Junge Festival-Blogger

Interviews, Berichte und Kritiken - tägliche News rund ums Filmfestival

Besucherinterview von Johan Boye mit Pieter und Jan nach dem Film The Secret World of Moths

Besucherinterview von Johan Boye mit einem Jurymitglied nach dem Film Mädchen, Mutter und Dämonen

Interview von Johan Boye mit Besucher Harald Scharfe nach dem Film Rölli und das Geheimnis vom Anfang aller Zeiten

Kritik zu "Anti" - von Nuria Weis

In Anti geht es um den 16-jährigen Jungen namens Simon und seinen Freund Frede. Da Simon sich schon seit Kindertagen für Graffitis interessiert, fährt er eines Tages gemeinsam mit seinem Freund nach Kopenhagen, um dort in einer kleinen Ruine zu sprayen. Dabei trifft er auf eine Gruppe von Sprayern namens Creazy, die schwer von seinen Graffitis beeindruckt sind und ihn aufnehmen möchten. Wenn da nur nicht Frede wäre...

Insgesamt ein stimmiger und spannender, gelungener Film.

(Foto: Miso Film)

„Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“  - Eine Filmkritik von Bloggerin Magdalena Giesen

Leistung und Liebe

Was macht ein finnischer Boxchampion, dem der Kampf seines Lebens bevorsteht? Er geht in die Sauna. Der Boxer Olli Mäki tut dies nicht um zu entspannen, sondern um die überzähligen Pfunde loszuwerden, nachdem ihn sein Mentor Elis Ask in der Federgewichtsklasse bei der Boxweltmeisterschaft angemeldet hat. Sollte Olli gewinnen, verspricht ihm Elis, wird dies der glücklichste Tag in seinem Leben.

Olli, „der Bäcker aus Kokkola“, nimmt den Aufruhr um seine Person ziemlich gleichgültig hin. Denn viel wichtiger ist ihm seine Freundin Raija. Leider sind viele Worte nicht Ollis Stärke. Mitten in den Vorbereitungen auf den Boxkampf reist Raija ab, ohne dass die beiden über ihre gemeinsame Zukunft gesprochen hätten. Kurz entschlossen fährt Olli ihr hinterher in die Weiten der finnischen Wälder. Nachdem Raija Olli ein Versprechen gegeben hat und er auch das notwendige Gewicht knapp erreicht hat, beginnt der Kampf gegen seinen Gegner Davey Moore aus Amerika.

In der Schlussszene schlendern Olli und Raija im Hafen von Helsinki an einem alten Ehepaar vorbei. Raija zu Olli: „Glaubst du, dass wir auch so werden?“ - „Meinst du alt?“ - „Und glücklich!“

Die Co-Produzentin des Films, der bei diesen Filmtagen den Baltischen Filmpreis gewonnen hat, erklärte dem Publikum nach der Vorstellung, dass Olli Mäki in Finnland ein Nationalheld ist und sein Name in Kokkkola und anderen Ortes mit einer gewissen Ehrfurcht ausgesprochen wird. Der wahre Olli Mäki und seine Frau Raija waren in die Entstehung des Films von Anfang an eingebunden, in der Schlussszene spielen sie das alte und glückliche Paar. Jarkko Lahti, der den jungen Olli Mäki darstellt, musste für seine Rolle vier Jahre an Boxtrainings teilnehmen und im Laufe der Dreharbeiten sieben Kilogramm an Gewicht abnehmen. Anstehende Renovierungsarbeiten am Olympiastadion von Helsinki, in dem 1962 der Kampf Mäki gegen Moore stattfand, wurden extra für die Dreharbeiten aufgeschoben. Ein Großteil des Budgets floss in die historische Ausstattung.

Ich kann „Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“ nur weiterempfehlen. Er lebt von der Ausdruckskraft und dem subtilen Humor seiner Darsteller. Dass der Regisseur Juho Kuosmanen auf Filmmaterial in 16 Millimeter und schwarz-weiß bestand, gibt dem Film eine hohe Authentizität.

 

 

Festival-Blogger im Interview mit Regisseur Daniel di Grado - von Janna Klabunde und Anton Kleinheins

Unsere Festival-Bloggerin Janna Klabunde im Gespräch mit dem schwedischen Regisseur Daniel di Grado. Sein Film "Alena" hatte bei den Nordischen Filmtagen Lübeck (2016) Deutschlandpremiere. Video: Anton Kleinheins

Videointerview mit Festivalleiter Christian Modersbach - von Luca Neumann, Tim Lüdke und Mareike Grell

Hier seht ihr unser Interview zusammen mit Christian Moderbach auf den Nordischen Filmtagen

Mädchen, Mutter und Dämonen - Eine Kritik von Malte Mohrmann

Eine sehr gute schauspielerische Leistung 

Der Film "Mädchen, Mutter und Dämonen" von der Regisseurin Suzanne Osten handelt von Ti und ihrer Mutter, die sich gerade von ihrem Freund getrennt hat. Als sie in eine neue Wohnung einziehen, verbarrikadiert sich die Mutter mit ihrer Tochter dort und bricht jeglichen Kontakt zur Familie oder Freunden ab. Das Appartement wird mit der Zeit immer vermüllter und die Mutter verlässt nicht mehr das Haus. Sie fängt an, Dämonen zu sehen, und versucht sich umzubringen. Durch das Verbot des Badezimmers, fühlt sich Ti auf Grund ihres Gestankes nicht mehr wohl und muss hilflos zusehen, wie ihre Mutter in der Psychose verschwindet. Doch die Tante von Ti, versucht sie ausfindig zu machen...

Der Film bekommt von mir sieben von zehn Punkten, weil er gut zeigt, wie ein Familienleben sein kann, wenn ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Die beiden Hauptcharaktere Ti und ihre Mutter sind sehr gute und überzeugende Schauspielerinnen, die durch ihre Ausdruckskraft den Film sehr glaubhaft rüberkommen lassen. Durch die düstere und unordentliche Wohnung wird das Gefühl von der bedrückenden Stimmung verstärkt.

Hinzukommt noch die sehr ruhige Kamerafahrt und die langsamen Schnitte, die zwar einerseits Spannung aufbauen, aber auch an manchen Stellen den Film langweilig werden lassen. Zudem sind die Dämonen an manchen Stellen ziemlich verstörend, aber es gibt keine überraschenden Schnitte, wo man sich zu Tode erschreckt. Zu guter Letzt ist die Musik überall sehr passend gewählt und trägt zu der düsteren Stimmung bei. 

Von mir also eine klare Guckempfehlung, wenn man Filme mit bedrückender Stimmung mag.

Bewertung der Blog-Redaktion: 7 von 10 Punkten

Link zum offiziellen Filmtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=NdfO94RYWvQ

(Foto: Sara P Borgström)

„Drifters“ - Eine Filmkritik von Nuria Weis

In Drifter geht es um eine junge Drogendealerin, die selber starke Drogenprobleme hat. Da ihre Wohnung zwangsverkauft wird, braucht sie schleunigst eine neue Unterkunft. Auf der Flucht vor der Polizei und Drogenboss begegnet sie anderen Menschen, die am Rande der schwedischen Gesellschaft leben.  Sie flüchtet mit ihnen in ihrem Auto auf einen Campingplatz und bringt auch sie in Gefahr.

Trotz der nach meiner Ansicht zu lang gezogenen Geschichte, war es ein packender und zum Nachdenken bewegender Film.

(Foto: Nadja Hallström / B-Reel Feature Film)

„Die Unsterblichen“ - Eine Filmkritik von Bloggerin Nuria Weis

In dem Film "Die Unsterblichen" geht es um einen jungen Mann namens Isak, der ein zerrüttetes Verhältnis zu seinem Vater hat. Er kann es einfach nicht ertragen, dass sein Vater jeden Tag eine andere Frau mit nach Hause bringt. Also beschließt er kurzerhand, von zu Hause abzuhauen und lernt zufällig dabei das Mädchen Em kennen.

Gemeinsam durchleben sie eine Zeit, die aus Kriminalität und Liebe besteht - mit überraschendem Ende.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Film.

Was mir besonders gut gefallen hat waren die Schauspieler und die Naturaufnahmen.

(Foto: Andreas Öhman)

Eine Kritik zu „Face to Face“ -  von Bloggerin Magdalena Giesen

Einen Schritt aufeinander zu

Nach dem Abschluss der Sveppi-Serie, die auch auf den Nordischen Filmtagen Lübeck zu sehen war, hat Bragi Thor Hinriksson einen für sich stehenden sechzigminütigen Spielfilm für Kinder gedreht, Face to Face.

Brynhildur hat viele Begabungen, bei ihren Lehrern ist sie beliebt. Um so schwieriger hat sie es in ihrer Klasse. Silja und ihre passive Unterstützerin lauern ihr nach dem Unterricht auf und knüpfen sich Brynhildur vor. Silja macht ihr deutlich, dass sie Streber nicht leiden kann. Sie nimmt Brynhildur das Versprechen ab, dass sie nicht für die Solostimme der Weihnachtsfeier vorsingen wird.

Nachdem Brynhildur sich ihrem Vater anvertraut hat, rät er ihr, die ganze Klasse zu ihrem Geburtstag einzuladen. Fast alle kommen – bis auf Silja. Bei der von ihr veranstalteten Gegenparty bleibt es hingegen leer. Gelingt es Brynhildur dafür zu sorgen, dass an diesem Abend alle glücklich sind?

Freundschaft und Feindschaft, Eifersucht und Vergeben, sind die großen Themen, an die sich Bragi Thor Hinriksson in einer emotional erzählten Geschichte heranwagt. Es gelingt ihm, dem Zuschauer die Veränderungen im Verhältnis der beiden Protagonistinnen durch klug eingesetzte Nahaufnahmen – von Angesicht zu Angesicht – nahezubringen.

Der Film zeigt auf gelungene Art und Weise, wie sich Mobber und Gemobbte gleichermaßen fühlen. Manchmal tut er dies vielleicht etwas zu vorhersehbar. Ich empfehle Face to Face jedem, der sich für das Seelenleben von heranwachsenden Mädchen interessiert. Meiner Meinung nach ist der Film ab acht Jahren gut geeignet, da er am Ende keine Fragen offenlässt.

(Foto:  Hreyfimyndasmidjan, RUV)

Eine Filmkritik zu "Die Flüsterer" – von Svea Hammann und Frederike Lindemann

„She is a Naturegirl“

 Zusammenfassung

In dem Film "Die Flüsterer" geht es um das siebzehnjährige Mädchen Ellen Sara, das abgeschieden vom Rest der Welt in Norwegen lebt. Sie ist Teil der alten Samikultur und kümmert sich zusammen mit ihrer Familie um eine Herde Rentiere. Ellen Sara lebt vollkommen im Einklang mit der Natur und ihren Ahnen.

Obwohl sie glücklich mit ihrem einfachen Leben ist, träumt sie von einem Auslandsaufenthalt in den USA. Sie möchte die westliche Kultur, mit Fernsehen, Shoppen und Cheerleadern besser kennenlernen und entschließt sich, für einige Zeit nach Kalifornien zu gehen. Dort lernt sie eine ihr vollkommen fremde Welt kennen - und verliebt sich sofort in sie. "Everything was just like a dream", so Ellen Sara. Doch nach einigen Wochen in totaler  Unabhängigkeit lernt sie einen alten Greis kennen, der ihr rät, sich wieder mehr dem Flüstern ihrer Vorfahren zu öffnen. Zurück zu Hause lassen sie ihre Erlebnisse nicht los und schließlich begibt sie sich auf Wunsch des Alten in die amerikanische Einöde. Dort kommt sie wieder in Einklang mit sich selbst und findet zur Ruhe.

Bewertung

Positiv

Die Geschichte war mehr wie ein Dokumentarfilm aufgebaut, es gab wenig Dialoge. Ellen Sara sprach die meiste Zeit aus dem Off, das brachte uns ihren Gedanken und Gefühlen sehr nahe und wir konnten uns von Anfang an in ihre Situation hineinversetzen. Ihre innere Zerrissenheit zwischen den beiden Kulturen war nachvollziehbar und wurde durch herausragende schauspielerische Leistungen unterstützt. Was uns außerdem gut gefallen hat, waren die wunderschönen Naturaufnahmen. Die Bilder standen sehr lange, sodass die Zuschauer Zeit hatten, in die Atmosphäre einzutauchen. Die Hintergrundmusik fiel mit passenden Texten positiv auf und transportierte die Ruhe des Filmes gut.

Negativ

Viel zu kritisieren gibt es eigentlich nicht. Zwar wirkten manche Szenen etwas gestellt, doch das störte im weiteren Verlauf kaum. Zwischendurch wurden kleine Animationssequenzen eingeschoben, dessen Bedeutung wurde uns nicht ganz klar. Das hat ein wenig irritiert, vor allem, da diese Szenen öftr im Film auftauchten. Das einzige, was wirklich sehr voraussehbar war, ist das Ende. Dieses ist ziemlich kitschig, passt aber irgendwie auch zur Geschichte.

Gesamt

"Die Flüsterer" ist eine interessante Geschichte mit überzeugenden Darstellern. Wir geben dem Film acht von zehn Punkten. Uns fehlte nur ein wenig Spannung und Humor.

Emfehlung

Wenn ihr Natur, sowie kulturelle Auseinandersetzung liebt, ist dieser Film genau das Richtige. Die Spirituellen unter euch werden die Charaktere gut verstehen können, und die seit Jahrhunderten bestehende Traditionen zu würdigen wissen. Da die Geschichte einem Tagebuch ähnelt, solltet ihr nicht all zu viel Action erwarten. Wenn ihr eher der Typ seid, der auf Nervenkitzel steht, könntet ihr euch schnell langweilen. Wir hoffen, wir konnten viele für diesen besonderen Film begeistern und ihr werdet ihn euch auch außerhalb der Nordischen Filmtage ansehen!

(Foto: David Kinsella)

Ein Interview mit Schauspieler Björn Löfstedt  - von Svea Hammann und Frederike Lindemann

"It's never too late to change"

Eine Familie, die zusammenhält. Fünf Videobotschaften, die nachdenklich machen. Und der Tod eines geliebten Mannes. So könnte der schwedische Film "Kleinstadt" beschrieben werden. Hauptdarsteller Björn Löfstedt war vor Ort und nahm sich nach der Vorstellung etwas Zeit für uns.

Sie sind aus Vadstena hergekommen. Wie gefällt es Ihnen hier?

Ich mag Lübeck, hier herrscht eine angenehme Atmosphäre und die Leute sind total freundlich.

"Kleinstadt" ist ja ihr erster Film, was haben Sie denn vorher gemacht?

Ich habe mit 16 Jahren angefangen, in einem Betrieb zu arbeiten. Jetzt bin ich 53 Jahre und wollte noch mal etwas anderes machen.

Was hat Ihnen während der Dreharbeiten besonders gut gefallen?

Im Grunde habe ich ja mich selbst gespielt. Es ging um mein Leben und meine Familie. Ich war froh, dass ich gemeinsam mit meinen Verwandten gearbeitet habe, sodass ich die meisten im Team kannte. Kaum jemand von uns war schon im Schauspiel erfahren, für die meisten war das eine neue Erfahrung. Hätte ich mit fremden Menschen drehen müssen, hätte ich diesen Schritt wahrscheinlich nicht gewagt

Wie lange waren Sie insgesamt am Set?

Zuerst haben wir eine Woche lang Aufnahmen gemacht, um die Finanzierung des Films zu gewährleisten. Einige Szenen haben wir davon auch direkt im Film übernommen, die eigentliche Arbeit dauerte aber 30 Drehtage.

Im Film werden sie ja als ziemlich schüchtern dargestellt. Wie würden Sie sich im echten Leben beschreiben?

Ich bin auch privat ziemlich still, doch der Film hat mir geholfen, offener zu sprechen. Das hatte bestimmt auch mit dem familiären Umfeld zu tun.

Was war es für ein Gefühl, sich selbst im Kino zu erleben?

Am Donnerstag war die Weltpremiere und es war eine großartige Erfahrung, den Film auf so einer riesigen Leinwand zu sehen. Das ist schon etwas ganz anderes als auf einem Fernseher.

Welches ist ihre Lieblingsszene?

Oh, das ist schwer... Ich glaube, der Moment, in dem ich auf das Dach klettere und meine Frau mich von unten beobachtet. Das hat mir großen Spaß gemacht.

Wenn Sie privat Filme schauen, was gucken Sie dann so?

Also, im Allgemeinen schwedische Filme. Aber ich bin auch großer  Fan von dänischen Polizeifilmen.

Und zum Schluss: Was ist ihrer Meinung nach die Aussage von "Kleinstadt"?

It's never too late to change. 

Blogerin Frederike Lindemann im Interview mit Björn Löfstedt.

(Foto: Svea Hammann)

Ein Interview mit Regisseur David Kinsella - von Svea Hammann und Frederike Lindemann

 “It's time to make films about girls"

David Kinsella (52), der norwegische Regisseur des Films "Die Flüsterer", sprach mit uns über "broken hearts", seinen größten Traum und neue Filmprojekte. Ein großartiges Gespräch, das ihr auf keinen Fall verpassen dürft.

Was hat Sie dazu inspiriert, die Geschichte von Ellen Sara zu verfilmen?

Als Erstes sollte ich klarstellen, dass "Die Flüsterer" keine fiktive Geschichte ist, sondern es alle Charaktere wirklich gibt. Da ich in der selben Gegend lebe wie Ellen Sara, habe ich durch Zufall ihre Familie kennengelernt. Da war sie elf Jahre alt und noch zu 100 Prozent eine Sami. Die nächsten sieben Jahre begleitete ich ihr Leben und nahm große Veränderungen ihrer Persönlichkeit wahr. Ellen Sara begann sich immer weiter von ihrer Herkunft zu entfernen und wollte all das haben, was auch ihr habt: ein iPhone, angesagte Kleidung und vor allem wollte sie das beliebteste Mädchen der High School in den USA werden. Sie war ein hoffnungsloser Teenager geworden.

So wie Sie das beschreiben, klingt es ziemlich negativ. Was genau stört Sie denn an der westlichen Lebensweise?

Im Grunde kann ich jeden als Beispiel nehmen - auch dich oder irgendjemand anderes, das macht keinen Unterschied. Aber der Einfachheit halber bleibe ich mal bei meiner Hauptprotagonistin. Ich beobachtete, wie sie sich veränderte. Ellen Sara wurde sehr ernst und lachte kaum noch. Früher konnte sie mit ihren Ahnen kommunizieren, ihre verstorbene Großmutter sah sie sogar. Im Ernst! Doch mit der Zeit wurde sie blind für all das. The commercial world takes her identity away. Das machte mich sehr traurig, ich war da sozusagen schon Teil der Familie geworden.

Außerdem stört mich, dass alles so einheitlich, so gleich wird. Schaut euch doch mal an: Die selben Schuhe, die selbe Jeans, die selben Farben. It's time that we do things, that make us happy. It's time that we became a strong generation.

Sie sagten gerade, dass alle Figuren real sind. Wie ist das mit dem Songwriter Jack? Haben sie den auch getroffen?

Natürlich. Dem habe ich in San Diego begegnet. Auch er war jemand, der die Natur liebte, sie aber aufgeben musste, weil es einfach nicht cool war. In dem Punkt sind sich die beiden total ähnlich. Ich hörte seine Songs, unter andrem auch "Nature Boy", und zeigte diesen dann der Lehrerin von Ellen Sara.

Ach, Sie waren das? Das war kein Zufall?

Nein, ich beschloss, dass Ellen Sara diesen talentierten jungen Mann kennenlernen sollte. Ich arrangierte es so, dass Jack schließlich nach Norwegen kommen konnte. Aber das dürft ihr niemandem sagen.

Und was ist jetzt aus den beiden geworden? Sind sie zusammen?

Leider nicht (lacht), sie sind jetzt 18 Jahre alt und Jack studiert Musik. Ich habe immer noch Kontakt zu Ellen Sara und ihrer Familie. Sie ist eine sehr starke Frau.

