiriert ist. Denn dadurch, dass ich die Natur liebe und Astrid Lindgren Filme mein Leben lang wichtig für mich waren, ist mein Film ganz mit der Natur verbunden und vielleicht auch ein bisschen dem Astrid-Lindgren-Style ähnlich. So repräsentiert mich mein Film auch gleichzeitig. 

Was ist dein Lieblingsbuch von Astrid Lindgren? 

Auf jeden Fall Ronja Räubertochter! Ich liebe Geschichten, in denen es um Kinder in der Natur geht, denn ich selbst liebe es, so viel wie möglich draußen zu sein. 

Stehen gerade schon neue Projekte bei dir an? 

Ja, ein neuer Kinderfilm, in dem es um fünf Kinder geht, die ein Baby im Wald finden und sich dazu entschließen, den Eltern nichts davon zu erzählen und es selber versorgen 

Welcher Teil eines Fahrrades würdest du am liebsten sein? 

Die Pedale, damit ich so schnell wie möglich sein kann. 

"Träume am Meer" – EiBericht von Festival-Bloggerin Lahja 

Sakaris Stora und das Leben auf seiner kleinen Insel 

(Foto: Virginie Surdej)

In dem Film Träume am Meer geht es um das Mädchen Ester, die auf einer kleinen Insel lebt. Sie möchte unbedingt die Welt sehen und weg von der Insel, doch das ist schwierig. Als Ragna mit ihrem kleinen Bruder und ihrer Mutter auf die Insel zieht, findet Ester sie sofort interessant denn Ragna ist anders.  

Ragna reist ständig mit ihrer Familie in der Welt herum und trinkt sogar Alkohol. Auch Ragnas Mutter ist komisch, denn sie ist wenig da, trifft sich mit Männern und ist oft betrunken. Und dann ist da auch noch ein Junge der Ester ganz schon den Kopf verdreht hat und mit dem sie sich auch noch öfters trifft. Die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, Ester und Ragna,  entwickelt sich und wird immer stärker. Ragna allerdings weiß nicht, wann sie wieder weg muss und wie lange sie noch bei Ester bleiben kann.  

Der Regisseur Sakaris Stora ist auf einer kleinen Insel aufgewachsen, auf der auch der Film gedreht wurde. Ihm gefällt die Insel gut da, einfach jeder jeden kennt. Dort wohnen auch nur sehr wenige Leute. Mit sechs Jahren, als er zum ersten mal „Star Wars“  sah, kam er schon auf die Idee, Regisseur zu werden. Erst arbeitete er in einer Fischfabrik.  

Sakaris Stora war schon vorher bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck, allerdings nur mit Kurzfilmen. Zum ersten Mal war er 2011 mit dem Film „Der Fahrgast“ bei den Nordischen Filmtagen. Anschließend kamen noch Filme wie „Sommernacht“ und „Wintermorgen“Träume am Meer ist sein erster längerer Film. Um alle Szenen zu drehen hat die ganze Filmcrew ungefähr einen Monat gebraucht. Als erstes hatte Sakaris Stora die Idee zum Film und später hat er sich überlegt, worum es denn in dem Film gehen soll. Auch einige Szenen im Film sind so auf der Insel passiert. Zum Beispiel der Klub von Esters Mutter, bei dem sie sich mit Frauen trifft, Kuchen isst, strikt und vor allem sich über die neusten Dinge unterhält. Diesen Klub kennt Sakaris Stora schon von seiner  eigenen Mutter.  

"Kidnapping" – Eine Filmkritik von Festival-Blogger Malte Mohrmann (16) 

Eine Entführung mit unerwarteten Folgen 

(Foto: Regner Grasten Film)

Der dänische Kinderfilm "Kidnapping" vom Regisseur Frederik Meldal Nørgaard, handelt von Anders und seiner Familie, die mithilfe von ihrem Onkel einen reichen Jungen entführen.  

Am Anfang vom Film geht es um die Familie von Anders, einem circa 12-jährigen Jungen, der sehr viele Probleme in seiner Familie hat. Der Vater von der sechsköpfigen Familie kommt grade frisch aus dem Gefängnis und die Mutter überarbeitet sich täglich in den Nachtschichten. Das führt dazu, das sie plötzlich einen Schwächeanfall bekommt und alle zusehen müssen, wie die Mutter mit einem Krankenwagen in die Klinik eingeliefert wird.  

Parallel steht die Gerichtsvollzieherin wegen der hohen Mietschulden vor der Tür und lässt der Familie einen Tag, um auszuziehen. Deswegen fahren sie zu ihrem einzigen Zufluchtsort, ihrem Onkel Georg, und kommen erst einmal dort unter. Dieser Onkel überzeugt die Kinder einen Millionärssohn namens "Bernhard la Croix Eriksen von der Liebe" zu entführen um eine Millionen Kronen Lösegeld zu fordern. Wegen der großen Geldnöte der Familie stimmen die Kinder zu, und schmieden einen geheimen Plan, um ihren Eltern zu helfen. Das Kuriose ist nur, dass bei der Entführung Bernhard keinen Widerstand zeigt und sich mit den anderen Kindern anfreundet. Ihm kommt eine Abwechslung in seinem langweiligen Alltag ganz gelegen und er erlebt zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl zu einer Familie dazu zu gehören, denn sein Vater ist wegen seines Jobs nie für ihn da. 

Meiner Meinung nach ist der Film ein sehr gelungener Familienfilm, der sehr schön und berührend zeigt, wie Zusammenhalt in der Familie Funktionieren kann. Außerdem wird auch Kritik an unserer stressigen Gesellschaft geäußert. Die Rollen wurden sehr authentisch gespielt und man konnte sich sehr gut in die einzelnen Rollen der Kinder hineinversetzen.  

Film-Bewertung: Ich gebe dem Film "Kidnapping"  9 von 10 Punkten, da er viel Spaß gemacht hat zu gucken. Es ist ein schöner entspannter Kinderfilm, den ich für alle Kinder ab den empfohlenen 8 Jahren empfehlen würde.  

Link zum offiziellen Filmtrailer: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2017/8688.html 

"Room 213" - Eine Filmkritik der Festival-Bloggerinnen Jil Strieder (14) und Annika Schulz (14) 

Die Geschichte des geheimnisvollen Zimmers 213 

(Foto: media luna new films)

Elvira (Wilma Lundgren) hatte sich auf die Ferien gefreut, da sie mit einer Freundin in ein Feriencamp gehen sollte, doch am Abreisetag wurde Elvira enttäusch, weil ihr der Vater ihrer Freundin mitteilen musste, dass sie krank sei und nicht mitkommen könne. 

Ihre Lust auf das Feriencamp ließ vorerst nach. Als Elvira erstmal da war und sind näher mit ihren Zimmergenossen Meja (Ella Fogelström) und Bea (Elena Hovespyan) kennengelernt hatte, waren die Ferien noch gerettet. Deren Zimmer wurde durch einen Wasserschaden unbewohnbar, auf kurzer Hand wurde beschlossen, das sie in Zimmer 213 umziehen müssen, was ein Zimmer ist, welches seit Jahren nicht bewohnt ist. Das Zimmer ist eingestaubt, die Betten und die weiteren Gegenstände die sich im Raum befinden sind mit Laken abgedeckt. Dadurch wirkt das Zimmer geheimnisvoll.  

In der ersten Nacht verschwindet plötzlich Elviras Ring, zuerst denken sie es sei ein Streich von den Jungs, doch als dann in den weiteren Nächten immer wieder Gegenstände aus dem Raum 213 verschwinden sind alle aufgebracht. Alle drei sind am Rätseln, wer es gewesen sein könne. Sie dachten es sei ausreichend, dass immer Gegenstände verschwinden, doch wie das Schicksaal will kommt es noch schlimmer und in der Nacht sieht eine der Mädchen plötzlich, wie sich die Zimmertür öffnet und dort ein Rothaariges Mädchen steht, doch als sie das Licht anmacht verschwindet dieses Mädchen plötzlich. An einem Morgen liegt eine Nachricht vor deren Tür:„Fragt die Frau in dem roten Haus“. Also machten sie sich auf den Weg zum roten Haus, welches etwas abgegrenzt liegt. Das Haus befindet sich außerhalb des erlaubten BereichesDort finden sie einige merkwürdige Sachen über das Feriencamp heraus. Und das Rätzel wird mit Gravur gelöst. 

Wir finden den Film sehr spannend und liebevoll gemacht. Gerade durch die dargestellten Romanzen zwischen den Jungs und Mädchen. Daneben ist es aber auch ein sehr gruseliger Film, den wir nicht für Kinder unter 14 Jahren empfehlen würden. Der Film ist sowohl für Mädchen als auch für Jungs geeignet, da sich gegenseitig Streiche gespielt werden. Wir empfehlen den Film auf jeden Fall weiter, da er echt spannend ist. 

Wir finden der Film hat gute 9 von 10 Punkten verdient.  

"Screwed" – Eine Filmkritik von Malte Mohrmann (16) 

Der ganze Saal hat herzhaft gelacht 

(Foto: Edition Salzberger)

In dem Film Screwed vom Regisseur Nils-Erik Ekblom geht es um den introvertierten 17-jährigen Jungen Miku, der keine sexuelle Orientierung hat. 

Miku gibt in dem 96-minütigen Film mit seinem älteren Bruder eine fette Party bei sich im Elternhaus, während seine Eltern nicht anwesend sind. Diese Party getarnt als "Trauerfeier" läuft komplett aus dem Ruder, sodass sogar sein großer Bruder ins Krankenhaus eingeliefert werden muss.   Im Haus ist ein Glastisch zerbrochen und der halbe Vorgarten ist verwüstet. Als am nächsten Morgen seine Eltern in das Haus zurückkehren, bricht kurz die Welt bei ihnen zusammen. Sie schicken den Reinigungsdienst, den Miku gerufen hat, Hals über Kopf aus dem Haus und beschließen kurzerhand, mit dem 17-Jährigen als Strafe in ein ländlich gelegenes Ferienhaus zu fahren. Auf dem Land angekommen lernt Miku den gleichaltrigen Elias kennen, der sehr aufgeschlossen ist. Die beiden Jugendlichen lernen sich besser kennen und fühlen sich sehr voneinander angezogen. Es entsteht eine homosexuelle Bindung zwischen den beiden, in der sie alle ihre Probleme verdrängen können und Miku endlich eine sexuelle Orientierung hat. 

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, weil mir die komplette Story gezeigt hat wie wichtig es für manche Menschen ist, sich selbst zu finden und sich auf andere und neue Dinge einzulassen. Die Geschichte war spannend und durch viele zweideutige Stellen auch noch sehr witzig. Ich würde den Film Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen. Der Film wird nach meiner Meinung ab 16 Jahren bei all denen auf Interesse stoßen, die warmherzige und witzige Filme lieben.  

Film-Bewertung:Ich gebe dem Film "Screwed"  8 von 10 Punkten, da er ein immer noch sensibles Thema super aufbereitet und ein Drama durch viele Übertreibungen witzig macht. Mir hat es Spaß gemacht den Film zu gucken und der ganze Kinosaal hat sehr oft herzhaft gelacht. 

Link zum offiziellen Filmtrailer: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2017/8700.html 

"Kidnapping" – Eine Filmkritik von Alexander (12) 

Im Leben von Anders läuft nichts nach Plan

(Foto: Regner Grasten Film) 

Der Vater von Anders sitzt im Knast, seine Mutter ist mit allem überfordert und seine drei Geschwister prügelnstehlensind frech und machen DummheitenGerade als der Vater wieder aus dem Gefängnis entlassen wirdwird die Familie aus ihrem Haus geworfenweil sie acht Monate keine Miete gezahlt habenAls die Mutter ins Krankenhaus kommtbleibt dem arbeitslosen Vater mit den vier Kindern wegen akutem Geldmangel nichts anders übrigals bei dem kriminellen und chaotischen Onkel Georg unterzukommen 

Um an Geld zu kommen,  plant Georg ein Verbrechen mit der Unterstützung der Kinder. Ihre Mission ist es, den Sohn Bernhard eines reichen Geschäftsmannes zu kidnappen und vom Vater ein Lösegeld von einer Million Kronen zu erpressenDoch als  Betram, der jüngste Bruder von Anders, Bernhard näher kennenlerntwerden die beiden zu guten FreundenAls der Vater dahinterkommtdass sein Bruder die Entführung organisiert hat und die Kinder darin verwickelt hat, entscheidet erkein Geld zu verlangen und Bernhard einfach laufen zu assen. Da jedoch hatte der Butler der Fabrikantenfamilie, der sich ebenfalls bereichern wolltebereits die Polizei informiertAnders Familie wird festgenommen. Bleibt die Freundschaft der beiden Jungs trotz dieser schwierigen Situation erhalten? 

Ich würde den Film auf jeden Fall als familiengeeignet einstufen und als solchen weiterempfehlenVor allemweil es tolle Momente mit Freunden wie auch mit der Familie gibtTrotz anfänglicher charakterlicher Schwächen wachsen die Figuren dem Zuschauer immer mehr ans HerzEs gibt eine schöne Botschaft. 

Ich fand den Film sehr gut, weil die Mischung zwischen AbenteuerFreundschaft und Spannung sehr gut aufgeteilt istauch mit lustigen Szenen und musikalisch schön untermalt, und ich sehr große Lust hattediesen Film bis zum Ende anzuschauen.  

Ich persönlich gebe dem Film 9 von 10 Punktenweil er mich angesprochen und sehr gut gefallen hat 

"Versprechungen" -Eine Filmkritik von Olivia Köhnke (13)  

„Alles wird wieder gut und so wie früher“ 

(Foto: Hreyfimyndasmidjan/MPFactory)

„Alles wird wieder gut und so wie früher“ Dieser Satz fällt des öfteren in dem Film Versprechungen. Entweder von den Eltern, die gerade eine Trennungsphase durchmachen, doch dabei oftmals ihre Kinder vergessen und im Selbstmitleid versinken, oder auch von Hanna, die ihrem Bruder dies verspricht. Doch kann sie ihr Versprechen halten? 

Es wurden oftmals lustige Sprüche gesagt, wie zum Beispiel die Mutter über den Vater den Spruch sagte: Es schien ihm ähnlich seine eigene Beerdigung zu verpassen. Durchsolche Dinge wurden die oftmals traurigen Stellen etwas auflockerten. 

Allerdings war es ein ziemlicher 0815 Trennungsfilm (Eltern erzählen von der Trennung = Kinder traurig = Wollen etwas dagegen tun = Klappt nicht = Kinder streiten sich = vertragen = Ende lass ich offen). Das war etwas schade.  

Ich müsste den Film nicht unbedingt noch einmal gucken. Allerdings würde ich den Film für Jugendliche empfehlen. Vielleicht auch für Familien, die sich gerade trennenDas könnte vielleicht den Einfluss bewirken, dass sie sich nicht mehr so alleine mit ihren Problemen fühlen. Vor allem am Ende des Filmes kommt ein sehr schönes Aufmunterungsgedicht. 

