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Aufenthalt: Au-Pair

(Gilt nicht für Unionsbürger und Staatsangehörige von Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz sowie für Staatsangehörige von Australien, Neuseeland, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea und der Vereinigten Staaten von Amerika)

Informationen:

Au-Pairs sind junge Menschen, die als Gegenleistung für eine begrenzte Mitwirkung an den laufenden familiären Aufgaben (leichte Hausarbeiten, Kinderbetreuung) für maximal ein Jahr in Gastfamilien aufgenommen werden, um ihre Sprachkenntnisse zu vervollständigen und ihre Allgemeinbildung durch eine bessere Kenntnis des Gastlandes zu erweitern.

Au-pair-Verhältnis:

Zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums muss das Au-Pair mindestens 17 Jahre alt sein (Minderjährige benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten), das 25. Lebensjahr darf noch nicht vollendet sein und es müssen gute Grundkenntnisse der deutschen Sprache vorliegen.

Ein echtes Au-pair-Verhältnis liegt vor, wenn folgende Punkte beachtet werden:

  • Abschluss eines schriftlichen Vertrages über die gegenseitigen Rechte und Pflichten
  • Integration in die Gastfamilie, d.h. unter anderem auch Stellung einer angemessenen Unterkunft (grundsätzlich eigenes Zimmer in der Familienwohnung) und Möglichkeit der Teilnahme an den gemeinsamen Mahlzeiten
  • Mitwirkung bei leichten Hausarbeiten (z.B. die Wohnung aufgeräumt und in Ordnung halten) und Kinderbetreuung, wöchentlich maximal 30 Stunden einschließlich Babysitting, in der Regel höchstens sechs Stunden täglich
  • Gewährung von mindestens einem freien Tag pro Woche, davon mindestens einen Sonntag im Monat und mindestens vier freien Abenden pro Woche
  • Freistellung für Sprachkurse, Religionsausübung, kulturelle Veranstaltungen und Ausflüge
  • Zahlung eines angemessenen Taschengeldes (z.Zt. mindestens 260 € im Monat)
  • Abschluss einer Krankenversicherung (auch für den Fall der Schwangerschaft und Geburt) sowie einer Unfallversicherung durch die Gastfamilie
  • Bezahlter Erholungsurlaub von vier Wochen (bei kürzerer Tätigkeit als ein Jahr zwei Werktage pro vollem Monat)

Liegen die oben genannten Voraussetzungen vor, ist das Au-pair-Verhältnis grundsätzlich nicht sozialversicherungspflichtig.

Die Gastfamilie:

  • Als Gastfamilie kommen nur Paare/Alleinerziehende mit Kind(ern) in Frage. Ausnahmen können im begründeten Einzelfall (z.B. Schwangerschaft) genehmigt werden.
  • In den Gastfamilien wird Deutsch als Muttersprache gesprochen und mindestens ein erwachsenes Familienmitglied besitzt seit Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedsstaates, eines EWR-Staates oder der Schweiz.
  • Das Au-pair darf weder mit einem Familienmitglied verwandt sein, noch aus dem Heimatland der Gasteltern stammen.
  • Die Ausländerbehörde verlangt grundsätzlich die Einschaltung einer Au-Pair Vermittlungsstelle.

Visumsverfahren:

Die Aufenthaltsgenehmigung muss vor der Ausreise durch das Au-Pair bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder regional zuständiges Generalkonsulat) in Form eines Visums beantragt werden. Hierfür muss das Au-Pair neben einem gültigen Reisepass auch ein Einladungsschreiben der Gastfamilie vorlegen, aus welchem hervorgeht, dass die Bewerberin als Au-Pair in die Familie kommen soll.

Die Gesamtdauer des Visumsverfahrens beträgt in der Regel zwischen vier und acht Wochen. Um die Verfahrensdauer abzukürzen ist es sinnvoll, dass die Gastfamilien parallel zum Visumsantrag mit der Ausländerbehörde Kontakt aufnehmen. Folgende Unterlagen sind vorzulegen:

  • Einladungsschreiben der Gastfamilie
  • Bestätigung der Vermittlungsstelle mit Angaben über die Verhältnisse der Gastfamilie, vollständige Personalien des Au-Pairs
  • ein von der Gastfamilie unterzeichneter Entwurf des vorgesehenen Arbeitsvertrages

Dem Visumsantrag wird zugestimmt, wenn die oben genannten Unterlagen vollständig vorliegen und auch der Arbeitsaufnahme durch die Agentur für Arbeit zugestimmt wird.

Zustimmung zur Arbeitsaufnahme:

Die Ausländerbehörde holt die Zustimmung zur Arbeitsaufnahme bei der Agentur für Arbeit ein, wenn es sich um ein echtes Au-Pair-Verhältnis handelt und die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind (s. o.). Ob dies der Fall ist, überprüft die Ausländerbehörde anhand des Fragebogens der Bundesagentur für Arbeit sowie anhand eines vorgelegten Vertragsentwurfs. Der Fragebogen wird der Gastfamilie auf Anfrage zugesandt. Nähere Informationen unter http://www.arbeitsagentur.de.

Nach der Einreise:

Das Visum wird für drei Monate erteilt. Nach seiner Einreise ist das Au-Pair verpflichtet, sich an seinem Wohnort innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde anzumelden. Das ist in einem der Stadtteilbüros der Hansestadt Lübeck möglich. Nach der Anmeldung aber vor Ablauf seines Visums ist die Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde zu beantragen. Es werden folgende Unterlagen benötigt:

  • gültiger Nationalpass
  • 1 aktuelles Passfoto (ePass_Fotomustertafel)
  • aktuelle Bestätigung der Gastfamilie über Art und Dauer der Beschäftigung

Die Aufenthaltsgenehmigung erlischt, wenn die Au-Pair-Tätigkeit in der Gastfamilie vorzeitig beendet wird. Ein Wechsel der Gastfamilie bedarf der Genehmigung der Ausländerbehörde.

Notwendige Unterlagen/ Voraussetzungen:

Die Auflistung ist nicht abschließend. Im Einzelfall kann darüber hinaus noch die Vorlage zusätzlicher Nachweise erforderlich sein.

Gebühren:

Die Gebühr für die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zum Zweck eines Au-Pair-Aufenthaltes bis zu einem Jahr beträgt 100,-€.

Angeboten von

Angelegenheiten für Ausländer/innen
Dr.-Julius-Leber-Str. 46 - 48
23552 Lübeck
Telefon:(0451) 122-33 22 (Servicetelefon)
Fax:(0451) 122-33 99
Email:auslaenderbehoerde@luebeck.de
einbuergerung@luebeck.de
Internet-Adresse:http://fb03.luebeck.de/meldestelle/abteilungen/abh/index.html

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