Es gab eine Szene in "Die Flüsterer", die wir nicht ganz verstanden haben. Was wollten Sie mit den Animationssequenzen ausdrücken?

Hier wird die Beziehung zwischen Ellen Sara (sparrow) und Blue Eagle (crow) deutlich. Der Zuschauer sieht, was das Mädchen für einen Lernprozess durchläuft. Am Anfang holt sie sich noch den Rat der Krähe. Aber mit der Zeit macht sie ihre eigenen Erfahrungen und lernt stark zu sein. Dass sie zum Schluss die Krähe wegjagt, zeigt ganz deutlich, wie gleichgültig ihr die Weisheiten des alten Mannes geworden sind.

Wow, da haben sie sich ziemlich viel bei gedacht! Jetzt aber noch mal ein paar Fragen zu Ihnen. Wenn Sie einen Film über ihr Leben drehen würden, was würde darin passieren?

Na, das habe ich doch schon getan (lacht). Mein neustes Projekt wird sich mit mir und meiner Exfreundin beschäftigen. Die habe ich, wie wäre es auch anders möglich, beim Drehen eines Films kennengelernt. Sie hat mir gezeigt, wie hart das Leben manchmal sein kann, ihr Motto war „kindness is weakness". Der Film heißt The Promise, ist aber noch nicht fertig. Es geht da um mein gebrochenes Herz, ich spiele selbst die Hauptrolle. Die Geschichte gefällt euch sicherlich auch, auf meiner Homepage könnt ihr euch dazu informieren.

Wie viele Filme haben Sie denn überhaupt bis jetzt gemacht?

(zählt) Acht, glaube ich. "Die Flüsterer" war aber mit Abstand der Schwierigste. Ganz einfach, weil es nicht einen einzigen Schauspieler in dem Film gab. Von meinen eigenen Geschichten gefällt mir "The Wall" am besten, darin geht es um ein junge Frau, welche unter dem nordkoreanischen Regime leidet. Was meine Filme  miteinander verbindet, ist, dass immer Mädchen die Hauptrolle spielen.

Das hat doch bestimmt einen Grund, oder?

Auf jeden Fall. Zum einen bin ich der Meinung, dass es schon genug Filme mit männlichen Hauptdarstellern gibt. Es ist Zeit, dass Filme über Mädchen gemacht werden! Und wenn ich ehrlich bin, suche ich auch noch immer die große Liebe. Es ist mein Traum, endlich die Richtige zu finden, ich hatte schon mehrere Freundinnen, alle dunkelhaarig, aber momentan bin ich Single. Deshalb arbeite ich auch so viel.

Wie meinen Sie das?

Ich hoffe doch, dass mich meine Freundin davon abhalten würde, so viel Energie in meinen Job zu stecken! Ich habe momentan überhaupt kein Privatleben, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Umso mehr freue ich mich darauf, irgendwann wieder zu leben.

Anmerkung der Autorinnen:

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses spannende Gespräch, es war eine beeindruckende Erfahrung, David Kinsella kennengelernt zu haben. Über zwanzig Minuten beantwortete er unsere Fragen, total ruhig und entspannt. Das was ihr hier lest, ist nur ein kleiner Ausschnitt! Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, besucht doch einfach mal seine Homepage, da steht alles Wichtige drauf. Und über den Film "Die Flüsterer" haben wir auch eine Kritik geschrieben, die könnt ihr auf unserem Blog nachlesen. Wir wünschen David Kinsella jetzt natürlich ganz viel Glück auf der Suche nach seiner großen Liebe und freuen uns auf "The Promise".

 

Selfie-Time! Mit den Bloggerinnen Svea Hammann und Frederike Lindemann (von links) und Regisseur David Kinsella

(Foto: Svea Hammann)

Chefredakteure im Gespräch - Ein Interview von Svea Hammann, Nuria Weis und Frederike Lindemann

„Wir sind die Stimme des Nordens"

Bei der Mittagskonferenz der Lübecker Nachrichten haben wir heute die beiden stellvertretenden Chefredakteure Nick Vogler und Lars Fetköter getroffen und ihnen Fragen zu ihrer Arbeit bei der Zeitung gestellt. Sie waren sehr offen und haben uns ausführlich geantwortet. Hier könnt ihr das Wichtigste nachlesen!

Wofür sind Sie eigentlich als stellvertretende Chefredakteure zuständig?

Nick Vogler: Ich bin der Ansprechpartner für den lokalen Teil unserer Zeitungen. Wenn es Probleme gibt, kümmere ich mich darum.

Lars Fetköter: Für die Regionalredaktion bin ich zuständig, das heißt, ich bespreche mich regelmäßig mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Diese arbeitet eng mit uns zusammen.

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Fetköter: Schon vor der Arbeit informiere ich mich über aktuelle Nachrichten, zum Beispiel online oder im Radio. An Zeitungen lese ich besonders gerne die Süddeutsche, aber auch die Bild-Zeitung gehört zu meiner täglichen Lektüre. Viele Artikel sind da natürlich sehr sensationslüsternd geschrieben, aber wie sie durch markante Überschriften die Aufmerksamkeit aller erlangt, ist schon bemerkenswert. Wenn ich dann im Büro ankomme, nehme ich an verschiedenen Sitzungen teil. Die Mittagskonferenz ist dabei die wichtigste, hier werden alle Themen für die morgige Ausgabe festgelegt. Das meiste ist dann schon entschieden. Am Nachmittag fangen wir an, die Seiten zu layouten und zu überlegen, welcher Artikel auf die Titelseite passt.

Sie haben gesagt, Sie würden regelmäßig die Bild lesen. Inwiefern beeinflussen Sie diese Artikel in ihrer Zeitung?

Vogler: Natürlich müssen wir uns immer selbst kritisch hinterfragen. Es gibt gewisse Grenzen zu beachten, sodass sich niemand angegriffen und bedrängt fühlt.

Fetköter: Trotzdem schult es den Blick für bestimmte Schlagzeilen, die vielleicht nicht so in unseren Stil passen. Ganz wichtig ist uns aber, dass wir nur Wahres schreiben.

Was raten Sie jungen Menschen, die Interesse am Journalismus zeigen?

Vogler: Es ist natürlich möglich, sofort zu studieren, aber ich würde jedem empfehlen, erst einmal die Nase ins Leben zu halten. Ich persönlich war Schäfer, Steinmetz und Diplompädagoge, bevor ich merkte, dass all diese Themen auch in einer Zeitung wiederzufinden sind. Erst dann habe ich begonnen, Artikel zu schreiben und bin so letztendlich hier gelandet. Es ist immer hilfreich, mit dem Leben jenseits von Schule in Berührung zu kommen und zum Beispiel ein soziales Jahr zu machen oder ins Ausland zu gehen. Seid einfach neugierig und nutzt alle Chancen, die ihr kriegen könnt!

Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Bericht aus?

Fetköter: Ein schneller Einstieg ist mir wichtig, damit der Leser neugierig wird. Außerdem sollten wir als Verfasser verständlich schreiben und keine langen Nebensätze verwenden. Das Geschriebene muss natürlich vorher kritisch geprüft werden.

Vogler: Der Artikel sollte interessant und anschaulich geschrieben sein. Ich stelle mir immer die Frage: Ist das eine Geschichte, die ich auch jemand anderem erzählen würde?

Welches Interview, das Sie selbst geführt haben, ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Vogler: Udo Lindenberg. Es war schon eine beeindruckende Erfahrung, ihn persönlich zu treffen.

Fetköter: Ich habe einmal mit einem Tatortorganisator gesprochen. Da ich selber ein großer Fan bin, war das ein spannendes Erlebnis.

Und gibt es jemanden, den Sie unbedingt noch treffen wollen?

Vogler: Michelle Obama. Sie ist eine taffe Frau und spricht auch Themen an, die nicht dem Mainstream entsprechen.

Fetköter: Dem kann ich mich nur anschließen.

Wie würden Sie die LN in einer Werbung beschreiben?

Vogler: Wir sind die Stimme des Nordens.

Fetköter: Alles aus der Region: klar, verständlich und angenehm verpackt. 

Kritik zu „Eins-zwei.drei-LOS!" - von Luca Neumann

„Are you afraid of dying?“

Barbara Topsøe-Rothenburgs Film "Eins-zwei-drei-LOS!", der 2016 veröffentlicht und in Dänemark gedreht wurde, handelt von dem Jungen Jeppe, der sich unsterblich in das krebskranke Mädchen Cecille verliebt hat.

Nachdem Cecille auf die Schule von Jeppe gewechselt hat, verlieben sich die beiden auf den ersten Blick. Der schüchterne Jeppe traut sich, Cecille nach einigen Tagen, ins Kino einzuladen und das Eis zwischen den beiden bricht. Nach mehreren Partys gesteht Jeppe Cecille seine Liebe, doch Cecille möchte diese Worte nicht hören. Allerdings gibt Jeppe nicht auf und hat damit auch Glück.

Später erfährt er das Unvermeidbare: Cecille ist unheilbar krank. Für ihn bricht eine Welt zusammen. - All die Träume die er hatte sind auf einmal wie verschwunden und so fasst er die Entscheidung mit Cecille nach Gran Canaria zu fliegen und dort den schönsten Urlaub seines Lebens zu verbringen. Nimmt die Geschichte noch ein Happy End oder werden die "Flitterwochen" zum Desaster?

Eine wunderbar erzählte Geschichte, die wie aus dem Alltag von zwei Jugendlichen gegriffen worden sein könnte. Nicht nur die Schauspieler von Jeppe (Nikolaj Groth) und Cecille (Clara Rosager) leisten Unglaubliches. Jede einzelne Emotion wurde außergewöhnlich gut gespielt, wobei die anwesenden mit Jeppe und Cecille mitfühlen muss und den Film um sich herum nahezu vergisst. Die traurigen, rührenden Szenen wurden dabei mit passenden witzigen Zwischenszenen aufgebessert und haben dem im Allgemeinen traurigen Film an manchen Stellen doch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Doch auch, wenn man nun denkt, dass so etwas nur langweilig sein kann, ist der Film durch viele Nahaufnahmen, trotz des sehr traurigen Themas, nicht langweilig und teilweise auch spannend geworden. Auch wenn der Film nur mit englischem Untertitel gezeigt wird, ist es sehr einfach die Haupthandlung zu verstehen, ohne sich extrem auf das lesen des Untertitels zu konzentrieren. Leider kann man den Schluss relativ früh voraus sehen und das Ende verliert einiges, was am Anfang des Filmes an Unwissenheit über die folgenden Szenen aufgebaut wurde.

Abschließend kann ich sagen, dass Barbara Topsøe-Rothenburg ein großartiger Film gelungen ist, den man definitiv weiterempfehlen sollte. Meiner Meinung nach können sich schon 15-jährige Jugendliche super gut in die Situation von Jeppe und Cecille versetzten und die Emotionen mitfühlen. Ich würde dem Film neun von zehn Punkten geben, da es zwar ein insgesamt ein schöner Film ist, es allerdings schon einige Filme mit dem gleichen Thema gibt, die sehr ähnlich aufgebaut sind. Zum Beispiel "The Fault in Our Stars", in Deutsch bekannt unter "Das Schicksal ist ein mieser Verräter".

Website zum Film: www.regnergrastenfilm.com

 

(Foto: Level K)

7 Publikumsfragen an Filmregisseur Taavi Vartia – von Luca Neumann

„I met a dragon and asked him“

Sind die Szenen zum Film „Rölli und das Geheimnis vom Anfang aller Zeiten“ auf der Insel auch in Norwegen gedreht?

No, we made them in Spain. All the island-szene and even the dessert was filmed in spain.

Wurden die Haare der Mädchen gefärbt oder gibt es da Filmtricks.

No, actually the whole film is real, but I think the hair-artist had something to do with it.

Wie konnte der Drache unter Wasser fliegen?

I met a dragon once and asked him if he would like to act in my movie. No. We used animations for that.

Wird es demnächst neue Film geben und wie heißen sie?

There are some projects, but it's not the time now to talk about the names, but I am working at a series at the moment.

Wie konnten die Protagonisten die steile Wand hochklettern?

Honestly, they laying on the ground and we rotated the camera.

Wurde ein echtes Kamel verwendet?

Yes, but it didn't talk that much.

Gab es wirklich Inseln die schwimmen konnten?

There was a greek-legend about floating islands, but in this movie they are animation.

(Foto: MRP_Matila_Rohr_Productions)

Filmkritik zu ,,Drifters’’ - von Dilara Rosenfeld

„Schweden hat wirklich ein Problem mit Drogenabhängigen"

Im Film Drifters vom Regisseur Peter Grönlund geht es um Minna (gespielt von Malin Levanon), die sich durch ihre Drogensucht immer weiter verschuldet und letztlich in einer Campingsiedlung voll von Junkies landet. Sie stiehlt Geld von anderen Kriminellen und wird so nicht nur von der Polizei gesucht, sondern gerät auch mit einem Drogendealer in Schwierigkeiten.

Die Thematik der Drogen wird in Spielfilmen nicht häufig angesprochen, doch man hätte durchaus mehr aus ihm machen können. Bis dem Zuschauer wirklich klar wird, was Minnas Problem ist, vergehen einige Minuten ohne richtige Handlung. So bekommt der Film doch einige Längen und es wird langweilig.

An einigen Stellen hat mir persönlich auch die Emotionalität gefehlt. Dies kann zum einen an der schauspielerischen Leistung Levanons gelegen haben oder an den Szenen, in denen nichts wichtiges passiert. Als Minna dann aber wirklich unter Druck von Seiten der Polizei und auch eines Drogendealers gerät, macht es immer mehr Spaß den Film zu sehen. Dadurch entsteht Spannung und man fragt sich, wie es für die Protagonistin ausgeht.

Auf Nachfragen des Publikums sagt Malin uns noch folgendes: „Schweden hat wirklich Probleme mit Drogenabhängigen und es gibt tatsächlich solche Drogencamps.“ Eine ernste Thematik also. Alles in allem hat mich Drifters schon ein wenig enttäuscht. Ich konnte nicht wirklich Minnas Emotionen nachvollziehen und so wurde die Ernsthaftigkeit dahinter nicht vollständig klar.

Ich gebe ihm sechs von zehn Punkten.

(Foto: Nadja Hallström / B-Reel Feature Film)

Kritik zu „Cold Shivers" - von Janna Klabunde

Komplizierte Beziehungen

Cold Shivers, ein norwegischer Film von Regisseur und Autor Marius Myrmel erzählt in unter 20 Minuten die Geschichte von zwei zwischenmenschlichen Beziehungen sowohl der guten als auch der falschen Art. 

Der Teenager Kristoffer bringt seine Freundin Stine auf ihren Wunsch mit zu sich nach Hause. Alles läuft soweit normal bis auf einmal seine Mutter unerwartet im Zimmer steht und Kristoff nur blamiert. Als das seltsame Verhalten auch beim Essen nicht aufhört wird Kristoff abweisend zu seiner Freundin und distanziert sich offensichtlich von ihr. Weder das Verhalten von Kristoff noch das seiner Mutter sind zu erklären bis eine Szene im Bett bei Nacht für Aufklärung sorgt.

Mir hat an dem Film gefallen, dass die Schauspieler so authentisch und überzeugend gespielt haben Außerdem ist das Thema des Filmes (Misshandlung in der Familie und das damit einhergehende Trauma) nicht zu unterschätzen und ein derartiges Tabu-Thema, dass man darüber noch wenige Filme gedreht hat. 

Cold Shivers punktet hier mit seiner kurzen Spielzeit und der Menge an Emotionen und Handlung, die in sehr wenig Zeit vermittelt werden.  Was mir an dem Film weniger gefallen hat, war der Mangel an Musik und, dass das Ende sehr offen ist. Der Kurzfilm erzählt nur von einem kleinen Teil des Dramas und so sieht man zwar wie sich die Geschichte zuspitzt, jedoch nicht, wie der Konflikt gelöst wird oder ein Versuch gestartet wird der Lage zu entfliehen.        

Ich gebe dem Film drei von fünf Sternen

(Foto: NFI)

Videointerview mit Jurymitglied Inger Nilsson - von Janna Klabunde und Anton Kleinheins

Die junge Festival-Bloggerin Janna Klabunde im Interview mit der Schauspielerin Inger Nilsson, die einst Pippi Langstrumpf ein Gesicht und eine Seele gab. In Lübeck ist Nilsson Mitglied der NDR-Filmpreis-Jury. 

Kamera: Anton Kleinheins

Interview mit Carrie (21) zu „Die Flüsterer“ - von Helen Lehnau

„Einmal träumen und abschalten“

Nachdem wir uns den Film „Die Flüsterer“ zusammen mit vielen Schulklassen angeschaut haben, pickten wir uns eine Schülerin, Carrie, 21, heraus, um ihr ein paar Fragen zu dem Film zu stellen.

Wie heißt du, wie alt bist du und wo kommst du her?

Ich heiße Carrie, bin 20 Jahre alt und komme aus Ratzeburg.

Was hat dir am Film gefallen und was war nicht so gut?

Ich finde den Film sehr schön, er hat einem romantischen Hintergrund, war aber an manchen Stellen ein wenig kitschig und meiner Meinung nach unrealistisch.

Wie würdest du den Film in drei Schlagwörtern beschreiben?

Natur, Liebe, zu sich finden

Für wen würdest du den Film empfehlen?

Ich finde, mein Alter ist schon zu alt, für 17 jährige wäre es, denke ich passend.

Stell den Film pantomimisch dar!

 

(Foto: Magdalena Giesen)

Mit welchem Charakter würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen und warum?

Am liebsten mit Ellen-Sara, weil ich es spannend  finde, dass sie „eins mit der Natur“ ist. Außerdem fände ich es interessant, mehr über sie und ihren Stamm zu erfahren.

Weshalb sollten sich andere diesen Film anschauen?

Andere sollten sich den Film anschauen, um einmal zu träumen und in eine andere Welt einzutauchen. Raus aus unserem Alltagsstress!

Wie viele Sterne würdest du dem Film von 1 von 5 geben und weshalb?

Ich denke 4 Sterne sind passend, weil meiner Meinung nach das Thema, auszuleben, was man gerne machen möchte, toll dargestellt ist.

Wirst du dir in den nächsten Tagen noch einmal einen Film von den Nordischen Filmtagen anschauen?

Eigentlich würde ich gerne nochmal einen Film sehen, aber weil ich in Ratzeburg wohne, werde ich es wahrscheinlich nicht schaffen. Heute war ich ja mit meiner Klasse hier.

Link zum offiziellen Filmtrailer:

http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2016/7878.html

Interview mit Ella Nabers (16) zum Film „Eins-zwei-drei-LOS!" - von Anton Kleinheins

Ein bisschen geweint habe ich schon

Du hast den Film „Eins-zwei-drei-LOS!“ von Barbara Topsøe-Rothenborg, in dem es um eine tragische Liebesgeschichte zweier Jugendlicher geht, im Filmhaus gesehen. Mit welchen drei Wörtern würdest du ihn beschreiben?

Ella: Ich würde sagen Klischee, traurig und ein wenig kitschig.

Wie kamst du auf den Film?

Ella: Wir sind mit der ganzen Schulklasse im Filmhaus gewesen und haben uns auf Eins-zwei-drei-Los! geeinigt.

Wann warst du das letzte Mal im Kino? Warst du schon einmal auf den Nordischen Filmtagen?

Ella: In den Sommerferien habe ich „Ein ganzes halbes Jahr“ gesehen. Auf den Nordischen Filmtagen war ich letztes Jahr das erste Mal.

Der Film geht ja ein wenig in die Richtung „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, war „ Eins-zwei-drei-Los!“ ähnlich traurig?

Ella: Nicht genau so aber vor allem das Ende war schon ziemlich traurig. Ein bisschen geweint habe ich schon.

Link zum Film: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2016/7857.html

 Schülerin Ella Nabers vom Johanneum zu Lübeck war mit ihrer Klasse im Kino

(Foto: Anton Kleinheins)

Kritik zu „Tzatziki, Papa und der Olivenkrieg“ - von Phillip Gutberlet

In einem Olivenhain verspricht ein Sohn seinem Vater immer auf diesen Olivenhain aufzupassen. Ein Jahr später kommt der Sohn wieder zum Olivenhain zurück. Sein Vater hat Geldprobleme. Er sieht sich gezwungen den Olivenhain zu verkaufen. Doch der Sohn will das verhindern. 