Zu Besuch im NDR-Studio Lübeck - Ein Erfahrungsbericht von Sarah Thorwirth (16) 

Radio erklärt 

(Fotos: Olivia Köhnke)

Ein Teil des langen Gebäudes, welches am Gewässer der Altstadt Lübeck steht, ist der Sitz des NDR-Studios Lübeck, in dem sich am Vormittag des 2.11 sieben junge Festival-Blogger mit ihrem Leiter Torben Brinkema wiedergefunden haben. Anlass sind die Nordischen Filmtage Lübeck, über dessen Filme sich die Festival-Blogger ein Urteil bilden sollen und dieses in Kritiken, Berichten und Interviews, wiedergeben. Allgemein umfasst das Projekt der Blogger den Journalismus, mit Tendenz zum Schreiben, auch wenn dieser in den vielfältigsten Formen in der heutigen Zeit vertreten ist, darunter auch der Radio-Journalismus. Um von diesem ein klareres Bild zu bekommen und neue Eindrücke von der Branche zu gewinnen, haben wir uns mit dem freien NDR-Journalisten Thorsten Philipps zusammengesetzt, bereits vorhandenes Wissen ausgebaut und Fragen geklärt. Und davon gab es reichlich, auch von mir. 

Das Radio war für mich schon immer ein Medium, welches von Jahr zu Jahr mehr reguläre Zuhörer verliert, das, vor allem der NDR, in einer ewigen Zeitschleife der 70er bis 80er steckt. Die Sender, die sich tatsächlich in unserem hier und jetzt befinden, sind aber auch diejenigen, die neben den Nachrichten am meisten Nonsens reden. Private Sender müssten eine bestimmt Wortquote den Tag über erreichen, bei öffentlich rechtlichen Sendern sei er sich nicht sicher, war Thorsten Philipps Antwort. In Bezug auf die „Oldies“, die vor allem die junge Generation zu stören scheint, sagte er klar: „Hier geht es um den Adressatenbezug. Wir sprechen mit den Songs auch nicht die 70-Jährigen an, sondern die Leute, die sich zwischen 30 und 50 Jahren befinden. Das ist die Musik, mit der sie groß geworden sind.“ Übrigens, wussten Sie, dass der NDR rund elf verschiedene Sender hat? Ja, tatsächlich, und jeder davon hat sein eigenes Oberthema, also nix mit „Die machen alle das gleiche“, so wie ich gedacht hatte. So verschieden wie die Sender sind, sind auch die Zuhörerquoten. NDR Kultur zum Beispiel hat eine Zuhörerquote von ungefähr nur 30 Prozent!   „Das Radio steht zur Zeit, so wie der Journalismus insgesamt, in einem Umbruch. Wir stehen in einem ständigen Konkurrenzkampf mit den Streaming-Diensten. Die ziehen ganz schön an unserer Quote.“ Da konnten alle zustimmen, zumal die meisten von uns selber Nutzer dieser Streaming-Dienste sind. 

Hinter dem Begriff Radio-Journalismus und Journalismus allgemein ist mehr zu verstehen, als vorher von mir angenommen. Auch habe ich teilweise Fähigkeiten unterschätzt, die nicht vorausgesetzt, jedoch empfehlenswert sind. „Man sollte mehr können, als nur gut in Deutsch sein. Manche Kollegen sind manchmal die besten Beispiele: Baue ich eine Zahl in meine Texte, könne man sie überhaupt nicht mehr verstehen, weil sie auf einmal viel zu komplex wären. Also: Nicht nur Deutsch ist in dieser Branche das A und O!“  

"Kommen sie heute Nacht?"-Regisseur Emil Langballe Ein Interview von Amelié Engelmann (16) 

It was like an emotional rollercoaster

(Foto: Andreas Omvik)

What was your intention making this documentary? 

wanted to give a voice to the people ,especially the children, in those situations. I really wanted them to be seen and how that kind of wait can affect the dynamic in a familyIt’s mostly the children, who learns the new foreign language of the country really fast and somehow it can turn out that they kind of become the parent of there own parentsbecause they have to meet people and take care of so much stuff about the immigration. The parents are sometimes powerless and in trauma, so the children need and want to appear strong. But they can`t, because even if they have to life and act like a grown-up, they are not! 

It must have been a huge psychological stress for Rokshar to shoot this movieDid she appear strong all the time and how did she manage it all? 

She was breaking down constantlyIt was a bit like an emoitional rollercoasterIt was hard to find out when to film and when not, because we didn`t want the camera to be an extra pressure on her. But the most important thing to me was, that she wanted this movie to be madeSometimes she was like: " Emilyou have to film me like this, even I know its hard for you, but people have to see me in this situation so they can know about it". But of course there where days when she sad no, I dont want to be filmed todayWe told her right from the beginning, that she always could say no to us, because the last thing we wanted to do was to put too much pressure on her. 

So on some points did you even feel guilty about filming her? 

Definitly, after one scene I felt like would harm the child but after it I talked to her about it and she said: "Emil, why did you turn off the camera just before I started to cry?" So I knew it was not the camera that was harmfull for her. It was the situation she had to deal with in this moment. 

Did the family have any psycological support on set, like a therapist? 

Not on set, but we consulted people and talked to them about what we can do for the actorsFor example we asked a children psychologist things like, if we could film her in that scene, what can we do and what notwhen do we have to stop and so on. 

How was it for yourself to shoot a movie with that much emotional pressure on you and the actors? 

It was very difficult. 

How did you find that family? 

read about Roksharwho was introduced in a newspaper article. 

"Cloudboy" - Ein Zuschauer-Interview von Festival-Bloggerin Merle (12) 

„Es war mal was Neues“ 

(Foto: Merle)

Die Schülerinnen Josephine (12) und Mia (12) haben sich im Schulkino-Programm den Film Cloudboy angesehen. Sie verraten uns heute, was sie von dem Film halten. 

Wie hat euch der Film gefallen? 

Mia: Mir hat er eigentlich ganz gut gefallen es war mal etwas Neues. 

Josephine: Ich fand ihn auch gut und es war auch krass, dass sie mit echten Rentieren gedreht haben. 

Welche Szene hat euch am besten gefallen? 

Mia: Ich glaube meine Lieblingsszene war, als Niilas und Sunna in ihrem Zimmer saßen und sich über ihre Väter unterhalten haben. 

Josephine: Und ich fand die Stelle gut als sie den Geschirrturm immer höher gebaut haben. Ich habe gedacht, dass der Turm gleich umfällt. 

Wem würdet ihr den Film empfehlen? 

Mia: Ich denke der Film würde auch meiner Mutter sehr gut gefallen. 

Josephine: Ich würde den Film so ab 10 Jahren empfehlen. 

Was habt ihr von dem Film erwartet? 

Josephine: Also ich hab die Beschreibung im Programmheft gelesen und ich dachte irgendwie, dass die Mutter böse ist. 

Mia: Ich habe die Beschreibung nicht gelesen und ich dachte, dass es um einen Jungen geht, der von zu hause ausreißt und dann mit den Wolken zieht. 

Von 1 bis 10 - wie viele Punkte würdet ihr dem Film geben? 

Mia: Ich glaub eine 7. 

Josephine: Ich würde 8 Punkte geben. 

Wie ist bis Jetzt euer Eindruck von den Nordischen Filmtagen? 

Mia: Eigentlich macht es total Spaß mal Filme zu sehen, die man sonst nicht so sehen würde. Wenn ich ein Plakat mit diesem Film sehen würde, würde ich da niemals reingehen. 

Josephine: Ich finde die Nordischen Filmtage auch schön und die Filme, die da laufen, sind auch meistens gut. 

Link zum Filmtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=tJwYB80E4Ms 

"Kommen sie heute Nacht?" Ein Kommentar von Amelié Engelmann (16) 

"Etwas in mir hat sich dagegen gewehrt" 

(Foto: Made in Copenhagen)

14 Jahre, coole Freunde und beste Spielerin des Fußballspiels: Die 14 jährige Rokshar lebt ein Leben wie jede andere. Aber nur so lange sie bei ihren Freunden ist, in der Schule oder beim Sport. Nachts träumt sie nicht wie andere Teenies von Hollywoodstars mit smartem Lächeln oder einer großen Karriere als Star. Nein, sie träumt vom Krieg in Afghanistan.  

Sie musste mit ihrer Familie nach Dänemark fliehen. Diese Erinnerungen bestimmen über sie, ob sie es möchte oder nicht. Trotz beeindruckender Stärke wird dem Zuschauer immer wieder klar, dass auch sie unmöglich all das verarbeiten kann. Sie hat als einzige aus ihrer Familie schnell und erstaunlich gutes Dänisch gelernt. Aufgrund dessen ist auch sie diejenige, die mit der Ausländerbehörde telefoniert, sich um Anträge kümmert und übersetzt. Ab einem gewissen Punkt fängt dieses Verantwortungsgefühl an, sie mehr und mehr unter Druck zu setzten.  

Sie weiß, wenn sie abgeschoben werden, dann könnte es für sie alle den Tod bedeuten. Der Dokumentarfilm "Kommen sie heute Nacht" zeigt auf eine ungeschönte und doch eine so bewegende Art und Weise eines der Schicksale von vielen Flüchtlingsfamilien. So ergreifend, dass man im Kino für kurze Zeit vergessen möchte, dass es sich hierbei um einen Dokumentationsfilm handelt. Ich persönlich habe während des Films gemerkt, dass etwas in mir sich dagegen gewehrt hat glauben zu wollen, dass es wahr ist. 

"What will people say" – Eine Filmkritik von Flemming Baumgart 

Überzeugende Charaktere – aber keine leichte Kost 

(Foto: NFI)

Der Film  „What will people say -  in Deutsch „Was werden die Leute reden“ - handelt von dem 16-jährigen pakistanischen Mädchen Nisha, dass in Norwegen lebt und ein ganz normales leben führt. Ihre Eltern haben Pakistan verlassen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu erschaffen, und so stellen ihre Eltern hohe Erwartungen an sie, damit der Stolz der Familie hochgehalten wird. Dementsprechend gefällt es den Eltern gar nichtdass Nisha mit ihren Freunden auf Partys geht und sogar Marihuana konsumiert. Doch als sich ihr Freund in ihr Bett schleicht und der Vater beide erwischt, reicht es dem Vater. Er verprügelt  den Freund. Anschließend kommt er zu dem Entschluss, dass Nisha die Ehre ihrer Familie zerstört und schickt sie deshalb zu seiner traditionell lebenden Familie in Pakistan. Als sie nun gegen ihren willen nach Pakistan „entführt“ wurde, stellt sie sofort fest, dass ihr Leben sich grundlegend verändern wird. 

Meiner Meinung nach ist dieser Film einfach sehr gut gelungen, da die Regisseurin es geschafft hat, dass man sich mit der Hauptfigur Nisha identifizieren kann und somit eine ganz andere Sichtweise auf den Film bekommt. Man weiß bei ein paar Szenen genau was sie gerade fühlt oder durchmachen muss. Andererseits zeigt der Film auch das konservative Leben in Pakistan. Dort wird einem selbst auch mal wieder klar, wie gut man es eigentlich hat und was man hier als Selbstverständlichkeit erachtet einfach nicht selbstverständlich ist. So hat der Film sehr zum Nachdenken angeregt, was mich persönlich sehr berührt hat. 

Schlussendlich kann man sagen, der Film „What will people say ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen, da er über seine Handlung und seine Charaktere sehr überzeugt. Doch man muss sich bewusst sein, dass der Film keine „leichte Kost“ ist, sondern einen selbst mitnimmt und berührt. 

"Kidnapping" – Eine Filmkritik von Emma Karpa (15) 

Der kuriose Onkel Georg

(Foto: Regner Grasten Film)

Der dänische Kinderfilm "Kidnapping" von Drehbuchautor und Regisseur Frederik Meldal Nørgaard handelt von Anders und seinen drei Geschwistern, die zusammen mit ihrem Onkel eine Entführung planen, um die Familie von ihren Geldsorgen zu befreien. Da Anders Vater unschuldig im Gefängnis sitzt, muss seine Mutter alleine für die Familie sorgen und arbeitet deswegen in Nachtschichten. Grade als der Vater wieder aus dem Gefängnis freikommt, wird die Familie von einer Gerichtsvollzieherin aus der Wohnung geworfen 

Anders Mutter hat einen Schwächeanfall, bricht zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Die einzige Möglichkeit, die dem Vater und den vier Geschwistern bleibt, ist vorübergehend zu ihrem kuriosen Onkel Georg zu ziehen. Der allerdings hat schon wieder einen neuen Plan, um an Geld zu kommen. Die Kinder sollen eine feste Rolle spielen. Er will den Millionärssohn Bernhard la Croix Eriksen von der Liebe entführen und für ihn Lösegeld erpressen, wobei die Aufgabe der Kinder seien soll, sich mit ihm anzufreunden und während einer Kostümparty ins Auto zu locken. Die vier lassen sich darauf ein, um für ihre Familie Geld zu beschaffen, das sie dringend braucht. So entsteht eine Geschichte zum Mitfiebern, in der am Ende alle zusammenhalten müssen, damit es ein Happy End gibt.  

In die Charaktere, besonders die der vier Geschwister, kann man sich gut hineinversetzten und ich habe sie über die Dauer des Films sehr lieb gewonnen. Sie alle sind auf ihre Art sehr besonders, die große Schwester Winnie, die selbstbewusst und stark ist, der große Bruder Oskar, Anders und der kleine Bruder Bertram, der mir durch seinen Dickkopf am meisten ans Herz gewachsen ist. Bei den Dialogen zwischen den vieren musste ich viel lachen, da sie sich die ganze Zeit gegenseitig triezen und piesacken. Der Film hat aber nicht nur eine lustige Seite, sondern ist an vielen Stellen auch sehr bewegend, denn der Zusammenhalt in dieser Familie ist berührend und beispielhaft. Für mich ist die Botschaft, dass Eltern mehr mit ihren KIndern machen sollten, was man am Verhältnis zwischen dem Entführungsopfer Bernhard und seinem Vater sehen kann. Für mich ist es ein Film für die ganze Familie, der sich auch mit kleineren Kindern gucken lässt.  

Meine Bewertung sind 9,5 von 10 Sternen. 

Der Link zum Filmtrailer: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2017/8688.html 

"Trio - Jagd nach dem heiligen Schrein" – Eine Filmkritik von Alexander (12) 

Kann eine Kette auch Krankheiten heilen?

(Foto: NFI)

In dem Film geht es um die Jugendlichen Nora, Lars, Simon und Emma, die immer wieder spannende Fälle aufklären. Bei diesem Fall geht es um die unbekannten Kunstdiebe, die schon mehrere wertvolle Statuen und Bilder und anderes gestohlen haben sollen. Auch die Polizei  ist ratlos. Als allerdings Fred, ein Bekannter von Noras Großvaters, zu ihm kommt, um etwas zu verstecken, werden die Jugendlichen mit in den Fall hineingezogen.  