Dies ist der Anfang des dänischen Films Tzatziki, Papa und der Olivenkrieg, der schon der dritte Tzatziki-Film ist. Der erste Film trägt den Titel „Tsatsiki - Tintenfisch und erste Küsse“ (1999), der zweite Film „Tsatsiki - Freunde für immer“ (2001). Der Film spielt überwiegend in dem Dorf Agios Ammos in Griechenland.      

Im dritten Film geht es um den Jungen Tzatziki, der eigentlich mit seinem Freund Hammer zu seinem Vater nach Griechenland fahren wollte. Aber Hammer verletzt sich bei einem Skateboardunfall und so muss Tzatziki alleine nach Griechenland fahren. Während seines Aufenthaltes bei seinem Vater erzählt ihm dieser, dass er den Olivenhain und sein Hotel „Vater und Sohn“ verkaufen muss, doch Tzatziki will das unbedingt verhindern. Als ihm das Mädchen Alva begegnet, die ebenfalls in dem Hotel wohnt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Nachdem die beiden ein paar Dinge unternommen haben, erzählt sie ihm, dass man am besten über Kopf – also kopfüber - nachdenken kann. Nach einem Tag auf dem Kopf stehen, kommt ihm eine Idee. Doch er muss erst seinen Vater davon Überzeugen, dass das eine gute Idee zum retten des Hotels und des Olivenhains ist. Als dann auch noch sein Freund Hammer auftaucht und  eifersüchtig auf Alva ist, hat Tzatziki mehrere Probleme auf einmal zu lösen.

Ich gebe dem Film zehn von zehn Punkten, da die Schauspieler sehr gut sind und der Film sehr gut gemacht wurde. Ich empfehle den Film für Kinder ab null Jahren, Familien und Leute die sich gerne Filme über Liebe anschauen.

(Foto: Jarowskij)

Filmbericht zu „Gilberts grausame Rache“ - von David Bruce-Boye

Der Film „Gilbert grausame Rache“ von der Regisseurin Hanne Larsen handelt von dem elfjährigen Jungen namens Gilbert, der unter einer starken Eierallergie leidet.

Vor dem Umzug war Gilbert Leben ein totales Desaster, weil er sich auf einer Geburtstagsfeier aus versehen übergeben hatte. Seitdem hat Gilbert keine Freunde mehr und er wurde nur noch zu Geburtstagsfeiern eingeladen, weil ihn die anderen Kinder Kotzen sehen wollten. Dies sollte sich aber für ihn ändern. Denn seine Mutter hatte einen neuen Job in einer anderen Stadt gefunden. Dies war Gilberts Chance, auf ein neues Leben ohne Spott und Ekel. Direkt an dem ersten Tag von dem Einzug trifft Gilbert auf ein nettes Nachbarsmädchen an der Gilbert sehr interessiert ist. Sie inspiriert ihn mit Eishockey anzufangen und lädt ihn sogar noch auf ihre Geburtstagsfeier ein. Doch kurz vor Weihnachten müssen die Eltern an diesem Tag eine geschäftliche Reise nach Spanien machen, was Gilbert mit der alleinstehenden, untoleranten Halbschwester seines Vaters alleine lässt. Diese duldet den Kontakt mit dem Mädchen gar nicht und versucht alles, damit Gilbert sich nicht mit dem ihr trifft. Als sie dann auch noch Gilbert vor dem Mädchen stark blamiert, wodurch sie nicht mehr mit im reden will, sieht dies Gilbert als Kriegserklärung an. Aber um seine Tante auszutricksen muss er sich einige kluge Strategien und Pläne ausdenken.

Ob Gilbert es schafft sich wider mit dem netten Nachbarsmädchen zu vertragen und ob er sich bei seiner fiesen Tante revanchieren kann sehen Sie in dem Film:Gilbert Grausame Rache.

 (Foto: Eirik Aavatsmark)

„Alena“ - Kurzkritik - von Henri Schlums

Blutig, spannend, brutal

Inhalt 

Im Film Alena  geht es eben um Alena. Sie ist ein Mädchen, das auf eine neue Schule kommt, genauer gesagt ein Eliteinternat. Sie ist eine Außenseiterin an der Schule und wird von einer Clique gemobbt. Als sie sich mit Fabienne anfreundet, läuft alles aus dem Ruder. Plötzlich taucht auch noch ihre tote Freundin auf und fängt an zu töten. Nun weiß Alena nicht mehr, was Realität ist und was Fantasie.

Persönliche Meinung

Ich fand den Film sehr gruselig und spannend zugleich. Die Musik passte perfekt zum Film und machte alles noch spannender. Brutal fand ich die gewaltsamen Szenen in den viel Blut floss. Ich selber sehe nicht gerade oft Horror-Filme, aber fand diesen Film gut umgesetzt. Die Kameraführung machte außerdem alles noch viel gruseliger. Nicht so gut fand ich, dass man manchmal nicht den Zusammenhang verstanden hat.

Empfehlung 

Ich würde den Film definitiv erst ab 16 Jahre freigeben, da es viele brutale Szenen gab. Natürlich spielte auch Blut eine große Rolle im Film und das machte alles noch spannender. Es ist und bleibt eben ein Horrorfilm.

Bewertung

Ich würde dem Film acht von zehn Sternen geben, da er gut umgesetzt ist und die Schauspieler ihre Rolle gut gemacht haben. Für mich waren nicht alle Sterne drinnen, weil ich den Film in manchen Szenen nicht sehr verständlich fand.

(Foto: Match Factory)

Film-Kritik zu „Anti“- von Jannes Peine

Ganz stark erzählt

Ich war heute Gast in der allerersten Vorstellung des dänischen Films ,Anti'. Ob ich den Film wärmstens empfehle, oder von einem Besuch eher abrate, erfahren  Sie in meiner folgenden Kritik.

‚Anti‘ ist ein im Jahre 2016 erschienenes Drama vom dänischen Regisseur Morten BH und erstreckt sich über insgesamt 85 Minuten. Der Film erzählt die Geschichte der beiden 16-Jährigen Simon (Stefan Hjort) und Frede (Casper Kjaer Jensen), die Mitte der 90er Jahre ein beschauliches und eher unspektakuläres Kleinstadtleben in irgendeinem verschlafenen Nest in der Nähe von Kopenhagen führen. Sie gehen zur Schule, feiern Partys und lungern vor der örtlichen Bäckerei herum. Als Simon seine Leidenschaft fürs Graffiti-Sprayen entdeckt, bleib sein Talent nicht lange unentdeckt.

Die Kopenhagener Graffiti-Crew ‚Chaos‘ bietet Simon und  Frede eine Mitgliedschaft in ihrer Crew an. Anfangs wirkt diese noch recht harmlos, doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass  der Alltag der Großstadtsprayer nicht ganz so unbeschwert ist wie anfangs vermutet. Frede, der dem Ganzen von Anfang an skeptisch gegenüber steht, muss mit ansehen, wie sein bester Freund immer tiefer in kriminelle Aktionen hinein gezogen wird und sich mehr und mehr von ihm distanziert.

‚Anti‘ ist ein stark erzählter Film zum Thema Freundschaft und wirkt, dank der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptakteure, zu jeder Zeit authentisch und nicht gestellt. Die Handlung besitzt einen zwar nicht besonders steilen, aber doch spürbar anwesenden Spannungsbogen, der durch das extrem professionell gefilmte Bild noch verstärkt wird. Das einzige eventuell zu kritisierende Merkmal sind die, im Gegensatz zu den Hauptcharakteren, sehr  eindimensional wirkenden Nebenfiguren, denen etwas mehr Hintergrundstory gut getan hätte. Insgesamt bietet ‚Anti‘ gute und spannende Unterhaltung und ist einen Kinobesuch allemal wert.

Bewertung der Blog-Redaktion: 9,5 von 10 Punkten

(Foto: Miso Film)

Filmkritik zu „Rölli und das Geheimnis vom Anfang aller Zeiten“ - Phillip Gutberlet

Ein Troll sucht einen Wurm. Er läuft zu den anderen Trollen und Elfen. Keiner bis auf ein Elfenmädchen glaubt, das der Wurm von großer Bedeutung ist. Dieser Wurm fliegt auf einem Raben übers Meer. Dieser folgt den Störchen. Plötzlich kommt rosa Nebel auf und der Wurm ruft dem Raben zu, er solle schnellstens von dort wegfliegen. Wieder bei dem Troll angekommen, erzählt er ihm und dem Elfenmädchen vom Anfang aller Zeiten. Dies ist der Anfang des zweiten Films der Geschichte über Rölli (der erste Film heißt: „Rölli und die Elfen“).                                                                                                           

In dem Film geht es um den Troll Rölli und das Elfenmädchen Juniper (Jurako), die von dem Wurm Malcolm erfahren, das es den Anfang aller Zeiten wirklich gibt, er aber von einem riesigen Drachen bewacht wird. Daraufhin will Juniper unbedingt wissen, wo sie eigentlich herkommt, doch zuerst will Rölli nicht. Als Juniper ihn dann aber einen Feigling nennt, gibt er schließlich nach und fängt an seine und ihre Sachen zu packen um im Morgengrauen endlich aufzubrechen. Doch Juniper und er müssen durch die endlosen Berge, die endlose Wüste, den endlosen Wald, übers endlose Meer und zwischen den schwimmenden Bergen hindurch und diese Strecke birgt viele Gefahren, denen sich die beiden stellen müssen um zum Anfang aller Zeiten zu kommen.                                                                                                   In dem Film geht es um Freundschaft, die Tatsache sich immer wieder seinen Ängsten stellen zu müssen und nie aufzugeben, auch wenn man mal vor Angst nicht weiterweiß.

Ich gebe dem Film zehn von zehn Punkten, da dieser sehr gut gemacht ist und vor allem die Animationen gut gelungen sind. Ich empfehle den Film für Kinder ab null Jahren, Familien und Leute die gerne Fantasy mögen.

(Foto: MRP_Matila_Rohr_Productions)

Meldung zu „Gilberts grausame Rache“ - von Paul Pahlke

Der Film „Gilberts grausame Rache“ von Hanne Larsen handelt von einem Jungen namens Gilbert, der eine sehr starke Eier-Allergie hat. Als er eines Tages auf einer Geburtstagsfeier aus Versehen etwas mit Ei in den Mund bekommt, übergibt er sich über den kompletten Tisch und sein neuer Spitzname lautet Spuckbert. Kein Wunder, dass er nun nicht mehr zu Geburtstagspartys eingeladen wird.

Zum Glück ziehen er und seine Eltern um - und Gilbert wittert die Chance auf einen Neuanfang. Alles scheint perfekt und Gilbert freut sich auf den Spanienurlaub mit seinen Eltern. Doch genau jetzt wird er von seiner Nachbarin zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen. Und absagen möchte er auf keinen Fall, denn er findet sie ganz schön interessant. Aber was tun? Einen Babysitter so kurz vor Weihnachten wird man nicht finden und den Urlaub können sie jetzt auch nicht mehr canceln.

Da fällt ihnen die scheinbar perfekte Lösung ein. Gilberts Tante, die eh alleine lebt und wenig zu tun hat, wird sich bestimmt sogar freuen, ihren Neffen mal wieder zusehen. Und ja, Gilberts Tante hat Zeit und kommt sofort. Doch schon schnell merkt Gilbert, wie seine Tante wirklich ist. Sie hat nicht nur eine beachtliche Flatulenz, sondern erweist sich auch als äußerst besitzergreifend. Auch dass Gilbert sich nun immer mehr mit dem Nachbarsmädchen treffen will, duldet sie gar nicht.

Dann findet Gilbert ein Ei auf dem Fußboden. Eine Kriegserklärung! Doch um gegen seine fiese Tante zu bestehen, muss er sich so einiges einfallen lassen.

 

(Foto: Eirik Aavatsmark)

Bericht über die Masterclass Dokumentarfilm zu „Les Sauteurs" - von Luca Neumann, Frederike Lindemann und Svea Giesenberg

„Europe is looking into africa“

Die Blogger Luca Neumann, Frederike Lindemann und Svea Giesenberg besuchen die Masterclass Dokumentarfilm – hier schildern die drei Jugendlichen, was sie erlebt haben 

Freitag, 11:30 Uhr - drei Regisseure - ein ausgewähltes Publikum - und wir! Ein 90 Minuten langes Frage- und Antwortspiel zum Film "Les Sauteurs". In diesem geht es um eine Gruppe afrikanischer Flüchtling, die den Traum haben, eines Tages über den Grenzzaun nach Europa zu fliehen.

Der Protagonist und Kameramann Abou Bakar Sidibé liefert Einblicke in das harte Leben, welches die jungen Männer auf dem Berg Mount Gurugu Tag für Tag erleben müssen. Dabei dokumentiert er ohne Einschränkung von den Schicksalsschlägen bis hin zu Momenten der Freude. Als Zuschauer bekommen wir ein ganz anderes Bild über Afrika, als es mit einem europäischen Kamerateam möglich gewesen wäre. Obwohl es bereits viele Filme über dieses Thema gibt, wird nun erstmals aus der inneren Perspektive und nicht aus einer Machtposition heraus berichtet.

Als erstes kam die Frage auf, wie sich Abou mit einer Kamera verändert hatte. Darauf hin erzählte er, dass ihn anfangs nur die Bezahlung motivierte, er sich aber schon nach einigen Wochen in das Filmen verliebt hatte. Dabei rückte das Geld immer weiter in den Hintergrund und er wollte Menschen aus aller Welt erreichen. Die Regisseure erzählten nun, wie sie Abou kennenlernten. Die beiden verfolgten schon seit einiger Zeit das Flüchtlingscamp auf dem Mount Gurugu und entschieden sich, der Welt das Thema aus einem anderen Blickwinkel näher zu bringen. Im August 2014 trafen sich Moritz Siebert und Estephan Wagner mit Abou und nach einigen Probeaufnahmen waren sie sich sicher, dass er der Richtige für diese verantwortungsvolle Aufgabe ist. "Everybody knows him, and he knows everybody", so Wagner.

Die beiden überließen dem Malier die volle Verantwortung bei der Regie. Sie waren besonders über die Umsetzung einiger Ausschnitte erstaunt. "It was a gift, that we don't know what we got", verriet Siebert den Zuhörern. Besondern gefallen haben ihnen die Szenen, in dem ein hoch emotionales Fußballspiel stattfindet, eine dramatische Flucht vor der Polizei ablief, sowie eine Part, in der Abou sich wäscht und völlig unbekleidet von der Kamera begleitet wird. Diese Momente verbinden, dass alle Aufnahmen spontan entstanden sind und dadurch die Emotionen sehr authentisch übermittelt werden.

Besonders herausstechend an Abous Kameraführung ist, dass er sich mit seiner ganzen Menschlichkeit zeigt. Er hat keine Angst davor seinen Körper filmen zu lassen. Dadurch kommt man ihm sehr nah und präsentiert dem Zuschauer die splitternackte Wahrheit. Im Verlauf des Filmes wird deutlich, dass es nicht einfach ist, den Weg in die Freiheit zu finden. So berichtet Abou, dass es ihn insgesamt 245 Versuche gekostet hat, Europa zu erreichen. Doch obwohl die Situation so ausweglos ist, schafft es der Zusammenhalt der Gruppe immer wieder, Hoffnung und Freude zu vermitteln. Der Film endet mit einer gelungen Flucht. "The Fence should not win", meint Wagner.

Zum Schluss der Veranstaltung wird zusammengefasst: "Es ist auch ein politisches Zeichen, dass Abou hier ist, die meisten von uns sind weiß. Es wäre etwas ganz anderes gewesen, wenn ich den Film alleine präsentiert hätte", sagt Moritz Siebert. Abou lebt mittlerweile in Kempten, Bayern, und ist froh über seine Beziehung, die er durch den Film gewonnen hat.

Abou Bakar Sidibé (links) berichtet über seine Arbeit als Kameramann und Regisseur

(Foto: Luca Neumann)

Bericht vom 360°-Kino – von Helen Lehnau

360 Grad – In den Film eintauchen!

Einmal mitten drin sein, als würde man selber im Film mitspielen, umgeben sein von Ton und Bild – das ist im Rahmen der Nordischen Filmtage nun auf dem Gelände des Freibads am Krähenteich möglich! Dort steht seit ein paar Tagen ein 360-Grad-Kino, in dem bis zu 30 Besucher Platz finden.

Heute haben wir uns als Festival-Blogger auch diese Attraktion angesehen- im wahrsten Sinne des Wortes: zwei Kurzfilme. Man sitzt in Liegen, wie man sie vom Strand kennt, und guckt nach oben in die Kuppel des Zelts. Durch die 360-Grad-Leinwand erscheint es so, als würde man selber mitspielen und dabei sein. Eine Attraktion, die man gesehen und erlebt haben muss.

 Bis Sonntag, den 6.11. steht das aufblasbare Zelt noch, dann sind die Nordischen Filmtage schon wieder zu Ende.

 Also, ab zum Krähenteich, ein Kurzfilmbad nehmen!

(Foto: Helen Lehnau)

Kurzkritik zu „Alena“ – von Lea Hammann und Johanna Lutz

Psychospielchen und ganz viel Blut

Eine Kritik zu dem Film ,,Alena“ vom Regisseur Daniel di Grado

Im Film kommt Alena auf eine neue Schule, auf der das ungewöhnliche Mädchen nicht gerade nett behandelt wird.  Ein mysteriöser Schutzengel kommt ihr zwar erst zur Hilfe, hat aber Probleme damit, dass Alena neue Freunde findet.

Die Spannung im Film wird am Meisten durch die Musik aufgebaut. Zusammen mit den gruseligen Aufnahmen strapaziert dies die Nerven. Daher ist der Film nichts für zwar schwache Nerven und ist die Altersfreigabe (ab 16) definitiv gerechtfertigt.

Die Story ist sehr interessant, es gibt viele Verwicklungen und eine überraschende Wendung am Schluss des Filmes. Wir empfehlen den Film älteren Jugendlichen oder auch jungen Erwachsenen, die Blut sehen können und Nerven wie Drahtseile haben, da es einige heftige Szenen im Film gibt.

Wir geben dem Film 8 von 10 Punkten.

 

(Foto: Match Factory)

Videointerview mit Ruby Dagnall - von Anton Kleinheins und Janna Klabunde

Die junge Festival-Bloggerin Janna Klabunde im Interview mit der Norwegerin Ruby Dagnall, Hauptdarstellerin des Films „Rosemari“, dem Eröffnungsfilm der Nordischen Filmtage Lübeck 2016.

 

Kamera: Anton Kleinheinsterview mit Ruby Dagnall - von Janna

 

Interview mit den Young Nordic Filmmakers Essi (16), Anne-Marie (17) und Hanno (20) – von Svea Giesenberg, Frederike Lindemann, Helen Gießenberg, Magdalena Gießen und Helen Lehnau                                                       

„Films mean everything to me“

So, jetzt noch mal etwas ganz anderes. Während wir hier so bloggen, dreht eine Gruppe aus ungefähr 20 Jugendlichen einen eigenen Dokumentarfilm. Dieser wird am Ende der Filmtage auf dem Festival gezeigt. Die „Young  Nordic Filmmakers" kommen aus verschiedenen skandinavischen Ländern hier nach Lübeck und sind zwischen 16 und 21 Jahren alt. Wir waren für eine Stunde bei ihnen und haben drei von ihnen befragt. Hier die freie Übersetzung des auf Englisch geführten Interviews.

Warum habt ihr euch als Filmemacher beworben?

Essi: Mich hat ein Lehrer angesprochen, ob ich bei diesem Projekt mitmachen möchte. Später will ich nämlich professionell Filme drehen.

Anne-Marie: Ich gehe an eine Schule für junge Talente und bin sehr am Filmemachen interessiert. Deswegen wollte ich Erfahrungen sammeln und Neues lernen. Filme bedeuten mir sehr viel.

Welche Erfahrungen habt ihr bereits im Dreh gemacht?

Essi: In meiner Schule habe ich eine Dokumentation produziert, die im 18. Jahrhundert spielt.

Anne-Marie: Und ich habe auch schon einige Filme gedreht, z.B. einen mit dem Titel: "On the edge". Später möchte ich vielleicht auch Regisseurin werden.

Und was genau macht ihr jetzt hier in den nächsten Tagen?

Essi: Wir sind Sonntagabend angekommen und haben schon ein paar Übungen gemacht, wie z. B. Interviews...

Anne-Marie: Genau. Gleich gehen wir in kleinen Gruppen los und fangen an zu drehen. Wir wollen eine Dokumentation filmen, diese wird dann am Sonntag um 11.30 Uhr im CineStar präsentiert.

Welche Filme schaut ihr euch denn im Rahmen der Nordischen Filmtage an?

Essi: Abends können wir die Vorstellungen besuchen, gestern zum Beispiel waren wir im Cinestar.

Anne-Marie: Da haben wir „Lulus erstes Mal" gesehen, die Regisseurin kannte ich sogar. Tone Ottilie ging an meine Schule.

Wie heißen eure Lieblingsfilme?

Essi: Ich liebe "Fluch der Karabik"- der ist total lustig und Jonny Depp spielt extrem gut.

Hanno: Ich bin ein Fan von "500 days of summer". Es geht da um eine Liebesgeschichte. Ser Film ist witzig und trotzdem auch kritisch in Bezug auf Beziehungen. Außerdem sind die Schauspieler großartig. Diese Mischung macht ihn besonders sehenswert.

Was gehört eurer Meinung nach in einen guten Film und habt ihr auch Tipps für unsere Filmbeiträge?

Anne-Marie: Ganz wichtig ist eine gute Geschichte. Die Zuschauer sollten außerdem nachdenklich gestimmt werden und sich auch nach dem Film noch mit der Story beschäftigen.

Hanno: Wenn ihr ein Video dreht, würde ich darauf achten, große Menschenansammlungen zu filmen. Das wirkt eindrucksvoll. Dann könnt ihr näher heran gehen und die Details aufgreifen. Vom Groben ins Feine, sozusagen. Wichtig ist auch, dass die Gefühle überzeugend rüberkommen, lachende Personen sind immer gut.

 

Kritik zu „#Hashtag“ – von Phillip Gutberlet

Realitätsnahe und gut dargestellte Serie für Jugendliche

Die Schule ist umstellt von verärgerten Jugendlichen. Die Rektorin rennt durch die Flure und schließt jede Klasse ab. Ein Mädchen rennt noch schnell ins Klassenzimmer. Alle haben Angst. Von draußen hört man nur „Komm raus, Freya!“  Dies ist der Anfang der schwedischen Serie #Hashtag, die in acht Teilen den Cybermobbingvorfall auf Instagram vor drei Jahren in Schweden neu aufarbeitet.                                                                                                                            

In der Serie geht es um das Mädchen Maryam, das gerne ein Teil der coolen auf Instagram erfolgreichen Gang rund um die Anführerin Freya sein würde. Nachdem sie sich einmal wegen einer Schulaufgabe mit Freya trifft und diese ihr ein paar Peinlichkeiten über ihre Freundinnen erzählt, beschließt Maryam einen anonymen Account zu machen und alle diese Peinlichkeiten zu posten. Zuerst trifft ihr Account auf Zustimmung, doch als sie dann über immer mehr Leute postet, wird es ein paar Mädchen zu viel. Diese meinen die Verfasserin des Blogs zu kennen: Freya. Sie rufen zu einem Massenauflauf auf, um Freya zur Rede zu stellen. Doch es kommen viel mehr als gedacht und die Sache läuft aus dem Ruder.                                                         

Eine schöne Serie über Freundschaft, Feindschaft und was sich aus beleidigenden Nachrichten in einem sozialen Netzwerk alles entwickeln kann. Sie sollten in diese Serie gehen, da das Thema Mobbing nicht nur in den sozialen Netzwerken, sondern auch in der Schule und anderswo immer wieder aufkommt. Außerdem ist sie auch sehr realitätsnah und gut dargestellt.

Ich selbst würde der Serie 7 von 10 Punkten geben, da die Serie sehr gut und real gemacht wurde, sie aber auch ein nicht gerade geschlossenes Ende hat.

Ich empfehle die Serie für Jugendliche ab 12 Jahren und Leute die sich gerne reale und spannende Serien anschauen.

(Foto: Janne Danielsson)

Besichtigung der Lübecker Nachrichten – von Frederike Lindemann

Am 31.November 2016 statteten die Jungen Blogger der LN einen Besuch ab – Ein Bericht

Bevor es jetzt so richtig los geht mit den Nordischen Filmtagen wollten wir uns als Blogger-Team genau über Journalismus informieren. Wie entsteht eigentlich eine Zeitung? Und was fallen da so für Aufgaben an? Also sind wir gestern Abend, Halloween musste dafür ausfallen, in die LN-Druckerei gefahren und haben uns ein bisschen umgeguckt. Vor Ort kamen sogleich zwei Männer auf uns zu, die sich mit Dennis und Dieter vorstellten. Die beiden führten uns durch das Gebäude und waren für alle Fragen offen.

Wir erfuhren vieles über die Geschichte und Entstehung der Lübecker Nachrichten, ob als Film oder als Vortrag. Meiner Meinung nach war das der eher langweilige Teil, da ich mir die ganzen Jahreszahlen  nicht alle merken werden können. Trotzdem konnten wir einen ersten Einblick hinter die Kulissen gewinnen.

Im Redaktionsraum, dem sogenannten Newsdesk erfuhren wir dann, was alles getan werden muss, bevor eine Zeitung auch wirklich gedruckt werden kann. Andreas Heß, der Chef im Dienst, zeigte uns seinen Arbeitsbereich: zwei Computerbildschirme. Auf dem einen das Titelblatt der morgigen Ausgabe. Auf dem anderen unzählige Kurznachrichten. Diese kommen von den beiden Nachrichtenagenturen  der Lübecker Nachrichten. Mehrere tausend Meldungen pro Tag! Diese Bilder- und Informationsflut ist so gewaltig, dass auch Herr Heß manchmal den Überblick verliert.

Insgesamt fünf Prozent werden von den Agenturen, die Wichtiges aus aller Welt liefern, in die LN-Ausgaben übernommen. Die Weltpolitik eben. Was mich erstaunt hat, ist, dass nur der Chef im Dienst und der Chefredakteur dafür verantwortlich sind, welche dieser Nachrichten einen Artikel wert sind. Und auch, dass es nur eine ausländische Nachrichtenagentur, aus Frankreich, gibt. Doch Herr Heß betonte immer wieder, dass ihm Regionales am Wichtigsten sei. Näheres dazu lest ihr in dem Interview, das ich mit ihm geführt habe. (Siehe weiter unten)

Jetzt ging es aber erst mal weiter im Programm. Wir wurden in ein kleines Museum geführt, in welchem uns einiges zum Druckverfahren von früher und heute erklärt wurde. Ich hätte nie gedacht, dass so viele Druckerplatten für eine einzige LN benötigten werden. Immer vier verschiedene pro Seite! Wenn ich mir überlege, wie viele Seiten eine Zeitung hat und wie viele Ausgaben es wöchentlich gibt… Ziemlich viel Müll. Denn nach dem Drucken müssen die Platten ja entsorgt und neue angefertigt werden. Glücklicherweise werden die dann recycelt,  zehntausende pro Monat.

Mittlerweile war es schon ziemlich spät und nach einer kurzen Stärkung ging es dann auch gleich weiter. Ins Herz der Lübecker Nachrichten -der Druckerei! Wir waren dabei, als eine aktuelle Ausgabe durch riesige Walzen gejagt wurde-so ein irres Tempo! Mir hat es sehr gut gefallen, genau beobachten zu können, wie aus einem Stück Papier eine fertig gefaltete und bedruckte Zeitung wurde.

Insgesamt bin ich mit dem Gefühl nach Hause gegangen wieder neue Einblicke erhalten zu haben und ein bisschen besser zu verstehen, was für ein Aufwand so eine Produktion ist. Zwischendurch waren einige Dinge aber ziemlich technisch oder theoretisch, das hat mich persönlich nicht so angesprochen.

Jetzt sind wir auf jeden Fall bestens vorbereit, um selber loszulegen. Zum Glück haben wir nicht das Problem mit dem Drucken...

In der Druckerei der Lübecker Nachrichten

(Foto: Anton Kleinheins)

Kurzkritik zu „Eins-Zwei-Drei-Los!“ – von Henry Schlums

Zusammenfassung

Das Basketball Talent Jeppe verliebt sich unsterblich in seine Klassenkameradin Cecilie. Aus einer kleinen Romanze wird blad mehr. Was Jeppe nicht weiß, ist, dass Cecilie Krebs hat. Als er es erfährt, dass sie Krebs hat, bricht für ihn die Welt zusammen. Auch seine Fähigkeiten im Basketball schwanken.

Persönliche Meinung

Ich fand den Film sehr berührend, da es viele Szenen gab, die einen emotional mitgenommen haben. Ich war so richtig in der Geschichte des Films drinnen.

Die Dialoge waren außerdem gut aufgebaut und sehr verständlich, auch für mein Alter. Ich würde den Film für Jugendliche und Erwachsene empfehlen. Mein Fazit ist das der Film berührend und sehr emotional ist. Er ist durchaus empfehlenswert.

Bewertung

Ich würde dem Film 9 von 10 Sternen geben, da er eine gute Story hat und sehr gut gemacht wurde.

 (Foto: Level K)

Kurzinterview mit Julika Noack (11) zu „Solan & Ludwig- das große Käserennen“ – von Phillip Gutberlet

„Man wusste nie genau, wer am Ende gewinnt!“

In diesem Interview geht es um den Film „Solan & Ludwig- das große Käserennen“. Interviewt wurde Julika Noack(11), die aus Bayern kommt und zum ersten Mal bei den Nordischen Filmtagen ist.

Was hat dir am schlechtesten gefallen?

Ich fand es blöd, dass der Ton an manchen Stellen so leise war und man den Sprecher dann so schlecht verstehen konnte.

Was hat dir am besten gefallen?

Mir haben die Zeichnungen oder Knetfiguren gut gefallen und auch die Geschichte.

Wie gefällt dir die Atmosphäre hier auf den Filmtagen?

Mir gefällt die Atmosphäre sehr gut und vor allem die Sterne im Kinosaal sind sehr schön.

Weshalb sollte man Sich diesen Film anschauen?

Man sollte ihn sich angucken, weil der Film sehr lustig und unterhaltsam ist.

Welcher der Charaktere hat dir am besten gefallen?

Mir hat der Ludwig am besten gefallen, weil der so lustig und schüchtern war. Zum Beispiel als er am Anfang so viel Angst vor diesen kleinen, käsefressenden Kreaturen hatte. Von denen dachte er, dass sie Vusvolusse (ebenfalls käsefressende Kreaturen) wären und dann gemerkt hat, dass sie doch gar nicht so gefährlich sind.

Wie war der Film insgesamt?

Ich fand den Film lustig und spannend, weil man nie genau wusste, wer am Ende gewinnt. Es lag ja immer jemand anderes in Führung.

Wie viele Sterne (von 1 bis 5) gibst du dem Film?

3

(Foto: Maipo Film)

 

Filmkritik zu „Solan und Ludvig - Das grosse Käserennen“ – von Luca Neumann

„I heard about back wheel drive, but this is monkey drive"

In Rasmus A. Sivertsens Film „Solan und Ludvig - Das grosse Käserennen", der 2015 in Norwegen gedreht und veröffentlicht wurde, geht es um das Käserennen zwischen zwei Dörfern.

Solan ist ein Gewinnertyp. Verlieren kommt für ihn nicht in Frage. Eines Tages findet er ein Dokument, in dem ein Gleichstand zwischen seinem und dem Nachbarort bei einem Käserennen dokumentiert ist. Das lassen sich die beiden Dörfer nicht bieten und organisieren nach dutzenden von Jahren das nächste Käserennen. Ein Rennen, bei dem man einen Käse von dem einen Dorf in ein anderes Dorf transportieren muss. Doch Solan ist nicht der einzige, der unbedingt gewinnen möchte. Auch der Chef des Gegnerteams ist sehr ehrgeizig. Solan setzt so ziemlich alles aufs Spiel, was er besitzt: sein Haus, die Werkstatt und sogar eine Firma. Während eines spannenden Rennens, in dem keine Regeln beachtet werden und mit allen Mitteln gekämpft wird, scheint die Situation für Solan nach dem letzten Checkpoint aussichtslos. Die Gegner müssen nachdem die Sonne aufgegangen ist nur noch wenige Meter zurücklegen, um in das Ziel zu kommen…doch Solan kommt auf eine  Lösung! Reicht es, um das Rennen doch noch zu gewinnen?

Mit diesem Film hat Rasmus A. Sivertsen einen Film für die ganze Familie geschaffen. Nicht nur die Kinder können über die Sätze im Film lachen, sondern auch die meisten Erwachsenen. Humorvolle Witze werden dabei in spannenden, aber auch schönen Szenen stillvoll verpackt. Auch wenn der Film inhaltlich auf sehr alt gezaubert wurde, kann der Zuschauer wunderschöne und lustige Verbindungen zu unserer heutigen Welt feststellen. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Film nicht nur wertvoll ist, um Kindern zu lehren, dass man niemals aufgeben sollte, sondern auch, dass es manchmal von Vorteil sein kann sich auf ein Unentschieden zu einigen. Der Film hat aber auch so manche Schwachstellen, die nicht unentdeckt bleiben. Den Englischprofis unter uns wird die Übersetzung auffallen, die an mehreren Stellen komplett vom Originalton abweicht und den Film an manchen Szenen den humorvollen Stil nimmt.

Abschließend kann ich sagen, dass der Film definitiv eine schöne Komödie geworden ist und den Film sehr gut mit seinen Kindern gucken kann. Aber nicht nur kleinere Kinder werden sich an dem „Käserennen" erfreuen, sondern auch Jugendliche und Erwachsene werden ordentlich schmunzeln. Ich würde dem Film 8,5 Punkte geben, da er meiner Meinung nach super für Kinder geeignet ist, aber die suboptimale deutsche Übersetzung Teile des Filmes nicht ansatzweise so humorvoll gestaltet, wie sie eigentlich rübergebracht werden könnten.

 

Website zum Film: www.maipo.no

 

 (Foto: Maipo Film)

 

Interviews mit Festivalgästen vor und nach dem  Eröffnungsfilm „Rosemari“ – von Svea Giesenberg und Frederike Lindemann

„Die skandinavischen Filme sind eine besondere Art von Reisen!"

Rosemari-so lautet der Titel des Eröffnungsfilms der Nordischen Filmtage 2016. Schon von weitem sahen wir die lange Schlange vor dem Kolosseum, alle Plätze waren ausverkauft. Die Geschichte handelt von einem Mädchen (Ruby Dagnall), das als Neugeborenens alleine auf der Toilette gefunden wurde. Sechszehn Jahre später macht sie sich mithilfe einer Journalistin (Tuva Novotny) auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Auf der Reise quer durch Skandinavien trifft sie die unterschiedlichsten Menschen und kommt ihrer Vergangenheit immer näher. Teilweise hatte der Film unserer Meinung nach einige logische Brüche, man konnte nicht alles nachvollziehen. Doch insgesamt ist „Rosemari" ein emotionaler Film und war eine gelungene Eröffnung.

Wir interviewten die Besucher des Festivals und haben die Antworten hier für euch zusammengefasst.

Vor dem Film

Waren Sie schon öfter auf den Nordischen Filmtage und wo kommen Sie eigentlich her?

Karin (62): Ich komme aus Ratekau und arbeite in Lübeck. Die Filmtage faszinieren mich schon lange.

Harald (63): Ich wohne hier in Lübeck und bin seit zehn Jahren als Besucher dabei.

Sabrina und Mira (23 und 24): Wir studieren in Bamberg Literautur und Medien. An der Uni haben wir dann auch von dem Lübecker Festival erfahren.

Was mögen Sie hier besonders?

Karin: Die skandinavischen Filme sind eine besondere Art von Reisen. Die Atmosphäre ist toll und die Geschichten tematisieren ernste Problem und sind meist auch humorvoll.

Harald: Ich war selbst schon in einigen skandinavischen Ländern und mich sprechen vor allem die skurilen Geschichten an. Außerdem nervt keine Werbung wie vor anderen Kinofilmen.

Sabrina und Mira: Wir waren bis jetzt nur auf einem Filmfest in München, was uns sehr gut gefallen hat. Jetzt lassen wir uns einfach überraschen.

Was macht einen guten Film für Sie aus?

Karin: Er sollte lebensnah und ernst sein, viel Tiefgang aber auch Humor haben.

Harald: Die Schauspieler und Bilder müssen mich ansprechen.

Sabrina und Mira: Ein interessanter Plot und eine gute Regie sind uns wichtig.

Gibt es Filme auf die Sie sich besonders freuen?

Karin: Ich habe mir extra Urlaub genommen und nutze die Filmtage voll aus. Auf insgesamt 16 Filme bin ich total gespannt.

Harald: „Die vierte Gewalt" spricht mich besonders an, da ich selber im juristische Bereich aktiv bin.

Ich werde acht Filme sehen.

Sabrina und Mira. Wir sind mit unserem Unikurs hier und besuchen täglich mehrere Filme. Wir haben uns aber nicht so ins Programm eingelesen.

 

Nach dem Film - Im Gespräch mit unterschiedlichen Gästen

Was hat Ihnen ausgewöhnlich gut an „Rosemari" gefallen?

„Die berührende Thematik"

„Die humorvollen Szenen, die Umsetzung im Allgemeinen und die Schauspielerinnen"

„Der Film regt zum Nachdenken an"

„Ich war gleich mitten drin."

Was würden Sie besser machen?

„Mir haben die Schauspieler nicht so zugesagt. Außerdem war der Mittelteil etwas langatmig."

„Nichts. Perfekter Film"

„Ich hätte das Thema klarer festgelegt. Worum ging es genau-um die soziale Kälte der Gesellschaft, mediale Glaubwürdigkeit oder war es einfach nur eine fiktive Geschichte?"

„Die Story war mir zu konstruiert, das war nicht realistisch"

Welche Szene bleibt Ihnen besonders im Gedächnis? ACHTUNG SPOILERALARM!

„Der verzweifelte Anfang mit dem blutigen Brautkleid"

„Die letzte Szene, bei der sich Mutter und Tochter endlich vertragen-sehr berührend"

„Die Videobotschaft der Mutter hat mich den Tränen nah gebracht."

„Der Moment, als Rosemari erzählt, dass die Journalistin im Schlaf noch immer Kristian murmelt. Das war einer der vielen Lacher im Film."

„Die Szene, als die Journalsitin den Pornofilm sieht und Rosemaris leibliche Mutter erkennt- die Mimik war super gespielt!"

Nennen Sie drei Schlagworte, mit denen Sie den Film beschreiben würden!

„Mutterrolle, verlassen-werden, wiederfinden"

„seicht, humoristisch, tolle Schauspieler"

„Roadmovie der Gefühle, emotional, skandinavischer Familienfilm"

Wie viele Punkte von 1-10 geben Sie dem Film?

„10"

„8"

„5 bis 6"

„8 bis 9"

„8"

„6"

 

Den meisten Besuchern von „Rosemari" gefiel die Vorstellung, viele hätten sich aber noch mehr Realitätsnähe gewünscht. Wir geben dem Film 7 Punkte, da die schauspielerische Leistung überzeugt hat, doch es auch einige Kritikpunkte gibt. Wenn ihr auf ruhige Geschichten mit gefühlvollen Momenten steht, ist dieser Film sehr zu empfehlen. Ihr solltet gute Englischkenntnisse besitzen, um der Handlung folgen zu können.

Die Warteschlange vor dem Eingang des Kolosseums.