Da die vier sich gut mit Computern und Technik auskennen, sind sie den Verdächtigen oft, aber nicht immer überlegen. Lars hatte schon viel über den geklauten Schatz, auch Olav-Schrein genannt, herausgefunden. Denn eine Legende besagt, dass er alle Krankheiten heilen kann. Lars, der schon seit Jahren im Rollstuhl sitzt, träumt deshalb davon, wieder laufen zu können. Außerdem haben sich Nora und Simon, die sonst immer beste Freunde waren, zerstritten, was es nicht einfacher macht, diesen schwierigen Fall zu lösen. Jetzt müssen alle vier zusammenhalten und  müssen spannende und auch gefährliche Aufgaben bestehen, um die Räuber zu fassen.  

Empfehlen würde ich diesen Film für Jugendliche ab zehn Jahren, da es ein toller Abenteuerfilm ist, der zwischendurch ganz schön spannend ist. Ich denke, dass er sich auch für Familien sehr gut eignet. Außerdem ist der Film auch super für alle „drei Fragezeichen“ und „Fünf Freunde-Fans“, da es sich bei diesen Filmen auch um Abenteuer und Freundschaften handelt. Allerdings ist dieser Film nicht deutsch eingesprochen. Man muss also den deutschen Untertitel mitlesen.  

Mir gefällt der Film gut, da es viele coole und überraschende Effekte mit Computern gibt. Er ist so spannend,  dass man am liebsten gar nicht weg will, und den Film auf jeden Fall von Anfang bis Ende anschauen möchte. Jedoch fehlte mir persönlich noch der letzte Schliff.  

Alles in Allem würde ich dem Film und der Regisseurin Eva Frederike Dahr  8 von 10 Punkten geben und den Film auf jeden Fall weiterempfehlen. 

"Flucht in die Zukunft" – Ein Kommentar von Johanna Lutz (17) 

Die Zukunft macht es möglich 

(Foto: Bob Film Sweden AB)

Der Film ,,Flykten til Framtiden“ (Flucht in die Zukunft) handelt von dem jungen Svante, welcher sich in den 70er-Jahren, in denen der Film zum größten Teil spielt, sehr wohl fühlt. Seine große Liebe zur Musik kann er in seinem Plattenladen ausleben, der ihm und seinem Freund namens Bengan gehört. Doch Svante ist schwer krank, sein Arzt diagnostiziert bei ihm eine unheilbare Herzkrankheit, und so wird ihm verkündet, dass er nicht mehr lange zu leben hat.  

Völlig verzweifelt steigt Svante am Bahnhof in eine U-Bahn ein, und plötzlich gelangt er in das Jahr 2016. Hier besitzen die Menschen komische Geräte, mit denen man telefonieren und fotografieren kann und überhaupt ist alles für Svante anders. Als Svante versucht in seine Wohnung zu kommen, trifft er auf die hübsche Elsa, welche in der Zukunft in seiner Wohnung lebt. Sie ist zunächst skeptisch, ob sie Svante vertrauen kann und glaubt auch zunächst nicht an Zeitreisen, doch können Elsa und Svante gemeinsam Svantes Krankheit in der Zukunft besiegen? 

Der Film hat mich insgesamt sehr nachdenklich gestimmt. Gerade in den Szenen, in denen Svante zum ersten Mal seine 70er Jahrre verlässt und in Kontakt mit der Zukunft kommt, merkt man was für eine große Rolle die Digitalisierung in unserem heutigen Leben spielt. Bis vor einigen Jahren wussten viele Menschen noch gar nicht was ein Smartphone ist und zum jetzigen Zeitpunkt besitzt fast jeder ein eigenes. Dadurch, dass der Protagonist zunächst gar nicht weiß wie er das iPhone, welches er ausversehen aus der Zukunft mitnimmt, bedienen soll, wird einem klar, wie überaus selbstverständlich es geworden ist, zu wissen, wie man mit seinem Smartphone umgeht und es immer und überall dabeizuhaben. Dadurch bekommt man einen ganz anderen Blick auf unsere Zeit, da wir in dem Film Svantes Zukunft darstellen. 

Da der Film gerade den Fokus auf  die Musikbranche legt, durch Svantes Arbeit im Plattenladen und die Musik im Film an sich, merkt man wie sich das Verhältnis zur Musik innerhalb der Jahre gewandelt hat. Der Protagonist brennt noch für seine Platten, ist außerdem ein großer Fan von Abba und kann es nicht abwarten, bis neue Alben erscheinen. Heutzutage ist es eher so, dass wir in der Welt von Spotify leben, es gibt wöchentlich neue Charts und nur wenige  blühen noch so richtig auf in der Musik. Daher fand ich es gerade toll, dass das Verhältnis zur Musik in den 70er-Jahren gezeigt wurde, so konnte ich mal einen Zeitsprung in eine ganz andere Zeit wagen. 

Toll an dem Film sind die Kostüme und die Ausstattung an sich, da diese wirklich bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden und so dem Film eine wunderbare Authentizität verleihen. Darüber hinaus verleihen die Kleidung des Hauptdarstellers, nämlich hohe Plateauschuhe und eine weite Schlaghose, ihm eine Einzigartigkeit und lassen dieses Zeitalter wieder auflebenEmpfehlen würde ich den Film für Jugendliche und Erwachsene ab circa 14 Jahren, und für alle, die gerne (etwas vorhersehbare) Liebesgeschichten sehen und die gerne mal einen Zeitsprung zurück in die 70er-Jahre wagen wollen.  

Abschließend kann gesagt werden, dass es ein schöner Film ist mit einer umfangreichen Ausstattung, tollen Schauspielern und einer guten Filmmusik. 

"3 Dinge" – Eine Filmkritik von Festival-Bloggerin Janna Klabunde

Ein Abend, der alles verändert

(Foto: Morten Lundrup)

3 Dinge ist mehr als nur NikolaCostar-Waldau  („Game of Thrones“), der Mikael verkörpert. Oder die Low Budget Produktion, die es schafft, einen einzigen Tag in einem winzigen Hotelzimmer zu zeigen, ohne je langweilig zu werden. Das Spielfilm-Debüt des dänischen Regisseurs Jens Dahl hat zudem eine komplexe Storyline, bei der viel angedeutet wird ohne je ausgesprochen zu werden. 

Der Sprengstoffspezialist Mikael hat gemeinsam mit einigen Komplizen 60 Millionen Kronen entwendet. Klar, dass die Polizei seine Aussage gegen die Drahtzieher der Aktion unbedingt benötigt. Das weiß Mikael natürlich zu seinem Vorteil zu nutzen. Er verlangt drei Dinge gegen die entscheidenden Hinweise zur Fallklärung: ein Gespräch mit seiner Ex Freundin, eine Truhe mit (anfangs) ungeklärtem Inhalt und eine Portion Butterhähnchen. Im Laufe des Films zeigen sich sowohl ungeahnte Ausmaße der gescheiterten Mission und brisante Details über ihre Anstifter, als auch die Zusammenhänge zwischen den drei scheinbar nicht zusammenhängenden Forderungen Mikaels. 

Der Film überzeugt mit einem kleinen Cast der ab der ersten Minute zu harmonisieren scheint, trotz Interessen, die verschiedener nicht sein könnten. Außerdem ist man in den 88 Minuten von „3 Dinge", die eine reale Zeitspanne von mutmaßlich 12 Stunden umfasst, nicht ein einziges Mal versucht, zur Uhr zu schauen aus Angst, man könnte eine Kleinigkeit oder gar einen schnippischen Kommentar von Mikael verpassen. Der Film ist für jeden zu empfehlen, der nicht nur das Offensichtliche liebt sondern gerne vermutet, rätselt und überrascht wird. 

"Ab in den Himmel" – Eine Filmkritik von Alexander (12) 

Das Leben ist kein Ponyhof 

(Foto: P. A. Jörgensen / Memfis Film)

Durch ein Versehen landet die 8-jährige Pottan in ihren Ferien statt wie geplant auf einem Ponyhof auf einem Recycling-Hof. Dort wird sie von drei sehr außergewöhnlichen Typen anfangs widerwillig aufgenommen: Ture, ein Technikgenie, Dennis, der aus dem Gefängnis geflohen ist und der hochnäsige Chef Rydberg. Spannend wird es, als Pottan unerwartet mitten im Sperrmüll spannende Dinge auf dem Recycling-Hof entdeckt und dann in das geheime Raketenprojekt des Trios eingeweiht wird.  

Dabei ist ihre Mission, dass sie teuren Weltraumschrott aus dem All holen und teuer verkaufen wollen. Eile ist geboten, denn auch die Konkurrenz hat die gleiche Idee. Die gemeinsame Aufgabe schweißt die Vier auf dem Weg zu diesem besonderen Abenteuer zusammen. Doch der erste Raketentest geht durch ein Versehen schief, so dass sie ihr Team um einen Experten, den klugen und sympathischen Raketenbauer Babblan, erweitern müssen. Durch ein Versehen wird Pottan mit der Rakete ungewollt ins Weltall geschossen. Zwischenzeitlich sind die unterschiedlichen Typen zu echten Freunden geworden und wachsen dabei über sich hinaus, alles zu tun, Pottan zu retten und alles zum Guten zu wenden. 

Ich würde diesen Film sowohl Kindern wie auch Erwachsenen empfehlen. Ich glaube, dass selbst technik- und filmverwöhnte Zuschauer Spaß daran haben werden. Er ist ein wunderschöner Familienfilm, eigenständig in der Darstellung, mit charmanten, intelligent gezeichneten Charakteren, zu keinem Zeitpunkt langweilig mit vielen fantasievollen Details und Figuren, mit witzigen Musikelementen, dabei mit Szenen zum Lachen und spannend zugleich. 

Dieser Film ist einer der schönsten, die ich je gesehen habe. Die Charaktere und die Entwicklung der Freundschaften finde ich wunderschön dargestellt und sehr wertvoll. Ich persönlich würde dem Film darum 10 von 10 Punkten geben. 

"Screwed" – Eine Filmkritik von David Bruce-Boye (16) 

Die Party läuft aus dem Ruder

(Foto: Edition Salzberger)

In dem 96 Minuten langen Film „Screwed“ von Nils-Erik Ekblom, geht es um einen introvertierten 17-jährigen Jungen mit dem Namen Miku, der sich durch unvermeidliche Umstände weiterentwickelt und selbst findet.  

Der Film startet mit einer Party, die Miku mit der Hilfe seines Bruders in Abwesenheit seiner Eltern veranstaltet. Diese läuft allerdings relativ schnell aus dem Ruder, wodurch Miku, da sein Bruder noch rechtzeitig die Flucht ergreift, von seinen Eltern zur Bestrafung dazu gezwungen wird, mit ihnen den Rest der Sommerferien alleine in einem etwas abgelegenem Ferienhaus zu verbringen. Dort lernt Miku den gleichaltrigen, selbstbewussten Erik kennen, die  beide sofort eine gegenseitige Bindung verspüren.  

Durch Erik stellt sich Miku zum ersten mal seiner zuvor unterdrückten Homosexualität und geht seine Probleme mit einer anderen Einstellung und Mentalität an. Dessen Eltern erleichtern Miku es auch nicht, ehrlich mit sich selbst zu sein und durch manche, für ihn sehr peinliche Momente distanziert sich Miku noch mehr als zuvor über einen gewissen Zeitraum von seinen Eltern und flieht mit seinem neu gefundenem Freund an ruhige Orte, wo sie sich hauptsächlich mit Bier betrinken, rauchen und die Landschaft erkunden. In dem Film wird schnell klar, dass die beiden unangepassten Jungen sich gegenseitig brauchen, um mit ihren persönlichen Angelegenheiten klar zu kommen. 

Der Film, der ein doch ziemlich ernstes Thema angeht, schafft mit seinem zweideutigem Humor und realistischem Drama ein gutes Zusammenspielen. Der Film hat für mich einen geschickten Weg gefunden, das in unserer Zivilisation ein eher kontroverses und „angespanntes“ Thema ist, mit diesem obergenannten Humor aufzulockern. Meiner Meinung nach konnte der Film die Unterschiede zwischen Miku und Erik gut darstellen und überzeugte. Das gilt auch für die Entwicklung Mikus von einem introvertierten, etwas ängstlichen Teenager, der seine sexuelle Orientierung versucht unteranderem durch Gruppenzwang zu unterdrücken, zu einem sich den Tatsachen stellenden jungen Mann, der sich traut und bereit ist seinen eigenen Weg zu gehen.  

Für mich wirkte der Film jedoch an manchen Stellen in die Länge gezogen und mit einem dafür nicht ganz so abgeschlossenem Ende. Doch der Drehpunkt, wo sich Miku dazu entscheidet seinen Bruder über ein Telefonat und seiner Mutter, die ihm anfangs Probleme verschaffte, persönlich zu sagen, dass er schwul ist. Und auch das dies beide überhaupt nicht schlimm finden, ist für mich auf jeden Fall ein positiver Aspekt.  

Auf einer Skala bis zu zehn Punkten gebe ich dem Film 7,5 Sterneda er mich auf jeden Fall überzeugen konnte.    

Link zum offiziellen Filmtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=voWqDkKoj2E 

"Thelma" – Eine Filmkritik von Martha Lorenzen 

Zwischen Psychothriller, Glaubenskritik und Super Natural 

(Foto: Motlys)

Thelma (Eili Harboe) ist eigentlich eine ganz normale Studentin in Oslo, vielleicht etwas einsamer, etwas konservativer, etwas christlicher als die meisten. In der Bücherei der Universität lernt sie die Chemiestudentin Anja (Kaya Wilkins) kennen, die fast alles ist, was Thelma nicht ist: Sie trinkt, raucht, hat einen Freund und einen großen Freundeskreis.  

Schon bald verlieben sich die beiden Frauen ineinander. Doch was so schön sein könnte wird vor allem dadurch geprägt, dass Thelma beginnt Epilepsie ähnliche Anfälle zu bekommen. Ihre Ärzte untersuchen sie, doch bemerken schon bald, dass es sich nicht um Epilepsie handelt. Thelma, die zudem mit ihrem Glauben und ihren Wertevorstellungen hadert, beginnt nachzuforschen und ihre eigene Familiengeschichte zu durchleuchten. Regisseur Joachim Trier schafft es in „Thelma“ von der ersten bis zur letzten Sekunde eine unfassbar große Spannung beim Zuschauer aufzubauen.  

Die Geschichte, die der Film erzählt ist spannend und gut geschrieben, zudem wird sie unterlegt mit gut gewählter Musik und Bildern, die man aufgrund der Intensität und der Ästhetik nicht so schnell vergessen kann. Doch jede Feinheit des Drehbuchs und jedes noch so schöne wie brutale Bild verschwindet im Schatten des meisterhaften Schauspiels von Eili Harboe. Sie schafft es in jedem Moment, in dem sie zu sehen ist, ihre schwierige Rolle sowohl emotional als auch körperlich auf den Punkt zu spielen. Doch auch die junge Grethe Eltervåg, die Thelma als junges Kind verkörpert, spielt ihre Szenen souverän und besser, als manche Kinderdarsteller in großen Hollywoodblockbustern.  