(Foto: Frederike Lindemann)

                                                           

Filmkritik zu „Eins-zwei-drei-LOS!“ – von Helen Lehnau

Ein viel zu kurzes Liebesglück

Der dänische Jugendfilm „Eins-zwei-drei-LOS!“ von Barbara Topsøe-Rothenborg handelt von einer Jugendliebe zwischen Jeppe (Nikolaj Groth), einem großen Basketballtalent, und Cecilie (Clara Rosager).

Als Jeppe seine neue Mitschülerin Cecilie das erste Mal sieht, ist es um ihn geschehen und er verliebt sich Hals über Kopf. Schnell nähern sich die beiden an. Auf dem Basketballplatz verspricht Jeppe Cecilie, dass der Wunsch desjenigen, der mit geschlossenen Augen mit dem Ball das Ziel trifft, in Erfüllung geht. Cecilie trifft, er jedoch nicht. Später fragt sie ihn, was er sich gewünscht habe: „Dass ich für immer mit dir zusammenbleiben kann.“ Die Liebe des jungen Paares muss große Hürden überwinden, denn Cecilie ist schwer krank, sie hat Krebs.

In „Eins-zwei-drei-LOS!“ sind vor allem die schauspielerischen Leistungen hervorzuheben, gerade in den auch teilweise sehr traurigen Szenen ist die Umsetzung wirklich gut geklungen. Ebenfalls als positiv zu bewerten ist die ausgewählte Musik, die die Atmosphäre in den Szenen untermauern und gut unterstützen, was mir gerade in den rasanten Basketball-Szenen sehr gut gefallen hat.

Doch die Handlung des Films ist teilweise ein wenig durchsichtig. Manchmal ist vorhersehbar, wie die Geschichte weitergeht. Das zieht sich natürlich nicht durch den gesamten Film, stört dann aber doch an der einen oder anderen Stelle.

Die schöne, liebevolle, aber auch traurige Geschichte zweier junger Menschen zieht einen schon in ihren Bann, doch sie erscheint am Anfang ein wenig kitschig – Stichwort „Liebe auf den ersten Blick“: Jeppe sieht Cecilie nur für einen kurzen Moment in der Schule, teils auch nur von hinten – und schon ist es um ihn geschehen. Das wirkt unrealistisch und wie oben schon erwähnt leicht kitschig. Trotzdem ist Eins-zwei-drei-LOS! ein gelungener und schön anzusehender Jugendfilm, der von dem großen, aber leider viel zu kurzem Liebesglück eines jungen Paares erzählt, das an seiner Liebe festhält.

Ich empfehle den Film für Jugendliche ab 14 Jahre, die auf der einen Seite einen Faible für Romantik und Liebesgeschichten haben, die aber auf der anderen Seite auch nicht davor zurückscheuen, mit den Schattenseiten des Lebens – hier der Krebserkrankung des Mädchens - konfrontiert zu werden.

Bewertung der Blog-Redaktion: 8/10 Punkte

Link zum offiziellen Filmtrailer: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2016/7857.html

(Foto: Level K)

 

Kritik zu „Iqbal & die Geheimrezeptur“ - von Phillip Gutberlet

Ein Klassenzimmer in einer Schule Stockholms. Drei Schüler experimentieren unbeaufsichtigt mit Chemikalien. Säure, Klebstoff, Spülmittel, Radiergummi und Tannennadeln. In dem Glastrichter fängt es an zu brodeln. Einer der Schüler wirft es zum Fenster. Alle ducken sich. Buuuuuummmm! So beginnt der dänische Kinderfilm „Iqbal und die Geheimrezeptur“ („Iqbal & den hemmelige opskrift“).

In diesem Film geht es um den Jungen Iqbal, der zu Anfang des Films wegen einer vergessenen Hausaufgabe ein Experiment ausprobieren soll um dies dann seiner Klasse vorzuführen. Beim ausprobieren helfen ihm seine Freundin Sille und sein Bruder Tariq, der das Experiment leiten soll. Doch Iqbal hört nicht auf ihn und bald darauf stehen er, Sille, Tariq und der kurz vorher aufkreuzende Lehrer vor einer weggespränkten Wand. Als dann das Fernsehen aufkreuzt und Tariq denen von der Bombe, die laut seiner Aussage nur Gebäude beschädigt und keine Menschen verletzt, erzählt, bekommen das auch zwei fiese Bauunternehmer mit. Sie wollen mit der Bombe einen Vergnügungspark wegsprengen und dort ein riesen Parkplatz hin bauen. Also besuchen sie Iqbal und wolle die Rezeptur der Bombe haben, doch zum Glück verschwinden sie als Iqbals Onkel aufkreuzt. Da die Schurken die Rezeptur unbedingt haben wollen folgen sie Iqbal bis in den Urlaub. Und als sie dann seinen Bruder Dindua entführen geht der Spaß erst richtig los.                                                                                         

Ein schöner Film in dem Sie sehr viel lachen und dem Ende entgegenfiebern können.

Ich gebe dem Film zehn von zehn Punkten, da in ihm Komik und Schauspielerei vereint werden und es trotzdem noch Spannung gibt. Ich empfehle den Film allen Altersstufen und vor allem Familien, die gerne und viel lachen, im Alter von 6 bis 100 Jahre.

Hier können Sie sich den Trailer anschauen: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2016/7854.html  

 

Interview mit Suzanne Osten, Regisseurin des Filmes ,,Mädchen, Mutter und Dämonen“ - Von den Bloggerinnen Lea Hammann, Dilara Rosenfeld und Johanna Lutz

,,Gehasst habe ich meine Mutter nie“

Im Film geht es um das kleine Mädchen Ti, die sich immer mehr über das Verhalten ihrer Mutter wundert. Diese sieht Dämonen und versucht Ti vom Rest der Welt zu isolieren. Das Mädchen muss immer mehr dabei zusehen, wie ihre Mutter in der Psychose verschwindet. Das ganze Drehbuch basiert auf der wahren Kindheit der Regisseurin.

Wie war es, mit dem jungen Mädchen in der Hauptrolle zu drehen?

Es war wie mit einer professionellen Schauspielerin, sie hat es super gemacht.

Wie lange hat es gedauert, den Film zu drehen?

Der ganze Dreh hat etwas über ein Jahr gedauert.

Wie hoch war Ihr Budget für den Film?

Der Film hat insgesamt ungefähr 16 Millionen Euro gekostet.

Welche Filme schauen Sie gerne in ihrer Freizeit?

Ich schaue gerne Kurzfilme, sowie deutsche Dokumentarfilme. Ich habe neulich einen Film über Flüchtlinge gesehen, der mich sehr berührt hat.

Wie haben Sie die Schauspieler für den Film ausgewählt?

Ich habe mit vielen Schauspielern zusammengearbeitet, besonders Maria Sundbom, die perfekt in die Rolle der Mutter gepasst hat.

Haben Sie ihre Mutter für das, was sie Ihnen angetan hat, gehasst?

Gehasst habe ich sie nie, sie war die wichtigste Person in meinem Leben. Meine Rettung war, dass ich zu jung war, um ihre Krankheit zu verstehen. Ihre Stimmungsschwankungen waren ein Rätsel für mich.

Was raten Sie Betroffenen?

Du bist nicht allein. In jeder Klasse gibt es Menschen, deren Eltern Probleme mit Alkohol, Depressionen oder Drogen haben, oder sie sind wie meine Mutter einfach krank. Versteckt euch nicht.

Wie gefällt es Ihnen in Lübeck?

Fantastisch! Mit meiner Dolmetscherin Franziska habe ich sprachlich auch keine Probleme. Ich liebe die Konfrontation mit dem Publikum, die direkten Fragen und die Atmosphäre.

War die Psychose ihrer Mutter wirklich so schlimm, wie im Film dargestellt?

Es war noch viel schlimmer, das kann man in einem Kinderfilm nicht darstellen.

Suzanne Osten steht Bloggerin Johanna Lutz Rede und Antwort.

(Foto: Lea Hammann)

 

 

Kurzinterview mit Festivalbesucher Tim Eddinger zum Film „Ich bin hier“- von Paul Pahlke und  David Bruce-Boye

„Mal was anderes als der Kram aus Hollywood!“

Wie sind Sie auf diesen Film gekommen?

Ich habe mir das Programm angesehen und der Film „Ich bin hier“ hat mich direkt angesprochen.

Inwiefern haben sich Ihre Erwartungen an den Film bestätigt?

Ich hatte einen ruhigen und eher traurigen Film erwartet, der mit guter Schauspieldarbietung überzeugt. Genau diese Erwartungen haben sich auch erfüllt.

Waren Sie in den letzten Jahren schon bei den Nordischen-Filmtagen? Und wenn ja: Wie sind sie darauf aufmerksam geworden?

Ja, ich war schon die letzten zwei Jahren bei den Nordischen-Filmtagen und ich bin damals durch die Zeitung auf sie aufmerksam geworden.

Was ist für Sie besonders bei den Nordischen-Filmtagen?

Ich finde es sehr besonders oder gut, dass bei den Nordischen-Filmtagen auch mal andere Filme gezeigt werden und nicht nur der Kram aus Hollywood.

Sie können eins bis zehn Punkte vergeben, wie viele Punkte bekommt „Ich bin Hier“ von Ihnen?

Ich fand den Film echt super, aber an manchen Stellen war mir der Film zu still. Deswegen kriegt der Film von mir 8 Punkte

In welcher Hinsicht war es Ihnen an manchen Stellen zu still? Hat Ihnen Musik gefehlt oder gab es für Sie zu wenig Dialoge?

Die Musik hat mir gefehlt, denn sie wurde in diesem Film so gut wie gar nicht verwendet.

Für wen würden Sie diesen Film weiter empfehlen?

Ich empfehle diesen Film allen Jugendlichen, die gerne ruhigere Filme mögen, in denen es um wichtige Themen geht.

 

 (Foto: Pluto Films)

 

Interview mit Michel Weist (6), Jannes Weist (9), Levi  Fölsch (8) und Ida Fölsch (9) zu „Polaris 360°“ – von Phillip Gutberlet

„Man hatte das Gefühl, als würde man mitfahren“

In diesem Interview geht es um den Film „Polaris 360°“, der im Fulldome gezeigt wurde. 

Was hat euch an dem Film am besten gefallen?

Levi: „Die Rakete mit der sie ins All geflogen sind.“

Jannes: „Ich fand gut, dass der Eisbär so gut bauen konnte.“

Ida und Michel: „Die Schlittenfahrt.“

Wie fandet ihr es, dass die Leinwand eine Kuppel war?

Jannes: „Ich fand das war mal was neues. Man lag dort in Liegestühlen und hat dann nach oben geguckt. Dort lief dann der Film.“

Michel: „An der Decke den Film zu gucken war voll komisch, aber cool.“

Gab es etwas, dass euch gar nicht gefallen hat?

Jannes: „Dass der Eisbär am Nordpol alleine war.“

Michel: „Dass der Pinguin überall hinreisen konnte, auch dort wo es warm ist. Und, dass der Eisbär den Pinguin nicht gefressen hat.  Außerdem war es komisch, dass der Eisbär nicht schwimmen konnte.“

Wie fandet ihr die Animation?

Jannes: „Ich fand es komisch, wie die Tiere gegangen sind. Und der Pinguin ist zu schnell gegangen.“

Wie war das Gefühl, als der Pinguin und der Eisbär zwischendurch mit einem Schlitten durch einen Eiskanal geschlittert sind?

Levi: „Es war ganz schön schnell und sehr aufregend.“

Ida: „Man hatte das Gefühl, als würde man bei denen mitfahren.“

War es gemütlich in den Liegestühlen?

Levi: „Naja…wir saßen in der ersten Reihe und mussten dann die Köpfe so hoch strecken.“

Für welche Altersstufe empfehlt ihr den Film?

Jannes: „Ich würde sagen von 3 bis 10.“

Daumen hoch für „Polaris 360°“ und den Fulldome.

(Foto: Phillip Gutberlet)

 

Filmkritik zur Serie „#Hashtag“ – von Luca Neumann

You're such a Hoe“

Anders Hazelius Serie "#HASHTAG", die 2016 in Schweden gedreht und veröffentlicht wurde, handelt von Maryam, die sich unbedingt zu den Beliebten in der Schule zählen möchte und dafür alles macht.

Freya ist eine extrem beliebte Bloggerin in ihrer Schule. Immer wimmeln zahlreiche Leute um sie herum, gehen mit ihr feiern oder treffen sich mit ihr zusammen. Nur Maryam nicht. Sie ist von allen ausgeklinkt und arbeitet nach der Schule meist bei ihrem Vater im Laden. Als sie mit Freya zusammen die Schulmesse organisieren soll, sehen beide darin eine Chance - Freya kann Maryam benutzen und noch mehr Zeit in Ruhe mit ihren Freundinnen verbringen und Maryam möchte durch die Zusammenarbeit mit der Bloggerin beliebter werden. Als aber Freya ein Geheimnis über Aju ausplaudert, denkt Maryam nicht lange nach und erstellt einen Blog in dem sie das Geheimnis publik macht. Sie gewinnt Likes, Follower und immer mehr Geheimnisse werden ihr zugeschickt.Dutzende von diesen Geheimnissen stellt sie online, doch alles geht nach hinten los. Hat Maryam mit den Ausmaßen gerechnet?

Die Serie basiert auf einem wahren Ereignis aus dem Jahr 2012, als es zur Ausschreitung wegen einem "Slut-Shaming-Instagram-Account" gekommen ist und wird in 8 Episoden á 15 Minuten erzählt. Dabei werden sehr genau die vergangenen Tage und Wochen nachgespielt. Die  Zeit von 15 Minuten ist sehr gut ausgewählt und so gut gefüllt, dass es mir vorkam, als würde die Zeit im Flug vergehen. Jede Episode ist thematisch sehr ordentlich ausgeschöpft und lässt keine Frage offen, erzählt jedoch auch nichts von der nächsten Episode. Die kurzen Pausen zwischen den Episoden sind ebenfalls sehr praktisch, um die Geschehnisse aus den letzten Szenen auf sich wirken zu lassen, denn oft kommt es in "#HASTAG" zu rasanten Bildwechsel, die jede einzelne Szene sehr lebendig wirken lassen. Die im Film verwendete Jugendsprache ist sehr ähnlich mit der aktuellen Jugendsprache. Als Jugendliche kann sich jeder Schüler und jede Schülerin sehr gut in viele der Szenen hineinversetzten. Ebenfalls die Reaktionen von anderen Jugendlichen auf die verschiedenen Handlungen im Film sind sehr realistisch aus der Gegenwart gegriffen. Manchmal wird in einigen wenigen Szenen ein wenig übertrieben, was die Handlungen anderer Personen angeht.

Desweitern ist der schnelle Bildwechseln nicht immer optimal, da es sich öfters zu einem Problem herausgestellt hat, einzelne Handynachrichten auf den Displays der Darsteller und Darstellerinnen zu lesen. Ein weiterer negativer Punkt ist der englische Untertitel, der an einigen Szenen sehr schnell wechselt und die Zuschauer nur wenige Sekunden haben, die Sätze zu lesen und den Bildausschnitt aus sich wirken zu lassen.

Abschließend kann ich sagen, dass Anders Hazel mit seiner Serie eine gute Nacherzählung der Ausschreitungen in Göteborg ins Leben gerufen hat. Man kann den Film definitiv weiterempfehlen, allerdings würde ich es nur Leuten raten, die sicher Englisch verstehen können.

Ich würde dem Film 8,5 von 10 Punkten geben, da es insgesamt eine schöne Serie ist, sich aber leider die 8. Episode lange hingezogen hat, bis man zum Ende kam. Außerdem sind wichtige Szenen, in denen Chatverläufe eingeblendet werden zu kurz um sich alles durchzulesen.

 

(Foto: Oystein Gronvold / Film Vast)

 

Interview mir Andreas Heß, CvD bei den Lübecker Nachrichten – von Frederike Lindemann

„Regionale Nähe bedeutet mir viel“

Ich habe mit Andreas Heß (55), dem Chef im Dienst, gesprochen. Er arbeitet seit 28 Jahren für die LN und hat Geschichte, Germanistik, sowie Journalistik studiert. Er war so freundlich mir ein bisschen etwas über seinen Aufgabenbereich bei den Lübecker Nachrichten zu erzählen.

Wofür genau sind Sie denn hier zuständig?

Ich arbeite als produzierender Journalist, das heißt, ich bin nicht selber draußen unterwegs, sondern kümmere mich um die Organisation. Zusammen mit dem Chefredakteur bin ich für die Seiten eins und zwei einer Ausgabe zuständig. Wir schauen uns das Layout an und achten auf den Aufbau und den Stil. Zudem lese ich viele der Meldungen, die von unseren Nachrichtenagenturen  bei uns eintreffen.

Wie viele dieser Meldungen können Sie denn lesen? Das sind doch bestimmt sehr viele.

Um alles in Ruhe zu lesen, fehlt mir die Zeit, das stimmt. Meistens kann ich aber schon der Überschrift entnehmen, ob das Thema für uns von Bedeutung ist oder nicht. Auch bei den Bildern muss ich mich beschränken. Der Chefredakteur und die Mitarbeiter der einzelnen Themenbereiche unterstützen mich zum Glück in dieser Arbeit.

Was sind für Sie wichtige Nachrichten oder Themen?

Ich möchte möglichst aus dem Leben der Leser berichten. Was gibt es für Ereignisse, die sie wirklich betreffen? Das können Staus auf der Autobahn sein, aber auch Wahlen in der Umgebung. Vor allem die regionale Nähe bedeutet mir viel. Wir wollen gar keine politischen Höchstleistungen erzielen, das können andere viel besser. Uns geht es um den Kontakt zu den Menschen vor Ort.

Gab es einen Artikel, der Sie in irgendeiner Weise besonders mitgenommen hat?

Da muss ich nachdenken… Ja, ein Bericht von Petra Hase, einer Kollegin von mir. Sie hat über ein Hospitz geschrieben, das war beeindruckend. Die Geschichte hat mich beim Lesen sehr mitgenommen. Solche ansprechenden und emotionalen Texte brauchen wir öfter. Das muss ja gar nicht immer traurig sein. Aber wenn die Artikel im Kopf bleiben, haben wir unsere Sache gut gemacht.

Was gefällt Ihnen bei der LN besonders?

Ich finde wir sind eine gute Zeitung. Unsere Journalisten sind engagiert und interessiert. Und wir berichten sehr regional, das mag ich. Ich lese auch hier auf der Arbeit andere Zeitungen, um informiert zu bleiben. Vieles kann man noch lernen, da helfen Anregungen immer. Ich schaue mir die Themen an und überlege, ob wir das selber vielleicht auch noch mal aufgreifen sollten.

Und was lesen Sie privat für Nachrichten?

An Printmedien keine außer der LN. Aber ich lese im Internet viel auf verschiedenen Seiten und auch auf Facebook.

Was macht Ihnen in Ihrem Beruf am meisten Spaß?

Ich gehe gern zur Arbeit. Jeden Tag lerne ich etwas dazu. Das finde ich wirklich super. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht etwas Neues erfahren habe.

Bloggerin Frederike Lindemann notiert genau, was Andrea Heß antwortet.

(Foto: Anton Kleinheins)

 

Kurzkritik zum Film „Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“ – von Henry Schlums

Humorvolle Dialoge und tolle Kameraführung

Zusammenfassung 

1962. Der Boxer Olli Mäki will bei der Weltmeisterschaft gegen den Titelträger Davey Moore antreten. Er muss viel trainieren und 2 Kilo abnehmen, um gegen Moore eine Chance zu haben. Unerwartet verliebt sich Mäki dann aber in Raija. Er vernachlässigt das Boxen mehr und mehr, weil er sich ausschließlich Rajia widmet. Der angestrebte Sieg steht auf dem Spiel.

Persönliche Meinung 

Ich finde, dass der Film gut gemacht ist. Was ich ein bisschen doof finde ist, dass der komplette Film in schwarz-weiß ist. Eine schöne Sache am Film waren die Dialoge, die meist sehr lustig aufgebaut waren. Außerdem noch gefallen hat mir die Kamera Führung.