„Thelma“ ist ein Film zwischen Psychothriller, Super Natural und Kritik am Missbrauch von Glauben, der grandios besetzt ist und Bilder erzeugt, die unter die Haut gehen. Dem von Norwegen in der Kategorie "Bester Fremdsprachiger Film" für den Oscar nominierten Film hätte es allerdings vor allem in der Mitte des Films, wo er sich stark zieht, gut getan, wenn er um zehn bis zwanzig Minuten gekürzt worden wäre. Deswegen bekommt er von mir gut gemeinte 8 von 10 Sternen 

"Flucht In die Zukunft"  Eine Filmkritik von Merle (12) 

Eine U-Bahn aus der Zukunft 

(Foto: Johan Bergmark)

Svente (Elias Palin) arbeitet in einem Musikladen. Eines Tages erfährt er von seinem Arzt, dass er eine unheilbare Herzkrankheit hat. Sein Leben macht eine rasante Wendung. Keiner weiß, wie lange er noch zu leben hat. Er könnte jederzeit tot umfallen. Verlassen und allein sitzt er an einer U-Bahn-Station als plötzlich eine blaue U-Bahn einfährt, eine U-Bahn aus der Zukunft. Dies bemerkt er jedoch erst, als er schon in der U-Bahn steht. Nun ist er in der Zukunft, im Jahre 2016 und 43 Jahre entfernt von seiner Zeit. Auf der Suche nach seinem Apartment lernt er Elsa (Victoria Dyrstad) kennen. Wird sie ihm helfen können? Am nächsten Morgen macht er sich auf den Weg zum Krankenhaus. Dort wird ihm gesagt, dass die Person mit seiner ID Nummer am 1. September 1973 starb. Schnell wird ihm bewusst, dass er nur noch vier Tage zu leben hat. Nur eine Operation kann ihm helfen. Aber wie soll er in der kurzen Zeit das Geld dafür sammeln? 

Der Film ist meiner Meinung nach echt etwas Besonderes, was ich so noch nicht gesehen habe. Ich finde es sehr spannend zu sehen, wie das Leben in den 70ern war und wie Svente mit den modernen Geräten der Zukunft umgeht. Ich finde es überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Film im Programmheft unter Komödie eingestuft wird, da für mich eher die Tragödie im Vordergrund steht. Mit den Englischen Untertiteln bin ich überraschend gut zurecht gekommen. Auch wenn ich Vieles nicht verstanden habe war die Grundhandlung erkennbar. 

Trotzdem würde ich den Film nur Leuten empfehlen, die Grundkenntnisse in Englisch haben. Wenn man die Sprache aber einigermaßen beherrscht, kann man meiner Meinung nach auch schon mit 12 in den Film gehen. Der Film eignet sich auch gut für Erwachsene. 

Bewertung der Autorin: 9 von 10 Punkten 

Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=zVZTZe9AtzY 

"Die Jagd nach dem heiligen Schrein" - Eine Filmkritik von Merle (12) 

Ein ziemlich eintöniger Jugendfilm 

 (Foto: NFI)

Der Film handelt von vier Jugendlichen die versuchen drei Verbrecher zu stoppen. Die Story beginnt mit einem Liebesdrama. Nora (Naomi Hasselberg) rastet total aus, weil ihr Freund Simon (Henrik Hines Grape) mit einem anderen Mädchen flirtet. Als sie mit Ihrem Großvater darüber redet, taucht plötzlich ein Unbekannter namens Fred auf. In der Hand hält Fred eine Briefschatulle und er bittet Noras Großvater, ihn für ein paar Tage zu verstecken. Er nimmt ihm die Briefschatulle ab und sagt zu ihm, er wolle ihn nie wieder hier sehen. Nora, die das Gespräch belauscht hat, verfolgt Fred. Gerade als Fred in sein Auto einsteigen will steigen zwei Männer aus einem schwarzen Volvo und entführen Fred. Nora informiert ihren besten Freund Lars (Björnar Lysfoss Hagesveen), der das Auto mit einer Drohne verfolgt. Nora fährt zurück zum Haus von ihrem Großvater und holt die Briefschatulle aus ihrem Versteck. Darin befindet sich ein Knochen. Aber was ist an einem Knochen so wertvoll? Genauere Untersuchungen des Knochens führen sie in eine Kirche. Von dort aus verfolgen sie eine spannende Fährte. 

Der Film ist schon gleich am Anfang sehr spannend, da schon in der ersten Minute ein Diebstahl stattfindet. Doch leider schafft der Film es nicht diese Spannung aufrecht zu erhalten und er wird zu einem ziemlich eintönigen Jugendfilm. Ein paar Kinder jagen Verbrecher und müssen verschiedene Aufgaben bewältigen. 

Eine Sache hebt den Film dennoch von den anderen ab: Lars kann nicht Laufen und fährt den anderen immer mit einer Art Rollstuhl hinterher. Seine körperliche Einschränkung kann er durch seine wirklich beeindruckende Intelligenz wieder ausgleichen. So ist er trotzdem immer mittendrin und ein sehr wertvolles Mitglied der Gruppe. 

Der Film ist meiner Meinung nach nicht schlecht aber eben auch nicht besonders gut. Er ist einfach nichts besonderes, wie man es sonst von den Nordischen Filmtagen kennt. 

Empfehlen würde ich den Film ab 10 Jahren, er ist auch sehr gut für Familien geeignet. 

Bewertung der Autorin: 6 von 10 Punkten 

Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=RSzTzHFdD_o 

"Screwed" - Eine Fimkritik von Martha Lorenzen (15) 

Mein neuer Lieblingsliebesfilm – Extrem durchgeknallt und ein tolles Drehbuch  

(Foto: Edition Salzgeber)

Es gibt nur wenige Filme, die man nach den ersten zehn Minuten schon abgöttisch liebt, ohne vorher irgendetwas von dem Film gesehen oder gewusst zu haben. „Screwed“, der erste Spielfilm des Regisseurs Nils-Erik Ekblom, ist einer von diesen.
Er erzählt die Geschichte des sehr in sich gekehrten siebzehn jährigen Miku (Mikko Kauppila), der, nachdem er und sein großer Bruder (Juho Keskitalo) während einer Party das Haus der Familie demoliert haben, zwangsweise mit aufs Land in ein kleines Ferienhaus geschleppt wird.  

In der Tristesse des Familienurlaubs lernt er den selbstbewussten und sich jeder Kategorie entziehenden Ellias (Valtteri Lehtinen) kennen, der auf die Frage ob er bi sei nur Antwortet: „Ich bin Ellias.“ Gemeinsam schwimmen, rauchen, betrinken sie sich und versuchen gemeinsam ihren verkorksten Familien zu entfliehen. Elias forsche und unangepasste Art löst bei Miku aus, dass er sich seiner eigenen Homosexualität stellen kann.  

Screwed“ glänzt nicht nur durch sein tolles Drehbuch, die schönen Naturaufnahmen und die Charaktere, die alle extrem durchgeknallt sind, sondern vor allem durch das fantastische Schauspiel der beiden Hauptdarsteller. Ihre Sommerliebe kauft man ihnen von der ersten bis zur letzten Sekunde ab, angefangen von dem ersten gemeinsamen Betrinken in einer Bar, die Bier für einen Aufpreis von zwei Euro auch an Minderjährige verkauft, wo die Funken nur so sprühen, über all die leidenschaftlichen Küsse, von denen einer in eine wunderschön gefilmte, stumme Sexzsene mündet, bis hin zu den Momenten, in denen sich alles und jeder wie ein einzieges Arschloch aufführt. So verwundert es nicht, wenn sich mancher im Publikum die Augene reibt und den Regisseur nach der sexuellen Orientierung der beiden Hauptdarsteller fragt. Doch auch all die Nebenfiguren, obwohl etwas abgedreht und überzeichnet, sind optimal besetzt.  

Nils-Erik Ekblom schafft in „Screwed“ den perfekten Spagat zwischen einem Drama übers Erwachsenwerden, schwierige Familien und Sexualität und einer Komödie, die ihren Witz Großteils aus gut geschriebene Situationskomik und dem Schweigen an den richtigen Stellen zieht. Diese wirkt noch besser, wenn man weiß, dass alle Szenen nach Aussage des Regisseurs wirklich so passiert sind, genauso wie sämtliche Figuren auf echten Menschen basieren.  

Ich gebe „Screwed9 von 10 Sternen. Es ist ein herzerwärmender und gut gespielter Film, der grade dabei ist für mich zu meinem neuen Lieblingsliebesfilm zu werden. Nach dem Schauen des Films hatte ich nur einen Gedanken: „Nochmal!“  

Videointerview mit Kinobesucher Wolfgang Neth - Von David Bruce Boye (16), Emma Karpa (15) und Malte Mohrmann (16)


"Beyond Dreams"- Regisseurin Rojda Sekersöz - Ein Videointerview von Janna Klabunde und Anton Kleinheins

"Trio - Jagd nach dem heiligen Schrein" – Eine Filmkritik von Lahja (12) 

Abenteuer, Freundschaft und der heilende Schrein  

(Foto: NFI)

In dem Film geht es um die Jugendlichen Nora, Lars, Simon und Emma, die immer wieder spannende Fälle aufklären. Bei diesem Fall geht es um die unbekannten Kunstdiebe, die schon mehrere wertvolle Statuen und Bilder und anderes gestohlen haben sollen. Auch die Polizei  ist ratlos. Als ein Bekannter von Noras Großvaters, Fred, allerdings zu ihm kommt um etwas zu verstecken, werden die Jugendlichen mit in den Fall hineingezogen.  

Da die vier sich gut mit Computern und Technik auskennen, sind sie den Verdächtigen oft überlegen. Lars hatte schon viel über den geklauten Schatz, auch Olav-Schrein genannt, herausgefunden. Denn eine Legende besagt das er alle Krankheiten heilen kann. Lars, der schon seit Jahren im Rollstuhl sitzt, träumt deshalb davon, wieder laufen zu können. Außerdem haben sich Nora und Simon die sonst immer beste Freunde waren zerstritten, was es nicht einfacher macht diesen schwierigen Fall zu lösen. Jetzt müssen alle vier zusammenhalten und sie müssen spannende und auch gefährliche Aufgaben bestehen, um die Räuber zu fassen.  

Empfehlen würde ich diesen Film für jugendliche ab zehn Jahren, da es ein toller Abenteuerfilm ist, der zwischendurch ganz schön spannend ist. Ich denke, dass er sich auch für Familien sehr gut eignet. Außerdem ist der Film auch super für alle „drei Fragezeichen“- und „Fünf Freunde“-Fans, da es sich bei diesen Filmen auch um Abenteuer und Freundschaften handelt. Allerdings ist dieser Film nicht deutsch eingesprochen. Man muss also den deutschen Untertitel mitlesen.  

Mir gefällt der Film gut, da es viele coole Effekte mit Computern gibt. Er ist auch auf jeden Fall spannend, so dass man am liebsten gar nicht weg will und den Film auf jeden fall von Anfang bis Ende anschauen möchte. Jedoch fehlte mir persönlich noch der letzte Schliff.  

Alles in Allem würde ich dem Film und der Regisseurin Eva Frederike Dahr 8 von 10 Punkten geben und den Film auf jeden Fall weiterempfehlen.  

"Flucht in die Zukunft" – Eine Filmkritik von Lahja (12)

Zarte Liebe in der Zukunft 

(Foto: Johan Bergmark)

Svante lebt in den 70ern und hat eine Herzkrankheit, die ihm das leben ziemlich schwer macht, da es in seiner Zeit noch keine Heilung gibt. Als er eines Abends niedergeschlagen in den Zug steigt sehn in plötzlich alle Leute komisch an. Sie halten komische Walki-Talkis in den Händen und sind komisch gekleidet. Als Svante in seine Wohnung zurück will wohnt da plötzlich ein junges Mädchen. Dann ist ihm klar: er ist in die Zukunft gereist.  

Svante ist nun im Jahre 2016, wo es natürlich auch die medizinische Versorgung gibt die er benötigt. Doch diese Operation zu bekommen ist nicht so leicht, denn die ist teuer. Zu teuer als das er sich diese leisten könnte. Zum Glück ist da noch Elsa, die ihm irgendwie diese komische Geschichte glaubt. Zusammen wollen sie Geld für die Operation bekommen. Nach einigen treffen, bei denen Svante immer zwischen den beiden Zeiten mit dem Zug hin und her reist, entsteht zwischen den beiden eine starke Beziehung und eine zarte Liebe. Um so schlimmer ist es, dass seine Krankheit immer weiter voranschreitet.  

Meiner Meinung nach ist es ein sehr schöner Film der eine Liebesgeschichte auf eine traurige, aber auch irgendwie auf eine witzige Art erzählt. Auf jeden Fall gab es auch einige Gänsehautmomente, die vor allen Dingen durch die tolle Musik gekommen sind.  Die Musik war immer ziemlich fröhlich und auch aus den 70ern, was ich selber auch sehr interessant fand. Aber auch die Schauspieler haben ihre Rolle echt gut gespielt. Besonders gut hat mir auch die Idee der Geschichte gefallen. Und die Sprünge zwischen den Zeiten, dass es einmal so war wie man es Heute kennt und wie es vor vierzig Jahren war. 

Ich denke, dass sich der Film besser für Erwachsene und jugendliche eignet als für Kinder, da auch manche Liebes Szenen darin vorkommen. Außerdem ist der Film schwedisch und mit englischem Untertitel so das man schon etwas Englisch können sollte um den Film gut zu verstehen. Für Leute die gerne Liebesgeschichten mögen lohnt es sich den Film anzuschauen.  

Ich würde den Film auch weiterempfehlen und gebe ihm 9 von 10 Punkten. 

Studiobesuch beim NDR - Ein Erlebnisbericht von Tobias Pulter (16)

On Air beim NDR 

 

(Fotos: Tobias Pulter)

Die Jungen Festival-Blogger besuchten am Donnerstag das Studio des NDR in Lübeck. 

Es passte genau, der erste Film des Tages war um viertel vor Elf zu Ende, und danach konnte man sich gemütlich zum NDR-Studio in den Lübecker Media-Docks bewegen. Auf dem Weg wurde noch kurz beim Bäcker oder bei Rewe angehalten, um sich für die nächsten Stunden zu stärken. Als die kleinere Gruppe dann pünktlich um halb 12 vor dem Studio Eingang wartete, war jedoch von Torben noch nichts zu sehen. Kurze Zeit später kam er aus einem großem Fenster im Erdgeschoss heraus und meinte: „Hier seid Ihr richtig!“  

Im Eingang wurden wir auch freundlich von Redakteur Thorsten Philipps begrüßt. Er nahm uns dann mit in das Aufnahme- bzw. Tonstudio. Dort herrschte schon eine andere Atmosphäre als in den großen Räumen der Media-Docks, da die Wände mit speziellen Schallbeschichtungen verkleidet waren. Dort erzählte Thorsten Philipps uns über den NDR an sich, die verschiedenen Sender, sprich NDR 1, NDR 2, und so weiter. Wir erfuhren auch, dass die Sender mit Absicht auf verschiedene Hörergruppen abgestimmt sind. Zudem erzählte er uns über seine Berufslaufbahn, seine Aufgaben und aktuellen Projekte. 