Bewertung 

Ich würde dem Film 7 von 10 Sternen geben. 

(Foto: Sami Kuokkanen)

 

Videointerview mit Alessandra Röder, Volontärin der Lübecker Nachrichten - von Malte Mohrmann, Helen Lehnau und Magdalena Giesen

Die Festival-Blogger treffen Volontärin Alessandra Röder von den Lübecker Nachrichten. Röder gibt Einblicke in ihre tägliche Arbeit, berichtet über Selbstbewusstsein im Job sowie über Kritik im und am Journalismus.

 

Ein Interview von Magdalena Giesen und Helen Lehnau (v.l.)

Kamera und Schnitt: Malte Mohrmann

 

Kritik zum Spielfilm "Eins-zwei-drei-LOS!" - von Lea Hammann, Dilara Rosenfeld und Johanna Lutz

 

Authentische Gefühle, herausragende Leistung

,,Wir wollten noch so viel miteinander machen.“ Dieser Satz berührte wohl jeden heute Morgen im Kino. Der dänische Film ,,Eins- Zwei- Drei- Los!“  von der Regisseurin Barbara Topsøe- Rothenborg spricht selbst weniger emotionale Menschen an. Es geht um die erste große Liebe und wie diese durch die Krankheit Krebs auf die Probe gestellt wird.

Die schauspielerische Leistung der Protagonisten ist herausragend, die Gefühle der einzelnen Personen sind authentisch dargestellt.

Durch großartige Musik ebenso wie durch beeindruckende Aufnahmen und Schnitte werden die Emotionen zum Greifen nah. Der Film ist auf jeden Fall empfehlenswert, da er eine gute Mischung aus Ernst und Humor findet.

 

Wir geben ihm 10 von 10 Punkten.

 

Link zum Filmtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=8Z4MIhf1yYc

 

Kritik zum Kurzfilmprogramm "Kurze Geschichten übers Großwerden" - von Mareike Grell

 

6 Kurzfilme - 6 Kurzkritiken

Das Erwachsenwerden stellt die meisten Kinder und Jugendlichen vor große Herausforderungen. Ein nervenaufreibender Prozess, der zwangsläufig von jedem irgendwann durchlebt werden muss. Einige haben es jedoch besonders schwer.

Mit diesem Thema, angekündigt als „Kurze Geschichten übers Großwerden“, setzen sich auch die Nordischen Filmtage auseinander. Sechs Kurzgeschichten zeigen hierbei die auftretenden Probleme sieben verschiedener Kinder auf und regen zum Nachdenken an:

 

- Wir können nicht allen helfen -

Eine junge Mutter geht mit ihrer Tochter einkaufen, um dieser eine neue Strumpfhose zu kaufen. Das Geld reicht jedoch nicht und das kleine Mädchen muss aufgrund eines Wutanfalles ihrer Mutter schockiert feststellen, wie schlecht es um ihre finanzielle Lage steht. Wie sie reagiert ist zwar bewundernswert, aber auch erschütternd.

Ein klasse inszenierter Film, der auf unkonventionelle Art zeigt, wie Kinder schon im jungen Alter das Wohlbefinden anderer über das ihres stellen.

Ein roter Faden zieht sich kontinuierlich durch den Film. An manchen Stellen kommt die Handlung zu schnell zum Höhepunkt, welches aber keine Auswirkung auf das klar definierte Handlungsgeschehen hat.

Bewertung der Blog-Redaktion: 9 von 10 Punkten.

 

- Gedanken über die Liebe -

Antti ist verliebt, doch für sie ist er nur Luft. Das ändert sich jedoch rasch und als er dann auch noch auf eine Party ihrer Freundin eingeladen wird, denkt er, er hat den Sechser im Lotto. Doch ist es das, was er wirklich will? Lebt er sein Leben so, wie es ihm gefällt?

Eine Geschichte die von Antti auf humorvolle Art und Weise selbst erzählt wird, gewährt uns tiefe Einblicke in seine Gedanken und man fühlt mit ihm. Gleichzeitig wird einem durch den hohen Unterhaltungsfaktor nie langweilig. Am Schluss werden seine Gedankengänge allerdings großteils weg gelassen und das Ende wird weniger nachvollziehbar. Alles in einem aber ein gelungener Film.

Bewertung der Blog-Redaktion: 8 von 10 Punkten.

 

- In/Out -

In/Out handelt von den selten in einem Film thematisierten Unterschieden in der Gesellschaft. Parallel zueinander werden die Geschichten zweier Jungen erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bei einem Zwischenstopp einer Sightseeing-Tour in Marokko, bei der Kims Familie mitmacht, stoßen ihre Welten aufeinander. Doch nicht nur Kim steigt später wieder in den Bus ein.

Als Zuschauer lässt sich das Geschehen gut mitverfolgen, jedoch kommen auf längere Zeit nicht viele neue und interessante Aspekte hinzu. Den Filmemachern ist es aber durchaus sehr gut gelungen auf dieses oftmals diskutierte Thema aufmerksam zu machen und bringt dem Zuschauer die Missstände der Armut in anderen Ländern näher.

Bewertung der Blog-Redaktion: 5 von 10 Punkten.

 

- Filip -

Filip hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Bruder Sebastian. Oft unternehmen sie zusammen etwas mit Sebastians bestem Freund, spielen Fußball und albern herum. Eines Tages sieht er die beiden sich küssend in dem Zimmer seines Bruders – was nun?

Eine thematisch sehr gut ausgearbeitete Erzählung, die das Thema Toleranz auf eine liebenswerte und einfühlsame Weise aufarbeitet. Mithilfe des Films ist es gelungen, durch Bilder mehr auszudrücken als Worte es könnten.

Bewertung der Blog-Redaktion: 10 von 10 Punkten.

 

- Stina Katarina -

Zwei junge Frauen leben zusammen in einer WG. Sie stehen im Bad und die eine Frau erzählt der anderen, dass sie unbedingt mit auf einen Feier kommen muss und was sie dazu anziehen soll. Da erhält sie einen Anruf und ändert ihre Meinung grundlegend, da sie nun selbst nicht mit zur Feier mitkommen kann.

Ein Film, der auf kreative Art und Weise davon handelt, man selbst zu sein und sich auf seine eigene Meinung zu verlassen.

Kompakt, abwechslungsreich und zielgerichtet. Zu Anfang wird die Intention der Filmemacher zwar nicht klar, doch besonders das Ende des Filmes ist überzeugend.

Bewertung der Blog-Redaktion: 8 von 10 Punkten.

 

- Regenbogenparty -

Sofia wird von ihren Mitschülern gehänselt. Sie fühlt sich einsam; will dazu gehören. Als sie sich einer Gruppe von Mädchen anschließt, passt sie sich an. Sie geht mit ihnen und ihrem besten Freund Einar auf die Regenbogenparty. Eine Nacht, die ihr Verhältnis zu ihm für immer verändern wird.

Ein Film, der den Einfluss anderer auf sein eigenes Verhalten auf eine leicht überspitzte Art darstellt. Das Handlungsgeschehen ist abwechslungsreich und sehr leicht mitzuverfolgen. Auch die Gedankengänge der einzelnen Personen sind gut zu erkennen. Man fühlt sich selbst in die Situation hinein und ist gespannt auf den Ausgang des Filmes.

Bewertung der Blog-Redaktion: 10 von 10 Punkten.

 

Interview mit Linde Fröhlich - von Lea Hammann, Dilara Rosenfeld und Johanna Lutz

 

,,Festivalleiterin war nie mein Traumberuf“

Was macht man als künstlerische Leiterin der Filmtage?

Ich sehe übers Jahr verteilt so viele Filme wie möglich. Der Höhepunkt ist dann immer der Beginn der Nordischen Filmtage, weil es dann endlich los geht. Außerdem bin ich auf ständiger Suche nach neuen Filmen, das ganze Jahr über. Neben den Nordischen Filmtagen besuche ich viele andere Festivals weltweit, um viele verschiedene Filme zu sehen. Für die nordischen Filmtage dieses Jahr beispielsweise habe ich über 400 Filme angesehen. Davon wähle ich dann 185 für das Programm aus. Manchmal ist es traurig, da einige Filme einfach nicht ins Programm passen.

Was war das Beste, was Ihnen während der Nordischen Filmtage passiert ist?

Das sind die Begegnungen mit berühmten Menschen, die man aus den Credits kennt. Ich durfte in früheren Jahren schon Astrid Lindgren treffen, das war schon sehr besonders. Das Witzigste war, als wir mal nach einem Film zu einer Preisverleihung fahren mussten und es kam einfach kein Taxi, da es mehrere Leute betraf, quetschten wir uns alle in eins rein. Das darf jetzt bloß die Polizei nicht wissen. (lacht)

Worauf freuen Sie sich am meisten dieses Jahr?

Ich freue mich eigentlich am meisten darauf, dass es endlich los geht. Die Filmtage sind immer fünf intensive Tage, die spannend und wechselhaft sind.

Was sind die Nordischen Filmtage für Sie in drei Worten?

Filme, Menschen und Begegnungen.

Worauf haben Sie dieses Jahr in der künstlerischen Abteilung besonders geachtet?

Ich habe versucht, besonders überraschende Filme auszuwählen, die einen roten Faden haben.

Wenn Sie ein Teil an einem Fahrrad wären, welches Teil würde Ihnen am meisten zusagen?

Ich kenne mich mit Fahrrädern nicht so gut aus, da ich selbst eigentlich kein Fahrrad fahre. Der Gepäckträger vielleicht, da es ein sinnvolles Teil ist.

Wenn Sie ein Tier wären, mit welchem Tier würden Sie sich am meisten identifizieren?

Tiere, die mich faszinieren und die immer einen guten Überblick haben, sind Giraffen.

Gibt es einen Film in ihrer Laufbahn, der sie besonders berührt hat?

Lassie kehrt zurück und Perry das Eichhörnchen.

Lea Hammann, Linde Fröhlich, Dilara Rosenberg und Johanna Lutz (von links)

 

(Foto: privat)

 

Entweder-oder mit Linde Fröhlich - von Lea Hammann, Dilara Rosenfeld und Johanna Lutz

 

Comedy oder Horror? Der Schnell-Check!

Die Festivalblogger Lea Hammann, Dilara Rosenfeld und Johanna Lutz im Entweder-Oder-Check mit Linde Fröhlich, Künstlerische Leiterin der Nordischen Filmtage Lübeck.

Kaffee oder Tee?

Kommt auf die Tageszeit an, aber im Regelfall Kaffee.

Sommer oder Winter?

Sommer.

Schwarz oder Weiß?

Schwarz.

Salziges oder Süßes Popcorn?

Da ich den Film genießen möchte, esse ich nicht im Kino.

Comedy oder Horror?

Comedy.

Singen oder Tanzen?

Tanzen.

Buch oder Hörbuch?

Buch.

Schokolade oder Gummibärchen?

Schokolade.

Ganz vorne oder ganz hinten im Kino?

Mittlerweile in der Mitte.

Karotten oder Äpfel?

Beides nicht.

Ordnung oder Chaos?

Das ständige Bestreben nach Ordnung und die Bewältigung des alltäglichen Chaos.

Kurzfilm oder Spielfilm?

Kommt drauf an, wie viel Zeit ich habe.

Großes oder kleines Kino?

Ein Kino, das richtige Proportionen hat.

Linde Fröhlich: Jetzt muss sie sich entscheiden

 

(Foto: Lea Hammann)

Interview mit Zuschauerin Louise Peyk (17) zum Film "Eins-zwei-drei-LOS!“ - von Anton Kleinheins

 

„Für Leute, die auf Klischees stehen“ 

Louise Peyk hat den Film „Eins-zwei-drei-LOS!" von Barbara Topsøe-Rothenborg im Filmhaus gesehen. Darin geht es um eine tragische Liebesgeschichte zweier Jugendlicher.

Was hat dir am Besten und was am Schlechtesten gefallen?

Gut fand ich die sehr witzigen Nebencharaktere und die starke Emotionalität am Ende des Films, welche einen wirklich mitgerissen hat. Nicht ganz so gelungen war, dass die Romanze des jungen Paares wirklich alle Klischees erfüllt hat und vieles sehr vorhersehbar war.

Wie viele Sterne würdest du dem Film geben?                

Ich gebe 3 von 5 Sternen.                                                     

Wem empfiehlst du den Film?

 Ich glaube für emotionale Mädels ab 15 und Leute, die auf Klischees stehen.                                                              

 

 Wir haben Louise Peyk gefragt, wie sie den Film pantomimisch darstellen würde.

 

Link zum Film: http://www.luebeck.de/filmtage/de/programm/movie/view/2016/7857.html

 

(Foto: Anton Kleinheins)

 

Videointerview mit der Studioleiterin des NDR in Lübeck Dr. Mechthild Mäsker - von Jannes Peine, David Bruce-Boye und Malte Mohrmann

 

„Wir sind trimedial und ich lerne jeden Tag Neues“

 

 

Kamera und Schnitt: Malte Mohrmann

Interview: David Bruce-Boye und Jannes Peine

 

Interview mit Klischeeätzer Wolf-Dieter Niemann- von Magdalena Giesen und Helen Lehnau

„Als Klischeeätzer habe ich einen komischen Beruf gelernt“

Ein Interview von Magdalena Giesen und Helen Lehnau

Im Rahmen der Nordischen Filmtage haben sich die jungen Festival-Blogger ganz genau im Medienhaus der Lübecker Nachrichten umgeschaut. Nach der ausführlichen Verlagsführung haben die Nachwuchsjournalisten Dieter Niemann, dem Rundgangsleiter an diesem Abend, noch ein paar Fragen gestellt. Unter anderem zu seinem mittlerweile ausgestorbenen Beruf, dem des Klischeeätzers, aber in erster Linie zu seinem  Job als LN-Verlagsführer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Wolf-Dieter Niemann weiß auf alle aufkommende Fragen während der Führung eine Antwort

             

Wie ist Ihr Name und wie alt sind Sie?

Ich heiße Wolf-Dieter Niemann und bin 74 Jahre alt.

Was genau ist Ihre Aufgabe hier bei den LN?

Mittlerweile führe ich nur noch Gruppen durch die Räumlichkeiten der LN, die sogenannte Verlagsführung, vor allem durch unsere Druckerei, in der ab 22:30 Uhr unsere Zeitung produziert wird.

Wie sind Sie denn dazu gekommen, hier Interessierte zu führen?

Vor ungefähr 30 Jahren wurde mal gefragt, ob jemand Lust dazu hätte, Gruppen zu führen. Ich habe das dann bei einem Kollegen gelernt und bin dabei geblieben. Später war ich dann derjenige, der den Neuen gezeigt hat, wie das hier funktioniert.

Welche Gruppen führen sie durch die LN?

Alles, von Vereinen über politische Parteien bis hin zu zusammengewürfelte Gruppen, also Privatpersonen, die sich zu unserer Führung angemeldet haben. Ab Klasse acht bieten wir am Dienstagvormittag auch Schulführungen an.

Gibt es Unterschiede zwischen den Vormittagsgruppen und den Abendführungen?

Im Prinzip nicht, die Vormittagsgruppen bestehen aus Schulklassen,  in denen immer mal wieder einzelne Schüler vorkommen, die durchhängen oder keine Lust haben. Personen, die abends hier geführt werden, erscheinen freiwillig und haben in der Regel auch Interesse. Das macht dann natürlich immer besonders viel Spaß.

Haben Sie während Ihrer langen Laufbahn auch etwas wirklich Unangenehmes erlebt?

Wir hatten mal eine Person in einer unserer Gruppen, die ziemlich auf Krawall gebürstet war und immer probiert hat, uns anzumachen. Da muss man dann einfach geduldig bleiben und spätestens in der Technik wurde er dann auch ruhig, denn davon sind viele immer sehr beeindruckt und fasziniert, wenn sie die ganzen großen Maschinen sehen.

Welchen Beruf haben Sie ausgeübt, bevor Sie hier Gruppen durch die LN geführt haben?

Ich wollte schon immer zur Zeitung, habe mich bei den LN als Lehrling beworben und diesen komischen Beruf gelernt - Klischeeätzer. Dann habe ich 48 Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet, mittlerweile bin ich natürlich nur noch für die Führungen zuständig.

 

Mehr Infos zum Verlag der LN gibt es unter www.ln-medienhaus.de/luebecker-nachrichten

(Foto: Anton Kleinheins)

Tagesaktuelle Impressionen

Masterclass „Les Sauteurs"-Wir waren dabei!

11:30 Uhr - drei Regiseeure - ein auserwähltes Publikum - und wir!

Ein 90-minütiges Frage- und Antwortspiel zum Film „Les Sauteurs". Ausführlicher Bericht folgt...

Im Gespräch mit Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé... 

(Fotos: Luca Neumann)

 

Publikumsgespräch mit den drei Regisseuren des Dokumentarfilms „Les Sauteurs“

Aus dem Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung von „Les Sauteurs“ vom 3.11.16, 19:45 Uhr

"Vor einiger Zeit haben wir herausgefunden, dass wir beide die Situation vor Mali seit einiger Zeit verfolgen. - Und wir waren so ... geschockt. Auf der einen Seite über die Grenze, die wir mit unseren Steuern finanzieren und die Leute die diese Gewalt erleben. Aber auf der anderen Seite waren wir begeistert über die Leute, die nicht nur die größte Wüste der Welt durchquert haben, sondern auch immer wieder und wieder versuchen über diese Grenze zu gelangen [...] und da wollten wir einfach was tun. Aber es hat sich so unmöglich angefühlt [...]. - Wir wollten die Situation an der Grenze irgendwie der Welt näherbringen und deswegen haben wir uns dazu entschieden, dass es nicht wir sein sollten, die es dokumentieren. Wir wollten, dass diese Leute einen Film über sich selber machen und irgendwann haben wir dann tatsächlich jemanden gefunden, der sich bereit erklärt hat es zu machen: Abou Bakar Sidibé."

Moritz Siebert und Estephan Wagner über ihre Zusammenarbeit mit Abou Bakar Sidibé

 

 Frei aus dem englischen Übersetzt von: Luca Neumann

Regisseure Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé im Gespräch mit dem Publikum (von links).

(Foto: Hannah Kloth)

Inger Nilsson likes the Young Festival Blogger

Wir machen uns die Blog-Welt, wie sie uns gefällt. Schauspielerin Inger Nilsson (u.a. Pippi Langstrumpf) gefällt die Arbeit der jungen Festival-Blogger. Das ließ sie Projektleiter Torben Brinkema und Volunteer Hannah Kloth auch persönlich wissen.

(Foto: privat)

 

Die Lübecker Nachrichten zu Besuch bei den Bloggern

Die Blogger waren im Druckhaus der Lübecker Nachrichten. 

(Foto: Torben Brinkema)

 

Jetzt kam die Redaktion zu uns in die Lehrredaktion. (von links: Dilara Rosenfeld, Alessandra Röder, Johanna Lutz, David Bruce-Boye und Tim Lüdke)

(Foto: Hannah Kloth)

 

Was die Autorin Alessandra Röder dort erlebt, steht heute in der LN.

(Ausgabe der Lübecker Nachrichten vom 03.11.2016)

 

Blogger vor Ort beim Pressegespräch zum Eröffnungsfilm "Rosemari"

Im Videointerview mit Ruby Dagnall

Im Anschluss an die heutige Pressevorstellung des Eröffnungsfilms Rosemari haben Janna Klabunde und Anton Kleinheins, zwei der Jungen Festival-Blogger, die Hauptdarstellerin Ruby Dagnall interviewt. 

(Foto: Hannah Kloth)

 

Zu Besuch im NDR Studio Lübeck

Heute zu Besuch im NDR / Studio 1 in Lübeck:  Die Nachwuchsjournalisten bekommen vermittelt wie professionelles Radio und Fernsehen gemacht wird und erhalten von ihr Einblicke in die tägliche Rundfunkarbeit.  Den Beitrag aus dem NDR-Studio Lübeck gibt es heute Abend um 20:45 Uhr im Radio bei NDR Schleswig-Holstein

Reporter Thorsten Philipps interviewt die Blogger.