In der anschließenden Fragerunde erklärte er uns den Unterschied zwischen einem angestellten Mitarbeiter und einem freiwilligen Mitarbeiter beim NDR. Auf unsere Fragen antwortete er präzise und genau. So erfuhren wir, dass er als erstes bei Sat. 1 in Kiel arbeitete und dann erst zum NDR kam.Nach den Fragen mussten wir das Tonstudio leider verlassen, da es für eine Live-Schaltung vorbereitet wurde. Wir konnten uns jetzt einmal einen Überblick über das kleine aber feine NDR-Studio in Lübeck verschaffen. Wir erhielten noch kleinere Souvenirs, wie eine NDR 1 Tasse, einen Schlüsselbund und einen Regenponcho. Danach wurde jeder von den anwesenden Festival-Bloggern ganz kurz interviewt. Einzelne Sequenzen davon gibt es am Donnerstagabend den 2. November bei NDR 1 Welle Nord (Sequenz 93.1) zwischen 21 und 22 Uhr zu hören. Damit endete auch schon der schöne Exkurs zum NDR in Lübeck. Die Festival-Blogger waren begeistert und haben sich über den Ausflug sehr gefreut.  

"Der Gipfel- Performing G20"-Regisseur Rasmus Gerlach – Ein Video-Interview von David Bruce-Boye, Malte Mohrmann und Emma Karpa

"Das Erdbeerland" - Ein Video-Kommentar von Janna Klabunde (16)

"Der Gipfel - Performing G20"- Ein Bericht von Sarah Thorwirth

(Foto: Olaf Sobczak)

Um genau 16.15 Uhr ertönten die ersten Worte, allerdings nicht die aus Rasmus Gerlachs Doku „Der Gipfel - Performing G20“, wie eigentlich erwartet. Es waren Worte seinerseits  vor dem Publikum im Saal des CineStars über das Entstehen seiner Dokumentation, schließlich ist es eine der anderen Art: Jede einzelne Sekunde nahm er selber auf, jede einzelne Sekunde befand er sich selber im Geschehen. Wäre das kein Thema seiner kurzen Rede gewesen, hätte man es jedoch fünf Minuten später, als die ersten Bilder auf die große Leinwand gestrahlt wurden, erkannt. Circa eineinhalb Stunden lang lässt diese die Zuschauer Zeugen des Wahnsinns werden, welcher die Straßen Hamburgs während des G20 Gipfels in Beschlag nahm.

Jegliche Protestformen wurden in dieser Zeit aufgefasst und manche stückweit begleitet, Hintergründe für diese Aktionen wurden gesucht und die Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und Demonstranten aus erster Hand vermittelt. Gerade am Anfang sind die Geschütze, welche erste Anzeichen für erwartete ernste Situationen sind und mit denen die Polizei anrückt zu erkennen, sowie Probleme der Beamten mit Hamburgs demonstrierenden, teils gewaltbereiten Einwohnern dargestellt. Doch auch die Kreativität, die sich in Form der verschiedenen friedlichen Demonstrationen äußert, wie auch die Gewalt, die von der Seite der Polizisten ausgeht, spielen eine große Rolle. Beide scheinen jedoch nicht im Einklang zu sein, die Polizei wappnet sich gegen alles, was den leisesten Hauch von Widerstand hergibt, mit der Folge einer hohen Verletztenrate - beider Seiten.  

Rasmus Gerlach interviewt Betroffene, weitgehend Unbeteiligte wie auch Beteiligte, in jeglicher Hinsicht, und gibt auch seine eigene Meinung zum Geschehenen preis, erweitert die Eindrücke des Zuschauers durch Schilderungen aus verschiedenen Perspektiven und hilft so, seine Meinung hinsichtlich des Gipfels und alles damit Verbundende zu prägen. 

Vor allem jedoch sticht die Kameraführung ins Auge, sie wirkt amateurhaft, was das Filmerlebnis gerade in den ersten zehn Minuten beeinträchtigen kann, bis auffällt, dass die Dokumentation mit einer kleinen Kamera entsteht, welche sich Anremplern und Körperkontakt aussetzen muss und immer plötzlich im Geschehen war. Aufgrund des einmaligen Einblicks mitten in die Zeit des 7. und 8. Julis 2017, war dies ein Fakt, über den hinweg geschaut werden konnte und mit seinem fesselnden Inhalt ausglich.  

Die Aufräumarbeiten und Schäden in Hamburg waren die letzten Szenen, die die Zuschauer zu sehen bekamen, bevor sie in Applaus verfielen und Rasmus Gerlach sich den Fragen dieser stellte. 

Link zum offiziellen Filmtrailer: https://m.youtube.com/watch?v=ugdYazYCJVY 

"Zimmer 213" - Eine Filmkritik von Merle (12) 

"Die Handlung ist überraschend und unvorhersehbar"

(Foto: media luna new films)

Elvira (Wilma Lundgren) lernt in einem Feriencamp die beiden Mädchen Meja (Ella Fogelström) und Bea (Elena Hovespyan) kennen. Ein Wasserschaden macht ihr Zimmer unbewohnbar und sie müssen kurzerhand umziehen in das Zimmer 213. Das Zimmer hat seit Jahren keiner mehr betreten und angeblich soll es dort spuken. 

Über Nacht verschwindet plötzlich Elviras Ring. Alle drei rätseln, wer wohl den Ring geklaut haben könnte. Aber es kommt noch schlimmer: In der Nacht darauf verschwindet Mejas Kamera und als ob das alles noch nicht genug wäre, wacht Bea mitten in der Nacht von dem Geräusch einer sich öffnenden Tür auf. Vor der Tür steht ein Mädchen  mit roten Haaren. So bald Bea aber das Licht anmacht, ist das Mädchen verschwunden. Eines Morgens taucht eine merkwürdige Nachricht auf. Sie ist geschrieben auf eine von Elviras Tagebuchseiten und die Schrift hat die Farbe von Beas verschwundenem Stift. ,,Fragt die Frau in dem roten Haus“ so heißt es in dem Brief. 

Zusammen machen sich die Mädchen auf zu dem roten Haus. Dort machen sie eine Merkwürdige Entdeckung. 

Der Film überzeugt besonders durch seine spannende und zum Teil auch echt gruselige Handlung. Diese war für mich überraschend und unvorhersehbar. Eine Ausnahme dieses Eindruckes war, dass der Ring am nächsten Morgen verschwand, obwohl alle ihr am Vortag noch sagten sie solle gut auf ihn aufpassen. 

Musik und gut ausgewählte Kameraperspektiven verstärken das Szenario. 

Insgesamt ist es ein sehr guter Film für Jugendliche ab 12 Jahren, die es gerne spannend und gruselig mögen. 

Bewertung der Autorin: 10 von 10 Punkten 

Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=eq-LLxZh6mc 

"Der Gipfel- Performing G20"-Regisseur Rasmus Gerlach - Ein Interview von Olivia Köhnke 

„Ich wünsche mir die Polizei bunter und fröhlicher“ 

Interview mit Regisseur Rasmus Gerlach (54) nach seinem Film „ Der Gipfel- Performing G20“, teilweise im Gespräch mit Hans-Jürgen Köhnke (56), Leiter der Kripo Bad Oldesloe 

(Foto: Malte Mohrmann)

Der Film wurde von zehn Kameraleuten während des G20-Gipfels im Sommer 2017 in Hamburg gedreht. Die Dokumentation der Protestkunst und die Aktionen der Performance-Künstler waren das eigentliche Thema. Was war Ihr Plan, wie konnten sie die Regieanweisungen bei zehn Kameraleuten geben? 

Es waren eigentlich keine Regieanweisungen, nur Verabredungen. Das geht auch gar nicht anders bei so einem Dreh. Also haben wir nur Treffpunkte ausgemacht und abgesprochen, wer wo gerne vor Ort sein möchte. Das allerdings war auch nicht immer einfach, denn wir hatten uns teilweise auf bestimmte Performance-Künstler fokussiert. Wenn diese nicht in einer größeren Gruppe auftraten, dann hat man sie in der großen Menschenmenge nicht immer gefunden. Zusätzlich wurde es schwierig, da alle auseinanderstoben, als es mit der Gewalt am Fischmarkt losging. 

Und wo waren Sie mit Ihrer Kamera? 

Ich hatte auch für mich gut überlegt, wo ich filme und habe aufgepasst – einmal wurde ich jedoch von einem Polizisten hochgehoben und aus dem Weg geschafft. Teilweise habe ich auch von meinem Balkon gefilmt. 

Was denken Sie, wer hat den höchsten Meinungseinfluss auf die Bevölkerung?

Bis auf weiteres muss ich zustimmen, dass es sich dabei in gewisser Weise um die Polizei und die BILD handelt. Außerdem noch die Medien, da diese sehr gierig nach schlimmen Nachrichten sind, die sie dann verbreiten können und  so die Menschen durch immer neue, schlimme News beeinflussen. 

Haben sie durch den Gipfel auch ein bisschen den Glauben an die Polizei verloren? 

Nee, es war ja eine Ausnahmesituation und die Polizei geht sonst ja meistens nicht so gewalttätig vor. Es hat mit dem Alltag der Polizei nichts zu tun. Allerdings haben manche Polizisten freiwillig sehr lange Dienste gemacht, wie wir recherchiert haben. 

Sie haben erzählt, dass Sie schon einmal bei einem Gipfel gefilmt haben!? 

Ja, das war vor zehn Jahren, ich war einer von mehreren Kameramännern. Leider wurde der Film nie fertig. Deshalb freue ich mich auch, dass ich am Ende des heutigen Filmes zumindest einen kleinen Abschnitt von damals einbauen konnte. 

Welches Tier wären Sie während der Dreharbeiten am liebsten gewesen?

Auf jeden Fall ein Pferd, denn neben meiner Leidenschaft zum Segeln mag ich sehr gerne Pferde. Und da die ganzen Polizeipferde ausgefallen sind und in Quarantäne waren, wäre ich gerne ein richtiges Hamburger Polizeipferd gewesen. 

Wie würden Sie sich die Polizei wünschen? 

Bunter und fröhlicher! 

Hans-Jürgen Köhnke fügt noch an, dass der Film ja einen bestimmten Focus hat.  Und natürlich hätte man einiges anders lösen können und müssen. Wünschenswert wäre auf jeden Fall ein gutes Zusammenwirken von Polizei und Demonstranten.  Dem schließt sich Rasmus Gerlach an. Denn: nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel! 

"Träum weiter"  – Eine Filmkritik Johanna Lutz

Ein starker Film mit echter Frauenpower 

 (Foto: Pluto Film)

In dem Film „Träum weiter“ geht es um die junge Mirja, welche gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun in ihr altes Leben zurückkehrt, welches sie mit  ihrer ‚Gang’ unsicher macht. Zurück in der Sozialbauwohnung ihrer Mutter, wird sie mit neuen Umständen konfrontiert: ihre Mutter ist sehr krank geworden und fordert Mirja auf, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, sie  muss schnellstens einen Job finden, sonst wird sie zuhause rausgeworfen.In dieser schwierigen Situation beginnt Mirja ein Doppelleben zu führen, zwischen ihrer Arbeit und ihrer kriminellen Freundesbande. 

Eine der Besonderheiten an dem Film ist, dass überwiegend nur weibliche Darstellerinnen im Film aktiv Rollen haben. Außerdem zielt der Film, nicht wie so viele andere auf eine Liebesgeschichte ab, sondern vereint die Themen Freundschaft, Liebe und soziale Probleme in einem. Dabei bleibt der Film aber authentisch und wird nicht kitschig, sondern berichtet von dem Leben in einem sozialen Brennpunkt in einer sehr realen Art und Weise, sicher auch da die Schauspieler sich vorher einige Zeit lang unabhängig voneinander schon einmal in einem sozial schwierigen Umfeld aufgehalten haben. Die Dialoge standen nicht alle im Skript, sondern wurden häufig auch improvisiert, welches man gerade in den Szenen rund um die Gang von Mirja merkt und was dem Film etwas reales und verletzliches gibt, aufgrund von familiären Problemen und der Mischung aus Witz, Trauer und Streitsituationen.  

Der Film ist stark, bietet echte Frauenpower und bringt zudem noch eine Message mit, nämlich zeigt der Film auf, dass man nie aufhören sollte zu träumen und dass man sich für seine Träume einzusetzen sollte. 

Insgesamt ein echt empfehlenswerter Film, welcher von mir 8 von 10 Punkten erhält. 

"Der GipfelPerforming G20" – Eine Filmkritik von Emma Karpa 

Die negativen Seiten der Proteste 

(Foto: Olaf Sobczak)

In der Dokumentation "Der Gipfel - Performing G20" zeigt der Regisseur Rasmus Gerlach wie  im Sommer in Hamburg die Leute nicht nur mit Gewalt sondern auch durch  Inszenierungen/Performances gegen G20 protestiert haben. Seine Crew und auch er haben sich während des Gipfels selbst ins Getümmel zwischen Demonstranten und Polizisten gestürzt und mit Kameras - teilweise vom Handy - das Geschehen gefilmt.  

Das lässt das ganze hautnah wirken. Allerdings leidet natürlich auch die Bildqualität darunter, wodurch diese Szenen unscharf wirken. Doch zeigt der Film nicht nur viele unterschiedliche Performances von verschiedenen Künstlern sondern auch die negativen und gewalttätigen Seiten der Proteste - sowohl auf Seiten der Polizei, als auch auf Seiten der Demonstranten. Jedoch muss man sagen, dass der Film eine klare Haltung zugunsten der Demonstranten vertritt, verteidigt aber nicht ihre Gewalttaten. Da in den Medien, zumindest von dem, was ich mitbekommen habe, fast nur schlechtes über die Demonstranten berichtet wurde, fand ich es interessant und erfrischend auch einmal von den friedlich Demonstrierenden zu hören.  

Ich würde den Film allerdings keinesfalls für Kinder empfehlen, da Wasserwerfer, Pfefferspray, Schlagstöcke etc. zum Einsatz kommen. Da mir mal eine andere Seite der Proteste zu sehen sehr gut gefallen hat, aber es teilweise Phasen gab, wo kaum etwas passiert ist, würde ich dem Film 8 von 10 Punkten geben. 

"Das Erdbeerland" - Eine Kritik von Martha Lorenzen (15)

Mehr als Romeo und Julia 

(Foto: Mikolaj Tadeus Urbanski)

Der 18-jährige Wojtek (Staszek Cywka) fährt mit seinen Eltern von Polen nach Schweden, um dort einen Sommer lang als Erdbeerpflücker das dringend benötigte Geld zu verdienen. Dabei lernt er das schwedische Mädchen Annelie (Nelly Axelsson) kennen, die die Tochter der Erdbeerlandwirte ist. Nach kurzer Zeit verlieben sich die beiden Jugendlichen in einandersie wirken angenehm unsicher, und kommen sich näher. Doch Annelie möchte nicht, dass jemand von der Beziehung erfährt, weder ihre Freunde, die alle von ihr erwarten, dass sie einen normalen Freund hat, noch ihre beiden Eltern, die sie explizit vor „diesen Leuten“ warnen.  

Man könnte auf dem ersten Blick meinen, „Das Erdbeerland“ sei nur eine weitere Auflage der altbekannten Geschichte von Romeo und Julia, indem sich ein Junge und ein Mädchen aus verschiedenen Welten unsterblich ineinander verlieben, obwohl ihre beiden Welten gegen sie sind. Doch „Das Erdbeerland“ ist, zu meiner eigenen Überraschung, weder austauschbar und vorhersehbar, sondern auf eine gewisse Art und Weise einzigartig.  

Denn der Film des Regisseurs Wiktor Ericsson beschränkt sich nicht auf diese zunächst vorausschaubare Geschichte. Er macht vor allem deutlich, wie schlecht die Erntehelfer, die auf den Feldern hart schuften, von ihren Arbeitgebern behandelt werden. Letztere, so hat es den Anschein, sehen diese höchstens als Menschen zweiter Klasse, die weder ihre Sprache sprechen noch gebildet sind. Zu beachten ist, dass für den Film Großteils echte Erntehelfer als Darsteller ausgewählt wurden.  

In diese Thematik ist die Romanze so geschickt eingewebt, dass der Film eine konstant angespannte Stimmung beim Zuschauer hervorruft, welche einen von der ersten bis zur letzten Sekunde nicht mehr loslässt. Diese Stimmung wird untermauert von den malerischen Bildern der idyllischen schwedischen Landschaft.  

Ich würde den Film jedem ab 13 empfehlen, der bereit ist einen durchaus spannenden Liebesfilm zu sehen, indem sowohl Polnisch und Schwedisch, als auch Englisch gesprochen wird.
Von mir kriegt der Film 8 von 10 Punkten, aufgrund des grandiosen Schauspiels, des gut durchdachten Drehbuchs und der fantastischen Bilder. Zu meiner Überraschung ist „Das Erdbeerland“ schlussendlich doch mehr als Romeo und Julia.  

"Zimmer 213" - Eine Filmkritik von Lahja (12) und Alexander (12) 

Spuk und die geheimnisvolle Außenseiterin  

(Foto: media luna new films)

Elvira soll in den Sommerferien mit ihrer Freundin in ein Camp fahren. Als die aber plötzlich krank wird muss sie alleine fahren, und davon ist sie erst wenig begeistert. Doch dort angekommen findet sie in Meja und Bea gute Freunde. Nach einem Wasserschaden in dem erst für die Mädchen ausgesuchtem Zimmer müssen sie in das schon lange unbewohnte Zimmer 213 ziehen, und da passieren ein paar seltsame und unheimliche Vorfälle.  

Es verschwinden Sachen und Nachts werden sie von einem rothaarigem Mädchen im weißen kleid heimgesucht.  Und dann ist da noch die geheimnisvolle Außenseiterin Henny die von ihrer Mutter erzählt - bei der es auch gespukt haben soll. Neben Schwärmereien für Jungs wird auch vor allem die Freundschaft der Mädchen auf die Probe gestellt.  

Uns gefällt der Film sehr gut, da die Freundschaft der Mädchen sich in so kurzer Zeit sehr stark entwickelt und sie sich schwierigen Herausforderungen stellen müssen. Außerdem werden die Gruselmomente und Effekte durch spannende Musik untermalt, und sind so ganz besonders schaurig. Was wir auch sehr gut finden, sind die Effekte wie die Szene bei der sich die Kamera auf einer Waldlichtung dreht und man nur die dunklen Baumkronen und den Nachthimmel sieht. Es ist auf jeden Fall ein guter Mix aus Freundschaft, ein bisschen Romantik und gruseligen Szene.  

Empfehlen würden wir den Film vor allem für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Für alle Kinder unter 12 Jahren finden wir den Film zu spannend und zu gruselig, da einige Momente auch für mich ziemlich  nervenaufreibend waren. Außerdem eignet er sich für alle „Bibi und Tina“-Fans, da die Filme einige Ähnlichkeiten teilen. Wie zum Beispiel das Ferienlager, Jungs und Mädchen, die sich gegenseitig Streiche spielen und sich Freundschaften entwickeln. Wir als 12-Jährige fanden den Film sehr spannend und sehr gelungen und würde den Film auf jeden Fall weiterempfehlen.  

Unserer Meinung nach verdient dieser Film 9 von 10 Punkten. 

Im Interview mit Linde Fröhlich, Künstlerische Leiterin - Von Alexander (12), Flemming Baumgart (15) und Tobias Pulter (16)

„Alle Kinder sollten diesen Film gesehen haben“ 

Frau Linde Fröhlich, Sie sind Künstlerische Leiterin bei den Filmfestspielen. Was fasziniert Sie an dieser Aufgabe?

Ich habe einen wunderbaren Beruf. Ich werde für das Filmesehen bezahlt!  Das ganze Jahr über sehe ich Filme aus den Skandinavischen und baltischen Ländern, rede mit den Menschen, die diese Filme produziert haben, oder mit den Firmen, die die Filme vermarkten, und versuche, die guten Filme hier zum Festival zu holen  und einem möglichst großen Forum zugänglich zu machen. 

Ihr als Blogger tragt auch dazu bei, auf der Website Eure Eindrücke zu sagen und die Filme damit weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. 

Haben Sie einen besonderen Bezug nach  Skandinavien oder Wurzeln dort? 

Nein, und ich unterhalte mich auch nur auf englisch, aber als Kind habe ich schon gern Astrid-Lindgren-Bücher gelesen und wurde davon geprägt, Die Länder sind politisch und sozial besonders interessant. Wir können in meinen Augen viel davon lernen. Ich fand damals, dass es dort so tolle Kinderfilme gab, was es bei uns gar nicht gab, und das hat mich motiviert, diese  Dinge auch zu uns zu holen. 

Wie sehen Sie Ihre Belastungsskala von 1 bis 10 während der Nordischen Filmtage? 

Sehr hoch, das heißt eine 10. Ich  bin von morgens bis nachts unterwegs und habe lange Tage. Ich habe währenddessen keine konkrete Aufgabe, aber ich bin überall und achte darauf, dass alles läuft. Auf der anderen Seite  bekommt man immer etwas zurück, bei allem positivem Rücklauf sind wir dann bei 7,5. 

Sie arbeiten immer am gleichen Projekt Filmfestspiele. Ist die Aufgabe jedes Jahr eine neue Herausforderung oder doppelt sich das? 

Der Ablauf über das Jahr ist zwar ähnlich, aber die Filme und Inhalte, Blogger, Teams und Menschen etc. sind immer neu. Wenn man schon länger dabei ist, dann kann man auch an neue Leute Aufgaben abgeben. 

Was hat sich im Vergleich zum letzten Jahr verändert? 

Dieses Jahr wird es zwei Vorstellungen Open Air am Krähenteich geben. Das ist ein Experiment und wetterabhängig. In der Nacht der Preisverleihung  wird der Gewinnerfilm auch in der Kirche gezeigt 

Wenn man nur ein begrenztes Budget nur für einen einzigen Film hätte, welchen Film würden Sie wählen? 

Das ist schwierig. Kommt auf das Alter an, und jeder hat auch andere Interessen. Ich kenne im Kinder- und Jugendprogramm nicht alle Filme, aber besonders fällt mir hier ein „Ab in den Himmel“. Der ist so fantasievoll, lustig und anarchistisch, alle Kinder sollten diesen Film gesehen haben. 

Von den 190 Filmen sind verhältnismäßig viele, die ohne Altersbegrenzung sind dann von unter 18jährigen nicht gesehen werden dürfen. Gibt es zukünftig mehr Altersempfehlungen? 

Der Wunsch ist da, aber die Umsetzung ist schwierig. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass alle gezeigten Filme der freiwilligen Kontrolle der Filmwirtschaft unterliegen, anderswo gibt es die Zensur. Viele Filme sind im Vorfeld zum Sozialministerium gesendet worden. Dort gibt es zwei Mitarbeiter, die eine Freigabe für Kinder und Jugendliche erteilen, soweit sie das zeitlich schaffen. Ziel ist, viele Filme durch dieses Nadelöhr zu lassen und die Anzahl der Freigaben mit den Altersempfehlungen zu erhöhen. 

Was bedeutet Ihr Job für Sie? 

Es ist eine Mischung aus Hobby und Job, aber ich nehme meine Aufgabe dabei sehr ernst. Ich gebe mein Bestes, es macht viel Spaß. Meine Empfehlung: macht immer das, was Euch Spaß macht, und macht das gut. 

Es ist ja eine Projektarbeit, die nicht immer gut angesehen ist. 

Mir macht das Spaß, das muss jedoch jeder für sich selbst herausfinden. Man braucht auch Geduld und Disziplin, da die Arbeit mal schubartig sehr viel ist wie jetzt. 200 Veranstaltungen in einer Woche, und dann muss man in der anderen Zeit auch motiviert bleiben. 

(Fotos: Martha Lorenzen)

Sieben Fragen an...

Wir haben uns gegenseitig interviewt und fotografiert. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen!  

...Olivia Köhnke (13) - Ein Interview von Flemming Baumgart  

"Fliegen wäre toll"

 (Foto: Flemming Baumgart)

Wie hast du von den Festival Bloggern gehört und was war aussagend dafür, dass du dich angemeldet hast?

Ich interessiere mich schon seit längerem für die Nordischen Filmtage, da meine Familie auch sehr viele Filme schaut. Ich wollte gerne auf journalistische Weise bei den Nordischen Filmtagen mitwirken. Als ich dann von dem Angebot der Festival Blogger in der Zeitung gelesen habe, hat alles gepasst.

Was begeistert dich an den Filmen der Nordischen Filmtage?

Die Vielfalt! Ich finde es ziemlich beeindruckend, welche Filme hier angeboten werden und außerdem finde ich gut, dass es keine alltäglichen Filme sind, sondern Filme die einen bewegen .

Was hast du für Hobbys und Interessen?

Ich verbringe viel Zeit mit meinem kleinen Hund und außerdem lese ich gern und schaue liebend gern Filme.

Interessant. Welche Themen sprechen dich besonders an?

Am Liebsten lese ich Fantasy Bücher, dort kann man sich in eine andere Welt versetzen und das gefällt mir.

Verständlich. Kennst du da ein konkretes Beispiel?  

Ja, habe ich. Der Film heißt: „Die Bestimmung - Divergent“. 

Hast du schon eine Idee, was du später als Beruf machen willst?

Ja eigentlich schon. Ich habe zwei Berufe, die ich mir beide sehr gut vorstellen könnte. Zum Einen wäre das Journalistin zu werden, weil ich es liebe mit anderen Leute in Kontakt zu stehen. Zum Anderen wäre das als Rechtsanwältin zu arbeiten, da man dort einfach den Leuten helfen kann und das inspiriert mich.

Nun eine etwas abstrakte Frage zum Schluss: Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du?

Da gibt es viele, dennoch glaube ich, dass ich am Liebsten ein Vogel wäre- fliegen zu können wäre einfach unglaublich.

...Annika Schulz (14) - Ein Interview von Anton Kleinheins   

"Ich präsentiere mich gerne und stehe auf der Bühne"

 (Foto: Anton Kleinheins)

Wie bist du auf die Blogger der Nordischen Filmtage gekommen, interessierst du dich für Medien?

Ja, auf jeden Fall. In der Schule bin ich in einer Radio-Ag aktiv und habe so eine Rundmail erhalten, ob wir nicht Interesse hätten hier mit zu machen. Ansonsten führe ich einen YouTube Kanal und drehe gerne Filme.   

Was nimmst du dir für die nächste Woche vor?

Ich habe darüber nachgedacht ein Videotagebuch über die Zeit als Bloggerin zu drehen. Dann kann ich Mitschülern oder Interessierten einfach zeigen, wie der Alltag eines jungen Journalisten aussieht.

Worauf freust du dich am meisten?

Ich hoffe, dass ich viele Leute kennenlerne und Interviews führen kann. Natürlich freue ich mich auch auf die ganzen Filme, obwohl ich sonst eigentlich gar nicht so die „Filmeschauerin“ bin.  

Hast du schon Ideen, was du beruflich machen möchtest?

Wahrscheinlich möchte ich Lehrerin werden, kann mir aber auch vorstellen als Journalistin zu arbeiten.

Was machst du außerhalb der Schule?

Ich liebe Saxophon spielen und singen. Außerdem reite ich und gehe laufen.  

Woher kommt dein Interesse für Medien?

Seit ich klein bin spiele ich Theater. Ich präsentiere mich gerne und stehe super gerne auf der Bühne. Dann habe ich nach und nach in weiteren Projekten mitgemacht und bin schließlich beim Filmen und Schreiben gelandet. 

Welche Filme möchtest du dir auf den Nordischen Filmtagen anschauen?

Eigentlich habe ich da noch nicht soviel drüber nachgedacht, ich versuche einfach möglichst viele Filme zu sehen. 

...Amélie Engelmann (16) - Ein Interview von Emma Karpa

"Familie ist für mich am Wichtigsten"

(Foto: Emma Karpa)

Wie heißt du und wie alt bist du?

Ich heiße Amélie Engelmann und bin 16 Jahre alt.

Warum hast du dich bei den jungen Festival-Bloggern beworben?

Schon früher war ich oft bei den Nordischen Filmtagen und hatte mir schon die letzten Jahre vorgenommen bei den Bloggern mit zu machen, es leider aber nie geschafft. Dieses Jahr habe ich davon in der Zeitung gelesen und mir dann vorgenommen mich zu bewerben.

Was interessiert dich am Bloggen?

Ich überlege später etwas mit Journalismus zu machen und hoffe hier weitere Erfahrungen zu sammeln. Außerdem mag ich die Nordischen Filmtage.

Und was machst du in deiner Freizeit?

Am liebsten tanze ich. Momentan mache ich Videoclipdancing und ich habe Standart bis zum Silberkurs getanzt.

Wohin bist du bisher verreist?

Wir fahren jedes Jahr nach Frankreich. Ich war aber auch schon in Spanien und Italien. Am liebsten fahre ich einfach in warme Länder.

Was ist für dich das Wichtigste im Leben?

Definitiv meine Familie. Und, dass ich später im Leben einen Job habe mit dem ich glücklich bin. Schließlich muss ich den machen bis ich über 60 Jahre alt bin.