 

Studioleiterin Mechthild Mäsker hat die jungen Festival-Blogger eingeladen.

(Fotos: Torben Brinkema)

Festivalauftakt im Altstadtbad Krähenteich

Interviews mit Linde Fröhlich und Christian Modersbach

Heute war viel los bei unseren jungen Bloggern, zum Festivalauftakt haben sie noch die Filmtage Leiterin Linde Fröhlich und Leiter Christian Modersbach interviewt.

Blogger Tim Lüdke, Mareike Grell und Luca Neumann im Gespräch mit Christian Modersbach (von links).

 

Lea Hammann, Linde Fröhlich, Dilara Ronsenfeld und Johanna Lutz im Blitzlichtgewitter (von links).

(Fotos: Torben Brinkema)

Besuch bei den Lübecker Nachrichten

Die Festival-Blogger waren zu Besuch bei den Lübecker Nachrichten und konnten sich ein Bild vom Zeitungsgeschehen in der Redaktion + Druckerei machen. 

CvD Andreas Heß (links )erklärt der Gruppe im Newsroom der LN wie eine Zeitung entsteht - darin heute auch ein Artikel über die Nordische Filmtage Lübeck. 

(Foto: Torben Brinkema)

 

In der Druckerei kann man beobachten, wie die aktuelle Ausgabe der LN entsteht. (Foto: Anton Kleinheins)

 

Dennis Kahl zeigt und erklärt den Miniaturnachbau des LN-Gebäudes. (Foto: Anton Kleinheins)

 

Die jungen Festival-Blogger haben ihre Arbeit aufgenommen

Lehrredaktion im Kinder- und Jugendkulturhaus Röhre

Die jungen Festival-Blogger der kommenden Nordische Filmtage Lübeck haben heute ihre Arbeit aufgenommen. Das Café des Kinder- und Jugendkulturhaus Röhre wurde zur Lehrredaktion umfunktioniert. Die Blogger haben schon Interviews geführt, Portraitbilder geschossen und journalistische Stilformen geübt - und: über Bildsprachen diskutiert.

Die Blogger interviewen sich untereinander. 

 

Anton Kleinheins (links) und Tim Lüdke (rechts) entscheiden, welche der kurz

zuvor aufgenommen Portrait-Fotos am besten gelungen sind.

 

 Johanna Lutz (links) und Dilara Rosenfeld (rechts) stellen ihre Ergebnisse vor.

 (Fotos: Hannah Kloth)

Die jungen Festival-Blogger stellen sich vor

Videointerviews -Die Jungen Festival-Blogger der Nordischen Filmtage Lübeck 2016 - von Anton Kleinheins

7 Fragen an Simon Joschua Sue (17) – ein Interview von David Bruce-Boye (14)

„Ich finde die Herr-der-Ringe-Trilogie derbe nice!“ 

Kannst Du Dich einmal kurz vorstellen?

Gerne, ich heiße Simon Joschua Sue, bin in Lübeck geboren und gehe in die 12. Klasse der Sankt Jürgen Grund und Gemeinschaftsschule.

Und was sind Deine Hobbys?

Ich spiele schon etwas länger Gitarre und Skate noch etwas in meiner Freizeit. Außerdem lese ich auch sehr viel in meiner Freizeit.

Was liest Du denn am liebsten?

Also ich finde die Herr-der-Ringe-Trilogie derbe nice!

Was ist Dein Lieblings-Filmgenre?

Ich mag am liebsten Fantasy-Filme wie auch Geschichten.

Und welcher der nordischen Filme gefiel Dir am besten ?

Auf jeden Fall „Liverpool Goalie“ von dem Regisseur Arild Andresen.

Wann hast Du Dir den Film angeguckt?

Ich glaube das war 2012 als ich noch in der Kinderjury war.

Und warum hast Du Dich bei den Jungen Festival-Bloggern Beworben?

Die Möglichkeit mir kostenlos die Nordischen Filme anzuschauen hat mich dazu angespornt, mich zu bewerben. Vor allem, weil ich die Filme sehr durchdacht und interessant finde.

7 Fragen an Johan Boye (12) – im Gespräch mit Mia Großmann (12)

„Ballsport, Pfannekuchen und bunte Sachen“

 Wie heißt Du?

Johan Boye     

Wie groß ist Deine Familie?

Acht Personen.

Wie viele Geschwister hast Du?

Drei Brüder und Zwei Schwestern

Welche Haustiere Hast Du?

Einen Hund einen Golden Retriever.

Was ist Dein Lieblingshobby und warum?

Fußball, weil ich gerne Ballsportarten mag.             

Was ist Dein Lieblingsessen und warum? 

Pfannekuchen, weil ich Süße Sachen mag.

Was ist Deine Lieblingsfarbe und weshalb?

Grün, denn ich liebe bunte Sachen.

(Foto: Mia Großmann)

7 Fragen an Blogger Henry Schlums (13) – ein Interview von Mareike Grell (15)

„Es ist wichtig, mit anderen zusammenzuarbeiten und zu leben“

Was machst Du in deiner Freizeit und warum?

Ich spiele Fußball, da ich mich gerne bewege und weil es ein Teamsport ist.

Was findest Du am Teamsport denn besser?

Man hält zusammen und ich finde man hat mehr Spaß. Außerdem lernt man, mit anderen Menschen umzugehen. Ich finde es ist wichtig, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, weil man sie braucht und nicht immer alles alleine machen kann.

Ist es Dir denn wichtiger: wenig beste Freunde zu haben oder viele nicht so gute?

Auf jeden Fall wenige beste Freunde!

Stell Dir vor, Du würdest ein Angebot bekommen an einem Fußballinternat angenommen zu werden. Würdest Du es annehmen oder weiter auf Deine jetzige Schule gehen?

Ich würde weiter auf meine Schule gehen, weil ich bei meinen Freunden bleiben möchte. Außerdem möchte ich gar nicht berühmt werden. Ich glaube auch, dass wenn man berühmt ist, viele mit einem befreundet sein wollen, die dann aber im Endeffekt nicht deine echten Freunde sind.

Könntest Du Dir denn vorstellen, Dein Hobby zum Beruf zu machen?

Nein. Erst einmal dauert es lange, um Profi zu werden. Man muss unter Druck eine bestimmte Leistung erbringen, was auch dann keinen Spaß bringt. Wenn man mal nicht so gut spielt, dann verdient man auch weniger und muss mit den Konsequenzen rechnen.

Gibt es Deiner Meinung nach ein Thema, auf das man Deiner Meinung nach mehr aufmerksam machen sollte?

Ja. Auf den Frieden, da alle Menschen gut zusammenleben sollten.

Denkst Du es ist sinnvoll, das in einem Film umzusetzen - und wenn ja, warum?

Ich denke schon, da es so viele erreicht und man aus den Filmen lernen kann.

(Foto: Mareike Grell)

7 Fragen an Helen Lehnau (15) – ein Interview von Magdalena Giesen (14)

„Ich will Neues im Journalismus lernen“

Wie heißt Du und wie alt bist Du?

Ich heiße Helen und bin 15 Jahre alt. 

Was sind deine Freizeitaktivitäten?

Ich bin Fußballtrainerin in einer Mädchenmannschaft der D-Jugend und DFB-Schiedsrichterin. Ich höre außerdem gerne Musik, am liebsten die Charts.

Warum hast Du Dich als Junge-Festival-Bloggerin beworben?

Ich war als Kind öfter bei den Nordischen Filmtagen und wollte diese aus einer anderen Perspektive erleben. Auf der Website habe ich dann den Aufruf für die Jungen Festival-Blogger gesehen und mich beworben.

Was erhoffst Du Dir als Festival-Bloggerin?

Ich hoffe, dass ich Neues zum Thema Journalismus lerne. Ich freue mich außerdem neue Leute kennenzulernen und hoffe, dass wir eine spannende Zeit haben werden.

Wie empfindest Du die skandinavischen Filme?

Die skandinavischen Filme haben oft einen traurigen Hintergrund. Ich freue mich schon auf die schönen Landschaftsaufnahmen.

Liest Du gerne Blogs oder schreibst Du selbst welche?

Ich lese sehr gerne politische Blogs und schaue beim Frühstück gerne mal in die Zeitung. Selbst schreibe ich aber keine Blogs.

Willst du in Deiner Zukunft auch etwas mit Journalismus machen?

Nach dem Abitur will ich erst mal ein Auslandsjahr in Neuseeland machen. Danach würde ich gerne zur Polizei gehen, aber ich könnte mir auch gut vorstellen, etwas in dem Bereich Journalismus oder Film zu machen.

(Foto: Magdalena Giesen)

7 Fragen an Blogger David Bruce-Boye (14) – im Gespräch mit Joschua Sue (17)

„Lieber eine Katze statt Meerschweinchen“

Wie heißt Du und wie alt bist Du?

Ich bin David Bruce-Boye und ich bin 15 Jahre alt.

Und warum machst Du bei den Filmtagen mit?

Weil es mir gefällt, Filme zu gucken und zu analysieren. Und das schreiben danach gefällt mir auch, sowie die Arbeit mit dem Computer. Früher war ich auch bei der Jury dabei.

Und was hast Du für Hobbys?

Seit neun Jahren spiele ich Klavier sowie Basketball. Bei einer Musical-AG bin ich im Regieteam. Außerdem fotografiere ich sehr gerne.

Kannst Du etwas Besonderes mit Deinem Körper machen?

Ich kann meine Zunge dreimal rollen.

Was für Filme gefallen Dir am besten?

Filme wie Inception, Matrix oder Interstellar gefallen mir. Aber ich weiß nicht, wie das Genre heißt.

Hast Du Haustiere und wenn ja, welches hast Du am liebsten?

Ich hatte mal zwei Meerschweinchen, aber ich hätte am liebsten eine Katze.

Welches Buch magst Du am liebsten – und warum?

Als ich 12 Jahre alt war mochte ich Tom Gates richtig gern. Der Stil in dem die Personen und die Geschichte geschrieben sind gefallen mir sehr gut.

(Foto: Joshua Sue)

7 Fragen an Phillip Gutberlet (13) – Interview von Bennet Blumstock (13)

„Ich habe einige Castings bestanden“

Was hast Du für Hobbys?

Ich spiele Theater. Ich würde aber gerne noch andere Sachen machen, das passt aber mit der Schule nicht so gut.

Wo spielst Du Theater?

Hier im Theater Lübeck.

Was würdest Du gerne noch für andere Sachen machen?

Voltigieren und gerne Geräteturnen. Ich habe auch schon eine Gelegenheit für Geräteturnen gefunden, hätte aber zur selben Zeit Theater.

Wie bist Du auf Theater gekommen?

Meine Mutter hat in einer Zeitschrift ein Außschnitt für eine Art Casting für ein Theaterstück gefunden. Ich wurde angenommen und wurde danach sogar weiterempfohlen. Danach habe ich auch noch andere Castings bestanden und bin so Schauspieler geworden.

Was war Dein Lieblingsstück?

Ich bin mir nicht sicher weil mir viele Stücke viel Spaß machen. Aber besonders cool fand ich "Willy Brand" und "Ödipus"

Was fandest Du an Willy Brand und Ödipus toll?

Willy Brand spielte im großen Haus, weshalb es mehr Leute als sonst gesehen haben. In Ödipus hatte ich eine Sprechrolle und hatte deshalb viel Kontakt mit den anderen Schauspielern.

Was willst Du später mal werden?

Ich würde sehr gerne den Weg eines Filmschauspielers einschlagen.

(Foto von Bennet Blumstock)

7 Fragen an Blogger Jannes Peine (13) - Interview von Nuria Weis

Wie heißt du?

Jannes.

Wie alt bist du?

13 Jahre .

Wo bist du aufgewachsen?

Ich bin in Lübeck geboren und aufgewachsen.

Auf welche Schule gehst du?

In die 8. Klasse der Geschwister Prenski Schule.

Was sind deine Hobbys?

Ich spiele seit 5 Jahren Gitarre und macht Jiu-Jitsu.

Wofür interessiert du dich in deiner Freizeit? 

Für Fotografie.

Hast du Geschwister?

Ich habe einen kleinen Bruder. 

Was würdest du gerne nach der Schule machen?

Nach dem Abschluss würde er gerne Journalistik studieren.

Hast du eine Lieblings Band/Sänger?

(Sunrise Avenue) und kleinere Musikgruppen und Sänger.

Wie heißen deine Lieblingsfilme?

Interstellar, Interception und 22 Jump Street.

Hast du einen Lieblingsschauspieler? 

Tom Hanks.

Wen würdest du gerne einmal interviewen? 

Tom Hanks.

Welches Land würdest du gerne bereisen?

Wenn ich älter bin, würde ich gerne mal nach Island oder Amerika reisen.

Wo siehst du dich in 10 Jahren? 

Am studieren wahrscheinlich in Berlin oder Hamburg bloß nicht Lübeck.

7 Fragen an Bloggerin Lea Hammann (17) – ein Interview von Janna Klabunde (15)

„Ich hätte Lust, mal bei einem Film hinter der Kamera zu stehen“

Wer bist Du?

Ich heiße Lea Hammann, bin 17 Jahre alt und wohne ein bisschen außerhalb von Lübeck. Mit Lübeck hab ich eigentlich wenig zu tun, da ich in Kücknitz aufs Trave Gymnasium gehe.

Wie bist Du auf die jungen Film-Blogger bekommen?

Wir wollten mit unserer Klasse die Nordischen Filmtage besuchen und als ich mich im Internet darüber informieren wollte, bin ich auf den Aufruf auf der Homepage gestoßen. Ich hab dann Lust bekommen mitzumachen und hab mich angemeldet.

Was magst Du lieber: Bücher lesen oder Filme gucken?

Definitiv Lesen. In Büchern erfährt man viel mehr Details und die Charaktere sind viel ausgearbeiteter. In Filmen geht so viel verloren und die Charaktere sind eher oberflächlich.

Könntest Du Dir eine Karriere im Film-Bereich vorstellen?

Nicht als Schauspieler, das steht fest, aber vielleicht hinter den Kulissen. In meiner Freizeit fotografiere ich sehr gerne und hätte große Lust, hinter der Kamera bei einem Film mitzuarbeiten.

Was macht für Dich einen perfekten Film aus?

Sehr wichtig ist für mich eine gute Kameraführung und die Momente in denen man sich einfach denkt: „Wow, das ist gut gemacht!“.  Ich brauche in Filmen nicht zu viel Action und fände eine unkonventionelle Liebesgeschichte zur Abwechslung mal toll.

Wen würdest Du bei den Nordischen Filmtagen gerne interviewen?

Ganz klar: Die Schauspielerin von Pippi Langstrumpf.

Worüber würdest Du gerne mehr Filme sehen?

Über LGBT. Und zwar mehr als die ein zwei Quotenschwulen, die alle Klischees erfüllen. Ich wünsche mir realistische Geschichten und ernstzunehmende Handlungen.

7 Fragen an Jungblogger Malte Mohrmann (15) – ein Interview von Paul Pahlke (14)

Fotos sind meine Leidenschaft!“

Was machst Du gerne in Deiner Freizeit?

In meiner Freizeit spiele ich Schlagzeug und ich mache gerne Fotos und kurze Videos.

Könntest Du Dir denn vorstellen, etwas im Bereich Film und Fotos später mal zu machen?

Ja, gerne Fotograf oder Kameramann.

Wie bist Du auf die Jungen-Film-Blogger gekommen?

Ich war bereits zwei Jahre bei den Jungen-Film-Journalisten, das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich in diesem Jahr wieder beworben habe.

Was magst Du denn an den Nordischen-Filmtagen am liebsten?

Am besten finde ich, dass bei den Nordischen-Filmtagen auch mal andere Filme gezeigt werden die sonst nicht im Kino laufen würden. Aber das coolste ist eigentlich die schöne Atmosphäre.

Betreibst Du einen eigenen Blog oder Website?

Ja ich habe eine eigene Website, wo ich ab und zu meine Fotos und Videos hochlade. Und ich hatte auch mal einen Youtube-Kanal, den ich mit zwei Freunden betrieben habe.

Bist Du denn generell viel im Internet unterwegs und liest du auch die Nachrichten im Internet?

Ja, ich benutze diverse soziale Netzwerke wie zum Beispiel Instagram und WhatsApp, aber Nachrichten lese ich lieber in der Zeitung, weil ich es lieber mag ein Blatt in der Hand zu haben.

Auf was freust Du dich am meisten bei den Jungen-Film-Bloggern 2016?

Ich hoffe, viele coole Filme sehen zu dürfen und nette Leute kennen zu lernen. Außerdem hoffe ich, dass unser Blog auch viel gelesen wird.

(Foto: Paul Pahlke)

7 Fragen an Mia Großmann (12) – Interview von Johan Boye (12)

„Die Farben sehen einfach gut an mir aus“

Wie heißt Du?     

Mia Großmann.                                                 

Wie alt bist Du?

12 Jahre.                                            

Wieso hast Du Dich hier beworben?

Weil ich gerne mal ausprobieren wollte, Berichte über Filme zu schreiben.  

Wie oft warst Du schon bei den Nordischen Filmtagen? 

Zwei oder drei Mal.        

Wieso gehst Du zu den Nordischen Filmtagen?

Weil ich gerne skandinavische Filme sehen möchte.                                                                                                                          

Was sind Deine Lieblingsfarben?

Rot und Blau                         

Wieso magst Du Rot und Blau?

Weil die Farben an mir einfach gut Aussehen - anstatt Orange.        

(Foto: Johan Boye)         

7 Fragen an Nachwuchsjournalistin Frederike Lindemann (14) – im Interview mit Svea Giesenberg (14)

„Mir geht es vor allem um den guten Text - mit Anspruch!“

Wie ist Dein Name?

Frederike.

Warum hast Du Dich als Festival-Blogger für die Nordischen Filmtage beworben?

Man hat alleine so viele Möglichkeiten, die sich einem sonst nie bieten würden, zum Beispiel die Führung beim NDR. Außerdem interessieren mich auch die Filme. Für mich ist es wichtig, dass Filme Anspruch haben und das haben sie meisten  dort. Ich liebe die skandinavischen Länder und die Natur dort. In Schweden war ich schon und möchte unbedingt einmal nach Norwegen. Außerdem interessiert mich die journalistische Laufbahn sehr. Ich könnte unzählige Fragen alleine an die Besucher der Filmtage stellen und würde am liebsten sofort mit dem Interviewen anfangen.

Welche Länder würden Dich sonst neben Skandinavien noch interessieren?

Ich möchte noch viel reisen und unbedingt einmal nach Neuseeland. Dort möchte ich nach meinem Abitur ein Auslandsjahr machen. Hotels und große Pensionen mag ich nicht so gerne. Ich liebe die Natur, wie man sie auch auf den Inseln  wie Irland oder Island hat. Aber Südamerika ist auch ein großes Reiseziel von mir. Die USA und so etwas interessieren mich dagegen eher nicht.  Auch nach Afrika  möchte ich auf jeden Fall, aber nicht alleine, das würde ich mich nie trauen.

Und was machst Du neben den Festival-Bloggern noch so?

Ich mache sehr viel im Theater und interessiere mich sehr  für die Politik. Aber ich liebe auch das Lesen über alles. Mein Problem ist nur, dass ich zu viel lese und quasi schon die gesamte Bibliothek in Lübeck wie auch die in Schabeutz, wo ich wohne, leergelesen habe. Ich höre auch viel Musik, habe da aber meine Ansprüche. Ich höre vor allem Musik wie zum Beispiel Linking Park und Nirvana.  Aber ich höre auch Rap. Dabei geht es mir vor allem um einen guten Text, mit Anspruch.  Meist höre ich dann auch Rap mit politischem Text.

Welche Themen aus der Politik interessieren Dich am meisten?