Was war bis jetzt dein beeindruckendstes Erlebnis?

Wir waren letztes Jahr auf Korsika und sind zu einem Wasserfall gewandert. Es war das erste Mal, dass ich einen Wasserfall in Wirklichkeit gesehen habe.

...Hangzhi Yu (13) - Ein Interview von Alexander

"Ich würde gerne ein Vogel sein"

(Foto: Alexander)

Wie alt bist du und in welche Klasse gehst du?

Ich bin 13 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse.

Auf welche Schule gehst du und wie gefällt es dir dort?

Ich gehe auf das Katharineum. Die Schule ist eigentlich ganz gut, die Atmosphäre und die Leute dort sind ganz nett.

Was sind deine Lieblingsfächer?

Ich habe keine richtigen Lieblingsfächer,aber wenn ich welche hätte, dann ginge es in die Richtung: Nawi, Wipo und Geschichte.

Was sind deine Hobbys und wieso magst du sie?

Meine Hobbys sind Rudern, weil ich den Sport generell sehr cool finde und Spaß daran habe, und ich lese gerne spannende Bücher.

Triffst du dich öfter mit deinen Freunden?

Nein, tatsächlich mache ich nicht so oft etwas mit meinen Freunden, da ich manchmal einfach lieber alleine ein spannendes Buch lese.

Wieso bist du bei den Festival-Bloggern der Nordischen Filmtage?

Ich habe so etwas Ähnliches schon mal mit der Blauen-Seite gemacht,nur mit Buchkritiken, und ich kann sagen, dass ich das ganz interessant finde. Außerdem finde ich es gut neue Leute kennen zu lernen.

Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du dann?

Wenn ich ein Tier wäre, dann wäre ich ein Vogel, da ich dann fliegen  und alles von der Luft aus sehen und erkunden könnte.

...Johanna Lutz (17) - Ein Interview von Martha Lorenzen

"Ich möchte gerne von der Zeit träumen, in der ich 3 oder 4 war"

(Foto: Martha Lorenzen)

Weshalb hast du dich dafür entschieden noch ein zweites mal bei den Festival-Bloggern mitzumachen?

Zum einen fand’ ich letztes Jahr die Atmosphäre des Festivals einfach toll und wollte das unbedingt nochmal so erleben. Zum anderen sind alle Filme, die gezeigt werden, sehr weit ab vom Mainstream und werden in O-Ton gezeigt. Das gefällt mir.Außerdem lernt man in einem sehr kurzen Zeitraum sehr viele neue Menschen kennen und kann Kontakte knüpfen.

Was war der beste Film, den du je bei den Nordischen Filmtagen gesehen hast?

Letztes Jahr hat mich ‘1,2,3-los’ einfach nur umgehauen. Ich saß im Kino und musste Rotz und Wasser heulen, weil mich die Handlung so mitgenommen hat. Außerdem fand ich letztes Jahr noch ‘Rache’ wahnsinnig spannend. Und das sogar obwohl solche Filme, die mit der Psyche spielen, sonst überhaupt nicht mein Ding sind.

Was ist dein Lieblingsfach in der Schule und warum?

Ich mag Deutsch, Bio und Physik sehr gerne. Deutsch weil ich kreatives Schreiben und Interpretieren toll finde, Bio und Physik weil ich gerne experimentiere. Bio ist auch mein Profilfach.

Was willst du nach der Schule machen?

Ich würde am liebsten Medizin studieren, was allerdings einen richtig guten Abi-Schnitt voraussetzt. Muss also mal schauen, ob meiner dann gut genug ist. Ansonsten würd ich gerne reisen und Erfahrungen sammeln.

Wohin möchtest du den reisen?

Ich finde die asiatische Kultur super spannend, auch weil die sich ziemlich stark von unserer europäischen unterscheidet. Außerdem könnte ich mir vorstellen durch Südamerika zu reisen.

Hast du selbst schon mal einen Film gedreht oder besondere Erfahrungen mit Schnitt gemacht?

Außerhalb der Schule noch überhaupt nicht. Ich würde aber gerne mal lernen wie man schneidet, weil ich mir das sehr anspruchsvoll vorstelle.

Was würdest du während eines luziden Traumes träumen wollen?

Ich möchte gerne von der Zeit träumen, in der ich 3 oder 4 war. Das ist so der Zeitraum in meiner Kindheit, an den ich mich kaum noch erinnern kann. Ich würde das gerne nochmal erleben.

...Sarah Thorwirth (16) - Ein Interview von Merle 

"Ich bin bei Amnesty International"

(Foto: Merle Widderich)

Wie alt bist du?

Ich bin 16 Jahre alt.

Was sind deine Hobbys?

Ich mache Kickboxen, ich lese gerne und bin bei Amnesty International, das ist eine Friedensorganisation.

Wie viele Geschwister hast du?

Ich habe einen kleinen Halbbruder. Er heißt Otto und ist zweieinhalb Jahre alt.

Was für Haustiere hast du?

Ich habe eine Katze und vier Wellensittiche.

Was schaust du dir gerne im Kino an?

Meistens schaue ich Horrorfilme oder Komödien.

Wie bist du auf die Nordischen Filmtage gekommen?

Ich war bei einem Auftritt von Heribert Prantl und nachdem ich mich mit ihm unterhalten hatte, hat mich eine Frau auf sich aufmerksam gemacht und mich gefragt, ob ich für ihr Magazin schreiben möchte. Dann hat sie mir die Email von den Festival Bloggern weiter geleitet und ich habe mich beworben.

Was möchtest du später mal werden?

Ich finde PR Managerin sehr interessant oder Journalistin. 

...Tobias Pulter (16) – Ein Interview von Johanna Behr

"Ich habe Angst, dass die Menschheit später zu digitalisiert ist"

(Foto:Johanna Behr)

Welche Art von Filmen magst du am liebsten?

Am liebsten mag ich Action Filme oder Komödien. Deshalb finde ich die Nordischen Filmtage auch so interessant, denn ich würde generell eher nicht für so eine Art von Filmen ins Kino gehen. Trotzdem glaube ich, dass das alles sehr spannend und aufregend wird.

Wovor hast du am meisten Angst, wenn du in deine Zukunft guckst?

Ich habe Angst davor, dass die Menschheit später zu digitalisiert ist und nur noch vor dem Handy oder Bildschirm hängt. Zwar interessiere ich mich auch sehr für Technik, doch zu viel davon ist auch nicht gut.

Wenn du Dokus guckst, welche wären das?

Wenn ich mal Dokus schaue, sind diese überwiegend auf N24. Meistens handeln diese dann auch von Technik, zum Beispiel von U-Booten oder Flugzeugen.

Was ist dein Lieblingsfach in der Schule und warum?

Definitiv  Physik. Ich habe einen netten Lehrer und deshalb macht mir sein Unterricht auch sehr viel Spaß. Ich finde generell, dass das Interesse an einem Fach sehr Lehrer-abhängig geworden ist.

Wie wichtig ist dir dein Handy?

Klar ist das Handy ein wichtiger Bestandteil im Leben. Jedoch meine ich, dass es trotzdem nicht lebensnotwendig ist.

Was ist deine Lieblingseissorte?

Milchreis und weiße Schokolade. Besonders bei Venecia schmeckt Eis am Besten.

Was ist deine gewöhnungsbedürftige Essenskombination?

Gurke mit Ketchup. Das mag zwar eklig klingen, aber ich mag es.

...Merle (12) - Ein Interview von Sarah Thorwirth      

"Ich bin mit modernen Medien aufgewachsen, ich kenne es nicht anders"

(Foto:Sarah Thorwirth)

Du hast ja, als Vorbereitung auf die Nordischen Filmtage, an einem Workshop zum Thema Journalismus teilgenommen. Ist das die Richtung, in die du später auch gehen möchtest? Und wenn ja, wieso?

Journalismus ist auf jeden Fall eine Option, da mir das Schreiben schon immer sehr Spaß gemacht hat. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen mit Tieren zu arbeiten. Ich mag Tiere einfach mega gerne.

Was sind denn deine Lieblingsfächer in der Schule?

Deutsch, definitiv wegen des Schreibens, und Sport.

Was machst du neben der Schule noch so an Sport?

Ich mache eigentlich nicht viel Sport neben der Schule, doch ich mag Schwimmen und mache das deshalb auch in einem Verein, dem 1.Lübecker Schwimmverein.

Wie stehst du zu Horrorfilmen?

Ich würde mega gerne ‘Es’ und mehr Horrorfilme im Allgemeinen gucken, allerdings erlauben meine Eltern mir das nicht, da ich erst 12 bin.

Dein Lieblingsfilm allgemein?

Definitiv der 7. Teil von Harry Potter! Ich bin richtiger Harry Potter Fan.

Wie viele Stunden am Tag verbringst du ungefähr mit modernen Medien?

Das kommt drauf an. Es gibt Tage, an denen mir total langweilig ist und ich deshalb den ganzen Tag am Handy verbringe. Und dann gibt es natürlich auch Tage, an denen man so viel zu tun hat, dass man einfach keine Zeit hat, um ständig auf das Handy zu gucken.

Was hältst du von den ganzen modernen Medien und davon, wie diese unseren Alltag bestimmen?

Ich weiß überhaupt nicht, wie es ohne moderne Medien ist. Von daher kann ich dazu nicht viel sagen. Allerdings finde ich, dass alle ihre Vor- und Nachteile haben, oft aber einfach unnötig und überflüssig sind.

...Martha Lorenzen (15) - ein Interview von Johanna Lutz

"Finnland ist mein Lieblingsland"

(Foto: Johanna Lutz)

Was machst du in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit gehe ich sehr gerne ins Kino, außerdem tanze ich einmal die Woche Standardtanz, spiele Theater und praktiziere Ju-Jutsu, eine Kampfsportart, welche auch angehende Polizisten ausüben.

Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du?

Meiner Meinung nach wäre ich ein Delfin, da diese intelligent, zivilisiert und freundlich sind.

Was ist dein Lieblingsort?

Ich halte mich sehr gerne in meinem Zimmer auf, da ich es selbst mit Filmpostern und Plakaten gestaltet habe. Darüber hinaus reise ich sehr gerne nach Finnland, da die Natur wahnsinnig schön ist und die Menschen sehr hilfsbereit und nett sind.

Gibt es denn noch ein anderes Land, in welches du gerne einmal reisen würdest?

Für mich ist die Stadt L.A. sehr spannend. Ich würde gerne einmal dorthin reisen und mir die Stadt ansehen und die Leute erleben.

Weißt du schon was du nach der Schule machen möchtest?

Gerne irgendwas mit Medien, ich könnte mir gut vorstellen Filmtheorie zu studieren oder auch direkt nach der Schule ein Freiwilliges Kulturelles Jahr an einem Theater zu machen.

Hast du ein Vorbild?

Mein Vorbild ist meine große Schwester, da sie schon sehr viele Dinge in ihrem Leben getan hat, die ich auch gerne erleben möchte, außerdem ist sie ein sehr kreativer Mensch, was mir imponiert.

Hast du einen Lieblingsfilm?

Ich mag den Film ‘La La Land’ sehr gerne, da er für mich das perfekte Musical ist und er nicht so überspitzt gedreht wurde. Darüber hinaus gefällt mir die Musik sehr gut. 

...Johanna Behr (16) - ein Interview von Tobias Pulter

"Ich bin ein Familienmensch"

(Foto: Tobias Pulter)

Wie kommt es, dass Du hier als Festival Bloggerin tätig bist?

Als mein Bruder auf seiner Arbeit einmal Zeitung las, sah er einen Artikel über das Filmfestival und über die Festival-Blogger. Da er weiß, dass ich mich sehr für Filme und Kino interessiere, gab er mir diesen Artikel und ich bewarb mich als Festival-Bloggerin.

Was hast Du in den Herbstferien so gemacht?

Ich war tatsächlich nicht so aktiv aber ich habe meinen Rucksack genäht und meine Socken gestopft (lacht).

Also bist Du eher ein Mensch, der viel mit den Händen arbeitet?

Ja, zumindest im handwerklichen Bereich, wenn es um Sport geht bevorzuge ich die Füße.

Hast Du auch schon Wünsche oder hast du Träume, was du nach dem Abi machen möchtest?

Ich will mir einen alten VW-Bus anschaffen und mit dem eine lange und entspannende Reise durch Kanada machen.

Wenn Du dich mit drei Charaktereigenschaften selbst beschreiben sollst, welche wären das?

Naja, also ich bin jemand, der immer beschäftigt sein möchte. Das heißt ich überlege schon während ich was mache, was ich danach oder als nächstes machen möchte. Zudem bin ich eher sportlich veranlagt, was man auch durch mein Hobby Fußball erkennen kann. Außerdem lache ich viel und sehr gerne.

Was bedeutet Familie für dich?

Familie bedeutet mir sehr viel, ich bin auch ein totaler Familienmensch, was bestimmt auch davon kommt, dass meine Familie sehr groß ist. Für mich ist es immer ein besonderer Moment, wenn die gesamte Familie beisammen ist.

Hast Du dir auch schon einen Ort ausgesucht, wo Du später leben möchtest?

Ich kann mir viele schöne Orte und Gegenden vorstellen, aber genaues weiß ich noch nicht. 

...Jil Strieder (14) - Ein Interview von Malte Mohrmann 

"Bei einem guten Film darf auf keinen Fall die Spannung fehlen"

(Foto: Malte Mohrmann)

Wie heißt du und wie alt bist du?

Ich heiße Jil Strieder und bin 14 Jahre alt.

Was machst Du in Deiner Freizeit?

Ich bin sehr aktiv und sportlich unterwegs. Ich spiele seit 9 Jahren Handball, seit 5 Jahren Tennis, nehme seit einigen Jahren an der Jugendfeuerwehr teil und habe dieses Jahres mit Golfen angefangen. Ansonsten mache ich natürlich viel für die Schule, da ich dort auch an AGs teilnehme und dafür recht viel tue.

Auf welcher Schule bist Du? Und in welcher Klasse?

Ich wohne in Mölln und bin dort auf dem Marion-Dönhoff-Gymnasium in der 8. Klasse.

Was willst Du später nach der Schule machen?

Ich werde wahrscheinlich nach der Schule nichts mit Film machen, aber ich werde in den Bereich Sport gehen. Vielleicht werde ich Lehramt auf Geografie und Sport lernen oder zur Polizei gehen.

Wie hast Du von den jungen Festival-Bloggern erfahren?

Letztes Jahr haben Freunde von mir bei den Festival-Bloggern mitgemacht und mir erzählt, wie toll es dort war. Dieses Jahr habe ich durch eine Lehrerin, die es in der Zeitung  gelesen hat, davon erfahren und bin mit einer Freundin dabei.

Auf was freust Du Dich am meisten bei den Nordischen Filmtagen?

Am meisten freue ich mich auf die Darsteller, mit denen ich Interviews führen kann und neue Menschen kennenzulernen.