Momentan setze ich mich viel mit dem Wahlkampf in Amerika auseinander. Aber ich lese eigentlich alles über verschiedene Themen. Ich lese jeden Morgen Zeitung, aber auch online gibt es viele wahnsinnig interessante Artikel. Mir ist auch aufgefallen, dass eigentlich die Meinungen überall gleich sind. Egal auf welchen Seiten ich lese, werden die Dinge im Großen und Ganzen gleich vermittelt. Aber ich finde auch die Menschenrechte sehr interessant und wissenswert. Ich mag auch gerne Filme schauen. Da gibt es ja auch sehr viele mit politischen Aspekten. Letztens habe ich mir den Film über Snowden angeschaut, den jeder kennen sollte und ich finde auch den Film Die Welle beeindruckend.

Und was genau machst Du im Theater?

Ich mache schon seit acht Jahren Tanztheater. Da drückt man die Gefühle dann meistens per Tanz aus und stellt den Rest im Schauspiel da. Für ein Stück üben wir immer zwei Jahre. Aber ich nehme dieses Jahr auch zum zweiten Mal am Spielclub im Lübecker Stadttheater teil. Dabei muss man durch ein Casting und dann übt man ein Jahr für ein größeres Stück. Dieses Jahr machen wir sehr viel mit Improvisationen, daraus soll sich dann später ein Stück entwickeln.

Betätigst Du Dich sonst noch an Projekten?

Ja, ich mache sehr gerne Soziales. Von der Schule aus habe ich an mehreren Projekten für Flüchtlinge teilgenommen und wir machen dort auch Projekte über Fair-Trade. Bald werde ich dann auch an der Vorwerker Diakonie mit Behinderten arbeiten. Wir treffen uns da in einer Gruppe und singen oder basteln.

 

7 Fragen an Bloggerin Janna Klabunde (15) - von Lea Hammann (17)

 „Ich möchte auch mal draußen sein“

Wie bist du zu den Festival Bloggern gekommen?

Also eigentlich durch meinen Vater, der mich früher schon mit zu den Filmtagen genommen hat, dadurch war ich in der Kinderjury. Dann hat meine Schwester hier mitgemacht und es hat ihr gut gefallen, also wollte ich auch.

Was hast Du für Hobbys?

Ich mache seit einem Jahr Standardtanz und bin in der Schülervertretung, wo wir zum Beispiel das Jahrbuch gestalten und die Unterstufenfeier organisieren. Außerdem ist alle zwei Wochen das Treffen der JUSOS, den Jungsozialisten.

Du bist also politikinteressiert? Könntest Du Dir auch vorstellen später in die Richtung zu gehen?

Ich weiß noch nicht genau. Vielleicht in die Politik, aber keinen Bürojob. Ich möchte auch mal rauskommen und Abwechslung haben.

Was wäre für Dich ein perfekter Film?

Es müsste eine komplett neue Story sein. Am liebsten lustig und mit dunklem Humor. Und die Schauspieler müssen wirklich gut sein. Sie müssen einfach perfekt in die Rollen passen.

Wohin bist Du schon gereist?

Ich war schon viel in Europa und besonders Skandinavien unterwegs und möchte unbedingt mal in die USA. Vielleicht auch Kanada, aber nicht zu lange, so spannend ist es dann auch wieder nicht.

Hast Du schon einmal einen Austausch gemacht?

Ich war für zehn Tage in Frankreich. Das war ganz lustig, da ich meistens auf Französisch gefragt habe und meine Austauschpartnerin mir auf Deutsch geantwortet hat.

Was möchtest Du nach der Schule machen?

Ich würde am liebsten ein Auslandsjahr machen, aber das ist zu teuer, also wäre mein erster Wunsch, ein Jahr als Au-Pair nach Amerika zu gehen.

 

7 Fragen an Jungbloggerin Johanna Lutz (16) -  von Dilara Rosenfeld (17)

„Ich wäre gerne eine Seekuh"

Wer bist Du?

Mein Name ist Johanna, ich bin 16 Jahre alt und besuche das Bio-Profil der Oberschule zum Dom in Lübeck.

Wenn Du ein Tier wärst, welches wärst Du?

Ich wäre gerne eine Seekuh.

Und warum?

Ich liebe es zu schwimmen, aber gleichzeitig sind es super entspannte Tiere, die viel essen.

Was machst Du denn so in Deiner Freizeit?

Ich spiele Bratsche und bekomme Gesangsunterricht. Außerdem mache ich Zumba. Und ich gehe ein paar Mal in der Woche Babysitten, um mein Taschengeld aufzubessern.

Welches Teil an einem Fahrrad wärst du?

Ich denke ich wäre die Lampe. Die helfen dem Menschen und dienen ihm als Wegweiser.

Wenn heute Dein letzter Tag des Lebens wäre, was würdest Du machen?

Ich würde den Tag natürlich mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Außerdem möchte ich meine persönliche Bucketlist abarbeiten, um dann zum Schluss was richtig Tolles zu erleben.

Hast Du schon Pläne für die Zukunft?

Ich würde gerne ins Ausland als Aupair. Gerne nach Australien. Danach möchte ich wahrscheinlich studieren.

 

7 Fragen an Luca Neumann (15) – im Gespräch mit Henry Schlums (13)

„Ehrlich gesagt: ich bin auf alle Filme gespannt“

Warum bist du bei den Nordischen Filmtagen?

Weil ich Lust auf Bloggen habe und ich mir gerne Filme anschaue.

Für welche Filme interessierst Du Dich besonders?

Ich interessiere mich besonders für die schwedischen Filme, insbesondere die Krimis.

Welche Art von Filmen magst du am liebsten?

Am liebsten mag ich Krimis.

Warum diese Art von Filmen?

Weil ich gerne Spannung mag und generell auf Spannung und Action stehe.

Auf was freust du dich am meisten bei den Nordischen Filmtagen?

Darauf, die Leute zu treffen, die die gleichen Vorlieben haben wie ich.

Hattest du schon vor dem Festival Erfahrungen mit dem Journalismus? Und wenn ja: warum?

Ja, denn ich habe schon mit meiner Klasse einen Blog geschrieben und ich war schon beim School Media Day, wo man auch viel über das Bloggen gelernt hat.

 

7 Fragen an Svea Giesenberg (14) – ein Interview von Frederike Lindemann (14)

„Ich liebe Norwegen-die Natur, die Städte, einfach alles!“

Wie würdest Du Dich selber beschreiben?

Also eigentlich bin ich ziemlich selbstbewusst, kreativ und sportlich. Aber manchmal habe ich auch zu hohe Ansprüche an mich selbst.

Was ist Dir persönlich wichtig?

Zeichnen ist meine Leidenschaft! Ich liebe es, Personen oder Landschaften zu porträtieren und vielleicht kann ich auch bald selber eine kleine Ausstellung machen. Später möchte ich Kostümbildnerin werden, da muss ich sehr kreativ sein. Dann schreibe ich noch gerne, Science-Fiction oder Fantasy. Und seit einiger Zeit nehme ich auch Tanzunterricht. Ach ja, und ich leite als Museumsführerin Gruppen durch das Hansemuseum.

Welche Träume oder Wünsche hast du für Dein Leben?

Auf jeden Fall möchte ich neben dem Beruf weiter professionell zeichnen. Ich habe mir außerdem vorgenommen, einen Marathon zu laufen. In der Schule habe ich schon mal bei einem Jugendmarathon auf Helgoland teilgenommen, das hat mir total gut gefallen! Und bevor ich studiere, will ich erst mal die Welt bereisen.

Und was für Länder faszinieren Dich auf einer Weltreise besonders?

Ich bin unglaublich gerne in Portugal, die Wellen dort sind großartig! Aber ich möchte auch auf jeden Fall nach Afrika und nach Indien. Die Leute, die da leben, interessieren mich sehr. Und Irland sowie Island stelle ich mir ebenfalls beeindruckend vor. Es gibt so viele schöne Orte!

Welche Menschen bewunderst Du?

Hmmm... Eigentlich alle, die viel reisen und Leute, die Extremsport betreiben. Das liebe ich nämlich auch. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Paragliding ausprobiert -unglaublich! Ich bin über die Alpen gesegelt und habe sogar mehrere Adler gesehen. Später möchte ich dann auch Extremwanderungen und Bungeejumping machen.

Was magst Du an den Nordischen Filmtagen?

Das sind die skandinavischen Filme. Ich liebe Norwegen - die Natur, die Städte, einfach alles! Ich war schon oft im Urlaub dort und die Natur ist so ruhig und unberührt. Deshalb schaue ich gerne Filme, die dort spielen.

Was würdest Du am liebsten an unserer Welt ändern?

Mir ist das Umweltbewusstsein sehr wichtig. Die Menschen sollten mehr nachdenken und Überfischung und Ähnliches stoppen. Außerdem sollten Tiere nicht mehr leiden müssen. Das ist auch der Grund, weshalb ich Vegetarierin bin.

 

7 Fragen an Paul Pahlke (14) - von Malte Mohrmann (15)

„Ich komme immer gerne wieder“

Wie oft warst Du schon bei den Festival-Bloggern dabei?

Bei den Festival-Bloggern bin ich erst einmal gewesen, aber die zwei Jahre davor war ich schon bei den Jungen Filmjournalisten. Also bin ich insgesamt schon das vierte Mal dabei.

Warum machst Du jedes Jahr wieder mit?

Die Nordischen Filmtage sind ein mega cooles Event, welches man sich einfach anschauen muss. Und da die Stimmung und das Projekt gut sind, komme ich jedes Jahr gerne wieder.

Welche Filme möchtest du dir dieses Jahr denn unbedingt angucken?

Das weiß ich noch nicht, aber es muss auf jeden Fall ein witziger Film dabei sein.

Hast Du bestimmte Filmgenres, die Du am liebsten guckst?

Ja auf jeden Fall! Meine Lieblingsgenres sind Action, Comedy und Musikvideos.

Welche Hobbys hast Du im Bereich Foto und Film?

In diesem Bereich noch keine, aber ich spiele in meiner Freizeit Schlagzeug, Tennis und Fußball.

Auf welche Schule gehst Du - und in welche Klasse?

Ich gehe auf die Geschwister-Prenski-Schule in die 9. Klasse.

Welche Lieblingsfächer hast Du?

Erdkunde, Wirtschaftspolitik, Englisch und Musik sind meine Favoriten.

 

7 Fragen an Magdalena Giesen (14) – ein Interview von Helen Lehnau (15)

„Lübeck ist meine Heimat geworden“

Wie heißt Du und wie alt bist Du?

Ich heiße Magdalena Giesen und bin 14 Jahre alt.

Was machst Du gerne in der deiner Freizeit?

Ich spiele seit sechs Jahren Klarinette und Querflöte in der Musikschule, höre ansonsten gerne Musik und lese.

Bist Du in Lübeck geboren und aufgewachsen?

Eigentlich bin ich Berlinerin, ich habe auch noch ein paar gute Freunde dort. Aber als ich fünf war, sind wir nach Stockelsdorf umgezogen, im Jahr 2014 dann nach Lübeck. Mittlerweile ist Lübeck für mich meine Heimat geworden.

Warum hast Du dich als Junge Festival-Bloggerin beworben?

Ich bin nicht das erste Mal bei den Bloggern dabei. Letztes Jahr hat es mir schon viel Freude bereitet, hier mitzumachen, besonders Filmekritiken zu schreiben und Besucher des Festivals zu interviewen. Ich möchte mein Wissen ausbauen und wieder ein paar unvergessliche Momente erleben.

Du bist ja nun Festival-Bloggerin. Schreibst Du auch privat Blogs?

Nein, ich blogge nur hier bei den Nordischen Filmtagen. Aber ich lese gerne Blogs zu unterschiedlichen Themen und Bereichen.

Was gefällt Dir so an den skandinavischen Filmen?

Besonders schön finde ich immer die Landschaftsaufnahmen und den ernsthaften Hintergrund der Handlung. Die Filme sind einfach anders als die, die hier bei uns in Deutschland laufen.

Was hast du in Deiner Zukunft vor, wäre der Bereich Journalismus etwas für dich?

Nach der Schule möchte ich vielleicht ein Auslandsjahr machen, zum Beispiel in Australien. Ob ich dann überhaupt studieren möchte, weiß ich noch gar nicht. In dem Bereich des Journalismus tätig zu werden, kann ich mir aber gut vorstellen.

 

7 Fragen an Tim Lüdke (15) – Interview von Anton Kleinheins (17)

„Die Story ist am wichtigsten“

Wie bist Du auf die Idee gekommen, Dich als Festivalblogger zu bewerben?

Vor ein paar Wochen habe ich in der Zeitung das Ausschreiben für die Jungen Festivalblogger gesehen und mich beworben, da mich die modernen Medien generell sehr interessieren. Ich führe neben meinen Hobbys, Basketball, Fotografie und Film, auch einen Youtube-Kanal, auf dem ich Testberichte über technische Produkte veröffentliche.

Was für Erwartungen hast Du an die kommende Woche?

Ich hoffe, dass wir schöne Filme sehen werden und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren führen können. Und dass wir insgesamt einfach etwas dazu lernen.

Was würdest Du als Journalist auf keinen Fall machen wollen?

Auf keinen Fall möchte ich falsche Informationen oder Meinungen veröffentlichen, nur um Klicks zu bekommen. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen Berichte über die Politik zu schreiben.

Was wäre die erste Frage, die Du einem Regisseur stellen würdest?

Auf jeden Fall würde ich fragen, wie er zu der Umsetzung seines Films gekommen ist und ob es eine Eigenkreation ist.

Was sind Deine Lieblingsfilme?

Interstellar, Iron Man und Matrix, aufgrund der tollen Bilder und der Story.

Welche Kriterien muss ein guter Film für Dich erfüllen?

Die Story ist am wichtigsten. Dann kommt die Umsetzung und als letztes die Qualität, welche natürlich trotzdem in Ordnung sein muss.

Welche Lieblingsregisseure hast Du?

Meine Lieblingsregisseure sind Christopher Nolan, James Cameron und Steven Spielberg.

 

7 Fragen an Jungreporterin Dilara Rosenfeld (17) – von Johanna Lutz (16)

,,An einem Fahrrad wäre ich der Gepäckträger“

Was machst Du in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit arbeite ich bei der Bäckerei Junge als Aushilfe. Außerdem bin ich Jungreporterin beim Radio Sonnengrau. Als Hobby spiele ich in meiner Freizeit noch Klavier, was mir viel Spaß bereitet.

Was ist Dein Lieblingsessen?

Ich bin Vegetarierin, also esse ich sehr gerne vegetarische Gerichte. Da ich zur Hälfte Türkin bin, esse ich auch gerne türkische Speisen.

Wenn Du ein Tier sein könntest, welches wärst Du?

Ich wäre wohl ein Pinguin, da Pinguine meine Lieblingstiere sind. Außerdem sind Pinguine in kälteren Gebieten unterwegs, und ich fühle mich auch eher in kälteren Orten wohl.

Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Nach meinem Abitur nächstes Jahr, würde ich gerne ein Jahr Pause machen. Eine Option wäre es ins Ausland zu gehen und dort ein freiwilliges soziales Jahr oder Freiwilligendienst zu machen. Da ich im Englischprofil bin, würde es sich anbieten nach England oder Frankreich zu gehen.

Wenn heute Dein letzter Tag auf der Erde wäre, was würdest du machen?

Ich würde Zeit verbringen mit wichtigen Menschen in meinem Leben, wie meiner Familie oder meinen Freunden. Außerdem würde ich mir einen schönen Ort suchen, wie beispielsweise einen Berg, um über mein bisheriges Leben nachzudenken und schöne Momente zu reflektieren.

Stell Dir vor, du wärst ein Teil an einem Fahrrad. Welches würdest Du sein?

An einem Fahrrad wäre ich wohl der Gepäckträger. Ich nehme häufig viel Last auf mich, um anderen die Arbeit abzunehmen. Man kann auch andere Leute auf dem Gepäckträger mitnehmen. Ein Gepäckträger gehört einfach zum Fahrrad dazu.

Wenn du die Möglichkeit hättest, überall in der Welt hinzureisen, für welches Land würdest du dich entscheiden?

Ich denke, es würde mich nach Indien ziehen. Ich finde die Menschen und die Kultur dort einfach spannend.

 

7 Fragen an Bloggerin Mareike Grell (15) – von Luca Neumann (15)

„Ich habe kein Bock mehr auf den Salat!“

Hat deine Teilnahme an den Nordischen Filmtagen etwas mit Deinem späteren Berufswunsch zu tun?

Möglich, aber ich habe keine Ahnung was ich später machen möchte.

Wobei ich genau weiß was ich später nicht machen möchte.

Was macht Deiner Meinung nach einen richtig guten Film aus?

Meiner Meinung nach macht einen guten Film eine gewisse Spannung aus  - und dass man immer eine Ungewissheit hat, was als nächstes im Film passieren wird.

Welcher ist der beste Film, den Du jeweils geguckt hast?

Den gibt es nicht, aber ich bin Harry-Potter-Fan. Aber man kann Filme auch nicht richtig zusammenfassen, da es für mich zu viele Genres gibt.

Wenn Du die Chance hättest einen eigenen Film produzieren zu lassen,  über welches Thema würde der Film gehen?

Entweder ein Thema, das nicht populär ist und auf das aufmerksam gemacht werden soll. Oder eine Komödie.

Präferierst Du Filme im Originalton und wieso?

Ja, weil ich finde, dass viele Filme im Originalton besser sind, weil die Übersetzung, im Deutschen, oft nicht die gleiche ist wie die Synchronisation.

Was wäre Dein größter Wunsch?

Mein größter Wunsch ist Chancengleichheit für die ganze Welt. Egal ob arm oder reich, berühmt oder unbekannt.

Wie reagierst Du auf Freunde von Dir, die gemobbt werden?

Das erste, was ich machen würde, wäre, dass ich zu den Leuten gehen würde die Mobben und denen erst mal richtig meine Meinung sagen. Ich kann sehr gut mit Leuten diskutieren, nicht meine Meinung vertreten.

 

7 Fragen an Bennet Blumstock (13) – von Phillip Gutberlet (13)

„In Fußball war ich schlecht, deshalb habe ich Handball ausprobiert!“

Wie alt bist du?

Ich bin 13 Jahre alt.

Was machst du als Hobby?

Ich spiele Handball und mache gern ein paar Videos von mir und von meinen Freunden.

Wie bist du auf Handball gekommen?

In Fußball war ich schlecht, deshalb habe ich Handball ausprobiert! Dabei ist es dann auch geblieben.

Man ärgert sich ja oft über Teamkameraden. Wie ist das bei dir?

Oft ärgere ich mich über unseren Mittelstürmer der den Ball nicht abgibt, aber auch über den Trainer, weil er uns so wenig lobt.

Und warum hast du angefangen Videos zu machen?

Ich schaue mir gerne YouTube-Videos an und habe, weil es mir Spaß macht, selber angefangen, Videos zu drehen.

Was hast du mit den Videos gemacht?

Mein Freund und ich haben einen YouTube-Kanal. Der heißt Unscripted Trickshots und hat 30 Abonnenten.

Was willst du später werden?

Am liebsten Regisseur oder Schauspieler, also irgendetwas in der Filmbranche. 

 

7 Fragen an Festival-Blogger Anton Kleinheins (17) – von Tim Lüdke (15)

„Ich möchte Filmmusik machen“

Anton KleinheinsWelche Themenbereiche der Fotografie interessieren dich am meisten?

Meine Lieblingsgebiete sind die Landschafts- und die Porträtfotografie.

Was sind deine Hobbys/ Leidenschaften?

Fotografieren und Filmen. Aber auch Musik machen.

Arbeitest du nur privat?

Nein, auch mit Freunden und für die Schule?

Produzierst du auch selber Musik?

Ja, ich bin in einer Band und nehme auch privat auf.

Was für Musikgenres produzierst du?

Verschiedene, von Rap über Pop bis hin zu Rock und Jazz, aber auch Filmmusik.

Was möchtest du später am liebsten machen?

Am liebsten eine Mischung aus Tontechniker beim Film und Filmmusiker wie Hans Zimmer.

Wer ist dein Lieblingsregisseur und welcher ist deiner Meinung nach sein bester Film?

Christopher Nolan und sein Film Interstellar.