Was macht für Dich einen perfekten Film aus? 

Also ich finde bei Filmen den Drehort sehr wichtig, weil er viel vom Film ausmacht. Zudem braucht man natürlich gute Schauspieler und es darf auf keinen Fall die Spannung fehlen.

...Janna Klabunde (16) - Ein Interview von Lahja

"Man kann fünf Tage in eine andere Welt eintauchen"

(Foto: Lahja)

Wie oft hast du schon bei den Festival Bloggern mitgemacht?

Ich habe schon dreimal bei den Bloggern mitgemacht. Das ist jetzt also das vierte Mal. Und einmal war ich in der Kinderjury.

Wieso hast du schon so oft da mitgemacht?

Das macht einfach diese besondere Atmosphäre. Es ist als würde man fünf Tage lang in eine andere Welt eintauchen.

Welche besonderen Leute hast du schon bei dem Filmfestival interviewt?

Ich hab zum Beispiel schon die Schauspielerin von Pippi Langstrumpf interviewt und den Regisseur von einem richtig guten Kinder-Horrorfilm.

Was ist denn dein Lieblingsfilm?

‘Frühstück bei Tiffany’ finde ich richtig gut, weil es einfach keine klassische Geschichte ist, sondern eine abstrakte Handlung. Es ist aber auch kein Märchen. Auch die Hauptperson ist keine gewöhnliche Hauptperson. Sie ist eine richtige Powerfrau.

Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du dann?

Ich glaube ich wäre eine Katze, weil ich gerne esse und schlafe. Außerdem bin ich ein Familienmensch. Ich wäre aber kein Hund, denn ein Hund ist viel aktiver und eine Katze macht mehr ihr eigenes Ding.

Beschreibe dich in drei Wörtern!

Engagiert, verpeilt und fürsorglich.

Wenn du für einen Tag eine andere Person wärst, welche würdest du dann sein wollen?

Ich wäre gerne eine Person, die die Geschichte zum Guten verändert hat, zum Beispiel ein Student, der 1968 gegen Krieg demonstriert haben.

...Flemming Baumgart (15) - Ein Interview von Olivia Köhnke

"Ich wäre eine Flaschenpost"

(Foto: Olivia Köhnke)

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich mag gerne Action, deshalb surfe ich, fahre Snowboard, spiele Fußball, gucke mir außergewöhnliche Sportzeitungen an und ich segle außerden seit meinem 2. Lebensjahr. Das liegt daran, dass meine ganze Familie segelt, wir ein Segelboot haben und ich auch schon sehr früh entdeckt habe, dass mir das viel Spaß macht.

Wie bist du auf die Nordischen Filmtage gekommen?

Da ich in der Presse-AG meiner Schule bin, habe ich einen Artikel in der LN gelesen, in dem stand, dass noch Blogger gesucht werden. So habe ich mich beworben, da ich gerne mehr Erfahrungen im Schreiben und Berichten sammeln wollte. Und jetzt bin ich hier.

Auf welche Schule gehst du?

Ich bin Schüler am Johanneum, da ich mich sehr für Musik interessiere und das Johanneum ja auch als Musikschule bekannt ist. Deshalb bin ich gespannt in Interviews mit Regisseuren erfahren zu dürfen, warum sie ausgerechnet diese Musik an dieser Stelle ausgewählt haben und welche Emotionen sie dadurch ausdrücken wollen.

Wer ist dein Vorbild?

Auf jeden Fall mein Großvater, denn er ist zwischen seinem 20. und 25. Lebensjahr um die Welt gesegelt. Außerdem ist er nicht der „Standard-Opa“, sondern ist richtig lustig und reißt gerne Witze. Das finde ich sehr cool.

Hast du schon Pläne für deine Zukunft?

Ja, ich möchte einmal auswandern, zum Beispiel nach Frankreich. Ich war gerade auch in Frankreich in den Ferien und finde, dass es dort so schön ist. Man hat die Stadt, die Berge, das Wasser und dazu noch schönes Wetter. Allerdings möchte ich unbedingt noch andere Teile der Welt sehen, wie beispielsweise Südafrika. Daher wäre Journalist, welcher um die Welt reist und von überall berichtet, mein absoluter Traumberuf.

Was ist ein anderer großer Wunsch von dir?

Mein erster Wunsch ist, dass ich gerne einnmal bei einem Mittsommerfest in Schweden dabei sein würde, da meine Großeltern aus Schweden kommen und ich finde, dass ihre Geschichten davon sich sehr schön anhören. 

...Malte Mohrmann (16) - Ein Interview von Jil Strieder

"Die Nordischen Filmtage sind total chillig und cool"

 (Foto: Jil Strieder)

Wie heißt Du? Wie alt bist Du? 

Ich bin Malte Mohrmann und ich bin 16 Jahre alt.

 Was machst Du so in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit gehe ich gerne nach draußen und fotografiere für verschiedene Fotoprojekte. Ansonsten spiele ich gerne Tischkicker.

Was reizt dich daran bei den Nordischen Filmtagen teilzunehmen?

Ich finde es einfach toll neue Leute kennenzulernen und insgesamt ist die ganze Veranstaltung total chillig und cool. Es bringt mir auch Spaß die Filme zu bewerten und Kritiken zu schreiben.

Auf was freust Du Dich am meisten bei den Nordischen Filmtagen?

Ich freue mich auf viele neue Bekanntschaften, faszinierende Filme und auf die Darsteller der Filme.

Hast Du schon einen Beruf, den Du dir für später vorstellen kannst?

Noch nicht direkt, aber ich möchte nicht im Büro arbeiten. Vielleicht werde ich nach dem Abitur ein Auslandsjahr machen und danach könnte ich mir vorstellen in den Bereich Design oder auch Fotografie, wenn nicht sogar im Filmbereich tätig zu werden.

Was macht für dich einen guten Film aus?

Einen guten Film macht die Musik aus und vor allem die Schauspieler, denn es kann ja nicht jeder einfach Schauspieler sein nur weil man grade Lust drauf hat. Dann ist die Kameraführung wichtig und natürlich die Story.

Welche Filmarten schaust Du gern?

Ich gucke gerne actionreiche Filme oder auch Comedy. Auf den Nordischen Filmtagen werde ich mir auch gerne wieder das Kinderprogramm angucken.

...Emma Karpa (15) - Ein Interview von Amélie Engelmann

"Am liebsten höre ich Deutschrap"

(Foto: Amélie Engelmann)

Was war dein Berufstraum als kleines Kind?

Ich wäre gerne Richterin geworden, weil es mir gefallen hat Gutes zu tun und für Gerechtigkeit zu sorgen.

Inwiefern deckt sich das mit deinem heutigen Berufswunsch?

Ich möchte immer noch Menschen helfen. Der Bereich Politik interessiert mich inzwischen sehr. An unserer Schule bin ich Teil der Schülervertretung und gehe in das WiPo-Profil. Ich habe aber auch überlegt etwas Kreatives im Bereich Regie zu machen, am liebsten am Theater. Ich bin unter anderem auch bei den Nordischen Filmtagen, um mir die Regie speziell bei Filmen anzugucken.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich spiele viel Handball in der SH-Liga und trainiere nebenbei noch eine jüngere Mannschaft. Sport brauche ich einfach für mich, um ,zum Beispiel nach einem stressigen Schultag, abschalten zu können. Aber auch Musik ist ein großer Teil meines Lebens. Ich spiele Klarinette und singe im Opern- und Schulchor ,sowie im Schulchor.

Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du gerne?

Ich wäre gerne ein Zugvogel. Die können so viel von der Welt sehen und sind in ihrer Gruppe nie alleine. Musik ist ja ein Hobby von dir ,was für Musik hörst du gerne in deiner Freizeit? Am liebsten höre ich Deutschrap. Bald werde ich auch ein Konzert der Gruppe ‘Kraftklub’ besuchen ,darauf freue ich mich schon total. 

Wovor hast du richtig Angst?                                                                    

Vor wirklich tiefem Wasser hatte ich lange Zeit Angst. Dann habe ich mich überwunden einen Tauchkurs zu machen und habe dabei meine Angst überwunden.

Wenn du einen Raum frei einrichten und gestalten könntest wie würde er aussehen?

Die Wände müssten auf jeden Fall petrol blau gestrichen sein. Außerdem müsste es gemütlich sein, damit ich mich, wenn ich am Ende eines Tages nach Hause komme, direkt wohl fühle.

 

...Anton Kleinheins (17) - Ein Interview von Annika Schulz

"Ich liebe die Musik"

(Foto: Annika Schulz)

Wie bist du auf die nordischen Filmtage gekommen?

Ich war beim letzten Mal schon bei den Filmtagen dabei und mir hat das so viel Spaß gemacht, dass ich unbedingt wieder dabei sein wollte. Im letzten Jahr wollte ich zu einem kleine Teil auch teilnhemen, weil während der Filmtage die Schule ausgefallen ist. Da mir beim letzten Mal aber das ganze interviewen und neue Leute kennen lernen so viel Spaß gemacht hat, wollte ich das Ganze unbedingt wiederholen. Außerdem gucke ich gerne Filme und somit ist das für mich eigentlich perfekt.

Welche Interessen hast du in deiner Freizeit?

Ich mache ganz viel Musik. Ich spiele Klavier und Schlagzeug. Außerdem singe ich auch gerne. Mit meiner Band ,,Gravy Flukes“ haben wir dieses Jahr eine CD raus gebracht.

Was machst du noch gerne, neben der Musik?

Ich treffe mich gerne mit Freunden und besuche oft Konzerte. Außerdem reise ich unglaublich gerne, um neue Leute und neue Kulturen kennen zu lernen. Sobald ich 18 bin möchte ich mich am liebsten in ein Auto setzten und einfach losfahren.

Auf was für eine Schule gehst du?

Ich gehe auf das Johanneum zu Lübeck. Diese Schule ist für ihre Musik bekannt. In der Schule bin ich auch musikalisch unterwegs. Ich singe im Chor und spiele auch in unserer Big Band mit.  Mit unserer anderen Band (Gravy Fluks) proben wir auch in der Schule, aber diese Band ist eigentlich keine Schulbad. Unser Schulchor macht auch manchmal Touren, z.B. nach Amerika. Ich war jetzt gerade erst mit dem Chor in den Ferien unterwegs. In der Schule mache ich auch noch bei anderen AGs mit, wie zum Beispiel in der Foto Ag.

Woher kommt dein Interesse für Film? 

Auch aus Richtung Schule, da ich dort in der Medien AG und Foto AG bin. Ich finde es cool, wie man mit Filmen oder Fotos die Zuschauer beeindrucken und beeinflussen kann.

Welchem Beruf möchtest du später einmal nachgehen?

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich denke mal ich möchte in Richtung Medienproduktion gehen. Auf jeden Fall etwas Kreatives.

Hast du Geschwister? Und wenn ja, würden die sich eventuell auch für die Nordischen Filmtage interessieren?  

Ja, ich habe eine jüngere Schwester. Sie ist 12 Jahre alt und heißt Klara. Sie singt gerne und könnte sich, denke ich mal, auch für die Filmtage interessieren. Ich werde sie einfach mal informieren und fragen, ob sie nicht auch mal Lust hätte daran teilzunehmen.

...Alexander (12) - Ein Interview von Hangzhi Yu

"Ich wäre gern ein Löwe"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Foto: Hangzhi Yu)

  

Wie alt bist du und in welcher Klasse gehst du?

Ich bin 12 Jahre alt und gehe in die 7. Klasse.

Auf welche Schule gehst du und wie gefällt es dir da?

Ich gehe auf das Johanneum und dort gefällt es mir auch gut, da die Lehrer und Schüler sehr nett sind.

Was sind denn deine Lieblingsfächer?

Ich mag Englisch und Sport am liebsten, weil ich generell Freude an Sport habe und meine Lehrer in Englisch und Sport sehr gut sind.

Was machst du so in deiner Freizeit?

Ich spiele Fußball und mache auch gerne Windsurfing. Außerdem treffe ich gerne meine Freunde.

Hast du schon Erfahrungen mit Journalismus?

Ja, ich bin in der Presse-AG meiner Schule und schreibe dort Artikel für die Schülerzeitung. Später will ich vielleicht mal Journalist oder Fußballreporter werden, das ist eigentlich ein interessanter Job.

Wenn du ein Tier sein könntest, welches würdest du sein?

Wenn ich ein Tier wäre, würde ich ein Löwe sein, weil ich ihn so majestätisch finde und weil das mein Sternzeichen ist.

Warum bist du eigentlich zu den Jungen Festival-Bloggern gekommen?

Ich bin bin bei den Jungen Festival-Bloggern, weil ich gerne Leute interviewe und weil ich mich für Journalismus interessiere. Außerdem will ich die hier gezeigten Filme gucken.

 ...Lahja (12) - Ein Interview von Janna Klabunde 

"Ich bin wie ein Reh"  

 (Foto: Janna Klabunde)

Wie bist du auf dieses Bloggerprogramm gestoßen?

In meiner Schule besuche ich die Presse AG, dort bekamen wir eine Anfrage, ob wir hier teilnehmen wollten. 

Was sind die genauen Aufgaben der Presse AG? 

Wir schreiben Artikel, zum Beispiel über das Schulgeschehen und das stellen wir dann auf die Schulwebsite. Unter anderem haben wir auch schon mit den LN zusammengearbeitet, damals interviewten wir Schauspieler nach einem Theaterstück. 

Wenn du nicht in der Presse AG aktiv bist, was machst du dann? 

Ich reite auf dem Hof meiner Großtante einen Haflinger namens Merlin. Das macht mich sehr viel Spaß, jedoch komme ich manchmal nur einmal im Monat dazu dieses Hobby auszuführen. Und falls ich mal nicht reite, lese ich sehr gerne- am liebsten liege ich dabei in der Hängematte in meinem Zimmer. 

Du bist also eher ein zurückgezogener Mensch? 

Naja, ich würde mich schon als einen schüchternen Menschen bezeichnen, es fällt mir manchmal schwer auf Menschen zuzugehen. Auf der anderen Seite bin ich aber auch sehr loyal und nichts geht über meine Freunde, sie bedeuten mir sehr viel. 

Und wie könnte man dir an einem schlechten Tag eine Freude machen? 

Man könnte mir ein eigenes Pferd kaufen! 

Ein Pferd ist ja eine große Nummer, ginge es auch eine Nummer kleiner?  

Schon ein Nachmittag mit meinen Freunden heitert mich sehr auf, es gibt bei uns einfach immer was zu lachen und dann gäbe es auch keinen Grund mehr für schlechte Laune. 

Durch deine Liebe zu Pferden bist du ja ein sehr tierverbundener Mensch, wenn du ein Tier wärst, welches wäre es? 

Ich wäre ein Reh. Rehe sind sehr schüchterne Tiere, sie halten sich gerne verdeckt und gehen selten auf uns Menschen zu. Aber andererseits sind sie Herdentiere, sie brauchen Gesellschaft von Wesen, die sie verstehen.